Gerettet aus dem Okkultismus!

Nicky - Perth, Schottland

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Als ich zehn oder elf Jahre alt war, machte sich ein Poltergeist in unserem Haus bemerkbar, indem er Gegenstände bewegte und Geräusche in meiner Nähe machte. Natürlich war ich ein wenig besorgt über diese merkwürdigen Geschehnisse und erzählte meinen Eltern davon. Sie glaubten mir kein einziges Wort und erklärten nur, daß es so etwas wie Geister nicht gäbe! Als ich in dieser Nacht im Bett lag, merkte ich ziemlich deutlich, daß etwas Unsichtbares mit mir im Zimmer war. Es warf ein paar Gegenstände umher und setzte sich dann derart fest auf meinen Körper, daß ich meinte, ich würde zu Tode gedrückt werden. Ich hatte schreckliche Angst und konnte meine Eltern natürlich nicht zu Hilfe rufen, da sie nicht an so etwas glaubten. So betete ich zu diesem „Geist“, wie ich ihn nannte, und bat ihn, daß er mich nicht umbringen würde; ich versuchte ihn davon zu überzeugen, daß ich ihn liebte und alles tun würde, was er wollte, solange er mich am Leben ließe. Danach betete ich dies jeden Abend von einer halben Stunde bis zu eineinhalb Stunden lang, bevor ich schließlich in Schlaf fiel. Manchmal hatte ich das Gefühl, als wenn er mich erwürgen oder zerquetschen wollte, und manchmal wiederum ließ er mich in Ruhe.

Mein Interesse für den „ungefährlichen” Bereich des Okkulten wuchs sehr schnell (wobei ich später entdeckte, daß dieser genauso gefährlich war wie jede andere Art von magischen/okkulten Praktiken). Ich benutzte zuerst „harmlose“ Methoden, wie z.B. Kerzenanbetung, Numerologie, Astrologie, Tarot-Karten und Astralprojektion. Doch bald wurde ich hierdurch zu Hypnose/Gedankenkontrolle, Gedankenlesen, Zauberflüchen, Visionen (Zweites Gesicht) und der Beschwörung von „Geistern“ (was lediglich ein nettes Wort für Dämonen ist) geführt. Ich benutzte diese Geister, um Situationen zu kontrollieren und bestimmte Dinge zu erhalten, wobei ich nicht wußte, daß ich dadurch von ihnen kontrolliert und manipuliert wurde! Mein „Schutzengel“, wie ich den Geist in meinem Zimmer inzwischen nannte, sagte mir, sein Name sei Alberto; wir führten öfters Gespräche miteinander. Ich haßte es, ständig Angst zu haben, aber ich liebte es, Macht zu haben. Meine „Talente“ verschafften mir einigen Respekt bei meinen Freunden, doch oftmals versetzten sie die Leute auch in Angst und Schrecken. So neigte ich dazu, nur diejenigen einzuweihen, von denen ich glaubte, daß sie meine Denkweise übernehmen würden. Ich brachte viele Leute dazu, Dummheiten zu machen.

...ich lebte immer noch in ständiger Furcht.

Als ich siebzehn Jahre alt war, rauchte ich zwischen 30 und 60 Zigaretten pro Tag, je nachdem wie nüchtern ich war. Ich war so oft wie möglich betrunken, und wenn mich Alkohol allein nicht befriedigte, so nahm ich noch LSD oder „magische Pilze“ dazu, denn ich haßte es, Herr über meine Sinne zu sein. Ich hatte fast alle alternativen Religionen dieser Welt untersucht, konnte aber bei keiner Befriedigung finden. Mein Kopf war voll mit allen Arten von verrückten und wundersamen Philosophien, die, wenn ich ehrlich bin, so kompliziert waren, daß kaum eine davon mir etwas bedeutete! Bis dahin hatte ich dreimal ernsthaft versucht, mich umzubringen, einfach weil ich absolut keinen Respekt mehr vor meinem Leben hatte und meinte, ich würde am Ende sowieso wieder zurückkommen, falls es klappte. Ich hätte es niemals zugegeben, aber ich lebte immer noch in ständiger Furcht. Ich hatte fast alles ausprobiert und immer noch keine Ahnung, warum ich auf diesem Planeten war.

