Damit du gesegnet wirst

Das unwiderrufliche Vergehen in Adams Leben war sein Verstoß gegen Gottes souveräne Autorität. Es konnte Adam nicht erlaubt werden, vom Baum des Lebens zu essen und ewig zu leben, weil notwendigerweise der, der gegen die Souveränität Gottes verstößt, einen Fluch auf sich zieht. Demgemäß wurde Adam verflucht und vom Garten Eden verbannt, und ihm wurde bestimmt, den Weg der Betrübnis, auf dem Dornen und Disteln wachsen, zu gehen.

In MALEACHI können wir sehen, daß Gott die Israeliten bestrafte, weil sie in einer ähnlichen Weise gegen Gottes souveräne Autorität verstießen, wie Adam gegen die Souveränität verstieß: "Ihr seid von eurer Väter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich auch zu euch kehren, spricht der Herr Zebaoth. Ihr aber sprecht: 'Worin sollen wir uns bekehren?' Ist's recht, daß ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt! Ihr aber sprecht: 'Womit betrügen wir dich?' Mit dem Zehnten und der Opfergabe! Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt" (MALEACHI 3:7-9).

Durch diese Schrift können wir erkennen, daß der Fluch im Garten Eden und in Maleachi ausgelöst wurde durch einen Verstoß gegen die souveräne Autorität Gottes. Der Fluch im Garten Eden folgte dem Stehlen der Frucht vom Baum der Erkenntnis, und der Fluch in Maleachi folgte dem Stehlen des Zehnten. So wie der Baum der Erkenntnis damals im Garten Eden, so steht der Zehnte heute noch als Symbol für Gottes Souveränität in der heutigen materiellen Welt.

Satans Versuchungen gegen das Geben des Zehnten

Durch Satans Angriffe können wir klarer verstehen, daß der Zehnte ein "Symbol" von Gottes souveräner Autorität ist. Dieses ist das erste Ziel von Satans bösem Manöver. Hartnäckig versuchte er Eva, bis sie schließlich nachgab und die Frucht des Baumes der Erkenntnis aß. Er bewegt Herodes dazu, den Mordanschlag auf Jesus zu verüben, als Er in die Welt kam. Satan folgte Jesus, wohin auch immer er ging, und mischte sich in Seine Arbeit ein.

Unzählige Christen finden es heute schwierig, ihren Zehnten zu geben, trotz ihrer Gebete und Tränen, weil Satan dicht um sie ist und sie durch Versuchungen lahmlegt. Satan versucht uns mit verführenden Worten wie diesen: "Da das Geben des Zehnten den alten Traditionen des jüdischen Gesetzes angehört, bindet es uns, die wir in der Zeit der Gnade leben, nicht länger. Gott weiß, daß du arm bist, also ist es in Ordnung, wenn du die Verpflichtung aufschiebst und dann zahlst, wenn du es dir besser leisten kannst. Dann kannst du diese Nachlässigkeit ausgleichen, indem du die doppelte Menge deines Zehnten gibst."

Das ist ein typisches Argument, das Satan benutzt, um uns abzuhalten, unseren Zehnten zu zahlen, und es macht uns nur überzeugter davon, daß der Zehnte die Souveränität Gottes symbolisiert. Ist das Argument des Teufels daher gültig? Betrachten wir als erstes das Argument, daß der Zehnte ein Überbleibsel der Zeit des Gesetzes ist.

Das Gesetz wurde dem Volk Israel erst durch Mose gegeben, aber die Bibel sagt uns, daß Abraham, der 430 Jahre vor Mose lebte, den Zehnten zahlte: "Aber Melchisedek, der König vom Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; und gelobt sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Abram gab ihm den Zehnten von allem" (1. MOSE 14:18-20).

Weiter sagt uns die Bibel, daß Jakob, der Enkel des Abraham, in einem Traum gesegnet wurde, in welchem Engel hinaufstiegen zu Gott und herunterkamen. Er schwur, daß er fortfahren würde, seinen Zehnten zu geben, als er von zu Hause zum Bruder seiner Mutter floh, um dem Zorn seines älteren Bruders zu entkommen (lies 1. MOSE 28:20-21).

Sagte Jesus zu Zeiten des Neuen Testaments, daß wir keinen Zehnten mehr zu geben bräuchten? An welcher Stelle in der Bibel ist geschrieben, daß wir nicht länger an die Verpflichtung des Gebens des Zehnten gebunden seien, weil es ein Überbleibsel der Zeit des Gesetzes ist, das aufgegeben werden sollte? Wir müssen erkennen, daß das Argument, daß die Verpflichtung zum Geben des Zehnten nur während der Zeit des Gesetzes bindend gewesen sei, eine Versuchung und ein Trick von Satan ist, um Gottes Souveränität anzugreifen. Gottes Gebot den Zehnten betreffend ist das Wort des lebendigen Gottes, Der Derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit.

Laßt uns zweitens die Versuchung untersuchen, daß wir diese Verpflichtung aufschieben könnten, bis wir es uns finanziell besser leisten könnten. Da Satan "... nur kommt, daß er stehle, würge und umbringe" (JOHANNES 10:10), zeigt seine absichtliche Lüge in diesem Fall klar, wie falsch und böse dieses Argument ist. Satan will nicht, daß wir gesegnet werden. Folglich weiß er, daß, wenn wir seinem Rat folgen und das Zahlen unseres Zehnten aufschieben, wir zunehmend ärmer werden. Es gibt keine Stelle in der Bibel, die sagt, daß wir zwei Zehntel unseres Einkommens zahlen sollen. Gott will, daß wir den Zehnten geben, damit Er uns ein blühendes Leben geben kann, indem Er uns dazu bringt, zuzugeben, daß die Souveränität über die materielle Welt Gott gehört und wir Ihm gehorsam sein müssen.

