Der 11. 11.

Am 11. November 1918 um 11 Uhr morgens ging der Erste Weltkrieg zuende: Deutschland ergab sich den alliierten Streitkräften. Nach vier langen Jahren des Blutvergießens wurde der endgültige Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet...

Der Erste Weltkrieg wurde als "Der große Krieg" und der "Krieg, um alle Kriege zu beenden" bezeichnet. Die "Mittelmächte", die Verlierer des Krieges, verloren mehr als 3.500.000 Soldaten auf dem Schlachtfeld. Die "Alliierten", die Sieger, verloren über 5.100.000 Männer. Im Durchschnitt wurden an jedem Tag des Krieges mehr als 5.600 Soldaten getötet.

Die Tatsache, daß am ersten Tag der "Schlacht an der Somme" 20.000 britische Soldaten getötet wurden, wird oft mit Schrecken in Erinnerung gerufen. Mehr als fünf Millionen Zivilisten, schätzt man, sind auf dem europäischen Kontinent außerdem unter der Besatzung, durch Bombardement, Hunger und Krankheit umgekommen.

Innerhalb der ersten sechs Wochen am Anfang des Krieges meldeten sich fast eine halbe Million Männer, um für Gott, König und Land und die Freiheit der Welt zu kämpfen. Großbritannien verlor eine seiner besten Generationen ... sie kamen aus allen Schichten der Gesellschaft: Männer der viktorianischen bibelgläubigen Generation, die für diese noblen Ideale aufzustehen und zu kämpfen bereit waren.

Der 11. November ist in Großbritannien und dem Commonwealth als "Waffenstillstandstag" oder "Gedenktag" (Remembrance Day) bekannt und in den Vereinigten Staaten als "Tag der Veteranen" (Veterans Day). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sonntag, der diesem Datum am nächsten liegt, als "Gedenksonntag" bekannt, und um 11 Uhr an diesem Tag werden zwei Schweigeminuten gehalten, um Gott zu danken, Der das britische Volk durch den Krieg gebracht und ihm den Sieg gegeben hat, und um derer zu gedenken, die ihr Leben dafür gegeben haben. In Holland, Belgien und Frankreich wird ebenfalls schweigend innegehalten, um derer zu gedenken, die ihre Leben für unsere Freiheit gelassen haben.

"Kommt her und schauet die Werke des HERRN ... der die Kriege zum Ende bringt in aller Welt ... SEID STILLE und erkennet, daß ich Gott bin!"(PSALM 46:9-11, KJV).

Die symbolische Bedeutung des 11. 11.

Wie spät ist es? Die Uhr am Brüsseler Palais de Congrès zeigt die Geschichte der letzten 2000 Jahre. Die Figur auf der Elf ist der Soldat aus dem Ersten Weltkrieg.Wie spät ist es? Die Uhr am Brüsseler Palais de Congrès zeigt die Geschichte der letzten 2000 Jahre. Die Figur auf der Elf ist der Soldat aus dem Ersten Weltkrieg.


Die Bibel zeigt uns, daß die Wiederkunft des Herrn in der Mitternachtsstunde erfolgen wird: "Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; gehet aus, ihm entgegen" (MATTHÄUS 25:6; lies Verse 1-13).

Jesus wird in MATTHÄUS 24 gefragt: "welches wird das Zeichen sein deines Kommens und des Endes der Welt?" Er antwortete:

"Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; sehet zu und erschrecket nicht. Denn das muß so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich wider das andere (= Weltkriege!) ... So auch ihr; wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist" (MATTHÄUS 24:6-7,33).

Es ist kein Zufall, daß dieser "Krieg, um alle Kriege zu beenden" zur 11. Stunde amd 11. Tag des 11. Monats endete.

Die Umstände des Krieges zu dieser Zeit waren viel zu chaotisch, als daß die militärischen Führer überhaupt sorgfältig hätten planen können, den Vertrag genau um 11 Uhr am Morgen des 11. November zu unterzeichnen. Die Kämpfe dauerten sogar noch bis zur letzten Minute an.

Diese Zeitumstände sind ein klares Zeichen und eine Warnung Gottes, daß wir uns in den letzten Tagen befinden und daß die 12. Stunde (Mitternacht), wenn Jesus zurückkehrt, nicht weit entfernt ist:

"Darum wachet; denn ihr wisset nicht, welchen Tag euer Herr kommen wird ... Darum seid auch ihr bereit! Denn des Menschen Sohn kommt in einer Stunde, da ihr's nicht meinet" (MATTHÄUS 24:42,44).
 

