Der Fall Babylons

113 Jahre bevor Cyrus geboren wurde, nannte ihn Jesaja beim Namen, und 176 Jahre bevor das Ereignis stattfand, sagte er voraus, daß Cyrus das Volk aus der Gefangenschaft gehen lassen würde. Bevor Israel ziehen konnte, sollte jedoch Babylon fallen, und der Prophet sagte auch voraus, daß Cyrus die mächtige Stadt einnehmen würde (JESAJA 45:1-5). Im 4. Jahr Zedekias, 597 v.Chr., wurde Seraja im Auftrag des Königs als Botschafter nach Babylon geschickt; Jeremia gab ihm eine Kopie der Prophezeiungen mit, die im Kapitel 50 und 51 von JEREMIA zu finden sind. Seraja sollte die Prophetie mitnehmen, und in Babylon sollte er sie vollständig vorlesen. Anschließend sollte er sie an einen Stein binden, in die Mitte des Euphrats werfen und sagen: "So soll Babylon sinken und nicht wieder aufkommen von dem Unheil, das ich über sie bringen will, sondern soll vergehen" (JEREMIA 51:59-64). In der Prophezeiung sagt Jeremia, daß die Kampfkraft der Meder Babylon zerstören wird. Die Armeen von Medien und Persien wurden unter Cyrus' Befehl vereinigt und zogen im Frühjahr 539 v. Chr. von Ecbatana aus, der Hauptstadt Mediens, gegen Babylon.

In der Prophezeiung, die Jeremia losgeschickt hatte, damit sie in Babylon verlesen würde, wurde dem Volk Israel gesagt: "Zieh aus von dort, mein Volk, und rette ein jeder sein Leben vor dem grimmigen Zorn des HERRN! Euer Herz könnte sonst weich werden und verzagen vor den Gerüchten, die man im Lande hören wird. Denn es wird in diesem Jahr ein Gerücht umgehen und danach im nächsten Jahr wieder ein Gerücht, und Gewalt wird im Lande sein und ein Herrscher wider den anderen" (JEREMIA 51:45-46). Hier wurde ein deutliches Zeichen für das Volk Israel gegeben, damit sie wußten, wann sie von Babylon fliehen sollten und welcher Untergang der Stadt bevorstand. Es sollten zwei Gerüchte von der Gefahr für Babylon aufkommen, und diese sollten ein Jahr auseinanderliegen. Beim ersten Mal erreichte das Gerücht Babylon, als Cyrus von Ecbatana loszog. Die Babylonier bereiteten sich daraufhin auf die Verteidigung der Stadt vor. Cyrus hielt jedoch an und blieb ein Jahr lang an einem Ort, bevor er sich wieder nach Babylon aufmachte. Dies war der Grund für das zweite Gerücht. Und genau darauf wartete das Volk Israel: sie wußten, daß es an der Zeit war, Babylon zu verlassen, weil es mit Sicherheit Kämpfe im Land geben würde, Herrscher gegen Herrscher. Und damit war die Prophetie über alle Zweifel hinaus erfüllt.

Cyrus zieht gegen Babylon

Im Frühjahr 538 v. Chr. rückte Cyrus ohne Schwierigkeiten weiter gegen Babylon vor. Nabonadius, der König von Babylon, versammelte seine Streitkräfte in der Ebene außerhalb der Stadt, um zu kämpfen. Cyrus griff ihn sofort an und besiegte ihn ohne Schwierigkeiten. Der Euphrat floß direkt durch die Stadt unter den Mauern hindurch. Cyrus ließ das Wasser aus dem Kanal ab und fiel unter dem Schutz der Dunkelheit durch das Flußbett in die Stadt ein. Damit erfüllte sich folgende Prophezeiung: "Dürre soll kommen über ihre Wasser, daß sie versiegen!" "... Ich will ihr Meer austrocknen und ihre Brunnen versiegen lassen" (JEREMIA 50:38; 51:36). Das wurde vom Propheten sechzig Jahre vorher prophezeit.

