Die Frau des Pastors als Gehilfin

Kein Beruf auf der Welt erfordert mehr das Engagement der Ehefrau als der eines Pastors. Der Grad des Engagements mag bei verschiedenen Situationen, Leuten oder Kirchen unterschiedlich sein, aber nichtsdestotrotz wird die Frau des Pastors als eins angesehen mit ihrem Ehemann in seinem Dienst an der Kirche. Es gibt verschiedene Erwartungen, die an den Titel "Frau des Pastors" angeknüpft sind. Den Umgang mit diesen Erwartungen zu lernen, die unwichtigen nicht zu beachten, andere in die richtige Perspektive und richtige Priorität zu setzen, wird dein Leben und den Dienst deines Mannes glücklicher machen. Es bedeutet zu wissen, was Gott von dir erwartet, was deine Rolle als Pastorenfrau und Gehilfin sehr herausfordernd und erfüllend macht. Die Funktion der Pastorenfrau als Gehilfin ihres Mannes ist lebenserhaltend für den Erfolg sowohl des Pastors als auch des Pastorenamtes. Gott hat jeden von uns als einzigartiges Individuum erschaffen, ebenso ist jede Ehe, jede Familie und jedes Pastorat einzigartig für sich selbst.

Eva wurde erschaffen, um die Gehilfin Adams zu sein (1. MOSE 2:18). Dies ist der Vorsatz für die Erschaffung der Frau. Dies ist das Privileg, das Gott jeder Ehefrau gibt. Das ist die hauptsächliche Funktion der Ehefrau. Alle Lehren im Zusammenhang mit Ehe konzentrieren sich darauf. Alle anderen Aktivitäten oder Rollen der Frau resultieren aus der Funktion, die von Gott gesetzte Gehilfin zu sein.

Persönlich fühle ich, daß es keine größere Berufung gibt, keine größere Aufgabe als diese. Indem ich darauf hinarbeite, als die Gehilfin, die Gott in mir für meinen Pastor-Ehemann haben möchte, perfekt zu werden, bedeutet das auch, die Aufgaben als eine Frau Gottes auszufüllen.

Die Frau von heute versucht, sich selbst in eine ganze Menge von Rollen gleichzeitig hineinzudrängen. Sie möchte ihre eigene Identität, sie möchte eine Karriere, sie möchte Leistungen vorzeigen und so weiter. Viele Pastorenfrauen fallen in diese "Aktivitäten-Falle". So wie eine typische Pastorsfrau hatte ich meine Hand in mehr Aktivitäten in der Kirche als wirklich nötig war.

Früh am Morgen, am Anfang eines mal wieder hektischen Tages, sprach Gott mit mir über meinen Lebensstil. Für Ihn war ich zu geschäftig. Er erinnerte mich daran, daß Er kein Sklaventreiber sei. Ich begann, eine Verantwortlichkeit nach der anderen loszulassen. Ich stellte fest, daß ich in all meinen Aktivitäten, Verantwortungen und Rollen in der Kirche ausgetauscht werden könnte, aber niemand könnte meinen Platz als Ehefrau für meinen Mann Prince oder als Mutter unserer Kinder, Pammie und Jimmie, ausfüllen. Jetzt kommen alle meine Dienste in der Kirche von dem her, daß ich die Gehilfin bin, so wie Gott es beabsichtigt hat. Ich bin immer noch fleißig beschäftigt. Ich bin immer noch in der Kirche engagiert, aber was auch immer ich tue, gründet sich darauf, daß ich die Gehilfin des Pastors bin.

Hier sind einige praktische Gebiete, die für eine gute Ehe und erfolgreichen Dienst grundlegende Voraussetzungen sind.

I. Eine Gehilfin zu sein, bedeutet, untergeordnet zu sein

EPHESER 5:22: "Die Frauen seien untertan ihren Männern als dem Herrn" richtet sich an alle Frauen. Sowohl die Kinder als auch die Gemeinde müssen sehen, wie sich die Frau ihrem Mann unterordnet, denn diese Einstellung wird sich auf die Gemeinde übertragen. Ein Pastor-Ehemann, der den Respekt seiner Ehefrau für seine gottgegebene Autorität und Leiterschaft hat, wird das Vertrauen haben, seine Familie und die Gemeinde zu leiten. Sollte die Ehefrau irgendeine Position oder einen Dienst in der Gemeinde haben, wird es aus ihrer Unterordnung unter die Führung ihres Mannes resultieren.

