Vorsicht mit Speiseöl – „Canola-Öl“

Es gibt viele Debatten darüber, welche Öle zum Kochen gesund sind und welche nicht. Vor nicht allzu langer Zeit, kam ein neues Öl auf den Markt: „Canola-Öl". Es wird gesagt, dass es eines der gesündesten Öle sei, aber dies ist nicht der Fall. Dieser Artikel zeigt, wo Canola Öl herkommt und offenbart einige schockierende Fakten über dessen wahren Effekt auf die menschliche Gesundheit.

In dem Artikel „Die Strategie" erscheint unter dem Untertitel „Raps in einer anderen Gestalt" der Inhalt eines Briefes, der an Herausgeber geschickt wurde und offensichtlich im Wall Street Journal, 7. Juni 1995, S.B6(W) – S.B6(E) Spalte 1 (11 Spalten-Zoll!) veröffentlicht wurde. Er beginnt mit:

„Kürzlich kaufte ich mir ein Bratöl, das neu in unserem Supermarkt ist, ‚Canola-Öl’. Ich probierte es, weil mir das Etikett versicherte, daß es den geringsten Anteil an ‚schlechten’ Fetten habe. Wie auch immer, als ich die halbe Flasche verbraucht hatte, stellte ich fest, daß das Etikett erstaunlich wenig weitere Informationen enthielt, und ich fing an, mich zu fragen, wo denn ‚Canola-Öl’ herkommt.

Olivenöl macht man aus Oliven, Erdnußöl aus Erdnüssen, Sonnenblumenöl aus Sonnenblumen; aber was ist ein Canola? Auf dem Etikett fand ich keinerlei Aufklärung, was mir merkwürdig schien. Also fing ich an, im Internet nachzuforschen. Es gab viele offizielle „Canola"- Seiten, die das neue ‚Wunder'-Öl mit all seinen Niedrigfett-Vorzügen lobten. Es braucht ein wenig länger, um die weniger schmackhaften Seiten zu finden.“

Außerdem lernen wir von der Online-Innovation, AgriAlternatives und Technology Magazine for Farmers, daß „von Natur aus diese Rapsölsamen, die schon lange für industrielle Zwecke genutzt werden, ... giftig für Menschen und (andere?) Tiere sind." Trotzdem lobt diese Internetseite im gleichen Atemzug die Canola-Industrie. Darüber hinaus werden wir von dem Verfasser über folgendes informiert:

„Rapsölsamen sind für lebende Organismen giftig und ein ausgezeichnetes Insektenschutzmittel. Ich habe es die letzten zwei Jahre dazu benutzt (in verschiedenen Formen, je nach Anleitung), um Blattläuse auf meinen Rosen zu töten. Es hat sehr gut funktioniert; es erstickt sie. Fragen Sie in Ihrer Baumschule danach. Rapsöl wird als Schmiermittel, als Treibstoff, Seife, als Basis für synthetischen Gummi und als Leuchtmittel für Farbseiten in Magazinen verwendet. Es ist ein industrielles Öl. Es ist kein Nahrungsmittel."

Es ist durchaus von mehr als beiläufigem Interesse, sich daran zu erinnern, daß „Scrapie" (führt zu einer Degeneration des Hirns, Anm. d. Übers.) bei Schafen verschwunden ist und es keine weiteren Berichte über „BSE" mehr gibt, seit Rapsöl aus dem Tierfutter entfernt wurde. [Nun gibt es erneut Fälle von Maul- und Klauenseuche, mit denen wir uns herumschlagen müssen. Wodurch wurde das wieder ausgelöst, fragen wir uns?]. Wir erfahren, daß Canola-Öl Emphyseme (= abnorme Aufblähung von Hohlorganen; Anm. d. Übers.), Atemnot, Blutarmut, Darmträgheit, Reizbarkeit und Blindheit bei Tieren und Menschen hervorrufen kann, trotzdem verwenden Hersteller Canola in Tausenden von weiterverarbeiteten Nahrungsmitteln. Die Internetseiten, die Canola unterstützen, sagen, daß es sicher sei, geben aber dennoch zu, daß es aus Rapssamen gewonnen wird. Bemüht, uns von seinem Wert für die Nahrungsmittelindustrie zu überzeugen, behaupten sie, daß es sich durch gentechnische Veränderungen nicht mehr länger um „Rapssamen", sondern um „Canola" handelt.

