Zeugnisse großer Erweckungsprediger

Das finstere Mittelalter

Selbst im finsteren Mittelalter schenkte Gott aus Gnade einige Erweckungen. Zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert gab es Erweckungen in Südeuropa, wo viele in anderen Zungen sprachen. An erster Stelle dieser Erweckungsprediger waren die Waldenser und Albigenser.

Die Encyclopaedia Britannica schreibt über das Thema "Sprechen in anderen Zungen": "Es taucht immer wieder bei christlichen Erweckungen in jedem Zeitalter auf."

1419 - Vincent Ferrer:

Vincent Ferrer starb in diesem Jahr, und ihm wurde diese Erfahrung beigemessen. In der "Christlichen Kirchengeschichte" von Phillip Schoff lesen wir: "Spondamus und viele andere sagen, daß dieser Heilige mit der Gabe der Zungen geehrt wurde."

1520 - Martin Luther:

Dr. Martin Luther erfreute sich genauso dieses Segens. In einer deutschen Kirchengeschichte (Sauers christliche Kirchengeschichte) lesen wir: "Dr. Martin Luther war ein Prophet, Evangelist, Zungenredner und Ausleger in einer Person, ausgerüstet mit allen Gaben des Geistes."

1650 - Die Quäker:

Unter ihrem Begründer, George Fox, erlebten die Quäker die wiederbelebende Kraft des Heiligen Geistes. Innerhalb von sechs Jahren stieg die Anzahl ihrer Anhänger auf ungefähr 50.000. Cromwell versuchte, Gerechtigkeit mit dem Schwert nach England zu bringen. George Fox versuchte, es mit dem Schwert des Geistes, dem Wort Gottes, zu tun. In dem Buch "Die Botschaft und der Auftrag der Quäker" von W.C. Braithwaite, lesen wir ein Zitat aus Burroughs "Vorwort zu einem großen Geheimnis": "Als wir in Stille vor dem Herrn warteten, wie wir es oft viele Stunden lang zusammen taten, empfingen wir oftmals das Ausgießen des Geistes auf uns, und unsere Herzen wurden froh, und unsere Zungen lösten sich, und unser Mund öffnete sich, und wir sprachen in neuen Zungen, wie der Herr uns gab auszusprechen, und wie Sein Geist uns leitete, Der auf uns ausgegossen wurde."

1834 - Edmund Irving:

Die Erweckung unter Irving brachte Tausende zu Christus, und Irvings Zuhörerschaft bewegte sich zwischen 6000 und 12.000 Menschen. Er erfreute sich der Taufe im Heiligen Geist und sprach in anderen Zungen. Über seinen Tod lesen wir: "Und so, in dieser kalten Mitternachtsstunde, die diesen letzten Sabbat auf Erden beendete, fielen die letzten Bande der sterblichen Mühsal ab, und der Heilige und Märtyrer ging ein in die Ruhe seines Herrn. Nichts muß mehr hinzugefügt werden ... das dieses sorgenvolle und herrliche Leben in einer Vollendung, außerhalb der Reichweite der Kunst, beschließt."

1856- Die Hugenotten:

Bei den Erweckungen unter den Hugenotten gab es auch die Gabe der Prophezeiung. Die Hugenotten wurden von John Cavalier, einem Bauern, in unzugängliche Berge geführt. Unter diesen verfolgten Menschen waren diejenigen, welche in Zungen sprachen. Es gibt Berichte von Gegnern und auch von Freunden, die ihre prophetischen Gaben belegen. Propheten kamen aus den Cavennen nach Holland und Deutschland. Zu jener Zeit gab es eine große Empfänglichkeit unter den Professoren und Studenten für Gottes Kraft. 1714 brachten sie die Gabe der Zungen und Prophezeiung nach Wetterau, nahe Frankfurt am Main.

1878 - Peter MacKenzie:

Der berühmte Peter MacKenzie schrieb am 5. Februar 1878 in einem Brief, an einen Mr. Elliott aus Leeds: "Letzten Sabbat war ich in Circuit, Padiham. Der Ort war überfüllt, eines der größten und besten Liebesfeste, das ich jemals gehalten hatte. Der Heilige Geist kam herab, und die Gabe der Zungen wurde wahrhaftig ausgeteilt. Oh, die Kraft, schmelzend, bewegend, rettend, heiligend!"

1882 - Dwight L. Moody:

Der sehr bekannte Evangelist Dwight L. Moody erfreute sich laut seinem engen Vertrauten John Davidson, dem Entwerfer der Scofield Bibel, der Gabe des Zungenredens. Rev. R. Boyd, D.D. (Baptist), der ein sehr enger Freund des berühmten Evangelisten war, sagt über Dwight L. Moody: "Als ich (ein V.J.C.M. Mitglied) in die Räumlichkeiten der Vereinigung junger christlicher Männer (Viktoriahalle, London) kam, fand ich die Versammlung "in Flammen" vor. Die jungen Menschen sprachen in Zungen und weissagten. Was in aller Welt bedeutete das? Nichts anderes, als daß Moody an diesem Nachmittag zu ihnen gesprochen hatte! "Was für ein Mann ist das?", dachte ich, aber ich gab ihm immer noch nicht die Hand ... Viele Kirchenmänner waren dieser Bewegung gegenüber so feindselig eingestellt, daß sie ihr den Rücken zukehrten ... aber Sunderland (England) wurde im Sturm erobert."