II. Eine Gehilfin unterstützt ihn treu

Jeder Pastor hat Ziele und Ideale. Ein Pastor sollte sich immer der Zustimmung seiner Frau sicher sein. Er sollte wissen, daß er niemals allein ist in Erfolg oder Mißerfolg. Die Ehefrau des Pastors wird immer berücksichtigt. Wenn sie den Dienst ihres Mannes unterstützt, wird das positiv dazu beitragen, das Vertrauen der Gemeinde in die Leitung des Pastors aufzubauen.

III. Eine Gehilfin teilt seine Vision

Jeder Mann hat Visionen und kostbare Träume. Sehr oft ist er nicht in der Lage, dies mit irgend jemanden zu teilen, nicht einmal mit seiner Gemeinde, weil die Zeit dazu noch nicht reif ist. Wenn er jedoch eine verständige Ehefrau und geistliches Gespür hat, kann er zuerst seine Visionen und Träume seiner Frau mitteilen, und dann können sie zusammen beten und auf ihre Ziele hinarbeiten. Seine Vision teilen bedeutet, mit ihm im Dienst zu wachsen. Es liegt in der Verantwortung der Frau, sich zu trainieren, die Vision wachsen zu lassen und sich am Wachstum der Kirche und des Dienstes ihres Mannes gleichzeitig zu erfreuen. Mit dem Wachstum kommen Veränderungen, so sei willig, die Veränderungen anzunehmen. Sei flexibel und willig, neue Wege des Dienstes zu erforschen.

IV. Eine Gehilfin teilt sich ihrem Pastor-Ehemann mit

Die Frau des Pastors ist das einzige Gemeindemitglied, das mit ihm von den ersten Anfängen an dabei ist. Sie hat seine erste Predigt gehört und ist möglicherweise auch da, wenn er seine letzte hält. Ihre Meinung und Kritik ist von großer Bedeutung, und jeder kluge Ehemann wird auf die hilfreichen Bemerkungen seiner Frau acht haben.

V. Eine Gehilfin paßt sich immer an ihn an

Er ist eine "V.I.P." (very important person - sehr wichtige Person) auf deiner Liste, und die Frau muß ihre Pläne nach dem Terminkalender des Ehemannes richten. Als Frau eines vielbeschäftigten Pastors habe ich es gelernt, immer zur Verfügung zu stehen, wann immer mein Mann "Extrazeit" für Familienaktivitäten und Zusammenkünfte findet, außer sie treffen mit sehr wichtigen, erstrangigen Verpflichtungen zusammen, die nicht verlegt werden können. Ich habe gemerkt, daß es jede Anstrengung wert ist.

VI. Eine Gehilfin sorgt dafür, daß er ein gemütliches Heim hat

Gemütlich bedeutet, daß es eine Freude für den Ehemann darstellt. Er freut sich, an diesen Ort zurückzukehren - am Ende eines ermüdenden Tages oder einer langen Reise. Die Atmosphäre ist rein und ruhig. Hier gibt es offene Gespräche zwischen den Familienmitgliedern. Hier gibt es Lachen und Spielen ebenso wie Gebet und Lobpreis.

VII. Eine Gehilfin akzeptiert ihn so, wie er ist

Erlaube es deinem Ehemann, voranzugehen, sich so zu verändern, wie Gott ihn leitet, sei geduldig mit seinen Gewohnheiten und Fehlern. Sei sein Freund sowie seine Gefährtin, seine Vertraute, seine Liebhaberin und sein größter Bewunderer. Sei da, wenn er dich braucht, und gewähre ihm gleichzeitig viel Freiraum, "er selbst" zu sein.

VIII. Eine Gehilfin ist ein Gebetspartner

Das ist der letzte Punkt, der aber sicherlich nicht am wenigsten wichtig ist. Was für eine große Absicherung hat ein Pastor, wenn seine Frau zu beten weiß und Halt in Gott findet. Sie betet für ihn und seinen Dienst. Sie betet für die Kinder, sie betet durch ein Problem oder eine Krise hindurch. Sie erhält ihre Stärke nicht allein von seiner Liebe, sondern von Gott. Ihr Leben und ihre Hingabe an ihren Mann und seinen Dienst sind in Gott begründet, und ihre Treue gilt zuerst Gott gegenüber. Das gefällt dem himmlischen Vater. Wenn sie das tut, wird sie bestimmt genauso ihrem Mann gefallen.

Wenn du gibst, empfängst du immer. Das ist Gottes Gesetz von Säen und Ernten, und das funktioniert in der Ehe genauso. So wie eine Gehilfin von sich selbst gibt, empfängt sie Liebe und Ehre in großer Fülle.

Petrina Guneratnam

Petrina Guneratnam ist die Ehefrau von Dr. Prince Guneratnam. Sie sorgen für die CALVARY CHURCH in Kuala Lumpur, Malaysia, und sind Eltern zweier Kinder.

Quelle: Church Growth