Die Taufe im Heiligen Geist ist die Wiedergeburt

Taufe im Heiligen Geist In einer vor kurzem erschienenen Veröffentlichung wurden folgende Aussagen gemacht:

1. "Durch verschiedene Auslegungen der Heiligen Schrift wurde viel Verwirrung erzeugt, da gelehrt wurde, daß eine Person nicht 'wiedergeboren' ist und das ewige Leben ererben kann, es sei denn, daß diese Person in anderen Zungen spricht.

Es wurde behauptet, daß das Reden in anderen Zungen die einzige Erfahrung sei, aufgrund der eine Person wissen kann, daß sie wiedergeboren ist.

Die größten Pfingstgemeinden wie die Apostolische Kirche, die Assemblies of God, die Christian Revival Crusade und die meisten Gemeinden, die das volle Evangelium predigen, glauben und lehren, daß das Geschenk des Redens in anderen Zungen nicht gegeben wurde, um die Errettung zu bestätigen. Vielmehr sei solch eine Erfahrung ein weiteres deutliches Wirken des Heiligen Geistes, der die Menschen mit Kraft aus der Höhe erfüllt."

2. "Als Jesus die Jünger anblies, übertrug Er ihnen geistiges Leben (WIEDERGEBURT, siehe JOHANNES 20:22)." "Fünfzig Tage später (APOSTELGESCHICHTE 1:8) erklärte Jesus die Taufe im Heiligen Geist (siehe JOHANNES 1:25-36) noch einmal speziell als eine mächtige Taufe der Kraft - KEINE WIEDERGEBURT."

Die Tragödie dieses "anderen Evangeliums" (siehe GALATER 1:6-9) besteht darin, daß viele Menschen davon überzeugt sind, sie seien mit Gott versöhnt, obwohl sie in Wirklichkeit in ihren Sünden sterben.

Ein grundlegendes Prinzip im Umgang mit Gottes Wort besteht darin, zur Kenntnis zu nehmen, daß wichtige Kernstücke in vielfacher Art und Weise beschrieben sind.

Gott zum Beispiel trägt viele Namen in der Schrift, gleichwohl uns das Wort versichert, daß es nur EINEN Gott gibt; das gleiche gilt für Jesus, Israel, Jerusalem, den Thron Davids etc.

Dieses Prinzip soll hier auf Gottes Geist und auf das Ereignis, das sich zu Pfingsten in Jerusalem zutrug, angewandt werden. Mehr als 20 Namen findet man im Neuen Testament für den Geist Gottes, aber EPHESER 4:4 stellt kategorisch fest, daß es nur EINEN Geist gibt.

Bemerkenswert ist hier die Schrift in RÖMER 8:9 - "Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern GEISTLICH, wenn anders GOTTES GEIST in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein."

Daraus folgt, daß eine Person, die den (Heiligen) Geist nicht hat (besitzt), auch nicht gerettet ist.

Im folgenden soll das EINMALIGE Ereignis, das zu Pfingsten geschah, durch zehn Schritte näher definiert werden:

  1. Mit dem Heiligen Geist getauft (APOSTELGESCHICHTE 1:5; APOSTELGESCHICHTE 11:16)
  2. Das Versprechen des Vaters empfangen (LUKAS 24:49; APOSTELGESCHICHTE 1:4)
  3. Mit Kraft ausgestattet werden (LUKAS 24:49; APOSTELGESCHICHTE 1:8)
  4. Der Heilige Geist kam auf sie (APOSTELGESCHICHTE 1:8)
  5. Mit dem Heiligen Geist erfüllt werden (APOSTELGESCHICHTE 2:4)
  6. Der Heilige Geist wurde ausgegossen. (APOSTELGESCHICHTE 2:17; APOSTELGESCHICHTE 10:45)
  7. Der Heilige Geist wurde weiterverbreitet. (APOSTELGESCHICHTE 2:38; APOSTELGESCHICHTE 10:47)
  8. Der Heilige Geist wurde empfangen. (APOSTELGESCHICHTE 2:38; APOSTELGESCHICHTE 10:47)
  9. Der Heilige Geist fiel auf sie. (APOSTELGESCHICHTE 10:44; APOSTELGESCHICHTE 11:15)
  10. Cornelius und die anderen empfingen dieselbe Gabe. (APOSTELGESCHICHTE 11:17)