Dann traf ich eines Tages zwei Christen, die sich bei einem Besuch in meiner Heimatstadt etwas verirrt hatten. Als sie zu predigen anfingen, dachte ich: „Jetzt geht das wieder los!“, denn schon viele sogenannte Christen hatten mir zuvor versucht zu erzählen, daß „Jesus mich liebt!“. Normalerweise hatte ich dann mein Bestes gegeben, um sie mit hinterhältigen Fragen aus dem Konzept zu bringen, und liebte es, sie bloßzustellen, wenn sie wieder nur mit einem weiteren „Jesus liebt dich!“ antworten konnten. Ich rühmte mich damit, zu zynisch zu sein, um überzeugt zu werden. Aber diese beiden Männer waren nicht so... ich kann mich nicht mehr genau an alles erinnern, worüber wir uns unterhalten haben, aber ich erinnere mich daran, daß ich sehr beeindruckt war, als einer der beiden mir sagte, daß ich in der Hölle brennen würde! Auch wenn sie meiner Meinung nach „auf dem Holzweg“ waren, so besaßen sie zumindest Rückgrat! Ich hatte außerdem das Gefühl, daß sie etwas wußten, was ich nicht wußte.

Noch nie war ich auf ein Glaubenssystem gestoßen, das so furchtlos ins Detail ging!

Durch eine Serie von Zufällen traf ich mich schließlich noch einmal mit einem der beiden zu einem Gespräch bei einer Tasse Tee. Ich hoffte dabei herauszufinden, was er wußte, um ihn davon zu überzeugen, daß er falsch lag! Ich machte einen Scherz darüber, daß er mich mit der Bibel „erschlagen“ würde und dann saßen wir, ich glaube für etwa eine Stunde, und unterhielten uns einfach sehr nett. Ich war inzwischen so erpicht darauf zu erfahren, was er wußte, daß, wäre da nicht mein Stolz gewesen, ich ihn angebettelt hätte, endlich mit dem Predigen anzufangen! Als er schließlich anfing, über die Bibel zu sprechen, schien es, als hätte er einen magischen Schlüssel gehabt, der einem die erstaunlichsten Geheimnisse offenbarte. Er erklärte, daß die Bibel tatsächlich einen nuklearen, 3. Weltkrieg prophezeie; daß praktisch die gesamte Weltgeschichte in einem einzigen Buch der Bibel enthalten sei, einschließlich geschichtlicher Ereignisse, die erst stattfanden, nachdem die Bibel schon geschrieben war. Jede Einzelheit war so genau beschrieben, selbst die Farbe der Turbane, welche die Männer Mohammeds trugen, als sie das byzantinische Kaiserreich im 7. und 8. Jh. nach Christus überfielen! Ich war verblüfft! Noch nie war ich auf ein Glaubenssystem gestoßen, das so furchtlos ins Detail ging! Ich versuchte, meine eigenen Anschauungen und Ideen zu verteidigen, erkannte aber plötzlich, daß keine von ihnen irgendeinen Sinn machte und konnte mich sogar kaum mehr an eine von ihnen erinnern. Sie schienen einfach so vage und unverständlich verglichen mit der scharf umrissenen Wahrheit des Wortes Gottes.

Gott zeigte mir innerhalb der nächsten Wochen, daß wenn all die Prophezeiungen und Wunder wahr sind, es ebenso eine Tatsache ist, daß ich in die Hölle verdammt werde, wenn ich nicht dem Rest der Bibel folge. Ich gehorchte der Schrift in APOSTELGESCHICHTE 2:38, welche besagt: „Tut Buße und ein jeglicher von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes...“ Ich empfing den Heiligen Geist mit dem Zeichen des Zungenredens und hatte ab sofort kein Verlangen mehr nach Alkohol oder Drogen und hörte sofort mit dem Rauchen auf. Aber das Beste von allem war zu wissen, daß ich wußte, daß ich die Wahrheit gefunden hatte, und Gott ersetzte meine Furcht und Sehnsucht durch Seinen Frieden und Seine Fülle. Preis dem Herrn!

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