Eine Weltreise auf der Suche nach Gott

Jack - Toronto, Kanada

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Ich wurde in Holland geboren und bin in einer protestantischen Familie aufgewachsen. Als Kind bin ich sehr gläubig gewesen, bin dann aber während meiner Jugendzeit durch den Einfluss von Freunden, Musik und Fernsehen irgendwie von meinem Glauben abgekommen.

Als ich sechzehn Jahre alt war, bin ich zum Konfirmantenunterricht gegangen, aber der Pastor dort konnte meine Fragen nicht beantworten. Dies, zusammen mit dem vielen Leid, das ich in der Welt sah und den Mangel an Wundern von Gott, brachte mich dazu, das Christentum abzulehnen.

Ich hatte ein paar Jobs in Holland, aber letztendlich war ich ein halbes Jahr lang arbeitslos. Ich habe dann mit Freunden zusammengelebt, die auch arbeitslos waren. Dieser Zustand machte mir wirklich zu schaffen, da ich dazu erzogen wurde, immer fleißig zu sein. Ich war dann sehr deprimiert und hatte keine Ahnung was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Als ich dreiundzwanzig Jahre alt war, entschloss ich mich, alles, was ich besaß, zu verkaufen und auf eine Weltreise zu gehen. Ich habe dann eine große Abschiedsparty gegeben, bei der die Einlassbedingung war, ein Stück aus meinen Besitztümern zu kaufen. So bekam ich ungefähr fünfhundert Dollar für meine Reise zusammen.

Ich flog nach Amerika und habe dort für eine Weile auf einer Farm gearbeitet. Dann habe ich ein Wohnmobil nach Las Vegas geliefert und bin von da aus den ganzen Weg bis Kalifornien und später nach Mexiko per Anhalter gefahren. Obwohl die umliegenden Strände und der Dschungel extrem schön waren, fragte ich mich immer wieder, welche Rolle ich in all diesem spielte. Ich konnte einfach nicht glauben, dass das Leben nur daraus bestünde, zu arbeiten, dann zu sterben und dass dies alles sein würde. Es machte einfach keinen Sinn für mich. Es war erstaunlich zu sehen, wie einige von den armen Mexikanern überlebten und wenn du sie fragtest, wie sie das machen, zeigten sie gen Himmel und sagten: „Dio” (Gott).

Bevor ich losfuhr, gab meine Mutter mir eine kleine Bibel, in der ich ab und zu las. Wenn die Zeiten schlecht für mich waren, schrie ich wirklich zu Gott und wenn die Zeiten gut waren, vergaß ich Ihn. Ich bin ein paarmal beraubt und überfallen worden und so manchesmal war ich für Wochen ohne Geld und habe nur von Tortillas gelebt. Schließlich bin ich nach vielen Abenteuern wieder in die Staaten zurückgekehrt und flog dann von dort nach Neuseeland.

...so manchesmal war ich für Wochen ohne Geld...

Viele Leute, die ich unterwegs traf, haben mir gepredigt und ich habe oft gehofft, dass jemand mir den Sinn des Lebens erklären würde. Nachdem ich als mexikanischer Koch in Neuseeland gearbeitet hatte, beschlossen mein neuer Hund Bronx und ich, nach Australien zu gehen.

Ich habe oft gehofft, dass jemand mir den Sinn des Lebens erklären würde.

Dort wandte sich das Geschick wirklich gegen mich. Ich schien immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und konnte keine Arbeit finden. In meinem alten Rover 90 bin ich nach Norden Richtung Cairns gefahren, konnte aber immer noch keinen Job finden. Ich hatte nichts mehr zu essen und ich konnte nicht mehr länger für Bronx sorgen. Zu meiner Verzweiflung hörten die Straßen nördlich von Cairns auf. Es gab keinen Ausweg mehr.

Dort in einem Park, nachdem ich meinem Hund erklärt hatte, dass ich nicht mehr länger für ihn sorgen konnte und ihn in ein Tierheim geben müsste, kniete ich nieder und schrie zum Herrn: “Herr, ich bin jetzt viereinhalb Jahre lang durch die Welt gezogen, bitte erkläre mir, warum ich lebe, und wenn es dich gibt, dann zeige es mir”. Innerhalb weniger Minuten kam ein Gärtner vorbei und wir fingen an, uns zu unterhalten. Er fing an, mir von Dingen zu erzählen, die ich nie zuvor gehört hatte. Er sagte mir, dass Jesus lebt und immer noch die gleichen Wunder tut wie vor 2000 Jahren. Jeder, der Ihn sucht, kann seinen Heiligen Geist empfangen und in Zungen sprechen – ein wahrhaftiges Zeichen von Gott!!!! Ich bin fast in Tränen ausgebrochen, denn ich wusste, dass es das war, wonach ich gesucht hatte. Ich bin dann einer der Hausgruppen der Gemeinde vorgestellt worden. Die sehr realen Erfahrungen mit Gott und die Heilungswunder der Mitglieder haben mich sehr erstaunt. Dies war genau, worum es in der Bibel ging! Zwei Wochen später bin ich durch völliges Untertauchen getauft worden und habe den Heiligen Geist mit dem Zeichen der Zungensprache empfangen.

Ich wusste, dass es das war, wonach ich gesucht hatte.

Später bin ich dann nach Papua-Neuguinea gereist, um die Arbeit des Herrn unter den Eingeborenen dort zu sehen. Sie hatten erstaunliche Zeugnisse und haben meinen Glauben gestärkt.

Schließlich entschloss ich mich, nach Hause zu fahren und das Evangelium an Verwandte und Freunde weiterzugeben. Jetzt, fünfzehn Jahre später, lebe ich in Toronto, wo meine Frau und ich Missionare sind, und wir mit einem wunderbaren Sohn gesegnet wurden. Vielleicht musste ich erstmal in die weite Ferne reisen, aber ich habe den Herrn gefunden und verstehe jetzt den Sinn des Lebens. Preis den Herrn.

Jack

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