Jesaja sah in einer Vision voraus, daß Babylon wärend einer Zeit des Feierns fallen würde: "Deckt den Tisch, breitet den Teppich aus, eßt und trinkt!..." und dass sie mittendrin attakiert würden: "Macht euch auf, ihr Fürsten, salbt den Schild! (JESAJA 21:5,9). Und das sagt der Geschichtsforscher: "Nachdem alles vorbereitet war, wartete Cyrus auf ein bestimmtes Fest, bei dem die ganze Bevölkerung mit Trinken und Schwelgen beschäftigt sein würde. Dann hatte er vor, in tiefer Nacht das Wasser aus dem Fluß umzuleiten und anzugreifen. Alles lief so, wie er es sich vorgestellt hatte. Das Fest wurde sogar mit noch größerem Pomp und größerer Pracht als üblich gefeiert. Belsazer gab sich mit der natürlichen Unverschämtheit der Jugend ganz den Vergnügungen der Saison hin und zeigte der belagernden Armee seine Verachtung, indem er mit tausend Fürsten in seinem Palast feierte ("Seven Great Monarchies, Fourth Monarchy Kapitel 8 Paragraph 52 - Rawlinson").

Daniel war in dieser Nacht in Babylon und erzählt uns, was dort geschah: "König Belsazer machte ein herrliches Mahl für seine tausend Mächtigen und betrank sich mit ihnen. Und als er betrunken war, ließ er die goldenen und silbernen Gefäße herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, damit der König mit seinen Mächtigen, mit seinen Frauen und mit seinen Nebenfrauen daraus tränke" (DANIEL 5:1-2).

Jeremia sagte, daß es "ein Götzenland" ist, und daß sie an "ihren schrecklichen Götzen toll" geworden sind (JEREMIA 50:38). Daniel beschreibt das Fest, das er in der Nacht sah, so: "Und als sie so tranken, lobten sie die goldenen, silbernen, ehernen, eisernen, hölzernen und steinernen Götter" (DANIEL 5:1-4).

Jesaja prophezeite 176 Jahre vorher, daß sich das nächtliche Vergnügen in Grauen verwandeln würde (JESAJA 21:3-4). Daniel berichtet, wie es geschah: "Im gleichen Augenblick gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand in dem königlichen Saal. Und der König erblickte die Hand, die da schrieb" (DANIEL 5:5).

In seiner Vision sieht Jesaja ihn in seiner Furcht so: "Darum sind meine Lenden voll Schmerzen, und Angst hat mich ergriffen wie eine Gebärende. Ich krümme mich, wenn ich's höre, und erschrecke, wenn ich's sehe. Mein Herz zittert, Grauen hat mich erschreckt; auch am Abend, der mir so lieb ist, habe ich keine Ruhe" (JESAJA 21:3-4). Daniel beschreibt die Realität: "Da entfärbte sich der König, und seine Gedanken erschreckten ihn, so daß er wie gelähmt war und ihm die Beine zitterten" (DANIEL 5:6).

Jesaja prophezeite, daß er die Astrologen rufen würde: "... Es sollen hertreten und dir helfen die Meister des Himmelslaufs und die Sterngucker, die an jedem Neumond kundtun, was über dich kommen werde ... ein jeder wird hierhin und dorthin wanken, und du hast keinen Retter" (JESAJA 47:13,15).

Daniel berichtet, was der König tat: "Und der König rief laut, daß man die Weisen, Gelehrten und Wahrsager holen solle ... aber sie konnten weder die Schrift lesen noch die Deutung dem König kundtun. Darüber erschrak der König Belsazer noch mehr und verlor seine Farbe ganz, und seinen Mächtigen wurde angst und bange" (DANIEL 5:7-9).

Der vierzehnte Tammuz

Uns ist in Daniel gesagt, daß Babylon in der Nacht des großen Götzenfestes erobert wurde, bei welchem die Frauen und Nebenfrauen in einem wilden Gelage zusammenkamen. Frauen feierten üblicherweise nicht mit Männern zusammen - wie ist das zu verstehen? Ein Bericht von Cyrus über die Eroberung Babylons wurde vor nur drei bis vier Jahren ausgegraben: In diesem schreibt er, daß Babylon "ohne Kampf" eingenommen wurde, und zwar am vierzehnten Tag des Monats Tammuz (Juni - Juli). Der Monat Tammuz wurde zur Ehre des Gottes Tammuz so benannt, der babylonische Adonis, der die Venus oder Ishtar heiratete. Am vierzehnten Tammuz wurde üblicherweise ihre Vereinigung mit lüsternen Orgien gefeiert. Nur an diesem Tag nahmen die Frauen an den grauenvollen Riten teil. Und es war bei diesem Fest des Königs, der Prinzen, Frauen und Nebenfrauen, daß Babylon erobert und Belsazer erschlagen wurde. Die Bibel wird hier wunderbar bestätigt.

