Der Ratschluß Gottes

Während unserer ganzen Lebensreise haben wir es mit zahllosen Arten von Rat, Empfehlungen und Lehren zu tun. Wir erinnern uns an den wohldurchdachten Rat unserer Eltern und die segensreichen Empfehlungen von Freunden und Nachbarn.

Obwohl die Worte der Weisheit und des Rates auf ihrer liebevollen Sorge für uns gegründet waren, waren sie dennoch sehr begrenzt. Unser Gott, Der Himmel und Erde geschaffen hat, liebt uns so unendlich. Er sandte Jesus ans Kreuz, wo Er starb, um uns zu erlösen, und nun zeigt Er uns immer noch Seine große Liebe, indem Er uns Rat gibt. Gottes Rat in Seinem Wort ist zu einem Leuchtfeuer geworden, das allen Gläubigen Seine Anweisungen für das ewige Leben und für alle Bereiche des täglichen Lebens offenbart. Aus diesem Grund ist es wichtig, Seinen Rat zu kennen und danach zu leben. Dann werden wir Gott durch einen erfolgreichen christlichen Wandel verherrlichen. Die das nicht tun, leben in Unsicherheit und Verwirrung, bis ihr Leben schließlich im Unglück endet.

Gott rät uns in RÖMER 12:1, "... unsere Leiber zum lebendigen Opfer zu geben, das da heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst." Bei den Opfern im Alten Testament wurden Tiere getötet, ihr Blut vergossen und das Blut auf den Altar Gottes gebracht, um vom Feuer verzehrt zu werden. Aber hier sagt uns Gott, daß wir unseren Körper zu einem lebendigen Opfer geben, unseren Körper vollständig Gott ausliefern sollen.

Selbst nachdem jemand Christ geworden ist, indem er Jesus Christus als Erlöser und HERRN angenommen hat, wird er immer noch durch die Sünde des Körpers gefangengenommen und in seinem Leben weiterhin von Sünde und weltlicher Gier verfolgt werden (2. PETRUS 2:22), wenn er sich nicht entschließt, sich selbst Gott als ein "lebendiges Opfer" zu geben. Da Jesus Sein Blut vergoß und am Kreuz als unser Sündenopfer starb, müssen wir nicht länger Sklaven der Sünde sein. Deshalb müssen wir die alte Gewohnheit des Sündigens abschütteln.

Wenn wir ernstlich die Hilfe unseres HERRN im Gebet suchen, dann wird die Kraft des Heiligen Geistes unser Gewissen beleben, so daß aus unserem Inneren eine erstaunliche Willenskraft und Entschlossenheit kommen werden. Dann werden wir mit der Kraft des Heiligen Geistes mutig leben und unsere persönliche Willensstärke ausüben können, um richtig zu wandeln.

Damit wir Gott ein "Opfer mit lieblichem Geruch" anbieten können, müssen wir erkennen, daß der "alte Mensch" gekreuzigt und begraben und nun mit Christus wiederauferstanden ist, um uns zu ermöglichen, Gott wirklich anzubeten und Ihn zu preisen. Unser Lobpreis und unsere Anbetung sind ein Opfer mit lieblichem Geruch geworden, wir sind ein vor Gott wohlgefälliges Opfer geworden. Wir sind Seine Kinder. Wir müssen die falschen Wünsche unseres Fleisches abtöten ... und jeden Tag, da wir das Kreuz Jesu sehen, zu einem lebendigen Opfer werden.

Die Anbetung Gottes von Menschen, die ihre sündhaften Lüste nicht am Kreuz gekreuzigt, sondern immer noch alte Gewohnheiten der Sünde behalten haben, kann keine echte Anbetung sein. Es mag einer Form der Anbetung nahekommen, aber sie wird von Gott nicht angenommen. Sie sind Heuchler und religiöse Menschen. Nur weil sich ein paar Christen nicht völlig Christus hingegeben haben, hat die Gesellschaft oft fälschlicherweise alle Christen beschuldigt, genauso zu sein.

Wir müssen uns ganz fest dazu entschließen, nach Gottes Rat in Seinem Wort zu leben. Wir müssen unsere Körper zu einem "Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei" anbieten.