Der Unbekannte Soldat

Nach dem Krieg war die britische Kriegsgräberkommission sieben Jahre lang mit der Aufgabe beschäfitgt, Soldaten zu suchen, zu identifizieren und umzubetten, die im Sumpf aus Schlamm, Gräben und Bombenkratern an der Westfront getötet und verloren worden waren.

Einer dieser nicht identifizierten Soldaten wurde ausgewählt, seine gefallenen Kameraden zu repräsentieren, um im Brennpunkt der Sehnsucht und der Trauer von so vielen zu stehen, die niemals wissen würden, was mit ihrem Sohn, Ehemann oder Vater geschehen war.

Am 11. November 1920 fand die Trauerfeier und die Beisetzung des "Unbekannten Soldaten" in London statt. Der Sargzug hielt an als er am Cenotaph vorbeikam, dem neu erbauten nationalen Kriegsdenkmal, das vom König enthüllt wurde, der dann zu Fuß hinter dem Geschützwagen ging, der den Sarg trug (siehe auch Kasten "Die Zeremonie am Cenotaph"). Eine Tapferkeitsgarde, die ausschließlich aus mit dem Viktoriakreuz Ausgezeichneten bestand, wurde außerhalb von Westminster Abbey, wo der Sarg schließlich zur Ruhe gelegt wurde, aufgestellt, gleich am Eingang des Kirchenschiffs.

Ein Stein über dem Grab wurde mit der Inschrift versehen:

Für Gott, den König und das Heimatland, Für Geliebte, Heim und Königreich, Für die heilige Sache der Gerechtigkeit und die Freiheit der Welt. Unter diesem Stein ruht der Körper eines britischen Kriegers ...

Die Hand Gottes in der Geschichte Großbritanniens

Durch die ganze Geschichte Großbritanniens kann man immer wieder Begebenheiten beobachten, in denen sich Gottes eingreifende Hand offenbarte, wie auch in Büchern wie "The Trumpet Sounds for Britain" im Detail nachzulesen ist:

Die Zeremonie am Cenotaph

In Großbritannien ist der Cenotaph - griechisch für "leeres Grab" - der nationale Mittelpunkt der Gedenkfeieren zum Waffenstillstandstag geblieben. Jedes Jahr versammeln sich die königliche Familie, die Häupter aller Commonwealthstaaten, der Premierminister und die Vorsitzenden der politischen Parteien sowie Tausende andere zusammen mit Veteranen der Armee, Marine und Luftwaffe aus beiden Weltkriegen zum Gedenken an die, die ihr Leben gaben.

Die ganze Nation wird ins Gebet geleitet ...

"Himmlischer Vater, Dein Sohn, das Lamm Gottes, hat uns gesagt, daß, wer sein Leben verliert um Seinetwillen, es finden wird. Du kennst unsere Herzen und weißt, daß kein Leben lebenswert ist ohne Risiken. Wir danken Dir für die großartige Liebe in den Herzen der Menschen, die diejenigen, derer wir heute gedenken, dazu veranlaßt hat, ihre Leben zu geben, damit wir hier in Freiheit anbeten können. Lehre uns, so zu leben wie die, die für einen hohen Preis erkauft sind, und da Du uns zu Deinem Dienst berufen hast, mache uns Deiner Berufung würdig durch das für alles hinreichende Verdienst Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Amen."

"Wir danken Dir für die tapferen und treuen Verstorbenen, die ihre Leben in zwei Weltkriegen gegeben haben ... für den Mut und die Hingabe von Soldaten, Marinesoldaten und Fliegern, die für die Sache von Wahrheit und Recht gefallen sind. Mögen wir ihrem Beispiel in Treue und Ausdauer folgen, auf daß auch wir der Krone des Sieges für würdig befunden werden. Amen.

Und dann in Stille ...

10.59 Uhr Der Trompeter spielt 'The Last Post'

The Last Post - "Bis zum Ende beharren" - symbolisiert den Jüngsten Tag.

11.00 Uhr Zwei Schweigeminuten

11.02 Uhr Klagelied wird gespielt

Der Trompeter spielt 'Réveille', Flaggen werden gehißt.