Jeremia hatte sechzig Jahre vorher gesagt: "Ich will seine Fürsten, Weisen, Herren und Hauptleute und seine Krieger trunken machen, daß sie zu ewigem Schlaf einschlafen sollen, von dem sie nie mehr aufwachen, spricht der König, der da heißt HERR Zebaoth. Wenn sie vor Gier brennen, will ich ihnen ein Mahl zurichten und will sie trunken machen, daß sie matt werden und zum ewigen Schlaf einschlafen, von dem sie nimmermehr aufwachen sollen, spricht der HERR" (JEREMIA 51:57,39).

Rawlinson beschreibt die Vorgänge innerhalb und außerhalb des Palastes folgendermaßen:

"Außerhalb des Palastes war die Bevölkerung mit Feiern und Tanzen beschäftigt. Betrunkener Aufruhr und verrückte Erregung hatte die Stadt ergriffen. Die Belagerung war vergessen. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen waren vernachlässigt. Die Babylonier folgten dem Beispiel ihres Königs und gaben sich in der Nacht Orgien hin, in denen religiöser Wahnsinn und betrunkene Ausschweifungen eine seltsame und abstoßende Mischung bildeten." ("Sieben Große Monarchien", Vierte Monarchie, Kapitel 8, Paragraph 52).

Während die Stadt sich so verrückt verhielt, warteten die Meder und Perser darauf, daß das Wasser niedrig genug war, damit sie im Flußbett waten konnten. Jeremia hatte lange vorher gesagt: "... macht stark die Wachen, bestellt Wächter, legt einen Hinterhalt!" (JEREMIA 51:12 oben). Der Historiker berichtet folgendes:

"Währenddessen beobachteten die Perser außerhalb der Stadt, in Stille und Dunkelheit, die beiden Stellen, wo der Euphrat hinein und aus den Mauern heraus floß. Ängstlich beobachteten sie, wie der Wasserspiegel langsam sank. Und noch ängstlicher warteten sie ab, ob die Leute innerhalb der Mauern den verdächtigen Umstand bemerken und die Stadt alarmieren würden. Falls solch ein Alarm gegeben werden würde, wäre all ihre Arbeit umsonst. Wenn sie das Flußbett betreten würden und die Flußmauern bewacht wären und die Flußtore verschlossen, dann wären sie im wahrsten Sinne des Wortes "in einer Falle" gefangen. Falls sie von beiden Seiten in einen Hinterhalt des Feindes geraten sollten, wären sie von den Geschossen überwältigt und zerstört, bevor ihnen die Flucht gelänge. Aber während sie gespannt warteten, hörten sie keinen Alarm — nur verworrenen Lärm von Gelagen und Krawallen. Das zeigte, daß die unglücklichen Städter keine Ahnung von der nahenden Gefahr hatten." (Id., Paragraph 53).

Die Tore werden nicht geschlossen sein

Jesaja hatte zu seiner Zeit vorausgesagt, daß die Babylonier überwältigt werden würden, ohne sich der Gefahr bewußt zu sein: "Aber nun wird über dich Unglück kommen, das du nicht wegzuzaubern weißt, und Unheil wird auf dich fallen, das du nicht durch Sühne abwenden kannst. Und es wird plötzlich ein Verderben über dich kommen, dessen du dich nicht versiehst" (JESAJA 47:11).

Jeremia hatte vorausgesagt: "Ich habe dir Fallen gestellt, Babel, und du hast dich darin gefangen, ehe du dich's versahst; du bist getroffen und ergriffen, ..." (JEREMIA 50:24).