Auf keinen Fall ist es wahr, daß Gott so arm ist, daß Er unseren Zehnten braucht. Gott ist der Schöpfer des Universums, der die Himmel und die Erde machte. Er könnte eine weitere Welt schaffen, wenn Er wollte. In PSALM 50:9-12 lesen wir: "... denn der Erdkreis ist mein und alles, was darauf ist."

Satan kommt zu uns und beschuldigt Gott. Er verdrehte Gottes Willen im Garten Eden, indem er zu Eva sagte: "Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist" (1. MOSE 3:4-5).

Satan verdreht Gottes Plan in bezug auf den Zehnten, als ob Gott unser Geld für Seinen eigenen Gebrauch wegnähme. Wenn wir dem Teufel nachgeben und leichtfertig über Gottes Souveränität denken, indem wir den Zehnten stehlen, werden wir in einem endlosen Fluch leben. Wir werden niemals so reich sein, zwei Zehntel unseres Einkommens geben zu können. Selbst wenn wir es täten, wäre es sehr schwierig. Selbst wenn wir arm wären und wenig zu geben hätten, müßten wir trotzdem ein Zehntel Gott zurückgeben, ganz gleich, wie unsere Situation auch wäre. Wenn wir arm sind, müssen wir den Zehnten geben, um gesegnet zu werden, denn Gottes Segnungen strömen zu uns, wenn wir Seine Souveränität in Seinem Plan des Zehntengebens bekennen.

Das Geben des Zehnten und der Segen in materiellen Dingen

Den Zehnten zu geben ist ein wunderschönes Opfer. wenn wir darin gehorsam sind, wird unsere natürliche Reaktion sein, daß wir Glauben anwenden, daß Gott uns segnen wird.

Das Zusammentreffen von Abram und Melchisedek, das für uns im 1. Buch MOSE aufgezeichnet ist, kann uns helfen, Gottes Plan für das Geben des Zehnten zu verstehen (siehe 1. MOSE 14). König Kedor-Laomer war wie Hitler. Er nahm fünf Städte ein und zwang die Leute, ihm Abgaben zu zahlen. Schließlich lehnten sie sich auf, und es kam zu einer Schlacht, die König Kedor-Laomer gewann. Er nahm auch Lot und seine Frau gefangen. Lot war Abrams Neffe. Als Abram davon hörte, zog er mit 318 Knechten aus und griff bei Nacht an. Abram gewann einen großartigen Sieg und brachte Lot mit seiner Familie und seinen Knechten und allem Gut zurück. Auf seinem Weg nach Hause traf ei Melchisedek. Dann gab Abram Melchisedek den Zehnten von allem, was er in der Schlacht gewonnen hatte. "Nach diesen Geschichten begab sich's daß zu Abram das Wort des Herrn in einer Offenbarung kam: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und ein sehr großer Lohn" (1. MOSE 15:1).

Das war der Segen, der Abram zukam, weil er den Zehnten gegeben hatte. Die Bibel behauptet, daß Abraham (als sein Name geändert wurde) nicht nur der Vater der Israeliten dem Fleisch nach war, sondern der Vater aller derer, die glauben um des Glaubens willen. Diejenigen, die heute den Glauben haben wie Abraham, erhalten die gleichen Segnungen (GALATER 3:7-8).

Als wir für die Welt lebten, wurde uns alles geraubt, und wir wurden Gefangene des Teufels. Abraham zog aus und brachte alles zurück, was König Kedor-Laomer genommen hatte, der in dieser Schriftstelle Satan repräsentiert. Abram ist hier eine Art Christus, und durch Glauben an Christus haben wir auch alles zurückgewonnen, was wir verloren hatten (1. JOHANNES 5:4-5).

Melchisedek war eine Art Jesus. In HEBRÄER 6:20 lesen wir: "Dahin ist als Vorläufer für uns eingegangen Jesus, der ein Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks."

Wenn wir an Jesus Christus glauben, werden wir zu Siegern, die entrückt sind von Tod, Hölle und der Stellung von Sklaven des Teufels, zum Leben, Himmel und der Stellung als Kinder Gottes, genau wie Abraham in der Schlacht triumphierte und alles zurückgewann, das weggenommen worden war. Wir werden nicht nur zu Siegern, sondern werden berechtigt, am Abendmahl teilzunehmen. Wenn wir unseren Zehnten zahlen, kommt der gleiche Segen, der Abraham gegeben wurde, auch über uns.

Es gibt heute viele Christen, die sich nicht an den Segnungen erfreuen, die für jeden Christen erhältlich sind, weil sie nicht den Zehnten geben. Wenn wir Gott unseren Zehnten zahlen, drücken wir unseren Glauben an Gottes Segen aus.

Was bedeuten der Segen und die Zusicherung, die Abraham von Gott bekam, für uns? "Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn" (1. MOSE 15:1).

In biblischen Zeiten wurde ein Schild verwendet, um den Körper im Kampf zu schützen. Solange wir auf dieser Erde leben, führt uns unser Feind, der Teufel, immer wieder in Versuchung, bringt uns Drangsal, Schwierigkeiten, Schmerz und Leid. Aber wenn wir unseren Zehnten zahlen, wird Gott unser Schild und macht uns zu Überwindern. Wenn Gott unser Schild und Schutz ist, brauchen wir uns niemals mehr zu beunruhigen. In PSALM 121:5-6 lesen wir: "Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, daß dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts." Deswegen können wir mutig unseren Glauben bekennen: "Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Fährlichkeit oder Schwert? Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebet hat" (RÖMER 8:35,37).