Réveille = Erwachen - symbolisiert die Auferstehung.

11.03 Uhr Erinnerungsakt

Sie werden nicht alt werden wie wir, die zurückgeblieben sind, altern,

Das Alter soll sie nicht müde machen, noch die Jahre sie verdammen,

Bei Sonnenuntergang und am Morgen,

Werden wir uns an sie erinnern.

11.05 Uhr Kranzniederlegung

Die Königin legt den ersten Kranz auf den Cenotaph, gefolgt von all den Staatsoberhäuptern und den Führern der Armee, Marine und Luftwaffe.
 

11.15 Uhr GOTT ERRETTE DIE KÖNIGIN ("GOD SAVE THE QUEEN")

Gott errette unsere gnädige Königin,

Lang lebe unsere edle Königin,

Gott errette die Königin.

Sende sie siegreich,

Glücklich und glorreich,

Lange über uns zu herrschen,

Gott errette die Königin.

Parade marschiert vorbei.

* * *

  • z.B. zerstörten heftige Stürme 1588 Spaniens "unbesiegbare Armada" bei ihrem Versuch England zu erobern und die Nation zum Katholizismus zurückzubringen.
  • z.B. die deutschen Zeppeline im 1. Weltkrieg, die Bomben über London abwerfen sollten, wurden von einem plötzlichen unvorhergesehenen Wirbelsturm vom Kurs abgetrieben. 
  • z.B. aufgrund eines unerklärlichen Wetterumschwungs gelang es im Mai 1940 335.000 britischen Soldaten, der vorwärtsstürmenden deutschen Armee zu entkommen ("Wunder von Dünkirchen"), nachdem die ganze Nation am 26. Mai einen Gebetstag gehalten hatte. 
  • z.B. Die "Engel von Mons", die im Ersten Weltkrieg in der Schlacht mit demselben Namen auftraten, wie es auf dem Blatt "Göttliches Eingreifen" beschrieben ist. (Siehe auch 2. KÖNIGE 7:6)
     

Die Liste könnte fast endlos weitergeführt werden.1

Der berühmte britische Premierminister Sir Winston Churchill sagte 1942: "Manchmal habe ich ein Gefühl, als ob sich jemand einmischt. Ich möchte das betonen. Manchmal habe ich das Gefühl, daß eine Führende Hand sich eingemischt hat. Ich habe das Gefühl, daß wir einen Beschützer haben, weil wir einen großen Auftrag haben, und wir werden diesen Beschützer so lange haben, wie wir dieser Sache treu dienen. Und welch eine Sache das ist!"

Churchill brachte eigentlich eine alte Wahrheit zum Ausdruck, die nicht nur für Großbritannien gilt, sondern für alle Länder:

"Wenn du nun der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen wirst, daß du hältst und tust alle seine Gebote ... so wird dich der Herr, dein Gott, zum höchsten über alle Völker auf Erden machen... der Herr wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, vor dir schlagen ... der Herr wird dich zum heiligen Volk für sich erheben ... der Herr wird machen, daß du Überfluß an Gutem haben wirst ... du wirst vielen Völkern leihen, aber von niemandem borgen. Und der Herr wird dich zum Kopf machen und nicht zum Schwanz ..." (5. MOSE 28:1-14).

Nach dem Sieg am Ende des Zweiten Weltkrieges befahl Churchill, daß sich das gesamte Parlament im Westminster Abbey versammeln sollte, um dem Allmächtigen Gott für Seine Befreiung zu danken.

Was dieser Tag in den "germanischen" römisch-katholischen Ländern bedeutet

In den germanischen Ländern, in denen der Katholizismus vorherrscht, bezeichnet der 11.11. den Beginn des Karnevals, einer Zeit des Feierns und Fröhlichseins. Diese Feierlichkeiten werden in Bayern oder Österreich Fasching oder Fastnacht genannt. Im Rheinland und in den romanischen Ländern tragen sie den Namen Karneval. Die Hauptaktivitäten, die damit verbunden sind, sind Maskierung, Umzüge, Liedersingen und Volksbelustigungen, mit alkoholischen und sexuellen Ausschweifungen.