Jesaja hatte 147 Jahre vorher versprochen, daß die Flußtore nicht verschlossen sein werden: "So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, zu Cyrus, den ich bei seiner rechten Hand ergriff, daß ich Völker vor ihm unterwerfe und Königen das Schwert abgürte, damit vor ihm Türen geöffnet werden und Tore nicht verschlossen bleiben" (JESAJA 45:1).

Jeremia hatte zusätzlich gesagt: "Der HERR Zebaoth hat bei sich geschworen: Wenn ich dich auch gefällt habe mit Menschen wie mit Heuschrecken, so wird man doch über dich anstimmen den Ruf des Keltertreters" (JEREMIA 51:14).

Die Geschichte berichtet:

"Schließlich tauchten Schatten aus der Dunkelheit des tiefen Flußbettes auf. An den Anlegestellen gegenüber den Flußtoren wuchsen verstreute Gruppen von Männern zu massiven Reihen, die unbewachten Torwege wurden eingenommen, ein Kriegsschrei erscholl, die Wehrlosen zerstreuten sich, und schnelle Läufer brachten dem König von Babylon die Nachricht, daß die Stadt an einem Ende erobert war. In der Dunkelheit und Verwirrung der Nacht folgte ein schreckliches Blutbad. Die betrunkenen Zechbrüder konnten keinen Widerstand leisten. Der König war durch die furchtbare Handschrift an der Wand, die ihn zu spät gewarnt hatte, vor Angst gelähmt. Er konnte nichts tun, um den Vorstoß der Angreifer, die alles eroberten, aufzuhalten. Eine Gruppe Perser brach in den Palast ein, drang zum Monarchen vor und erschlug ihn an dem Ort seines frevelhaften Gelages. Andere Truppen trugen Feuer und Schwert durch die Stadt." (Id., Paragraph 54)

Jeremia hatte vorausgesagt, daß Feuer und Schwert durch die Stadt getragen werden würden: "Das Schwert soll kommen, spricht der HERR, über die Chaldäer und über die Einwohner von Babel und über ihre Fürsten und über ihre Weisen! Das Schwert soll kommen über ihre Wahrsager, daß sie zu Narren werden; das Schwert soll kommen über ihre Starken, daß sie verzagen! Das Schwert soll kommen über ihre Rosse und Wagen und über alles fremde Volk, das darin ist, daß sie zu Weibern werden! ... So spricht der HERR Zebaoth: Die Mauern des großen Babel sollen geschleift und seine hohen Tore mit Feuer verbrannt werden, daß die Arbeit der Heiden umsonst sei und dem Feuer verfalle, was die Völker mit Mühe erbaut haben" (JEREMIA 50:35-37; JEREMIA 51:58).

So fiel Babylon, und all ihre Götzenbilder wurden zerbrochen.

Aber das ist nicht alles. Die Propheten sprachen nicht nur von der Eroberung Babylons sondern von ihrem völligen Untergang. Jesaja schrieb: "So soll Babel, das schönste unter den Königreichen, die herrliche Pracht der Chaldäer, zerstört werden von Gott wie Sodom und Gomorra, daß man hinfort nicht mehr da wohne noch jemand da bleibe für und für, daß auch Araber dort keine Zelte aufschlagen noch Hirten ihre Herden lagern lassen, sondern Wüstentiere werden sich da lagern, und ihre Häuser werden voll Eulen sein; Strauße werden da wohnen, und Feldgeister da hüpfen, und wilde Hunde werden in ihren Palästen heulen und Schakale in den Schlössern der Lust. Ihre Zeit wird bald kommen, und ihre Tage lassen nicht auf sich warten" (JESAJA 13:19-22).