Die zweite Zusicherung der Verheißung, die Gott Abraham gab, war "dein sehr großer Lohn" (1. MOSE 15:1). Der Lohn, den die Welt heute bekommt, ist äußerst nutzlos. Der Reichtum, die Ehre und der Ruhm der Welt sind immer unbeständig, und wir werden morgen verlieren, was wir heute gewinnen. "Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen" (1. PETRUS 1:24).

Der Lohn, den Gott Abraham versprochen hat, war kein Lohn, der rostet oder vom Wurm gefressen wird. Der große Herr Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, wurde unser Lohn, und Er zahlt den Lohn im Überfluß und Reichtum: "Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?" (RÖMER 8:31). "Ich will dich nicht verlassen noch versäumen" (HEBRÄER 13:5). "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende" (MATTHÄUS 28:20).

Wenn Abraham Erfolg hatte durch das Zahlen seines Zehnten, werden heutige Gläubige auch die gleichen Segnungen erhalten (MALEACHI 3:10-12).

Der Segen, der für uns ausgeschüttet werden wird, abhängig vom Zehnten, kann nicht sicherer und genauer als hier beschrieben sein. Diese Schriftstelle ist wahr, denn Gott kann nicht lügen.

Wenn wir unseren Zehnten zahlen, um die Souveränität Gottes anzuerkennen, müssen wir einige Dinge beachten. Erstens, wir müssen "von allem den Zehnten" geben. Wir müssen den genauen Betrag geben: ein Zehntel all unseres Einkommens. Wenn wir die Bestimmungen des Zehnten frei auslegen, so wie wir wollen, und Dankopfer, Sonntagsopfer und Almosen von unserem Zehnten geben, ist das ein Nichtzahlen des gesamten Zehnten. Wir müssen unseren Zehnten unangetastet lassen. Andere Opfergaben und Almosen können wir gemäß der Leitung des Heiligen Geistes geben.

Es steht geschrieben, "daß da Fleisch sein soll in meinem Haus." Wir müssen unseren Zehnten dem Haus geben, wo wir unser geistliches Fleisch bekommen, nämlich der eigenen Gemeinde, denn wenn wir den Zehnten nehmen und uns entscheiden, ihn einer anderen Gemeinde oder einer anderen Person, nach unserer Laune, zu geben, erkennen wir die Souveränität Gottes nicht an, wie wir in MALEACHI 3:10-12 lesen.

Gott versprach, daß Er uns zwei Segnungen geben wird, wenn wir diese zwei Bedingungen einhalten. Die eine Segnung ist, uns vor Unheil zu beschützen. Wie groß unser Einkommen auch sein mag, wenn eine Folge von Unheil über uns kommen würde, könnten wir in schlimmeren Verhältnissen sein, als wenn wir gar kein Einkommen hätten. Auch wenn wir viel Geld verdienen, wenn Krankheit und Schwierigkeiten uns treffen, verschwindet unser Geld wie "Wasser, das durch den Abfluß fließt". Wir werden nicht haben, was wir uns erhoffen, weil wir nicht unseren gesamten Zehnten zahlen. Die andere ist die Segnung der inneren Stärke.

Also sehen wir, daß das Zahlen des Zehnten ein Akt des Anerkennens der Souveränität Gottes und praktizierter Gehorsam ist. Es ist der Schlüssel des Glaubens, mit dem wir die Tür zu den Segnungen, die uns durch Jesus Christus bereitet sind, öffnen können. Als wir Jesus Christus als unseren Erlöser annahmen, erkannten wir die geistige Souveränität Gottes an, und durch das Geben des Zehnten haben wir Seine überragende Macht über die materielle Welt anerkannt. Wenn wir gehorsam sind, folgt daraus, daß Gottes Segnungen über uns kommen und wir in allen Dingen Erfolg haben.

Christliche Grundsätze über Finanzen

  1. Das Geben des Zehnten kann man definieren als das Opfern eines Zehntels seines Einkommens zum Dienst Gottes.
  2. Der Begriff Zehnter bedeutet "ein Zehntel".
  3. In früheren Zeiten bestand er aus einem Zehntel vom Gewinn eines Mannes aus seinem materiellen Besitz wie Grund, Naturerzeugnissen oder Tieren.
  4. Im Alten Testament zahlte Abraham den Zehnten an Melchisedek (1. MOSE 14).
  5. Jakob setzte das Geben des Zehnten fort in 1. MOSE 28:20-22.
  6. Mose nahm das Geben des Zehnten in die levitischen Gesetze mit hinein (3. MOSE 27:30-33).
  7. Nehemia erkannte, daß der Zehnte ein Mittel war, wodurch man Gottes Gegenwart erkennen und erfahren konnte (NEHEMIA 10:38, NEHEMIA 12:44, NEHEMIA 13:12).
  8. Maleachi bezichtigte die ganze Nation Israel der Sünde. Sie seien Diebe und Räuber aus der Sicht Gottes (MALEACHI 3:9-10).
  9. Christus befürwortete den Zehnten, als Er sagte, daß Er nicht gekommen sei, das Gesetz des Mose zu zerstören, sondern zu erfüllen (MATTHÄUS 23:23).
  10. Paulus setzte das Prinzip des Gebens von einem Teil fort (1. KORINTHER 16:2).

Der geistige Aspekt von Finanzen

Den Zehnten zu geben ist als der entscheidende Test des Verhaltens definiert. Es ist die einzige Methode, die uns gezeigt wurde, um die Souveränität Gottes anzuerkennen. Es bedeutet nicht nur den wörtlichen Zehnten, sondern ist immer der erste Zehnte in bezug auf das Gesetz der Ersten Dinge (siehe 3. MOSE 27).

Wenn wir das "Vorratshaus" aus MALEACHI 3:10 mit der örtlichen Kirche gleichsetzen, bedeutet das, einen Proteststurm zu erzeugen. Trotzdem werden wir uns für dieses Studium an diese Definition halten.

