Die Könige des Ostens

Ein Gericht über Europa


Erst nachdem die türkische Macht 1917 schwand und das Land am 29. Oktober 1923 zu einer Republik erklärt wurde, traten die drei unreinen Geister aus Offenbarung 16 in Erscheinung, um "die Könige der ganzen Welt" zur letzten großen Feuersbrunst zu versammeln - "zum Streit auf jenen großen Tag Gottes, des Allmächtigen". An diesem 50. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs sind wir Zeugen der wiederauflebenden Stärke des Islam in Westeuropa, während das kommunistische Reich in Osteuropa seine Gewalt über die Länder, die es vor einem halben Jahrhundert verschlang, zu verlieren scheint. Wohin führen diese Ereignisse, und wo befinden wir uns im prophetischen Zeitplan der Ereignisse?

Das Jahr 1844, stark geprägt durch die Tatsache, daß es das Jahr 1260 nach dem mohammedanischen (Mond-)Kalender war, kennzeichnete tatsächlich das Ausgießen der sechsten Schale am Höhepunkt der Endzeit und verdeutlicht uns heute die Exaktheit der prophetischen Parallelen bezüglich der Ereignisse, die im Euphrattal Form angenommen haben. Von diesem Jahr an, als Großbritannien die Türkei zwang, Minderheiten deren religiösen Rechte einzuräumen, bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wich das Wasser eines symbolischen Euphrat beständig zurück und vertrocknete, "damit bereitet würde der Weg der Könige vom Aufgang der Sonne" (OFFENBARUNG 16:12).

Das Wort "Könige" bezieht sich auf Führer oder Oberhäupter, auf die schon in anderen Prophezeiungen der Bibel namentlich hingewiesen wurde und die man unmißverständlich als die russische Konföderation identifizieren kann, die sich im Osten über ein zwei Millionen Quadratmeilen großes, von Mongolen bevölkertes Gebiet erstreckt.

Bezeichnend ist, daß gerade im Jahr 1923 der Rat der Faschisten die Oberhand über das italienische Parlament gewann, daß in München die berühmte Demonstration Hitlers, umgeben von seinen Sturmtruppen, stattfand sowie Stalins Aufstieg zum Herrscher Rußlands. So wurde eine Form des Wirkens der bösen Mächte, die sich erheben sollten, in genau demselben Jahr aktiv, in dem das türkische Reich unterging.

Im Hinblick auf das Zitat "Könige der ganzen Welt" ist es für uns wichtig zu wissen, daß im Originaltext das Wort "Welt" nicht vorkommt; im Griechischen wird nämlich nicht das Wort kosmos benützt, sondern oikoumene, was die bevölkerte oder zivilisierte Welt bedeutet, beispielsweise die römische "Erde", im Unterschied zum kosmos oder der Welt, wie sie erschaffen wurde. Daher konzentrieren sich die Bestrafungen aus Offenbarung 16 strategisch auf die Abfolge der heidnischen Reiche in der eurasischen Gegend, von denen sie auch ausgehen. Dies ist daher die geographische Gegend, die laut Definition der Angelpunkt der endgültigen Erfüllung sein wird, die den großen Fall von Babylon, der Geheimnisvollen und Großen, mit einschließt.

Wenn wir die drei unreinen Geister als Mächte identifizieren müssen, die im 20. Jahrhundert am Wirken sind, müssen wir uns darüber im klaren sein, daß sie aus den Mäulern von historischen Symbolen hervorgehen, die in der römischen "Erde" der Offenbarung erschienen. Das bedeutet, daß jeder Geist seine ursprünglichen Wurzeln in den Systemen der alten Welt haben muß, die durch den Drachen, das Tier und den falschen Propheten versinnbildlicht wurden (OFFENBARUNG 16:13).
 

Der Geist des Drachen

Der Drache stand schon immer für Heidentum, und als der rote Drache des imperialistischen Rom - seine letzte Erscheinung als ein großes heidnisches Weltreich - war er ein System, das vom Geist des Bösen und des Materialismus durchdrungen war. Die politisch-militärische Erscheinung dieses Geistes, der Faschismus und Nationalsozialismus, wurde durch den Sieg über die Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg zerstört, doch seit 1957 begann ein neues Aufleben der totalen Kontrolle durch die Regierung, und zwar durch eine subtilere Form - die EG. Jedoch wird all dieses Gerede über ökonomische Zusammenarbeit von demselben heidnischen Geist beeinflußt. Gier und Habsucht ist der Geist des Drachen, und der hervorstechendste Ausdruck des heidnischen Geistes zeigt sich heutzutage in der weltweiten materialistischen Liebe zum Gold und dem Konkurrenzkampf des Mammon um die Kontrolle über die Dienervölker und ihren gottgegebenen Wohlstand und ihre Macht. Der Versuch, föderative vereinigte Staaten von Europa und eine gemeinschaftliche Währung zu schaffen, ist nichts anderes als ein Vorstadium der Weltherrschaft und einer satanischen Diktatur.
 

