Wie Gott mein Leben rettete!

Kai - Braunschweig, Deutschland

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Hallo an alle Leser,

ich bin Kai aus Braunschweig im Norden Deutschlands. Gerne würde ich mit Euch teilen, wie ich herausgefunden habe, dass Gottes Wort in der Tat wahr ist.

Für mich fing alles an, als mein Onkel vor vielen Jahren Christ wurde. Vom Tage seiner Bekehrung an veränderte er sich von einem eher unangenehmen Menschen zu einem wirklich netten und freundlichen Kerl. Ich muss immer an die gleiche Situation denken, die charakteristisch für sein Wesen war, bevor er Christ wurde. Er, mein Bruder und ich saßen am Esstisch meiner Großeltern zum Mittagessen, als er grimmig zu einem von uns sagte: „Schau mich nicht so an, sonst steck ich Dich in die Mülltonne!“

Nachdem er den Heiligen Geist empfangen hatte, predigte er mir immer wieder einmal, obwohl wir uns nicht so oft sahen, seitdem er als Missionar ins Ausland gegangen war. Ich war noch ziemlich jung, als mein Onkel mich zu meiner ersten christlichen Versammlung mitnahm. Dort sah ich Dinge, die mich faszinierten und ängstigten zugleich. Genau wie zu den Zeiten der Apostel war ich entsetzt und fragte mich „Was will das werden?“ (APOSTELGESCHICHTE 2:12), als ich mit dem Heiligen Geist erfüllte Christen in Zungen sprechen sah.

Ich war noch ziemlich jung, als mein Onkel mich zu meiner ersten christlichen Versammlung mitnahm.

Verunsichert dachte ich, wie der Rest meiner Familie, dass diese Gemeinde eine Sekte sei. In Deutschland hält man schnell jede Kirche, die nicht Katholisch oder Evangelisch ist, für eine Sekte. Daher wies ich Gott zurück und mein Leben nahm einen ganz gewöhnlichen Verlauf: Partys, Alkohol trinken und rauchen. Obwohl ich mit Prinzipien erzogen wurde, gab ich viele davon nach und nach auf.

Im Jahr 1999 – ich war gerade 19 Jahre alt – wurde ich in einen Autounfall verwickelt, bei dem meine Freundin und mein Cousin starben. Zu dieser Zeit bekam ich einen Brief von meinem Onkel, der mich damit aufzumuntern versuchte, dass ich froh sein solle, am Leben zu sein – und nicht auf dem Weg in die Hölle. Das sah ich allerdings anders… aber es gab tatsächlich ein paar seltsame Zufälle und Situationen kurz vor dem Unfall – so seltsam, dass ich manchmal selbst daran zweifle, auch wenn ich sie selbst erlebt habe. Als wir nach der Disco nach Hause fahren wollten, wollte ich mich auf den Rücksitz des Autos neben meine Freundin setzen. Mein Cousin bestand jedoch wundersamer weise darauf, dass er an meiner Stelle dort sitzen wolle. Bis heute weiß ich nicht so recht warum (es war so sonderbar), aber er bestand darauf, und ich wäre an jenem Tag gestorben, wenn er das nicht getan hätte!! Unser Unfall passierte auf einer einsamen Straße fern ab von jeglicher Hilfe. Nur ein paar Wochen zuvor hatte ich mir ein Mobiltelefon zugelegt (welches ich dann benutzte, um Hilfe zu rufen – ohne das hätte es schlecht für mich aussehen können) einfach nur, um mit meiner Freundin in Kontakt sein zu können. Ich wollte nie wirklich ein Handy haben, jedoch mochte ich sie so sehr, dass ich mir eins besorgt hatte. Ich hätte an jenem Tag definitiv sterben können, doch Gott hat mich irgendwie beschützt. Was auch immer passierte, alles was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass „etwas“ – nämlich der Herr, wie ich jetzt weiß – mich jene Nacht gerettet hat, und ich fühlte, dass es einen dafür Grund gab, warum ich überlebt hatte. Ich wusste, dass ich noch eine Aufgabe hatte.