Verehrung ist jede Handlung oder Einstellung, durch die die Stellung zwischen Gott und dem Menschen festgelegt wird.

Verwalterschaft ist das zentrale Thema der Schrift (1. MOSE 1:28; 1. KORINTHER 4:1), der eigentliche Kern des Lebens. Der Besitz von allen Dingen ist kraft Seiner schöpferischen und erhaltenden Tätigkeit in Gott allein begründet. Das beinhaltet alle Dinge von materiellem Wert und solch ungreifbare Faktoren wie Zeit, Energie und Talent. Bevor der Mensch überhaupt entstand, wurde alles, was für seinen Unterhalt nötig ist, bereitgestellt und in "pflückbarer" Form aufbewahrt.

Der Mensch ist auf einzigartige Weise geschaffen, und ihm wurde die Herrschaft über die Erde und all ihre Geschöpfe gegeben, zusammen mit der Aufgabe, das Ganze zu verwalten. Zu diesem Zweck wurde er nach dem Bild Gottes gemacht (1. MOSE 1:27).

Wenn man sagt, daß der Mensch ein Verwalter sei, sagt man damit, daß er verantwortlich ist (RÖMER 14:12). Diese Verantwortlichkeit trifft auf jeden Menschen zu, egal, ob er es anerkennt oder nicht, oder ob er Christ ist oder nicht. Er ist in erster Linie Gott gegenüber verantwortlich, aber er ist auch der Gesellschaft und der Erde selbst gegenüber in einem ökologischen Sinne verantwortlich.

Der Mensch ist plötzlich zu der Erkenntnis gelangt, daß die Bodenschätze nicht unerschöpflich sind. Wälder werden gerodet, Ölmeere trockengesogen, Mineralien ausgebeutet und die zwölf Zentimeter an nährstoffreicher Erde, die zwischen der Menschheit und dem Hungertod liegen, ausgelaugt.

Die Verwalterschaft, wie sie im Geben des Zehnten veranschaulicht wird, wurde im ältesten Gesetz verkündet. Als der Garten Eden in Adams Obhut gegeben wurde, war es nötig, daß ihm der Unterschied zwischen Besitz und Eigentum beigebracht wurde. Zu diesem Zweck wurde ein Baum beiseite gestellt (1. MOSE 2:17). Sein Unterschied und seine Bedeutung lag im Verbot. Eben durch dieses Verbot wurde Adam ständig an seine Abhängigkeit von jemand anderem erinnert. So lange, und nur so lange er den Baum wertschätzte, verkündete er die Souveränität Gottes und machte die Unterscheidung zwischen Besitz und Eigentum.

Der Baum steht deshalb für den Zehnten. Der Zehnte wird auf dieselbe Weise wie alles andere Einkommen erworben, aber es gehört in einem besonderen Sinn Gott und darf nicht für einen selbst verbraucht werden (3. MOSE 27:32).

Es gibt Leute, die den Zehnten geringschätzen, weil er, wie sie sagen, nicht ihre wirkliche Fähigkeit zu geben widerspiegelt. Diese königliche Seelen, die ein Fünftel oder die Hälfte oder 90 Prozent geben und ihren Teil nicht an dem messen, was sie geben, sondern an dem, was sie übrighaben, verdienen unser aller Bewunderung. Aber sie verfehlen den eigentlichen Geist des Zehnten. Sie machen drei Fehler:

  1. Der Zehnte ist eine Verpflichtung der Ehre; das andere ist ein Partnerschaftsprogramm.
  2. Das Geben eines bestimmten Zehnten stellt eine Verehrung dar, durch die die Souveränität Gottes anerkannt und die jeweilige Stellung gefestigt wird.
  3. Der Zehnte muß von jemand anderem verwaltet werden. Es ist niemals eine Opfergabe.

Den Zehnten zu geben ist Verwalterschaft in kleinem Maßstab, weil es die Anerkennung, nicht die Bezahlung, einer Verpflichtung ist. Es bedeutet nicht, wie manchmal ernsthaft behauptet wird, "Zehn Prozent gehören Gott, und 90 Prozent gehören mir."

Viele Hilfsmittel wurden ersonnen, um dem Geben des Zehnten zu entgehen. Eines, das man untersuchen muß, ist das scheinbar plausible "angemessene Geben". Oberflächlich gesehen scheint es das Geben des Zehnten zu ehren, aber wenn man es ehrlich ausdrückt, heißt es nichts anderes, als daß jeder soviel geben soll, wie er sich leisten kann. In der Praxis (mit Ausnahmen) sind das unbedeutende Summen. Angesichts überwältigender Verpflichtungen kann sich niemand den Zehnten "leisten".

Andere Ausflüchte wurden scheinbar deshalb ausgedacht, weil sie mehr Geld zu schaffen versprechen. Geben wird als der Weg zu neuen Reichtümern verkündet. Und dann gibt es das "Prestigesyndrom", bei dem Opfergaben unter solchen Umständen gesammelt werden, daß die Spender in den Augen der Zuseher an Prestige gewinnen.

Es steht außer Frage, daß gewaltige Mengen an Geld nötig sind, um die Welt angemessen zu evangelisieren. Und der Zehnte ist die enthüllte Methode, um die Arbeit des Königreichs zu finanzieren (MALEACHI 3:10; 1. KORINTHER 16:2), aber dieser Verfasser hält dafür, daß der Zehnte am Besten (und schriftgemäß) dazu verwendet wird, um eine starke Basis in der örtlichen Kirche zu errichten. Es können andere Gelder für Evangelisationsprogramme verwendet werden.