Das Wort "Wiedergeburt" kommt zweimal im Neuen Testament vor und stammt von dem griechischen Wort "palingenesia" ab, was gleichbedeutend ist mit Wiedergeburt, Neubildung, Erneuerung, Beginn eines neuen Lebens (TITUS 3:4-5), Wiederherstellung, Wiederauferstehung (MATTHÄUS 19:28).

In JOHANNES 3:5-8 erklärt Jesus ausführlich die 'Regeneration' als "wieder (von neuem) geboren werden".

Wir müssen jetzt einen genauen Blick auf Vers 8 werfen, so wie er in der King-James-Version und vielen anderen Fassungen der Bibel übersetzt ist.

1. Die Aussage "Der Wind bläst, wo er will" ist falsch; die Richtung, in die ein Wind bläst, ist ganz und gar durch Naturgesetze bestimmt.

Gott hat die Erde geschaffen, Gott hat Sein Wort geschrieben, und Er machte bei beiden keine Fehler.

2. Das Wort "Sausen" kommt von dem griechischen Wort "phone". Es bedeutet Ton, Klang der Stimme, Rede, Ausdruck, Sprache und überhaupt alle artikulierten Laute.

Artikulierte Laute werden durch den Verstand hervorgebracht, etwas, was Winde nicht besitzen.

Das Wort "phone" kommt 140mal im Neuen Testament vor und ist 131mal in der King James Bibel mit "voice" (Stimme) oder "voices" (Stimmen) übersetzt worden.

3. Das griechische Wort "pneuma" kommt zweimal in Vers 8 vor und wurde mit "Wind" bzw. "Geist" übersetzt.

Im Neuen Testament ist pneuma 383mal gebraucht worden, und in der King James Fassung wurde es 382mal mit "Geist" oder "Leben" übersetzt. NUR EINMAL ERSCHEINT ES ALS WIND - in JOHANNES 3:8!

Folglich muß die richtige Übersetzung von JOHANNES 3:8 lauten: "Der Geist atmet (bläst), wo er will, und du hörst seine Stimme wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist ein JEGLICHER, der aus dem Geist geboren ist."

In JOHANNES 3:6 sagt Jesus zu Nikodemus, daß das, was vom Fleisch geboren wird, Fleisch ist. Wenn ein irdisches Kind geboren wird, atmet es irdische Luft und gibt irdische Laute von sich - egal, welche Mutter du fragst. Jesus fügte hinzu: "was vom Geist geboren wird, das ist Geist." Wenn ein übernatürliches Kind geboren wird, atmet es 'übernatürliche Luft' ein und gibt übernatürliche Laute von sich: ZUNGENSPRACHE - die Stimme des Geistes.

Gottes Wort läßt in diesem Punkt keine Unklarheiten; ist eine Person wiedergeboren, von oben geboren, erneut geboren, so ist sie mit dem Heiligen Geist erfüllt, hat Ihn empfangen, ist ausgestattet mit Kraft, ist getauft mit dem Heiligen Geist usw.

Dann REDET SIE IN ZUNGEN - OHNE AUSNAHME:

  • keine Zungenrede, kein Heiliger Geist
  • keine Zungenrede, keine Wiedergeburt (höchstens eine noch zu erwartende Geburt)

Werfen wir nun einen Blick auf das, was wirklich geschah, als Jesus Seine Jünger "anhauchte", in bezug auf folgende Ereignisse, die in der Schrift festgehalten sind:

1. Thomas war nicht anwesend, er fehlte (JOHANNES 20:24).

2. Etwas später (JOHANNES 21:15-16) fragte Jesus den angeblich "geistlich belebten" und "wiedergeborenen" Petrus zweimal, ob er Ihn mit Gottes übernatürlicher Liebe (griech.: agape) liebe.

