Eine Zeit, um geheilt zu werden

Der Geist des Herrn sagte: "Heute wird Hugo geheilt werden"

In unserem Gebet beachten wir oft nicht Gottes Allmacht, die alle Phasen unseres Lebens erfüllt. Unser allwissender Gott ist allmächtig. Die Welt wird durch Seine Voraussicht regiert, und bestimmte Ereignisse sind nach einem göttlichen Zeitplan vorherbestimmt (DANIEL 4:35).

Ich möchte, daß du die Heilung des Rückens meines Mannes kennenlernst. Sie beschreibt so gut, was wir in PREDIGER 3:1,3 lesen: "Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: ... töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit, abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit."

Er erlitt 1947 eine Rückenverletzung. Nach zahlreichen Untersuchungen und Röntgenaufnahmen ergab die Schlußdiagnose, daß ein Wirbel gebrochen war. Ihm wurde eine Operation vorgeschlagen, aber ohne Garantie auf Erfolg, deshalb lehnte er ab.

Mehrere Jahre litt er periodisch. Manchmal mußte uns der Arzt täglich besuchen, um ihm eine Morphiumspritze zu geben, die Schmerzen waren so stark. Er mochte sich erholt haben, und dann verursachte eine falsche Bewegung erneut Schmerzen.

Er war zu dieser Zeit Pastor. Jeder zu Besuch kommende Evangelist kam in unser Haus, um für ihn zu beten. Sie ermahnten ihn, Glauben zu üben; sie nahmen ihn aus dem Bett heraus und beugten ihn nach vorne. Aber nachdem sie gingen, war der Schmerz durch die Anstrengung manchmal schlimmer als zuvor.

Oft befragten ihn wohlmeinende Christen über seine Hingabe und seinen Glauben. War alles in Ordnung zwischen ihm und Gott? Wir sind zu schnell dabei zu meinen, daß Krankheit das Resultat von Schlechtigkeit ist. Unser falsches Urteil verursacht viel Schmerz und Unrecht.

Die Jünger machten sich ebenso schuldig, als sie sich über den blinden Mann erkundigten: "Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren?" Jesus antwortete: "Es hat weder dieser gesündigt, noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm" (JOHANNES 9:2-3).

Ich mußte mich nach jedem Besuch dieser Christen, die es gut meinten, sich aber im Irrtum befanden, mit den geistlichen Qualen und der Selbstverdammnis meines Mannes beschäftigen. Ich wußte, daß keine Sünde in seinem Leben sein konnte; selbst Sünde, von der er nichts wußte, denn er war ein Mann von Demut, geistlicher Reife und christlichem Charakter. Eines frühen Morgens weckte mich der Geist des Herrn und sprach in meinem Herzen diese Worte: "Heute wird Hugo geheilt werden. Salbe ihn mit Öl und lies JAKOBUS 5:14-15. Das Gebet des Glaubens wird ihn von der Krankheit erlösen, und der Herr wird ihn aufrichten."

Aufgeregt wiederholte ich vor Hugo die Heilungsbotschaft, indem ich sagte: "Vater, der Herr sagte mir, daß Du heute morgen geheilt werden wirst." Es berührte ihn nicht. Er hatte mich diese Worte zu oft sagen hören. Ich sagte: "Ich hole dein Frühstück, dann werde ich Mutter rufen, und wir werden für dich beten." Ich ging hinunter und richtete ein Frühstückstablett her. Bevor ich es hinauftrug, ging ich zum Briefkasten. Ich wollte die Post lesen, während er aß. Da war ein dicker Brief von Schwester Straisinger aus Kalifornien. Sie war eine kostbare Freundin, die einen Artikel gelesen hatte, den ich für den Pentecostal Evangel geschrieben hatte, und korrespondierte seitdem mit mir. Ich hatte sie nie persönlich kennengelernt, aber ich hatte ihr von der Krankheit meines Mannes berichtet. Dies ist der Wortlaut des Briefes:

Dies ist der Wortlaut des Briefes:

"Sonntag Nacht hatte ich große Sorge um Deinen Mann, und ich verspürte den Drang, meinen Pastor zu bitten, ein Taschentuch zu salben und darüber zu beten, was er auch tat. Ich sende es Dir. Wenn Du es erhalten hast, lege es auf den Körper Deines Mannes, bete und lies JAKOBUS 5:14-15, und er wird geheilt werden."

Mein Herz hüpfte vor Freude. Welch eine Bestätigung dessen, was Gott in meinem Herzen gesagt hatte. Und welch eine perfekte Wahl des Zeitpunktes.

Wir beteten und legten das Taschentuch auf den Körper meines Mannes, und obwohl sich nicht ein sichtbarer Beweis seiner Heilung zeigte, begann er von diesem Tag an zu genesen. Er hatte nie wieder neue Probleme mit seinem Rücken.

Wenn Du Heilung benötigst, fasse Mut. Verzögerung ist nicht gleich Verneinung. Gott ist der Herr, und Er hat Seine Zeit zu heilen.

von Evangelistin Daena Carguel
Quelle: 'Pentecostal Evangel'