Aber hinter der Verwendung des Geldes, das eingenommen wurde, steckt ein viel wichtigeres Prinzip. Den Zehnten zu geben ist hauptsächlich eine Handlung der Verehrung, und das Geld ist ein Nebenprodukt. Der Herr, unser Gott, ist ein eifernder Gott (2. MOSE 20:5), und Er, nicht Sein Königreich, muß zuerst kommen. Der Wert des Einzelnen in Gottes Sicht kann nicht überbetont werden. Verwalterschaft beinhaltet nicht nur das Zahlen des Zehnten, sondern auch Pflichten gegenüber der Familie, der Nachbarschaft und der Gesellschaft als Ganzes.

Über unserer Zivilisation hängt ein monströses Ding. Es macht Geld sowohl zu einer Bedrohung als auch zu einer Verrücktheit. Extravaganz und Geschmacklosigkeit zeigen sich im Übermaß in der Politik, im Sport, der Liebe und Romantik. Es läßt einen wünschen, in ein früheres Zeitalter zurückzukehren, um unsere Gemeinden vor der Nichtigkeit weltlicher Reichtümer zu warnen und zu verkünden, daß das Streben nach Geld das geistige Leben schwächt. Aber dem ist nicht so!

Es ist vielmehr unsere Aufgabe, die schmutzigen Dämpfe zu vertreiben, die das Gesicht des Geldes vernebelt haben. Wir können keine künstliche Umwelt schaffen, in der wir über solchen schmutzigen Überlegungen leben können. Wir müssen in dieser Welt leben, wie sie im Moment ist, und unsere rettende Gnade in ehrfurchtsvoller Verwalterschaft finden. Für uns sollte der Wert geistige Energie sein, und Geld nur ein Zeichen ihrer Anwesenheit. Die Verwalterschaft muß ihre hohe Berufung zur Partnerschaft verstehen. Wir sollen Investoren und keine Träumer sein. Wir sollen das Wunder des Wertes verstehen, der von Gott kam, ihn in Geld umwandeln, und es dann wieder in die Welt zurückschicken, um die Arbeit des Herrn zu tun.

Wir erinnern uns wieder daran, daß das Geben des Zehnten Verwalterschaft im kleinen Maßstab ist. Hier beginne ich. Hier ist der Kern, die "Chromosomenkette", aus dem das fertige Produkt entsteht. In der Natur der Dinge ist es unwahrscheinlich, daß mehr als ein paar von uns Industriebosse für Christus werden. Ein paar von uns sollten in diesem Leben nicht reich sein. Aber niemandem muß es an Loyalität und Integrität fehlen. Deshalb kann ein jeder ein Verwalter sein, in welchem Maßstab auch immer.

Das Zahlen des Zehnten ist der christliche Weg, die Herrschaft der Welt zurückzuweisen. Der Geber des Zehnten entkommt dem Würgegriff der Liebe zum Geld, da er sich entschieden hat, nach einem anderen Prinzip zu leben und einem anderen Herrscher zu dienen. In Anbetracht von überwältigenden Verpflichtungen - die Notwendigkeit, seine Familie zu ernähren und zu kleiden, seine Kinder zu erziehen, seine Schulden rechtzeitig zu bezahlen - hat er sich entschieden, nach einem anderen Prinzip zu leben und einen Teil seines Lebens als persönliche Anerkennung von und für Gott beiseite zu legen.

Dadurch wird das Geben des Zehnten zu einer Therapiemaßnahme, die das Leben von Egoismus säubert. Es ist Gottes Weg, unser Geschäftsleben - die Produktion des "Mammons" - zu heiligen.

Geld ist nicht schlecht an sich, aber es scheint mit einem Übel verbunden zu sein. Der Zehnte, der vor Gott zurückgehalten wurde, oder der Zehnte, der beiseitegelegt und nicht gezahlt wurde, ist so gefährlich wie eine tickende Zeitbombe. Geld für den Zehnten ist geheiligtes Geld.

Das Zahlen des Zehnten und das Investieren von zusätzlichen Geldmitteln in die Arbeit des Herrn ist eine Wertumwandlung von einem weltlichen in einen himmlischen Schatz. Deshalb ist das Geben des Zehnten eine einfache Handlung der Rechtschaffenheit, durch die die Stellung des Herrn als Herrscher und die Stellung des Menschen als Untertan klargestellt werden.

Das Zahlen des Zehnten steht für das Beitragen eines Teils des Lebens. Es sollte keine gelegentliche Wiederholung sein, keine gelangweilte Geste, um sich nicht von den anderen zu unterscheiden, oder das schweigende Akzeptieren einer vermeintlichen Gesetzlichkeit. Es sollte eine bewußte Handlung der Verehrung sein, in der ein wesentlicher Anteil des eigenen Lebens als ein Versprechen niedergelegt wird, daß dem Herrn das ganze Leben und all sein Reichtum zur Verfügung stehen. Wenn eine Gemeinde dieses Verständnis teilt, dann wird die Zeit des Opfergebens zu einem Moment großer Bedeutung.

Es ist die natürliche Eigenschaft des Menschen zu herrschen. Er wurde geschaffen, um Herrschaft auszuüben, und die ganze Natur wurde programmiert, ihm diese Stellung einzuräumen. Diese Herrschaft, aber nicht der Hunger danach, ging im Sündenfall verloren. Dieser Trieb resultierte in Tyrannei, Despotismus und Krieg anstelle der gütigen Herrschaft, die ursprünglich geplant war.