Der Geist des Tieres

Das Tier steht sinnbildlich für falsche Geistlichkeit, die unter dem vierten Weltreich als päpstliches Rom die Macht hatte, für eine Dauer von 1260 Jahren "die Heiligen des Höchsten zu vernichten" (DANIEL 7:25). Der Geist der Falschheit, der von dem Tier herkam, manifestiert sich in dem weitverbreiteten Unglauben, dem Skeptizismus und den verschiedensten althergebrachten Irrlehren, die tragischerweise auf höchster Ebene in der etablierten Kirche von England akzeptiert werden, alles im Namen der religiösen Toleranz und Multikultur.

Auf dem politischen Feld offenbarte sich der Geist des Tieres im Zweiten Weltkrieg durch den Aufstieg des Hitlertums durch die Vergötterung des Führers. Das okkulte Abzeichen, das Hakenkreuz der Nazi-Partei, wurde im alten Ägypten, in Tibet und anderen Ländern des Orients als magisches Zeichen oder Zauberformel benutzt. Der Geist des Tieres ist eine politisch-religiöse Kraft und war immer schon die Kontrollmacht des Papsttums. 1988 sind einige bedeutsame Schritte unternommen worden, bei denen Papst Johannes Paul II. seine Vision von einem vereinigten Europa vorbrachte - Ost und West. Er hielt Reden in Österreich und vor dem Europaparlament in Straßburg und formulierte dabei ein Konzept politisch-religiöser Gruppierungen von Nationen, die natürlich vorrangig römisch-katholisch sein würden - in Wirklichkeit eine neue Form des Heiligen Römischen Reiches!
 

Der Geist des falschen Propheten

Den falschen Propheten der Alten Welt kann man eindeutig als Mohammed identifizieren, dessen Anhänger ihren Glauben in einem fanatischen Geist ausübten, und zwar in dem Ausmaße, daß sie jeden, der nicht mit ihrer Doktrin übereinstimmen wollte, umbrachten. Diese große Bewegung und Ideologie kam durch den Aufstieg der Sarazenen und später des Ottomanischen Türkischen Reiches zutage. Seit 1917 zeigte sich dieser fanatische Geist im internationalen Kommunismus, der in Europa geboren wurde.

Wir erkennen nun einen weiteren Aufstieg bzw. eine Manifestation des Geistes aus dem Munde des falschen Propheten, den militanten Islam, auf einer Ebene, die vor 50 Jahren niemand vorhersehen konnte. Der Islam ist im Anmarsch auf Westeuropa, wo sich ungefähr acht Millionen Moslems mit ihrer fremdländischen Kultur etablieren konnten. Unter den sowjetischen Moslems im Kaukasus, im Wolgabecken und in Zentralasien sowie in den Regionen von Kasachstan, herrscht ebenfalls ein Zustand großer Unruhe. Die Eroberung von moslemischen Ländern durch Rußland begann 1552 unter Iwan dem Schrecklichen. Viele sowjetische Moslems glauben, daß der sowjetische Rückzug aus Afghanistan im Februar letzten Jahres dieser historischen Ausdehnung ein Ende gesetzt hat. Einige glauben sogar, daß für die moslemischen Regionen nun ein Weg offen ist, die Kontrolle über ihr Schicksal wiederzugewinnen, was den Zerfall der UdSSR bedeuten würde.

Was ist die wahre Strategie Moskaus in bezug auf den Islam? In Wirklichkeit kontrolliert der Geist, der aus dem Munde des falschen Propheten hervorkam, ebenso den Kommunismus, denn Berichte über die schrecklichen Qualen und furchtbaren Leiden, die seinen Opfern (ca. 160 Mio.) zugefügt wurden, bestätigen den Ursprung des Bösen als den dämonischen Geist, der die Anhänger Mohammeds in vergangenen Jahrhunderten trieb. Zwischen dem militanten Islam und dem Kommunismus besteht eine von Satan beeinflußte Einheit, die zum gesetzten Zeitpunkt zutage treten wird. Irans neuer starker Mann, Ali Akbar Rafsanjani, besuchte kürzlich Präsident Gorbatschow in Moskau, um ein wichtiges Abkommen zu treffen.
 

Die Siebte Schale

Seit 1917 war es das Ziel des Wirkens der unreinen Geister gewesen, die Zerstörer aus dem Osten des europäischen "Babylon" zusammenzurufen, um somit vor diesem Ort der Abscheu "den Kelch mit dem Wein Seines (Gottes) grimmigen Zornes" hinzusetzen. Der Zweite Weltkrieg war Zeuge eines großen Gerichts über das Gebiet des römischen Bischofssitzes und über das päpstliche Europa im allgemeinen, da "Babylon, der Großen, ward gedacht vor Gott", für all die Millionen von Heiligen, die sie umgebracht hat (OFFENBARUNG 16:19). Es wird jedoch noch eine letzte vernichtende Phase kommen, in der ein Kampf mit großer geistiger Dunkelheit stattfinden wird.

