Keine Reichtumer der Welt können das ersetzen, was Gott am Tage meiner Bekehrung für mich getan tat.

Kerstin - München, Deutschland

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Ich heiße Kerstin, wohne in München und möchte euch gern davon erzählen, wie ich nach langer Suche endlich Gott finden durfte.

Schon als Kind hatte mich die Frage nach Gott interessiert.

Als ich klein war, hat meine Mutter vor dem Einschlafen immer mit mir gebetet, obwohl sie selbst nicht gläubig war. Meine Familie war zwar in der evangelischen Kirche, aber zu Hause wurde der Glaube nicht umgesetzt und daher nicht an mich weitergegeben. Mit 14 Jahren war es dann soweit, dass ich konfirmiert werden sollte. Dies war für mich, so dachte ich zumindest, endlich die Gelegenheit zu erfahren, wo denn dieser Gott nun sei. Nach ungefähr einem Jahr fand eine Konfirmationsfeier statt, und ich musste enttäuscht feststellen, dass ich gar nichts über Gott und seine Existenz erfuhr. Mit 17 war das Thema Gott für mich erledigt, und ich lebte mein Leben erst mal so, wie ich es für richtig empfand.

So nahm mein Leben seinen Lauf. Nach außen hin war alles gut, Ausbildung, Job, Wohnung, genügend Geld. Ich hatte auch viele Freunde und konnte wirklich nicht sagen, dass ich einsam war.

Das Leben in der Welt fing an mich zusehends zu prägen. Um nicht von anderen Menschen verletzt zu werden, baute ich einen Schutzwall auf. Es war mir zuviel Lug und Trug um mich herum. Deshalb gab ich vor jemand zu sein, der ich eigentlich gar nicht war.

Es war mir zuviel Lug und Trug um mich herum.

Immer lustig und gut drauf, niemanden zu nah an sich ran lassen, damit mich bloß nicht niemand mehr verletzen konnte. Im Laufe der Jahre habe ich mich immer mehr von Gott wegbewegt und an seiner Existenz gezweifelt. Doch die Frage nach Gott war immer gegenwärtig. Ich konnte einfach nicht verstehen warum, falls es Gott gäbe, soviel Ungerechtigkeit in der Welt herrscht.

Den ersten Kontakt mit einem Gläubigen machte ich durch einen Arbeitskollegen, der ein Zeuge Jehovas war. Es war sehr interessant ihm zuzuhören. Somit hatte ich das erste Mal jemanden kennen gelernt, der an SEINE EXISTENZ wirklich glaubte. Mein Kollege hat mich oft zu Hause besucht, allerdings war mir nach einiger Zeit klar, dass dies nicht der richtige Weg sein konnte. Den zweiten Kontakt bekam ich wiederum durch eine Arbeitskollegin, die bei den Baptisten war. Sie hat mir damals ganz klar aufgezeigt, dass ich nicht Gottes Wort gehorchte und deshalb nicht mit Seinem Segen rechnen konnte. Sie hat sich darüber hinaus sehr um mich und mein Wohlbefinden gekümmert. Leider war ich zu jener Zeit noch nicht bereit mein Leben zu ändern und Gott nachzufolgen.

Andererseits war mein Leben nicht gerade erfüllter, und dann war da immer diese furchtbar tiefe Leere in mir, von der ich nicht wusste, wie ich sie ausfüllen sollte. Manchmal hatte ich sogar Schlafstörungen und Angst vor dem Tod, da ich ja nicht wusste was danach geschehen würde.

Folgende Fragen ließen mir keine Ruhe mehr:

Warum bin ich hier?

Was ist der Zweck meines Daseins?

Wohin gehe ich wenn ich sterbe?

Mit 25 Jahren lag ich eines Abends im Bett und fragte Gott, ob Er sich mir nicht zeigen könne, wenn Er wirklich existiert. An jenem Abend hörte ich eine Stimme in meinem Kopf, die mir sagte, dass er mir nicht helfen könne, da ich SEINE Gebote nicht halte.

Von diesem Tag an war ich mir absolut sicher, dass Gott existiert.

Etwa ein halbes Jahr später lernte ich wieder einen neuen Arbeitskollegen kennen. Kurz darauf stellte ich fest, dass er Christ war. Wir unterhielten uns häufig über Gott und seine Worte über die Bibel trafen diesmal mitten in mein Herz. Dann ging alles ganz schnell. Drei Wochen später besuchte ich eine christliche Versammlung, und von dem Augenblick war mir klar, dass Gott lebt. Zum ersten Mal betete ich wieder und sprach mit Gott persönlich. Plötzlich war mir vollkommen klar, dass Gott wirklich lebt und nicht nur tot am Kreuz hängt. Drei Tage später ließ ich mich taufen, empfing den Heiligen Geist und begann in Zungen zu sprechen. Von diesem Tag an war ich mir absolut sicher, dass Gott existiert. Seitdem habe ich nie wieder irgendwelche Zweifel gehabt.

Nach meiner Bekehrung änderte sich mein Leben radikal. So befreite mich der Herr sofort von meiner Tabaksucht, wobei ich mir zuvor nicht hätte vorstellen können, dieses Laster abzulegen. Meine alten Freunde wollten mich natürlich noch weiterhin auf Partys schleppen, doch für mich klar, dass ich dieses sündige Leben nicht mehr führen wollte und ließ mich nicht davon abbringen, Gott nachzufolgen. Das Ganze trug sich im Jahre 1990 zu. In der Zwischenzeit bin ich mit einem Christen verheiratet.

Dieses Gefühl der Einsamkeit, das ich vor meiner Bekehrung gehabt hatte, ist nie wieder zurückgekehrt. Gott hat meine Leere durch seine Liebe vollkommen ausgefüllt. Keine Reichtümer dieser Welt können das ersetzen, was Gott am Tage meiner Bekehrung aus meinem Leben gemacht hat. Mir ist heute klar, dass Gott nicht lügt. Wer wirklich ernsthaft sucht, wird die Wahrheit finden.

MATTHÄUS 7:7 „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch geöffnet.“

HEBRÄER 11:1 „Der Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“

In Seiner Liebe, Kerstin

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