Weil die Herrschaft durch die Veruntreuung von Gottes Zeichen für das Eigentum - dem Baum - verlorenging, muß sie wiedererlangt werden durch die Wiederbestätigung des Prinzips Seiner Souveränität. Es gibt eine fortwährende Analogie, die dieselbe Beziehung verkörpert wie der Baum, und das ist der Zehnte. Den Zehnten zu zahlen bedeutet die Harmonie der Struktur und der Funktion, die vor dem Sündenfall bestanden hat, wiederherzustellen. Diese Wiederherstellung ist nicht perfekt, weil die erste Sünde nicht nur gerichtliche Verdammung bewirkt hat, sondern auch die gesamte Schöpfung verdreht hat, die unter dem Einfluß des Menschen lag. Wir werden die Perfektion der Wiederherstellung erst dann sehen, wenn alles wiederhergestellt worden ist.

Es gibt in Gottes ganzer Schöpfung eine Harmonie der Wahrheit. Alles, angefangen bei den Mikropartikeln im Umkreis von den Atomen bis zu den sich drehenden Galaxien im Weltraum, bewegt sich mit vorgegebener Präzision. Alles, was Wahrheit ist, wird allseits unterstützt durch parallele Kräfte, die im endgültigen Schicksal, das von Gott bestimmt wurde, zusammenlaufen. Das Eingangstor zu dieser Harmonie der Energie ist an dem Punkt gelegen, wo Gottes Souveränität anerkannt wird und der Mensch wieder seinen zugedachten Platz im Plan der Dinge einnimmt.

Die Aufgabe des Predigers besteht deshalb darin, den Menschen in Einklang mit der ewigen Absicht Gottes durch die Schilderung der Wahrheit zu bringen. Der zentrale Kern dieser Wahrheit ist das, was wir unter der Bezeichnung Verwalterschaft kennen - Gott als Herrscher, der Mensch als Untertan; Gott als Eigentümer, der Mensch als Besitzer.

Für den Menschen beginnt diese Wahrheit mit dem Bezahlen des Zehnten. Durch eine solche Anerkennung setzt er sich selbst als einen Reisenden in den Strom der Absicht und wird in Einklang mit allem anderen vorwärtsgetrieben, das sich nach dem Willen Gottes bewegt.

Die Kirche ist die göttlich verordnete Nachfolgerin des Stammes Levi, dem in den alten Tagen "alle Zehnten gegeben (waren) in Israel zum Erbgut für ihr Amt, das sie an der Stiftshütte ausüben" (4. MOSE 18:21). Wenn es dem Israeliten nicht erlaubt war, seinen Zehnten zu "widmen", sondern er ihn treu für den Zweck geben mußte, für den ihn Gott bereits gewidmet hatte, dann beruhte diese Verpflichtung auf einer grundlegenden Ursache; es war weder örtlich noch eigenmächtig. Sicher wird der christliche Verstand dieselbe heilige Verpflichtung erkennen. Wenn es Ehre bedarf, um ein Zehntel in Anerkennung von Gottes Eigentum beiseite zu legen, dann bedarf es sicher Ehre, diesen Zehnten in Übereinstimmung mit Gottes offenbartem Plan zu verwalten.

Der eigentliche Sinn des Zehnten liegt darin, daß er von jemand anders verwaltet werden muß. Den Zehnten für eine bestimmte Sache zu geben, bedeutet, seinen Status von einem Zehnten zu einer Opfergabe zu verändern. Die Erhöhung der Reichen und die Erniedrigung der weniger Glücklichen wird vermieden, während das geistliche Amt der Kirche wiederentdeckt und deutlich gezeigt wird.

Das Errichten eines Programms für das Geben des Zehnten und danach einer Partnerschaft mit Gott in der Evangelisation der Welt würde ein zweites Seminar erfordern. Es genügt zu sagen, daß wir die Bibel als die Kraftquelle, den Pastor als Lenker und die Kirche als Fahrzeug sehen müssen.

Es gibt viele Geheimnisse im Leben, und eines davon ist sicherlich das Geheimnis des Reichtums. Warum hat der eine Mensch Erfolg und ein anderer nicht? Im ganzen Land treffen wir Leute, die verbittert wurden, weil sie nach der Philosophie zu leben versuchten, daß alle Christen "erster Klasse" reisen müßten, und schwere Verluste erlitten haben. Wir werden niemals alle Fragen beantworten und alle Probleme lösen können.

Trotzdem scheint für mich der Fehler wenn überhaupt in den falschen Zielen zu liegen. Nicht der Erwerb von Geld als solches sollte den christlichen Verwalter regieren, sondern das Errichten einer ehrbaren Beziehung mit Gott.

Von Verwaltern wird nicht verlangt, daß sie erfolgreich sind, sondern daß sie treu sind. Der Verwalter wird den Höhepunkt seiner Karriere nicht in diesem Leben erreichen - es gibt noch ein anderes. Wir sind entweder Reisende im Strom von Gottes Willen, oder wir nehmen Abkürzungen über diesen Strom und erleiden die Schläge eines widrigen Schicksals. Es gibt einen Ort, wo die Fenster zum Himmel offenstehen.

Das Geben des Zehnten ist die Grundlage jeglichen Gebens

Die Grundlage von Gottes finanziellem Programm findet man im Geben des Zehnten. Das Geben des Zehnten ist die Abschußrampe jeglichen Gebens. Das Geben des Zehnten ist nicht das einzige Opfer, das wir geben sollen. Der Zehnte ist einfach die Grundlage. Wenn du keinen Zehnten gibst, wird es mit deinem Geben nicht allzuweit her sein, da du die Grundlage ausgelassen hast.

Viele Leute haben gegeben, und sie dachten, sie hätten etwas Gutes getan, aber ihre Grundlage war nicht richtig gelegt, und so war ihr Geld zu verlieren alles, was sie taten. Aber wenn du Gottes finanziellem Programm folgst und deinen Zehnten gibst und ihn auf Gottes Weise gibst, dann verlierst du überhaupt nichts. Du investierst. Und Gott wird dir ein Vielfaches von dem wiederbringen, was du gegeben hast.

