Eine neue Kreatur

Céline - Coffs harbour, Australien

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Hallo mein Name ist Celine. Ich leben in Coffs Harbor, Australien, bin Mutter und komme eigentlich aus Frankreich.

Mit 21 Jahren war ich nicht so glücklich und zuversichtlich wie heute. Ich war ein junges Mädchen, verwirrt über den Zweck und die Bedeutung meines Lebens. Tod und Ungerechtigkeit um mich herum und die Frage warum wir nur so kurze Zeit auf dieser Erde Leben, machten mich ängstlich und ruhelos.

Ich studierte Moderne Kunst, in der Hoffnung Antworten auf einige dieser Fragen zu finden und um etwas Sinnvolles mit den Talenten zu tun, die mir gegeben worden waren.

Stattdessen wurde ich durch die Kunstbewegung der Zeit weggespült. Ich entwickelte einen Kritikgeist sowie einen Hunger für das Transzendentale und intellektuelle Höhenflüge. In anderen Worten, ich versank tiefer in meinen eigenen armseligen, selbstsüchtigen Zustand indem ich den Schmutz dieser Welt verdrehte und die Erfahrung von Schmerz zum Mittelpunkt meines Kunstwerkes machte.

Eines Morgens erwachte ich und ein unumstößlicher Gedanke hatte sich plötzlich in meinen Gedanken festgesetzt: Gehe an den entferntesten Punkt der Erde. Das war Neuseeland. Ich machte einen Plan dorthin zu reisen und dort zu bleiben. Ein paar Monate später kam ich mit einem Arbeits-Urlaubs Visa nach Wellington und wurde ein Au Pair Mädchen in einer Familie. Ich hatte große Hoffnungen.

Nach ein paar Wochen entdeckte ich zu meiner Überraschung, dass ich wieder das gleiche Leben aufbaute wie vorher in Frankreich. Ich piercte meine Haut, wollte Tätowierungen haben und verbrachte meine Zeit mit Menschen, die genauso verloren und selbstsüchtig waren wie ich. Ich hatte genug. Warum war diese Welt so leer?

Eines Tages wanderte ich durch die Straßen, als mich ein junger Mann ansprach und über mysteriöse Dinge redete. Als ich versuchte, höflich zu verschwinden, kam noch ein Franzose dazu und wir unterhielten uns. Er war sehr freundlich, weshalb ich das Angebot annahm, mich wieder mit seinen Freunden zu treffen. Zu meiner Verwunderung rief er mich sogar an und lud mich ein, das Wochenende mit seiner Familie zu verbringen. Es war eine kleine Gruppe und sie hatten alle etwas, das ich sehr interessant fand: Spiritualität. Ich hatte keine Ahnung, dass sie “eine Kirche” waren, denn ich wollte nichts von Religion wissen. Sie erzählten mir von Gott, über die Kraft und die Veränderung im Leben eines Menschen, wenn der Heilige Geist einzieht! Ich hatte noch nie über diese unglaublichen Neuigkeiten gehört. Ich stamme aus einem katholischen Land und deshalb hatte Religion ein bestimmtes Bild in meinen Gedanken, das aber nicht so ernsthaft und lebendig war, wie ich es hier erlebte! Sie zeigten mir die Bibel und dass Gott sich nähert, wenn man Ihn anruft. Ich verlies diese Gruppe weinend, ich war bewegt.

Am folgenden Dienstag rief mich Sam, der Franzose, an und fragte mich geradeheraus ob ich getauft werden und den Heiligen Geist empfangen wolle. Ich zögerte nicht und sagte, ohne weiter nachzudenken, zu. Als Sam mir erklärte, dass ich meine weltlichen Interessen aufgeben müsse um in Christus wachsen zu können, zögerte ich nicht. Männer, Zigaretten und die ganze unzuträgliche Welt der Kunst waren Dinge, die ich gerne für ein reines Leben in Christus aufgab.

Preis dem Herrn, Er hat mich mit Seinem Geist erfüllt und mir eine Sprache gegeben, mit der ich Ihn in der Wahrheit und im Geist anbeten kann. Die Freude ohne Bürde zu sein, muss man selbst erleben! Der „unverderbliche Mensch des Herzens“ ist in den letzten Jahren in mir gewachsen und es erfüllt mich immer noch mit Bewunderung, täglich Gottes Liebe und Gerechtigkeit zu erfahren.

Celine.

 

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