1844 - Charles G. Finney:

Finney wird als einer der größten Erweckungsprediger in der Geschichte angesehen. Nachfolgend ein Auszug aus seiner Autobiographie: "Ich empfing eine mächtige Taufe im Heiligen Geist. Ohne daß ich es erwartet hätte, ohne daß ich jemals den Gedanken gehabt hätte, daß irgendjemand in der Welt diese Sache mir gegenüber erwähnt hatte, fiel der Heilige Geist in so gewaltige Weise auf mich, daß es mir wie durch Leib und Seele ging.

So verharrte ich bis spät in die Nacht. Als ich morgens aufwachte, war die Sonne aufgegangen, und ihr klares Licht überflutete mein Zimmer. Der Eindruck, den das Sonnenlicht auf mich machte, läßt sich nicht in Worte fassen. Sofort empfing ich nochmals die Taufe in einer solchen Stärke wie am Abend zuvor. Ich kniete mich im Bett hin und weinte laut vor Freude. Ich blieb eine Zeit so - zu überwältigt von der Taufe im Heiligen Geist, daß ich nichts anderes tun konnte als meine Seele vor Gott auszuschütten."

John Wesley:

Rev. John Wesley, Magister of Arts, Prediger, Schriftsteller, Lehrer und Reformator, dessen Name in den Herzen von Gläubigen seit der Großen Erweckung geschätzt wird, wäre ein kompetenter Richter bei der Frage, ob es die geheimnisvollen Gaben heute in der Kirche geben sollte. Er sagt darüber: "Es scheint, daß diese außerordentlichen Gaben des Heiligen Geistes in der Kirche nicht mehr als zwei oder drei Jahrhunderte lang vorkamen. Wir hören selten davon, nach dieser verhängnisvollen Zeit, als Kaiser Konstantin sich selbst Christ nannte und aus einer stolzen Vorstellung heraus, den christlichen Glauben zu fördern, Reichtümer, Macht und Ehre auf die Christen im allgemeinen häufte, aber insbesondere auf den christlichen Klerus. Seit dieser Zeit haben sie fast ganz aufgehört; sehr selten wurden sie beim König gefunden. Der Grund dafür war nicht, wie man es gemeinhin angenommen hatte, daß es keine Gelegenheit mehr für sie gab, weil die ganze Welt zum Christentum übergetreten war. Dies ist ein bedauerlicher Irrtum, nicht einmal der zwanzigste Teil waren damals dem Namen nach Christen. Der wahre Grund war: Die Liebe von vielen, fast allen sogenannten Christen, war erkaltet. Die Christen hatten nicht mehr vom Geist Christi als die anderen Heiden; der Menschensohn könnte schwerlich Glauben finden, wenn Er käme, um Seine Kirche zu prüfen. Das war der wahre Grund, warum man die außergewöhnlichen Gaben des Heiligen Geistes nicht mehr in der christlichen Kirche finden konnte; weil die Christen wieder zu Heiden geworden waren und nur ein totes Gerüst übriggeblieben ist ...

Der Hauptgrund, warum die geheimnisvollen Gaben so bald zurückgezogen wurden, war nicht, weil Glaube und Heiligkeit nahezu verlorengegangen waren, sondern weil trockene, formelle, orthodoxe Männer schon damals begannen, sich über alle Gaben, die sie selbst nicht hatten, lustig zu machen und sie alle als Verrücktheit oder Schwindel schlechtzumachen."

1907 - Holland:

Ein gnädiges Ausgießen kam in diesem Jahr über Holland, und Pastor G.R. Polman aus Amsterdam wurde in diesem Land mächtig von Gott benutzt. Pastor Polman empfing seine Taufe in Sunderland, England, und sprach in anderen Zungen. Die Erweckung breitete sich nach Deutschland, Mitteleuropa, der Schweiz, Italien, Palästina, dem Balkan, Rußland, China, Japan und Südamerika aus. Der Evangelist Smith Wigglesworth hatte einige Jahre später in Italien großartige Versammlungen, und Principal George Jeffreys hatte Erweckungsversammlungen in Palästina selbst.

General Booth:

Der Gründer der Heilsarmee, General William Booth, sagt: "Es gibt nicht ein Wort in der Bibel, das beweist, daß wir sie (Zungen und andere Gaben) zur jetzigen Zeit nicht haben dürfen."

General Booths Tochter, die Marschallin, bezeugte, die Taufe im Heiligen Geist mit dem dazugehörigen Zeichen des Sprechens in Zungen empfangen zu haben, und der verstorbene Botschafter Herbert Booth sagt: "Meine vier Neffen, Söhne der Marschallin, haben ähnliche Erfahrungen und sind Pfingstprediger."

Erfüllung mächtiger Verheißungen

Diese Häufung von Beweismaterial vom Pfingsttage an bis heute beweist, daß die Worte unseres Herrn in MARKUS 16:15-18 wahr sind: "Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden."

Quelle: Revival Publications, Ballarat, Australien