Gehen wir ein kleines Stück weiter mit dem Geben des Zehnten und sehen uns ein paar andere Dinge an, die uns die Bibel darüber lehrt.

"Ihr seid von eurer Väter Zeit immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten" (MALEACHI 3:7). Was sind Gottes Gebote? Seine Gebote sind Sein Wort. Wenn du die Gebote nicht hältst, heißt das, daß du dich nicht an das Wort hältst. "So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich auch zu euch kehren, spricht der Herr Zebaoth. Ihr aber sprecht: 'Worin sollen wir uns bekehren?" MALEACHI 3:8: "Ist's recht, daß ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt! Ihr aber sprecht: 'Womit betrügen wir dich?' Mit dem Zehnten und der Opfergabe!"

Du siehst, Gott sagt zu dem Volk: "Ihr habt mich beraubt, ihr habt nicht meine Gebote gehalten, ihr habt euch von mir abgekehrt und habt mich beraubt." Und das Volk sagte: "Was meinst du, Herr? Wie haben wir dich beraubt?" Und der Herr sagte: "Weil ihr euren Zehnten nicht gezahlt und eure Opfergabe nicht gegeben habt, habt ihr mich beraubt."

Das hat nichts zu tun mit dem Gesetz des Alten Testaments. Das war eine Situation, die in dem Leben dieser Leute auftrat, weil sie dem Wort Gottes nicht gehorchten. Also gilt es auch für uns heute.

Wenn du vor Gott über deine finanziellen Angelegenheiten sprechen würdest, und Gott würde sagen: "Du hast mich beraubt", und du würdest sagen: "Aber Herr, was meinst du damit, ich habe dich beraubt? Ich habe jeden Sonntag einen Dollar auf den Opferteller gelegt. Ist dieses Opfer nicht gut genug?" Der Herr würde sagen: "Du hast mich in Zehnten und Opfergaben beraubt." Der Zehnte kommt zuerst, die Opfergaben als Zweites. Die Grundlage unseres Gebens ist der Zehnte, und wenn du keinen Zehnten gibst, beraubst du Gott!

In MALEACHI 3:10 heißt es: "Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf daß in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der Herr Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten .." (MALEACHI 3:10).

Ist dir bewußt, daß dies die einzige Stelle in der Bibel ist, wo Gott sagt "prüft mich"? Er sagt "testet mich". Wenn die Bibel wahr ist, solltest du das tun. Prüfe Ihn. Was du sagst, ist: "Herr, ich sehe, daß du gesagt hast, wenn ich den Zehnten gebe, wirst du die Fenster des Himmels öffnen und Segen auf mich herabschütten." Gott sagte: "Es ist in Ordnung, zu sagen: 'Beweise es, Herr.'" Aber bevor du sagst: "Beweise es", solltest du am besten den Zehnten geben. Er wird tun, was Er gesagt hat.

Beachte, daß es nicht "Häuser" heißt. Es hieß: "Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus." Nicht Vorratshäuser. In anderen Worten sollten wir unsere Zehnten nicht aufteilen, indem wir ein wenig hier und ein wenig dort, ein klein wenig hier drüben und ein klein wenig dort drüben geben. Wir sollten den Zehnten, die Zehnten in voller Höhe, ins Vorratshaus bringen. Opfergaben, die über den Zehnten hinausgehen, werden zur Unterstützung anderer Dienste und der Armen verwendet, und du kannst jedes andere Geschenk machen, das du machen willst. Wo du deine Opfergaben gibst, wie du deine Opfergaben gibst und wem du deine Opfergaben gibst, liegt völlig bei dir. Aber der Zehnte, die Erstlingsfrucht, das ist nicht deine Wahl. Weil Gott sagte, wo du ernährt wirst, soll auch der Zehnte hingehen. Du mußt nicht darüber beten, wo du deinen Zehnten geben sollst. Gott hat es dir wirklich leicht gemacht. Du gibst ihn bei dem Vorratshaus, wo du ernährt wirst.

Wenn du sagst: "Ja, aber wie kann ich meinen Zehnten geben, wenn ich keine geistige Nahrung bekomme?" Du hast bereits deine eigene Frage beantwortet. Du gehst in die Kirche, um Gott zu verehren und geistig ernährt zu werden. Wenn du Gott nicht verehrst und geistig ernährt wirst, solltest du nicht dort sein. Der Zehnte muß in das Vorratshaus gehen, damit Fleisch in meinem Haus sei.

"... Und wenn du den Zehnten gibst, wenn du meinem Wort gehorchst, werde ich die Fenster zum Himmel öffnen." Weißt du, was passiert ist, als Er das letzte Mal die Fenster zum Himmel geöffnet hat? Die Erde wurde überflutet. Er sagte: Ich werde "des Himmels Fensters auftun und Segen herabschütten die Fülle." Was bedeutet das? Du wirst genug haben, um zu geben. Du wirst dich nicht selbst um alles kümmern können. Du wirst mehr haben, als du willst.

Gottes Finanzprogramm wurde seit jeher geschaffen, damit du ausgeben kannst.

Das ist Sein ganzer Wunsch, daß Sein Volk ausgibt. Und wenn du anfängst, dem Wort Gottes zu gehorchen, wirst du ausgeben, andere segnen und für das Königreich Gottes sorgen können.

In 5. MOSE 26:1-2 heißt es: "Wenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, und es einnimmst und darin wohnst ..." Nur zu deiner Information: Wir sind in diesem Land. Die Bibel sagt in KOLOSSER Kapitel 1: "uns errettet hat von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes" (KOLOSSER 1:13). Wir sind Kinder des Reiches. Wir sind im Moment im Reich Gottes. Wir sind in dem Land, das Gott uns verheißen hat.