Der Ursprung des Karnevals

Der Name rührt von dem mittelalterlich-lateinischen "carnevalerium" her, von "caro", "carnis", was "Fleisch" bedeutet, und "levare", was "ausleeren" oder "wegstellen" bedeutet.2 Der Karneval ist das letzte Fest, das vor dem 40-Tage-Fasten vor Ostern stattfindet, während dessen Katholiken früher kein Fleisch aßen.2

Die Ursprünge des Karnevals findet man in den ältesten ausschweifenden Festlichkeiten der Menschheit, bei denen auf religiöse Weise die Rückkehr des Frühlings als Symbol der Wiedergeburt der Natur gefeiert wurde.3

In Athen wurden Schiffswagen bei Umzügen zu Ehren des Weingottes Dionysos vorgeführt, die Vorläufer der heutigen Karnevalswagen. Die Römer ehrten Dionysos (den sie Bacchus nanntan) mit den sogenannten "Saturnalien", den "Baccanalien" und den "Luperkalien" - Feste, die in der späteren Römerzeit durch wilden Frivolitäten und zügelloser Freiheit gekennzeichnet waren; während dieser Zeiten war die bürgerliche Ordnung vorübergehend aufgehoben. Viele Römer schickten ihre Töchter aufs Land, da die Gefahr einer Vergewaltigung in der Stadt so groß war. Der Karneval ist die Fortsetzung dieser römischen Feste. Das erklärt, warum dieses Fest in Gegenden, in denen die römische Kultur vorherrschte, immer noch gehalten wird und seinen besonderen Charakter erhalten hat.4

Der Charakter des Karnevals

Auch wenn manche Leute den Karneval lustig finden, sagt die Heilige Schrift doch dazu, daß wir "sie an ihren Früchten erkennen" (MATTHEW 7:16) erkennen sollen. Die beliebtesten Maskierungen zu diesem Anlaß sprechen schon eine ziemlich deutliche Sprache. Nur um ein paar aufzuzählen: Vampire, Huren, Teufel, Geister, Hexen, Mörder, Piraten ... ganz zu schweigen von der "Frucht" der alkoholischen und sexuellen Ausschweifungen.

Dies alles wird - wie gesagt - durch den 11. 11. eingeleitet ... im völligen Gegensatz zu den Gedenkfeiern der englischspechenden Welt.

Gottes Fluch auf gottlosen Ländern

Obwohl es mit Großbritannien in den letzten Jahren stark bergab gegangen ist, gibt es dort doch noch viele Menschen, die sich der Gebote Gottes erinnern und beweisen, daß Britannien tatsächlich Gottes Bundesvolk ist (hebräisch "b'rith" = Bund + "ain" = Volk). Daß dagegen z.B. auf Deutschland (und vielen anderen Ländern) ein Fluch ruht, zeigen sowohl die Geschichte als auch der allgemeine Charakter des Landes (Gleichgültigkeit und ablehnende Haltung der Menschen gegenüber Gott). Wie sich die Leute im Karneval verhalten, ist eine typische Auswirkung davon:

"Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte ... so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen: ... Der Herr wird unter dich senden Unfrieden, Unruhe und Unglück ... Der Herr wird dich schlagen mit ägyptischem Geschwür, mit Pocken, mit Grind und Krätze, daß du nicht geheilt werden kannst. Der Herr wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Verwirrung des Geistes... weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Lust deines Herzens, obwohl du Überfluß hattest an allem" (5. MOSE 28:15-47).

Bedeutung für dich persönlich

Auch du hast die Wahl zwischen Segen oder Fluch. Gehörst du zu denen, die "Überfluß an allem" haben - aber sich nicht um Gott kümmern?

Nicht nur am 11. 11., sondern an jedem Tag, denke daran, daß die 12. Stunde nicht mehr weit entfernt ist. Jesus Christus wird bald zurückkommen.

Bist du bereit?

Anmerkung:

Szenen aus den Gedenksonntagsfeiern sind auf Videos aus der Gemeindevideothek zu sehen, z.B. im "VE50"-Video, und die Szenen werden jedes Jahr von der Videoabteilung aufgenommen. Diejenigen, die diese Gedenkfeiern noch nie gesehen oder ihre Bedeutung verstanden haben, sollten sich einen dieser Videos nehmen und ansehen.

geschrieben von Jochen W., Ian, Findlay + Chris

  • 1. W.B. Grant, We Have a Guardian
  • 2. a. b. Encyclopedia Britannica
  • 3. Enzyklopädie Delta Larousse
  • 4. Encyclopaedia of Religion and Ethics