Wir können die sündigen Lüste unseres Fleisches nicht durch unsere eigene menschliche Fähigkeit oder Anstrengung überwinden. Der Apostel Paulus bekannte: "Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?" (RÖMER 7:24)

Um die Lüste des Fleisches zu überwinden, müssen wir uns jeden Moment an jedem Tag ganz fest an Jesus Christus klammern. Wenn wir demütig auf unseren Knien zu Ihm kommen und um Seine Hilfe bitten, dann wird der Heilige Geist uns die Kraft geben, die Lüste des Fleisches, die Lüste der Augen und den Stolz in unserem Leben zu überwinden. Unsere Bemühungen sind kraftlos. Sein Bemühen ist kraftvoll und gibt uns eine starke Willenskraft und göttliches Vollbringen.

Gottes Kinder müssen an Gott glauben, der nicht nur ihre Seelen vor der Hölle bewahrt, sondern der ihnen auch Kraft und Vollmacht gibt, um gegen die Sünde zu kämpfen, so daß sie sich vor keiner Herausforderung der Sünde fürchten, sondern zuversichtlich sind, daß sie überwinden und Gott durch ihre täglichen Schlachten verherrlichen. Wir müssen Ihm unsere Körper als reine Gefäße opfern, die in Seiner Gerechtigkeit leben.

Gott ermahnt uns: "Stellet euch nicht dieser Welt gleich; sondern verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene" (RÖMER 12:2).

Ursprünglich gab Gott Adam und Eva die Herrschaft und Autorität über die Erde. Als sie aber fielen, lieferten sie sie Satan aus, und seit diesem Tag hat das Böse in der Welt zugenommen. Wir sollten uns jedoch nicht der Welt gleichstellen. Wir müssen uns entschlossen zu Gott wenden und gemäß Christi höchstem Lebensgrundsatz wandeln.

Wir müssen die atheistische Weltlichkeit entschieden aufgeben und dürfen nicht einmal auf einen solchen Trend zutreiben.

Wir leben in einer bösen Welt. Deshalb sollten wir täglich unser Herz und unseren Sinn erneuern. Wir müssen uns selbst im Wort Gottes erziehen anstatt den humanistischen Richtlinien der Welt zu gehorchen. Wir müssen Gott fürchten und Seinen Willen bezüglich aller Lebenslagen absolut befolgen.

Gläubige sollten am Fuß des Kreuzes im Gebet erkennen, daß sie gerecht wurden, weil ihre Sünden auf dem Ölberg vergeben und sie durch Jesus Kreuzestod mit Gott ausgesöhnt wurden. Sie wurden geheilt, als Jesus ihre Schwächen ans Kreuz nahm. Ihr Fluch wurde gebrochen und entfernt, als Jesus selbst am Kreuz zum Fluch geworden ist. Gläubige müssen sich daran erinnern, daß sie in Christus sind, der die Macht des Todes überwand, und jetzt können auch sie jeden Tag siegreich sein, weil Er lebt.

Wenn Gläubige aufgrund dieser Wahrheiten leben, werden sie verändert, den Frieden genießen den Jesus gegeben hat und durch Glaube leben. Je mehr Kenntnisse wir vom Königreich Gottes bekommen und behalten, desto tiefgreifender werden unsere Herzen erneuert. Wir sollten fortwährend das Wort Gottes studieren und es dann in unserem täglichen Leben praktizieren.

Manche Christen gehorchen dem Willen Gottes nur dann, wenn es ihnen von Nutzen ist. Sie schrecken sofort zurück, wenn Gottes Wille ihren persönlichen Ansichten über Vorteil zu widersprechen scheint. Solche Leute sind wirklich egoistisch und sind keine Männer und Frauen des Glaubens. Unsere christliche Einstellung sollte sein: "Selbst wenn das für mich ein persönlicher Verlust sein sollte, wähle ich dem Ratschluß Gottes zu gehorchen."

Wenn wir in Harmonie mit Gottes Wort leben, werden wir leicht durch den Heiligen Geist geleitet. Wenn jemand wirklich mit dem Heiligen Geist wandeln will, muß er rechtschaffen und freudig sein, dabei unterscheiden was Gottes guter, annehmbarer und perfekter Wille ist, und dem dann völlig zu folgen.

Wenn wir wirklich ein friedvolles und gutes Leben führen wollen, dürfen wir nicht dem Lauf der Welt folgen, sondern müssen täglich durch die Hilfe des Heiligen Geistes und die Erneuerung unseres Herzens und Sinnes in Seiner Gnade das Kreuz der Errettung vor uns haben und Seinem Willen gehorchen. Gott will, daß wir das ganze Leben lang Seinen Willen leben und befolgen.

