Wiedergeboren

John, BIT - Valencia, Spanien


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Etwa seit meinem 12. Lebensjahr glaubte ich daran, daß die Bibel der richtige Weg sei. Ich habe immer irgendwie an Gott geglaubt, aber niemals wirklich etwas in dieser Richtung unternommen. Als ich dann im Jahr 2000 an der Universität war, wurde mir klar, daß ich besser etwas unternehmen sollte, wenn die Bibel tatsächlich Gottes Wort ist. Deshalb sprach ich viel darüber mit einigen „Christen“, die ich kannte. Ich stellte ihnen Fragen über die Wahrheit der Bibel, ob sie überhaupt Sinn macht und so weiter, aber sie konnten all meine Fragen nicht beantworten. Letztendlich las ich selber in der Bibel. Als ich über Jesus las, kam ich zu dem Schluß, daß er nicht nur ein Mensch war, sondern Gottes Sohn ist.

Also 'gab ich Jesus mein Herz’, so wie es diese Christen mir sagten. Ich wußte, daß ich das ernst nehmen mußte, und so fing ich an, mein Leben ein wenig zu ändern. Ich versuchte auch, die Bibel zu lesen und manchmal zu beten. In meinem Inneren wußte ich aber immer, daß ich in einem Widerspruch lebte. Einerseits dachte ich, daß ich ein Christ sei, obwohl ich Angst hatte , dies gegenüber meinen Freunden zuzugeben, andererseits kümmerte ich mich allgemein viel zu wenig um Gott.

Im Dezember 2000 (ungefähr 4 Monate nachdem ich entschieden hatte, Christ zu sein) traf ich einen anderen Christen aus einer nicht-konfessionellen, sondern einfach auf die Bibel gegründeten, Gemeinde, und ging mit zu einer Versammlung. Diese Versammlung war anders als irgendeine der Gemeindeversammlungen, die ich zuvor besucht hatte. Es wurde gesungen und dergleichen, aber die Leute gaben auch Zeugnisse von Wundern und erstaunlichen Heilungen wie zum Beispiel ohne Entzugserscheinungen mit dem Rauchen oder mit Drogen aufzuhören. Noch nie zuvor hatte ich von solchen Wundern gehört, doch nach der Versammlung unterhielten sich einige der Männer mit mir und zeigten mir, daß das alles in der Bibel beschrieben steht. Ich stellte ihnen eine Menge Fragen, und sie konnten sie mir alle von der Bibel her beantworten. Ich war erstaunt, denn offensichtlich glaubten diese Leute, daß jedes Wort in der Bibel Gottes inspiriertes Wort ist, und ihre Kenntnis darüber war sehr groß. Bei den sogenannten Christen hatte es mich immer verwundert, daß sie zwar behaupteten, an die Bibel als das Wort Gottes zu glauben, aber nicht völlig danach zu leben schienen. Hier jedoch konnte ich sehen, daß diese Leute als wirkliche Christen gemäß der Bibel lebten.

 Ich war bereit, alles zu tun, was notwendig war, um in den Himmel zu kommen

Wenn ich ein wirklicher Christ sein wolle, sagten sie mir, dann müsse ich Buße tun, getauft werden und den Heiligen Geist empfangen, was durch das Sprechen in Zungen bestätigt wird. Sie zeigten mir diese Dinge in der Bibel; es war sehr klar und ich konnte gar nicht verstehen, warum ich das noch nie vorher in der Bibel gesehen hatte. Ich war bereit, alles zu tun, was notwendig war, um in den Himmel zu kommen. Wenn dies die Wahrheit war, dann wollte ich es tun. Diese Leute hatten mich wirklich überzeugt. Ich wußte auch, daß die Zeugnisse keine Lügen waren und daß alles, was sie mir sagten, auch so in der Bibel stand. Aber natürlich war ich auch besorgt, denn ich hatte sie ja gerade erst kennengelernt – wer waren sie? Waren sie eine Sekte? Wie konnte es sein, daß ich noch nie vorher etwas von diesen Dingen gehört hatte? Also beschloß ich, Gott zu fragen.

Ich fuhr spät nachts von dort nach Hause. Als ich eine Hauptstraße entlang fuhr, wollte ich Gott fragen und dachte bei mir: „Ok Gott...“ Ich wollte so etwas ähnliches sagen wie „Ok Gott, wenn das, was diese Leute mir da erzählen, die Wahrheit ist, dann...“, aber alles, was ich noch herausbrachte war „Ok Gott...“ als es mir den Kopf plötzlich nach hinten riß (so daß meine Nase nach oben zeigte). Ich konnte die Straße immer noch sehen, wenn ich nach unten blickte. Ein paar Sekunden später riß es mir den Kopf plötzlich nach vorne. Ich hatte keine Ahnung, was vor sich ging, aber weil ich keinen Unfall bauen wollte, bog ich in eine Nebenstraße ab. Während ich einbog, durchflutete ein wirklich angenehmes Gefühl meinen Körper, das sehr schwer zu beschreiben ist, aber es war, als ob es durch meinen ganzen Körper ging und dann weiter in die Hände und Füße. Ich hielt das Auto an. Ich spürte, daß meine Zunge und mein Hals sehr angespannt waren, und aus meinem Hals kam ein Geräusch, als ob ich würgte. Ich war aber nicht außer Atem und es war auch überhaupt nicht unangenehm. Ich fragte mich, ob ich jetzt dieses „Sprechen in Zungen“ machen würde, so wie es mir die Leute vorher erzählt hatten. Als ich versuchte, etwas zu sagen, klang es gestottert, und so hörte ich nach kurzer Zeit wieder damit auf. Erst später erkannte ich, daß ich angefangen hatte, in Zungen zu reden. Dann klappte ich den Sitz zurück, so daß ich flach auf dem Rücken lag. Meine Bauchmuskeln zogen sich zusammen und ich saß für ein paar Sekunden kerzengerade aufrecht; dann warf es mich mit einem dumpfen Aufprall zurück. Das geschah noch einige Male, und mein Körper krampfte sich so und auf ähnliche Weise ein paar mal zusammen, bevor es schließlich aufhörte. Das Ganze dauerte ungefähr zwei Minuten. Als es vorbei war, startete ich das Auto und fuhr heim.

Für mich war dies die Bestätigung, daß ich die Wahrheit gehört hatte

Für mich war dies die Bestätigung, daß ich die Wahrheit gehört hatte. Seitdem haben Leute mich solche Dinge gefragt, wie: „Bist du dir sicher, daß sie dir keine Drogen in dein Getränk gemischt haben?“ oder „Wußtest du, daß Leute epileptische Anfälle haben können, die vorher nie welche hatten?“ Jedoch traf ich auf dem Heimweg drei sehr gute Freunde (ungefähr 30 Minuten nach dem Vorfall) die deutlich sahen, daß ich nicht unter dem Einfluß irgendwelcher Drogen stand. Es gibt auch keine Erklärung für die Tatsache, daß es genau in dem Moment passierte, in dem ich Gott fragte, ob das wahr ist, was mir diese Leute erzählt hatten.

Am nächsten Tag ging ich hin und wurde getauft. Seit dieser Zeit nehme ich alles über Gott hundertprozentig ernst, verändere mich täglich und lebe gemäß der Bibel, ganz im Gegensatz zu dem halbherzigen „Christ“, der ich vorher war. Ich glaube, Gott bekehrte mich deshalb so kraftvoll, weil ich bereit war, seinen Willen zu tun. Ehre sei Gott, ich bin jetzt in Christus gerettet.

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