Ich hätte an jenem Tag definitiv sterben können, doch Gott hat mich irgendwie beschützt.

Danach wurde mein Leben jedoch noch schlimmer… mehr Alkohol, rauchen und manchmal nahm ich sogar Drogen. Ich belog damals viele Leute (sogar meine Eltern) und war nur an Partys interessiert, so dass ich sogar die Universität verließ, nur um rumhängen zu können. Mein Leben war ein reines Chaos.

Schließlich versuchte ich dann irgendwann mein Leben wieder in den Griff zu bekommen, indem ich ein neues Studium begann. Ein Jahr später traf ich dann meinen Onkel wieder. Er hatte in der Zwischenzeit viel für mich gebetet – all die Jahre. Zu meiner eigenen Überraschung hatten wir dann eine sehr lange Unterhaltung über die Bibel, das Leben und Gott. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich plötzlich Interesse an den geistigen Dingen, die ich zuvor nicht hören wollte. Ich wollte Antworten auf die Fragen, die mich seit dem Unfall plagten. So stellte mein Onkel den Kontakt mit einigen Gemeindemitgliedern vor Ort her, welche mir auf jede Frage, die ich hatte, mit der Bibel antworteten. Das war sowohl faszinierend als auch aufbauend. Ihre Worte fingen an in mir zu leben. Schon nach ein paar Wochen, als ich meine Vorurteile gegenüber dem Christentum überwunden hatte, entschied ich mich dazu, mich (gemäß der Bibel durch volles Untertauchen) taufen zu lassen. Unbedingt wollte ich wissen, ob das, was man mir über den Heiligen Geist gesagt hatte und was ich schon viele Jahre zuvor während meiner ersten Versammlung gesehen hatte, wahr sei.

Also betete ich und bat Gott, mir den Heiligen Geist zu geben. Nach einer Weile, in der ich es vergeblich versuchte, begann ich plötzlich in einer neuen Sprache zu sprechen. Die Bibel nennt dies das Zeichen für den Heiligen Geist.

“und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen.” (APOSTELGESCHICHTE 2:4).

In diesem Moment gab mir Gott nicht nur diese “Zungensprache” (eine für mich unbekannte Sprache), er gab mir auch Glauben und das Bewußtsein über seine Existenz ebenso wie eine tiefe Gewißheit darüber, dass mir meine Sünden vergeben sind… Preis dem Herrn!

Das veränderte mein ganzes Leben! Es war der 5. Mai und ich werde es nie vergessen. Amüsant ist, dass ich normalerweise Probleme habe, mir Daten zu merken, aber der 5. Tag des 5. Monats lässt sich leicht merken! In diesen vergangenen Jahren als Christ habe ich so viel erlebt. Ich habe Gottes Kraft gespürt und wurde von Ihm durch die Geistesgaben benutzt. Ebenso habe ich die Wahrheit über Gottes Heilungskraft gelernt – genau wie Sein Wort sagt, “ auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden. ” (MARKUS 16:18).

Schon am Tag, als ich den Heiligen Geist empfing, realisierte ich zum ersten Mal, dass viele Schriften über Heilung, wie die oben zitierte, in der Tat wahr sind. Ich war ein starker Raucher und rauchte ungefähr 25 Zigaretten am Tag. Sobald ich an jenem Tag nach Hause kam, dachte ich über eine Zigarette nach und zündete mir eine an. Aber ich wurde aus dem Wort gelehrt, dass unser Körper, nachdem wir den Heiligen Geist empfangen haben, Gottes Tempel ist. Ich musste mich fast übergeben, als ich den ersten Zug nahm – so hörte ich damit auf und stellte fest, dass ich von meiner Nikotinsucht sofort geheilt worden war. Dafür danke ich Gott, da ich, obwohl ich natürlich wusste, dass ich das Rauchen hätte aufgeben sollen, sehr süchtig war. ER befreite mich und nach so vielen Jahre bin ich nun immer noch glücklich sagen zu können, dass ich nicht einmal an das Rauchen denke – Dank Gott!