Die Verwüstung der einstmals großen Stadt

Die Stadt blieb weiterhin von beträchtlicher Wichtigkeit während der persischen Herrschaft, obwohl sie durch einige Belagerungen ziemlich geschwächt wurde. Es handelt sich um Belagerungen, die durch die Revolte der Einwohner verursacht wurden. Die Stadt erlitt außerdem Schaden durch die Auswirkung des Flußwassers, das von Cyrus umgeleitet wurde und nicht vollständig zurückfloß. Alexander der Große machte Babylon zu einem wichtigen Punkt in seiner Expedition. Dort war er der "Herr der Welt" und beschloß, sie in ihrer alten Bedeutung wiederherzustellen und machte sie zu einer Großhauptstadt seines Reiches. Er schickte 10.000 Männer an die Arbeit, um den Euphrat instandzusetzen und plante andere Restaurierungen, doch setzte sein Tod dem allen ein Ende. Kurz danach baute Seleucus Seleucia, 45 Meilen flußaufwärts, welche in vergleichbar kurzer Zeit eine Stadt von 600.000 Einwohnern wurde, regiert von einem Senat von 300 Adligen. Während des Aufbaus von Seleucia war Babylon völlig verödet, und die großen Tempel, die herrlichen Paläste und die imposanten Häuser waren alle verlassen. Sie waren mit trübseligen Wesen gefüllt, und in ihnen hallten die schaurigen Schreie der Eulen.

Der Prophet sagt nicht nur, daß dort wilde Tiere aus der Wüste lagern werden, sondern daß wilde Tiere der Inseln in den verlassenen Häusern schreien werden. Noch war Babylon eine Stadt im Landesinneren, mehr als 100 Meilen vom am nächsten gelegenen Punkt des persischen Golfs und mehrere 100 Meilen von den nächsten Inseln entfernt. Doch die mazedonischen Könige aus dem Osten machten Babylon zu einem Jagdrevier, in dem sie die wilden Tiere in den verwaisten Häusern hielten und sie je nach Bedarf herausließen, um sie zu jagen. Zu diesem Zweck wurden wilde Tiere von weit entfernten Inseln ins Land gebracht und in die verlassenen Häuser und hübschen Paläste gesperrt, die den Pomp und die Herrlichkeit der größten Könige der Erde gesehen hatten. Die Prophezeiung war buchstäblich erfüllt.

Und wieder sagt Jesaja: "Und ich will Babel machen zum Erbe für die Igel und zu einem Wassersumpf und will es mit dem Besen des Verderbens wegfegen, spricht der HERR Zebaoth!" (JESAJA 14:23). Mr. Cayard, der es um 1845 besucht hatte, sagt:

"Außer dem großen Erdwall bedecken noch andere formlose Haufen viele Morgen Land auf der Erdoberfläche. Die hohen Böschungen alter Kanäle zerfressen das Land wie natürliche Bergketten. Einige sind schon lange am Sand erstickt, andere tragen noch immer das Flußwasser zu entfernten Dörfern und Palmenhainen. Überall mischen sich Bruchstücke von Glas, Marmor, Töpferwaren und beschriebene Ziegel mit dem merkwürdigen salpetrigen und geblichenen Boden, der, erzeugt von den Überresten früherer Bewohner, die Vegetation hemmt oder zerstört und die Umgebung Babylons zu einer nackten und abstoßenden Einöde macht. Eulen (die oft sehr groß und grau sind und oft in Schwärmen von fast 100 auftreten) fliegen aus dem spärlichen Dickicht auf, und der widerwärtige Schakal schleicht durch die Furchen." (Ninive und Babylon S.484).

Die Prophezeiung sagt: "Weder sollen die Araber dort ihre Zelte aufschlagen, noch sollen die Hirten hier ihre Herden weiden." Die dort lebenden Einwohner glauben, daß es an dem Platz spukt, und werden ihre Zelte dort nicht aufschlagen, noch werden die Hirten ihre Herden dort weiden. Und so ist das Wort des Herrn über Babylon wortgetreu erfüllt: "Es soll niemand darin wohnen, noch soll es bevölkert werden von Generation zu Generation"(JESAJA 13:20). "Babel soll zu Steinhaufen und zur Wohnung der Schakale werden, zum Bild des Entsetzens und zum Spott, daß niemand darin wohne" (JEREMIA 51:37).

"Das ist der Ratschluß, den er hat über alle Lande, und das ist die Hand, die ausgereckt ist über alle Völker. Denn der HERR Zebaoth hat's beschlossen, - wer will's wehren? Und seine Hand ist ausgereckt, - wer will sie wenden?" (JESAJA 14:26-27).

Jesaja fährt fort: "So soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende" (JESAJA 55:11).

GOTT HAT ES GESAGT, UND WIR KÖNNEN ES GLAUBEN!

Quelle: Voice of Revival Nr. 8