Darum sollte der "Bankier Gottes" zum Schweigen gebracht werden

Rätselhafte Todesfälle verdunkeln das Geheimnis
um das Sterben von Papst Johannes Paul I.

Der Tod von Papst Johannes Paul I. am 28. September 1978 nach nur 33 Tagen Amtszeit erschütterte die Welt. Bis heute wurden die näheren Umstände des Todes jenes gütigen, stets lächelnden Heiligen Vaters in der Öffentlichkeit nicht geklärt. Einer der Männer, die in der Lage gewesen wären, zu diesem Punkt auszusagen,starb jetzt -an einem zehntel Gramm Zyankali

Michele Sindona Die Witwe Sindonas verläßt mit ihrem Sohn das Krankenhaus in Voghera

Michele Michele Sindona (66), in den 70er Jahren der bedeutendste italienische Wirtschaftsexperte und Bankier, starb im bestbewachten Gefängnis Italiens, in Voghera - nach dem Essen.    

Nach dem Zusammenbruch von Sindonas "Banca privata unione" in Mailand und der "Franklin National Bank" in New York war der Finanzmann in Amerika verhaftet und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Obwohl er sich aufs heftigste dagegen gewehrt hatte, wurde Sindona nach Italien ausgeliefert. "Dort werde ich nicht lange überleben", sagte er. "Es war Mord",behaupten nun die Anwälte auch nach seinem Tod. Ein Selbstmord scheidet ihrer Meinung nach aus.    

Regelte die Finanzen im Vatikan: Paul C. Markincus

Die umstände des Todes von Papst Johannes Paul I. sind bis heute nicht geklärt.

Secret Licio Gelli kontrollierte lange die Finanzwelt und Politik Italiens. Er konnte aus einem Gefängnis fliehen. Roberto Calvi war in die Affäre Sindona verwickelt. Sein Tod in London ist geheimnisvoll. Auch seine Seretärin starb rätselhaft.

Immerhin hatte Michele Sindona hochkarätige Kontakte. Nicht nur die Mafia und die verbotene Geheimloge P2 befanden sich in seinem Bannkreis - Sindona machte auch kräftig Geschäfte mit dem Vatikan. Diese Freundschaft zu Bischof Paul Marcinkus, der im Vatikan die recht beachtlich fließenden Finanzen regelt, war jenem Papst Johannes Paul I. ein Dorn im Auge. Er hatte immer wieder betont, daß die Geschäftemacherei der Vatikanbank nicht im Sinne Christi sei und das Geld der Gemeinde gehöre. Nach seinem rätselhaften Tod mehrten und halten sich die Gerüchte, Mafia oder P2, eben die hohen Bankkreise, hätten die Hände im Spiel gehabt. Und zu diesem engen Kreis gehörte auch Michele Sindona.

Nach seiner Verurteilung zu lebenslänglicher Haft bereitete Sindona nun sein Revisionsverfahren vor, in dem er endlich "auspacken" wollte. Für 500 internationale Persönlichkeiten eine Blamage - für jene nämlich, die aus den Bankpleiten des Michele Sindona nicht mit Verlust gegangen sind ...

Quelle: 'Church Growth'