Seit diesem Tag hatte ich schon viele persönliche Erlebnisse mit Gott. Ich studierte Sein Wort und erzählte allen um mich herum von meiner Erfahrung mit Gott – auch meinen Kommilitonen an der Uni. Da auch viele Chinesen an unserer Uni studierten, hatte ich es auf dem Herzen, diesen Leuten von Gott zu erzählen. Aber die kulturellen und sprachlichen Hürden waren schwer zu überwinden. Dennoch hörten manche von ihnen zu.

Eine von ihnen war eine chinesische junge Frau, die immer Klamotten mit einem hohen Kragen trug. Wie ich später rausfand, verbarg sie damit ernste Verbrennungen an Hals und Dekoltee, die sie sich als Kind zugezogen hatte. Als Frau schämte sie sich sehr dafür.

Eines Tages traf ich sie an der Uni, als sie ihre bandagierte Hand schützend hielt. Auf meine Nachfrage hin teilte sie mir mit, dass sie sich vor kurzem die Hand bei einem Unfall schwer verbrannt hatte. Sie fühlte sich sofort an die Erfahrung ihrer Jugend erinnert, da es ähnlich ernsthaft aussah. Daraufhin erklärte ich ihr, dass Gott sie heilen könne und bot ihr an, für sie zu beten. Sie stimmte zu, und ich legte meine Hand auf ihre und betete für Heilung.

Bis ich sie das nächste Mal sah, vergingen einige Tage. Ich fragte sie über Ihre Hand und sah ein Lächeln über ihr Gesicht huschen, als sie mir erzählte, dass ihre Hand voll und ganz geheilt worden sei. Da war kein Anzeichen der Verbrennung mehr zu sehen. Sie war sich sicher, dass die Heilung eigentlich viel länger hätte dauern und, wie in ihrer Kindheit, einige Narben hätte zurücklassen müssen. Aber da war nichts – es war eine komplette Heilung in nur zwei Tagen! Sie war sich bewusst, dass Gott ein Wunder getan hatte.

Es war eine komplette Heilung in nur zwei Tagen!

Später fand ich heraus, dass sie vielen der chinesischen Studenten davon erzählt hatte (was ich nie hätte tun können, da viele von ihnen schlecht deutsch sprachen). Einige kamen auf mich zu und fragten nach Gebet für dies und das. Ich war zwar nie in der Lage, ihnen viel in Worten zu predigen, aber Gott tat ein Wunder, das mehr als tausend Worte sagte.

1. KORINTHER 4:20 “das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft.”

Nach meiner Errettung hat der Herr mein Leben in vieler Weise wieder hergestellt hat. Vieles hat sich tiefgreifend verändert und mein Leben ist jetzt sehr aufregend – und definitiv nicht so, wie ich mir ein christliches Leben zuvor vorgestellt hatte. In meiner Zeit als Christ habe ich viele neue Freunde kennengelernt. Ich bin froh, Christ zu sein. Der lebendige Gott der Bibel hat mich gerettet und mein Leben in ein Leben voller Hoffnung, Liebe und Gottes Kraft gewandelt. Mein Studium habe ich inzwischen mit viel Erfolg abgeschlossen. Ich bin mit einer wundervollen, christlichen Frau verheiratet. Nichts davon wäre ohne Gott möglich gewesen.

Wenn Du diese Zeilen liest, so ist meine Hoffnung, daß sie Dich anregen, über Deine Beziehung zum Herrn nachzudenken.

“Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.” (APOSTELGESCHICHTE 2:38).

In der Liebe des Herrn,

Kai.

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