Landkarte

In der Schrift steht: "Und der siebte Engel goß aus seine Schale in die Luft." Obwohl schon im Zweiten Weltkrieg die Luftwaffen wie niemals zuvor in der Geschichte Tod und Zerstörung auf den Schauplatz Europa regneten, müssen wir bedenken, daß der letzte Angriff der "Könige des Ostens" uns noch bevorsteht, damit die Zerstörung vollbracht werden kann, die von dem mächtigen Engel vorhergesagt wurde, als er erklärte: "So wird im Sturm verworfen die große Stadt Babylon, und soll nicht mehr gefunden werden" (OFFENBARUNG 18:21). Angesichts dieser letzten Schale gibt es jedoch noch einen anderen wichtigen Aspekt, denn wir lesen, Satan ist "der Mächtige, der in der Luft herrscht" (EPHESER 2:2). Dies zeigt uns, daß es nicht nur eine aktive Unterstützung durch satanische Mächte im militärischen Bereich gibt, sondern auch, daß die ganze Kraft und Anwesenheit des Bösen unter uns gegenwärtig sein wird.

Dies kann man nun voll und ganz mit der Manifestation des Geistes aus dem Munde des falschen Propheten und der Verbreitung der östlichen Religionen in westlichen Gesellschaften erkennen. Der Anblick von Tausenden von Moslems, die durch die Städte Großbritanniens strömen und "tötet, tötet" schreien, sollte genügen, um selbst den größten Agnostiker zu überzeugen, daß in unserer Mitte tatsächlich etwas ernst zu nehmendes emporwächst.

Selbst bei acht Millionen in Westeuropa lebenden Moslems beginnt es den EG-Regierungen erst jetzt langsam zu dämmern, daß sich riesige islamische Bevölkerungen nicht mit den alten christlichen Gesellschaftsstrukturen vereinbaren lassen. Die Frage über Österreichs Eintritt in die EG wird mit Blick auf die Gefahr, daß der gesamte Osten, insbesondere die Türkei, auch eintreten wollen könnte, diskutiert; so wie es scheint, sind alle EG-Nationen fest entschlossen, sie für immer auszuschließen.
 

Das nächste Jahrzehnt

Man bezeichnet den 10. Oktober 732, den Tag, an dem die Sarazenen in Frankreich bei der Schlacht von Tours gestoppt wurden, als die Begrenzung der islamischen Militärmacht. Es ist interessant, daß zwischen 1992 - dem Jahr des einheitlichen europäischen Marktes - und der Schlacht bei Tours 1260 Sonnenjahre liegen, 1260 ist die Zahl der Trübsalszeit und die Dauer der weltlichen Macht des Papsttums. Außerdem liegen genau 144 Jahre - die Zahl der Herrschaft - zwischen 1992 und dem Jahr 1848, dem Jahr, in dem das Kommunistische Manifest in Brüssel veröffentlicht wurde und als die Revolutionen anfingen. Genau diese Stadt Brüssel wird 1992 Geburtsstadt des europäischen Einheitsmarktes sein, als Vorbereitung für die wachsenden sozialistisch - römisch - katholischen Vereinigten Staaten von Europa, denen sich Großbritannien unter der Premierministerin Margaret Thatcher widersetzt.

In der Welt des Kommunismus und des Islam, die als die "Könige des Ostens" Bundesgenossen sind, machen die Ereignisse Riesenschritte vorwärts. Die Zeit zwischen 1992 und 2000 wird offensichtlich ausschlaggebend für die Lage in Westeuropa in Verbindung mit dem Osten und den Mächten sein, die durch den Geist aus dem Mund des falschen Propheten freigesetzt werden.

Was Europa und Zentralasien betrifft, ergibt sich ein Bild vom Papsttum, wie es die entstehende und wachsende Vereinigung der europäischen Nationen unterstützt. Wie Johannes Paul II. am 11. Oktober 1988 verkündete, wird das Papsttum versuchen, diese wachsende Vereinigung zu leiten und einen Zusammenschluß mit dem östlichen Teil Europas zu unterstützen. Er wird sogar Gorbatschows "gemeinsames europäisches Haus" als Wegbereitung für eine Wiedervereinigung mit dem orthodoxen Christentum begrüßen - welche für den jetzigen Papst von größerer Bedeutung ist als diejenige mit der Protestantischen Kirche. Er wird sogar noch weiter gehen und sich auf "das scharlachfarbene Tier" setzen, das "voll lästerlicher Namen" ist (OFFENBARUNG 17:3).

Wir wissen jedoch, daß sie (Babylon) "auf einen Tag" zu "Tod, Leid und Hunger" kommen wird, und "mit Feuer wird sie verbrannt werden". Dieser "Tag" kann sehr wohl der aus Offenbarung 18 sein, wo auch "eine Stunde" für das kommende Gericht genannt ist.

Michael A. Clark

Quelle: WAKE UP!, Ausgabe Sept./Okt. 1989