Wie drollig! Ändere den Namen, und du änderst die Substanz?! [Dann hätten wir jetzt einen Weg gefunden, den Charakter des Menschen zu verbessern]. Beachte so etwas nicht: Wie immer es auch verändert sein mag, es ist immer noch eine Rapspflanze!

Der Schreiber offenbart noch ein paar Fakten, die jeder kennen sollte, bevor er irgendetwas kauft, was Canola enthält. Der Name ist nicht der einer Pflanze. Er ist eine Zusammensetzung aus den Worten: „Kanada" und „Öl", mit der man eine Pflanze bezeichnet, die aus gentechnisch bearbeiteten Rapssamen besteht und der gleichen Gattung angehört wie Senf.

In Kanada entwickelt und von der kanadischen Regierung für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie subventioniert, wird „Canola-Öl" als das kanadische Öl bezeichnet, weil Kanada hauptverantwortlich dafür ist, daß dieses Öl in Amerika vermarktet wird.

„Die kanadische Regierung bezahlte unserer (USA) Bundesbehörde für Nahrungs- und Arzneimittel (FDA) 50 Millionen Dollar, damit „Canola-Öl" auf die Allgemein als Sicher Geltend (GRAS) Liste gesetzt würde." So wurde also eine neue Industrie geschaffen und Gesetze in Kraft gesetzt, die den internationalen Handel, Verkehr und die traditionelle Ernährung beeinflussen.

„Studien mit Versuchstieren waren verheerend. Ratten entwickelten degenerative Verfettungserscheinungen am Herzen, den Nieren, den Nebennierendrüsen und der Schilddrüse. Sobald ’Canola-Öl’ ihrer Ernährung entzogen wurde, verschwanden die Fettablagerungen, aber an allen lebenswichtigen Organen blieb Narbengewebe zurück. Trotzdem wurden keine Studien an Menschen vorgenommen, bevor Geld ausgegeben wurde, um Werbung für ‚Canola-Öl’ in Amerika zu machen."

„Canola" ist offensichtlich ein willkommener Deckmantel, um kommerzielle Interessen zu befriedigen, aber übermäßiger Ehrgeiz stachelt die Begierden derjenigen an, die entschlossen sind, ihre Freude darin zu finden, Land und Leute dessen zu berauben, was sie nicht freiwillig aufgeben werden; ihre Gesundheit, ihre Unbescholtenheit, ihre Seele.

Studiere immer das Etikett, um den Inhalt eines Produktes zu überprüfen, und lies nicht über „Canola-Öl" hinweg. Es gibt noch viel mehr Informationen zu diesem Thema, und es lohnt sich, etwas Zeit zu investieren und das Internet danach zu durchforschen.

Wie unser Briefverfasser erklärte: „Ich weiß nicht, womit du heute Abend kochen wirst, aber ich werde Olivenöl und altmodische Butter von einer genetisch unveränderten Kuh nehmen!“

Entnommen aus „CROWN AND COMMONWEALTH" (zuvor „WAKE UP"), Frühjahr 2001

Wolf Vaupel, ein deutschsprachiger Leser, hat uns gebeten, seine Erfahrungen zu diesem Thema hinzuzufügen:

„Ich war am Bau und an der Entwicklung von Maschinen für die Biodieselherstellung beteiligt und kenne mich daher recht gut aus. Canola wurde zur Herstellung von Biodiesel entwickelt. Die gentechnischen Veränderungen wurden vorgenommen, um den Ernteertrag von Raps deutlich zu steigern. Bei der Ölgewinnung durch Auspressen des Canola/Rapssamen bleibt im Presskuchen sehr viel Öl zurück, das man dann mit dem Lösungsmittel „Hexan“ aus dem Kuchen herauswäscht. Der verbleibende Restkuchen wird dabei fast vollständig entölt und dann als Tierfuttermittelzusatz verwendet. Das Fleisch dieser Tiere findet der Verbraucher dann auf seinem Teller wieder.“ (Mai 2016)