Gott rät uns, entsprechend der Gabe zu leben, die Er einem jeden von uns geschenkt hat und entsprechend dem Maß an Glauben, den Gott zugeteilt hat. Gott hat kein einziges ungewolltes Kind. Er liebt und braucht einen jeden von uns. Deswegen gab Er einem jeden von uns ein bestimmtes Maß an Glauben, um es in Seinem Königreich einzusetzen.

Einigen ist die Gabe der Prophetie gegeben, die die gute Nachricht von Gott an Sein Volk verkündet. Gott ermahnt diese, entsprechend ihrem Maß an Glaube zu dienen.

Einigen ist die Gabe des Bedienens gegeben, also sollten sie treu dienen und auf Gott schauen, anstatt durch die Kommentare von Menschen angegriffen zu sein. Egal, ob sie bemerkt werden oder nicht, sollten sie entsprechend dem Maß ihres Glaubens arbeiten. Gott wird sie bemerken und sie entsprechend belohnen.

Einigen ist die Gabe der Ermahnung gegeben. Das sind Gläubige, die Leute in Verzweiflung gut ermutigen können. Diese begabten Leute besuchen und beten für Leute, wenn sie durch Prüfungen gehen, sie trösten sie und teilen das Wort Gottes mit ihnen, sodaß der Leidende bereuen, getröstet und gestärkt werden kann. Wenn du jemand bist, der sich dazu gedrängt fühlt, diesen gefallenen oder entmutigten Christen Mut zu machen, dann hast du die Gabe der Ermahnung. Du mußt deine Gabe entsprechend deinem Maß an Glauben ernsthaft praktizieren. Wir finden viele solche Christen unter den Diakonen und Ältesten in unserer Gemeinde.

Einige Gläubige haben die Gabe des Almosengebens empfangen. Sie haben das brennende Verlangen, den Hungrigen, Verlassenen oder denen in Not etwas zu geben. Diese Leute sollten ihre Gabe ernsthaft ausüben und Gott wird sie reichlich segnen. Ausländer haben den Koreanern gewaltig geholfen, indem sie Tonnen an Gütern schickten als wir an den Nachwirkungen der Koreakrise litten. Jetzt ist es an uns, den Bedürftigen unserer weltweiten Stadt zu helfen. Ich bete, daß viele koreanische Christen mehr diese Gabe des Almosengebens empfangen und das Königreich Christi unterstützen.

Einigen ist die Gabe der Führung gegeben. Mit dieser Führungsqualität können sie gut organisieren. Durch die Loyalität dieser Leute wird das Königreich Gottes ständig erweitert.

Einigen ist die Gabe der Barmherzigkeit gegeben. Verletzte Herzen können nur von Christen geheilt werden, die anderen mit Barmherzigkeit dienen. Gläubige mit dieser Gabe besuchen und trösten Christen, die verletzt sind.

Wenn wir in dem Gebiet unserer Begabung dienen, sollten wir es freiwillig tun und keine Rückzahlung erwarten.. Wir müssen unsere Gabe mit einem reinen Motiv und frohen Herzen zur Ehre Gottes ausüben. Unser himmlischer Vater hat uns Seine Gaben nach Seinem Maß gegeben. Wir sollten uns als Gottes Kinder fragen: "Welche Gabe habe ich von Gott bekommen?" Dann sollten wir einander entsprechend dienen. Wenn wir sagen, daß es genügt treu zur Kirche zu gehen, dann müssen wir uns selbst fragen, was uns die Arbeit Gottes bedeutet. Eine gleichgültige Einstellung ist einfach eine Zurückweisung von Gottes Willen und des Dienstes für uns im Leib. Gott erweitert Sein Reich durch Seine Kinder. Welche Gabe hast du? Vergrab es nicht im Grab der Faulheit. Finde deine Gabe, entwickle sie und übe sie zur Ehre Gottes aus, und du wirst als ein gehorsames Kind Gottes wachsen.

Der Zweck von Gottes Ratschluß ist jedem Gläubigen überfließendes Leben und Nutzen zu versichern. Wir müssen Seinen Ratschluß durch Glaube erhalten, richtig leben und die Ehre Gott durch unsere Reife wiedergeben. Gott will, daß ein jeder von uns ein lebendes Opfer ist, heilig und annehmbar

                                                                                                                                                               Paul Cho

Quelle: "Church Growth International" (Frühling 1991)