KOLOSSER 1:2: "so sollst du nehmen die Erstlinge aller Feldfrüchte, die du von deinem Lande einbringst, das der Herr, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und hingehen an die Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne."

Wenn Gott im Alten Bund sagte: "Ich werde meinen Namen dort wohnen lassen", war das ein Zeichen für Seine Gegenwart. Der Name des Herrn ist im Alten Bund ein Zeichen für die Gegenwart des Herrn. Man könnte diesen Vers folgendermaßen lesen: "und hingehen an die Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seine Anwesenheit zu errichten."

Du solltest deinen Zehnten an einem Ort geben, deine Erstlingsfrüchte an einem Ort geben, wo die Salbung Gottes ist, wo die Gegenwart Gottes ist, wo Leute gerettet und mit dem Heiligen Geist erfüllt und geheilt werden. Hier ist Gott am Arbeiten.

Lies 5. MOSE 26:4. Was sagt dieser Vers? Du solltest vor Jesus bekennen, was Er für dich getan hat, während du Ihm deinen Zehnten gibst. Es ist nicht nur ein totes Werk, sondern es ist ein Dienst am Herrn Jesus in Gehorsam gegenüber Seinem Wort, indem du bekennst, was Er in deinem Leben getan hat.

Wenn du anfängst das zu tun, wird dein Glaube anfangen, im Geben des Zehnten zu arbeiten, und den Zehnten zu geben wird anfangen, dir eine Freude zu sein anstelle etwas, das du tun zu müssen denkst. Laß deinen Glauben los und mache ihn zu einer geistigen Realität.

Durch Gehorsam gegenüber Gottes Wort treten wir ein in eine Himmelsfenster-Segnung, mehr, als du dir vorstellen kannst. Gott will dich mit einer Segnung überschütten, die du nicht entgegennehmen kannst. Soviel Segen, daß wir ihn nicht einmal entgegennehmen können!

Ich erinnere mich an die Geschichte von Charles Finney. Er hat Gott darum gebeten, ihn mit dem Heiligen Geist zu erfüllen. Als er seinen Glauben freigesetzt hat, kam der Heilige Geist so kraftvoll in sein Leben, daß er sagte, es war so, als ob Wellen der Herrlichkeit über ihn kommen würden, und das Ganze dauerte beinahe eine Stunde. Es war so kraftvoll, daß er schließlich sagen mußte: "Gott, hör auf! Ich kann nicht mehr aufnehmen." Das wäre gut, oder?

Der Herr sagt, Er will eine finanzielle Segnung über dir ausschütten, wenn du Ihm mit dem Zehnten und der Opfergabe gehorchst, daß du schließlich sagen mußt: "Herr, ich kann nicht mehr davon aufnehmen."

Gott will uns so reichlich segnen, daß wir gar nicht alles empfangen können. Trotzdem versuchen 99% der Christen zurechtzukommen. Dieser Zustand hält dich an die fleischlichen Dingen der Welt gebunden. Deine ganze Zeit wird durch deine Versuche, zurechtzukommen, gerade auszukommen, aufgebraucht. Gott will, daß du an den Ort kommst, an dem du mehr als genug hast. Wo du die Himmelsfenster-Segnung empfängst und dahin gelangst, anderen Leuten zu helfen.

Der Zehnte ist etwas, das jeder Gläubige, jede Person in Gottes Familie, in das Vorratshaus gibt. Nicht in Vorratshäuser, sondern in das Vorratshaus. Du mußt darüber nicht nachdenken. Du mußt nicht entscheiden, wieviel Zehnten gebe ich hier und gebe ich dort, und da und dort. Das ist nicht biblisch. Das ist laut dem Wort Gottes irrig. Gottes Zehnter, alle Zehnten, sagt die Bibel, kommt in das Vorratshaus. Der ganze Zehnte, ein Zehntel von deinem Einkommen, geht an die Kirche, in der du ernährt wirst.

Wenn du in eine Kirche gehst, in der du nicht ernährt wirst, solltest du nicht dort sein. Es ist so einfach, weil es kein Vorratshaus ist. Wenn ich in ein Restaurant gehe, mich hinsetze und sage: "Ich bekomme einen Hamburger, Pommes Frites und einen Milchshake", und sie sagen mir: "Es tut mir leid, aber wir haben hier kein Essen", dann werde ich mich dort nicht allzu lange aufhalten. Wenn ich nach geistiger Nahrung suche und an einen Ort hingehe und mich hinsetze, um etwas geistige Nahrung zu bekommen, und ich überhaupt keine geistige Nahrung bekomme, sollte es nicht allzu lange dauern, bis ich bemerkt habe, daß ich mich im falschen Haus befinde.

Gehe an einen Ort, wo sie etwas Essen haben, dann kannst du deinen Zehnten in dieses Vorratshaus zahlen. Es gibt keine Frage, keine Wahl, keinen Gedanken, keine Entscheidung, die darüber gefällt werden muß. Wo auch immer du dein Essen bekommst, zu diesem Vorratshaus gibst du deinen Zehnten.

Manche Leute haben ein Problem, weil ein Teil von ihrem Heim Gott dienen und der Bibel gehorchen will, und der andere Teil von ihrem Heim will den Zehnten nicht geben. Du sagst: "Was soll ich tun? Wenn ich den Zehnten gebe, wird mein Mann oder meine Frau wütend auf mich sein." Sie sind nicht damit einverstanden. "Aber wenn ich den Zehnten nicht gebe, bin ich verflucht und habe Gott beraubt."

Gott versteht deine Situation. Gott ist ein barmherziger Gott. Was du tun mußt, ist so zu geben, wie es dir möglich ist. Gott kennt dein Herz, und wenn du alles tust, was du kannst, wird Er dich segnen, als ob du alles getan hättest, weil du das in deinem Herzen getan hast.

Quelle: Church Growth International