Bibelstudium: Blinder Glaube?

Bibelstudium: Die Bibel heißt die Verwendung von Beweisen gut!

Anmerkung: Die Bible-Science Association dient dazu, der Kirche bibelfestes Material über Zusammenhänge zwischen Bibel und Wissenschaft zu liefern. Diese Bibellektion kann für die Verwendung in Gruppen vervielfältigt werden. Wir bitten nur darum, daß, wenn du diese Lektion für deine Gruppe kopierst, du auf der Kopie vermerkst, daß diese Lektion aus dem Bible-Science NEWSLETTER stammt und von der Bible-Science Association herausgegeben wurde.

Man hat die Kontroverse zwischen Schöpfung und Evolution mit einer Debatte zwischen blindem Glauben und soliden wissenschaftlichen Beweisen verglichen. Diejenigen, die mit der Debatte vertraut sind, wären damit nicht einverstanden. Der Evolutionstheoretiker behandelt seine Position oft so, als ob sie ein Gegenstand blinden Glaubens wäre und geht mit den Beweisen nicht sehr ehrlich um. Als "Außenseiter" der wissenschaftlichen Gesellschaft kann sich der Schöpfungswissenschaftler so etwas nicht leisten. Schöpfungswissenschaftler haben auch noch einen anderen wichtigen Grund, an den Beweisen festzuhalten: die Bibel verlangt es! Dieses Studium wird die Schrift untersuchen, um zu beweisen, daß die Bibel die Verwendung von Beweismitteln gutheißt.

Die Vorstellung, daß die Schöpfungswissenschaftler blindlings am Glauben festhalten, basiert auf der Grundvoraussetzung vieler Schöpfungswissenschaftler, daß die Bibel wahr und genau ist. Jeder Mensch braucht eine fundamentale Grundvoraussetzung, von der aus er anfangen und seine Nachforschungen durchführen kann. Für viele Schöpfungswissenschaftler ist das die Bibel. Aber die Bibel schätzt Beweise nicht gering. Tatsächlich benutzt die Bibel sie und ermutigt ihre Leser, sie zu untersuchen. Christen werden ermahnt, alles zu prüfen und das Gute zu behalten. Das ist ein Auftrag, die Beweise zu überprüfen!

Der Auftrag ist jedoch sehr viel deutlicher. Vieles in der Schrift wurde geschrieben, um einen Beweis zu geben. Schlage 2. MOSE 17:14 auf. Warum mußte Mose schreiben? Was für eine Funktion hat ein Andenken (KJV)? Kann man sagen, daß Gott beabsichtigt hat, daß die Schriften von Mose als Beweis für irgend etwas dienen sollten?

Nun sieh dir JESAJA 30:8 an. Auf welche Weise ist das sogar noch klarer? Was bewirkt ein Andenken? Wenn es ein Andenken für immer und ewig ist, ist es dann nicht ein Beweis für etwas?

Wir können in allen Propheten lesen, daß sie den Befehl bekamen zu schreiben. Wir haben uns nur zwei Beispiele angesehen, die einen Grund zum Schreiben geben. Es ist zwar nicht bei allen so, aber in jedem Fall sind die Schriften dazu bestimmt, als Beweis zu dienen - für den Willen Gottes oder das Wort Gottes oder dafür, daß die Warnung oder Prophezeiung ausgesprochen wurde. Andere Stellen, an denen einem Propheten befohlen wurde zu schreiben, sind in 2. MOSE 34:27JEREMIA 30:2, 36:2 und HABAKUK 2:2. Beachte den Zweck des Aufschreibens in HABAKUK. Man könnte dies "Vorabbeweis" nennen. Ein anderes Wort für so etwas ist "Warnung".

Die Bibel selbst benutzt Beweise und führt Beweise für den Leser an. Heutzutage stehen viele dieser Beweise nicht mehr zur Verfügung, aber sie waren für die früheren Leser da, damit sie sie überprüfen konnten. Lies folgende Schriften; suche heraus, welche Beweise angeboten werden: 1. CHRONIK 29:29, 2. CHRONIK 9:29, 12:15, 20:34, 4. MOSE 21:11 und 1. KÖNIGE 11:41. Was für ein Beweis wird in jeder einzelnen Schrift angeboten? Erkläre die Bedeutung dieser Hinweise in deinen eigenen Worten. Das Alte Testament zitiert häufig andere Schriften, um dem Leser zu ermöglichen, zusätzliche Daten zu finden oder um das Zeugnis der Verfasser zu bekräftigen. Mindestens zehn verschiedene Bücher werden als Beweis für die Wahrheit der Berichte in der Heiligen Schrift angegeben. Darunter sind die Bücher von Jescher, die Chronik von Salomo, die Chronik der Könige von Juda, von Israel, von Juda und Israel, von Samuel dem Seher, dem Propheten Nathan und dem Seher Gad. An einer Stelle ist es sogar so genau, daß der bestimmte Teil des Buches angegeben wird: "Die Geschichten Jehus, des Sohnes Hananis, im Buch der Könige von Israel" (2. CHRONIK 20:34). 

