Vor dem Ertrinken gerettet

Sascha - Berlin, Deutschland

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Im Sommer 1997 war ich bei einem großen Treffen unserer Gemeinde in Newquay in England. Eines Morgens gingen mehrere von uns an einen nahegelegenen Strand. Die See war sehr rau und die Wellen türmten sich hoch auf. Voller Vorfreude lief ich vorneweg ins Wasser, bis ich keinen Sand mehr unter meinen Füßen spürte. Sogleich fühlte ich die starke Strömung und hatte vor, wieder zurück zum Strand zu schwimmen, doch es war schon zu spät. Hilflos sah ich, wie ich mich immer mehr von dem eben noch so nahen Strand entfernte. Mit aller Kraft versuchte ich zurückzuschwimmen, während riesige Wellen über mir brachen und mich unter Wasser drückten. Ich tauchte wieder auf und schrie um Hilfe, die Freunde, die mit mir gekommen waren, kamen auch ins Wasser und versuchten mich zu erreichen, was ihnen aber nicht gelang. Einer von Ihnen lief zu unserem Versammlungsort um die anderen zu benachrichtigen, die dann sofort für uns ins Gebet gingen.

Ich war voller Panik und meine Kräfte fingen an mich zu verlassen. Meine Muskeln schmerzten immer mehr und jedes Mal, wenn mich die Wellen nach unten drückten, schluckte ich Salzwasser. Mir wurde immer übler und kälter und der Kampf immer aussichtsloser. Schwer zu sagen, wie lange ich versuchte aus meiner eigenen Kraft zurück an Land zu kommen, aber irgendwann war der Punkt erreicht, wo ich Krämpfe bekam und völlig kraftlos und unterkühlt war.

...und der Kampf wurde immer aussichtsloser.

Ich konnte nichts mehr tun und hatte keine Hoffnung mehr.

In dem Moment, als all meine Möglichkeiten mich selbst zu retten ausgeschöpft waren, flehte ich den Herrn an, mein Leben zu bewahren. Und Er antwortete sofort. Die vorher über 2 Meter aufragenden Wellen waren plötzlich nur noch halb so groß, die panische Angst wich von mir und ich drehte mich um, um zu sehen wann die nächste Welle mich erreichte. Ich schluckte nicht mehr schreiend Salzwasser, sondern hielt die Luft an bevor die Welle mich traf, drehte mich unter Wasser ein paar Mal, kam wieder nach oben und holte Luft. Ich konnte keine Schwimmbewegungen mehr machen, ich ließ mich einfach nur treiben. Irgendwann fühlte ich wieder Sand unter meinen Füßen, ich krabbelte auf allen Vieren aus dem Wasser und erbrach mich am Strand. Helfer kamen und warfen mir eine Jacke über und steckten mich in eine sich aufheizende Aluminiumhülle, bevor mich ein Hubschrauber zum Krankenhaus ins nahegelegene Truro flog. Dort bekam ich zusätzlichen Sauerstoff da meine Lunge etwas abbekommen hatte, aber ich war am Leben und ich weiß ganz genau, dass ich das nur Gott zu verdanken habe.      

In Christi Liebe, Sascha

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