Petrus war sehr beharrlich: Er liebte Jesus mit der natürlichen, menschlichen Liebe (griech.: philio).

Warum war Petrus nicht in der Lage, die Forderung seines Herrn zu erfüllen?

RÖMER 5:5 gibt uns die Antwort: "Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden, denn die Liebe (agape) Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben ist."

Petrus hatte zum Zeitpunkt des Zusammentreffens mit Jesus den Heiligen Geist nicht empfangen, Er war ihm nicht gegeben worden, und er war nicht in Ihm getauft. Und deshalb konnte er selbstverständlich seinem Meister Gottes übernatürliche Liebe nicht geben.

3. Einige Jahre später, als der Gemeinde zu Jerusalem erklärt wurde, was im Haus des Cornelius geschehen war, berichtete Petrus (APOSTELGESCHICHTE 11:15): "Indem aber ich anfing zu reden, fiel der heilige Geist auf sie GLEICHWIE AUF UNS AM ERSTEN ANFANG."

Ein Blick auf APOSTELGESCHICHTE 10:46 zeigt uns, was geschah, als der Heilige Geist auf Cornelius und die anderen fiel: "... denn sie (jüdische Christen) hörten, daß sie in ZUNGEN REDETEN und Gott hoch priesen."

Petrus fährt fort, den Heiligen zu Jerusalem zu erklären (APOSTELGESCHICHTE 11:16-17): "DA DACHTE ICH AN DAS WORT DES HERRN, als er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden. Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe gegeben hat wie auch uns, die da gläubig geworden sind an den Herrn Jesus Christus: wer war ich, daß ich konnte Gott wehren?"

Petrus' Anfang im Heiligen Geist, wie der des Cornelius, war seine Taufe im Heiligen Geist (am Pfingsttag); keine einmalige und abweichende Erfahrung, sondern eine einzigartige und allen gemeinsame Wiedergeburt, wie sie von Jesus in JOHANNES 3:5-8 definiert wurde (siehe auch APOSTELGESCHICHTE 1:5; APOSTELGESCHICHTE 2:4; APOSTELGESCHICHTE 11:16-17; APOSTELGESCHICHTE 10:44-46).

Während Seines früheren Wirkens sagte Jesus (JOHANNES 7:38-39): "Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten (griech.: im Begriff waren), die an ihn glaubten (z.B. Petrus, Thomas und andere); denn der Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verherrlicht."

Wann wurde Jesus verherrlicht? Dies geschah nach Seinem Auffahren in den Himmel, wie wir in APOSTELGESCHICHTE 2:33 lesen: "Nun er durch die Rechte Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen heiligen Geist vom Vater, hat er ausgegossen, was ihr hier sehet und höret."

Es ist ganz klar, daß diese Jünger, die anwesend waren, als Jesus sie "anhauchte", nicht sogleich den Heiligen Geist empfangen haben, vielmehr war dies eine prophetische Geste, die auf das hinwies, was in kurzer Zeit geschehen sollte.

Die Torheit des Aufbauens großer Lehren auf einzelne Verse der Heiligen Schrift ist deutlich an der obenstehenden Aussage erkennbar. Erst als die Nachfolger Jesu in dem Heiligen Geist getauft wurden, wie es am Pfingsttag geschah, waren sie wiedergeboren.

Sofort nach dem wunderbaren Ereignis befahl Gott durch Petrus (APOSTELGESCHICHTE 2:38): "Tut Buße und lasse sich EIN JEGLICHER taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, SO WERDET IHR EMPFANGEN DIE GABE DES HEILIGEN GEISTES."

Und der Beweis (MARKUS 16:16-18), daß eine Person wirklich mit Gottes Heiligem Geist erfüllt und in Gottes Familie - (ewiges Leben) aufgenommen ist, ist, daß er oder sie in Zungen spricht.