Es ist offensichtlich, daß die inspirierten Schreiber des Alten Testaments erwarteten, daß die Leser prüften, was sie schrieben. Bei den Verfassern des Neuen Testaments war es nicht anders. Wenn man kurz in der Konkordanz nachrechnet, findet man heraus, daß der Satz "es steht geschrieben" über 90mal benutzt wird, um die Leser (und Hörer) des Neuen Testaments zum Alten Testament zur Überprüfung zurückzuführen. Hier beruft man sich auf Beweise.

Die Verfasser des Neuen Testaments schrieben auch, um zu beweisen. Schlage LUKAS 1:3 auf. Warum schrieb Lukas? Was wollte Lukas damit hervorrufen? Beachte, daß er alles sehr sorgfältig nachprüfte. Er prüfte persönlich nach. Sein Ziel war, daß Theophilus die "exakte Wahrheit" kennen sollte. Das war sein beabsichtigtes Ziel!

Gehe nun zu JOHANNES 20:31. Was war seine Absicht? Wie konnte er hoffen, die Menschen zum Glauben zu bewegen, wenn er ihnen keine Beweise liefern würde, an die sie sich halten konnten? Was war die Basis dieser Beweise? Die Antwort darauf findest du in JOHANNES 21:24. Woher bekam er die Beweise? Selbst an einem modernen Gerichtshof wird eine Aussage unter Eid genauso zuverlässig angesehen wie die persönliche Aussage des Augenzeugen. Wir haben die Aussage unter Eid von Johannes. In jedem Gericht Amerikas wäre das ein ausreichender Beweis zur Überführung in einem Mordprozeß.

Lies als nächstes 2. PETRUS 1:16,21. Die Verse 16-18 kann man in zwei Wörtern zusammenfassen: "Wir sahen!" Petrus hat die Absicht, Beweise zu liefern. Er sah es, und er hörte es! Was war das Ergebnis in Vers 19? Wenn er sagt, daß er das Wort desto fester gemacht hat, sagte er damit einfach, daß er es nun gesehen und verstanden hatte und Zeuge gewesen war, wie ein Teil des Wortes direkt in seiner Gegenwart erfüllt worden war, und er bietet seine Erfahrung als Beweis an. In den Versen 20-21 endet er dann mit der Aussage, daß das Wort von Gott ist. Aber zuerst präsentierte er den Beweis!

An einer anderen Stelle ermahnt Petrus seine Leser "immer bereit zu sein, die Hoffnung, die in euch ist, zu verteidigen" (1. PETRUS 3:15). Für eine Verteidigung braucht man Beweise. Petrus ruft sie dazu auf, ihre Beweise nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere zur Bestätigung einzusetzen.

Schließlich dürfen wir die bekannte Stelle in HEBRÄER 3:4 nicht vergessen. Gott beruft sich auf Beweise. Jedes Haus wird von jemandem erbaut. Es erfordert Intelligenz, um diese Art Anordnung herzustellen. Von diesem offenbaren Beweis ausgehend wird die Wahrheit aufgebaut - es muß einen Erbauer aller Dinge geben. Und im Hebräerbrief wird dieser Erbauer als derjenige, den wir "Gott" nennen, identifiziert.

Die Bibel verlangt keinen blinden Glauben. Sie fördert informierten Glauben. Schau dir die Beweise an. Suche nach Beweisen. Die Beweise werden dir die Wahrheit sagen. Schöpfungswissenschaftler laufen vor Beweisen nicht davon. In Treue gegenüber unserem Gott suchen wir die Beweise, und zwar Beweise, die "das Werk Gottes verkünden". Es gibt sie, und wir sollen danach suchen, um die Herrlichkeit Gottes in der Schöpfung der Welt zu zeigen, damit sie Seine größere Herrlichkeit in der Erlösung durch Jesus Christus suchen und finden.

R.D.F.

Quelle: "Bible Science Newsletter"