Frei nach mehr als 20 Jahren von Heroin- und Methadonabhängigkeit

Sabine - München, Deutschland

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Ein neuer Versuch

Die Symptome setzten am dritten Tag des Entzuges ein. Ich saß in der schönen, hellen und sauberen Wohnung meiner neuen christlichen Freunde, umgeben von einer Gruppe Menschen, die glaubten, dass sie mir dabei helfen könnten meine mehr als 20-jährige Heroin- und Methadonsucht zu überwinden. Wie so viele andere Süchtige hatte ich bereits zahllose Male versucht aufzuhören. Ich hatte es mit Heroin-Ersatzstoffen wie Codein und Methadon versucht, die aber noch süchtiger machten. Ich hatte viele Male probiert einen kompletten Entzug zu machen, fünfmal in verschiedenen Kliniken unter medizinischer Aufsicht. Nichts konnte mich dauerhaft von den Drogen fernhalten. Als mein Arzt mich schließlich als einen hoffnungslosen Fall einstufte, verstand ich, daß ich als Drogensüchtige sterben würde, so wie bereits viele meiner Freunde vor mir.

Aber dann traf ich Franz und seine christlichen Freunde, die mir erzählten, daß Gott helfen könnte.  Daß Jesus bereit und in der Lage ist, Menschen von jeder bösen Macht und aus jeder üblen Lage zu befreien - auch heutzutage! Ich glaubte ihnen und glaubte, dass Jesus allen Schmerz wegnehmen würde, und wir entschlossen uns es praktisch auszuprobieren. Da waren wir nun, diese kleine Gruppe von Christen voller Glauben und ich, gemeinsam versammelt in einer Wohnung und baten Gott meine einzige verbliebene Hoffnung zu erfüllen. Und während der ersten beiden Tage war es fantastisch... !

Dann jedoch begann die innere Unruhe. Das Verlangen nach dem Stoff. Die psychischen Qualen, die nur ein Drogenabhängiger kennt. Wir beteten. Wir sangen. Wir machten gymnastische Übungen. Wir gingen raus an die frische Luft und machten Spaziergänge. Irgendwann fiel mir jede Bewegung schwer. Das alles half wenig. Und dann half nichts mehr. Ich sackte zusammen. Ich hatte gedacht, diese Situation würde einfach vorübergehen, wenn wir nur beteten. Aber es funktionierte nicht. Ich wußte, daß meine Freunde mein Methadon hatten - und nun wollte ich es. Ich fragte sie darum, ich bat... sie wollten, daß ich durchhalte. Ich wollte aufgeben. Abhauen. Heimgehen. Zuhause hatte ich mir noch einen Vorrat im Kühlschrank aufbewahrt. Ich wollte ein Taxi nehmen und mich davon machen. Ich kannte diese Entzugserscheinungen nur allzu gut und ich konnte es einfach nicht länger ertragen da noch länger hindurchzugehen. Ich wußte ich war ein Versager. Vielleicht hatte ich einfach nicht genügend Glauben? Vielleicht hatte ich zuviel gesündigt? Vielleicht hatte Gott nicht genügend Kraft etwas zu durchbrechen, dass so stark war wie eine Methadonabhängigkeit? Meine Freunde versuchten mir das alles auszureden, mich zum weitermachen zu bringen... aber sie wußten, sie konnten mich nicht zwingen. Peter ging hinunter um das Methadon zu holen. Es gab wirklich keine Hoffnung.

Ein hoffnungsloser Fall

Ärzte ordnen einen Drogenabhängigen erst nach einer langen Suchtkarriere als hoffnungslosen Fall ein. Und ich war das perfekte Beispiel. Schon mit 13 Jahren, begann ich aus Neugier zu rauchen, auch Haschisch; ich wollte dazugehören zu einer Gruppe von Jugendlichen aus meiner Gegend (Bayern) - Punks, Gothics und anderen. Wir hörten New Wave und Gothic Music und gingen in Diskotheken, wo wir uns betranken und so viel kifften, bis wir uns übergeben mußten. In dieser Zeit bin ich zuhause ausgezogen. Ich ging zu meiner Oma, die schon alt war und sich selbst nicht mehr versorgen konnte, und pflegte sie. Dadurch hatte ich mehr Freiheiten und konnte nächtelang fortbleiben.

Nach wenigen Monaten war ich dann heroinabhängig.

Mit 15 fing ich dann auch mit Speed und LSD an, was ich von einer Freundin bekam.  Am Tage war ich die brave Tochter, lernte auch gut in der Schule und machte einen guten Abschluss, aber abends war ich wild und ausgeflippt, ein „Gothic-Girl“. Mit 17 ging ich dann zur Fachoberschule, in dieser Zeit probierte ich auch zum ersten Mal Heroin und Kokain, was ich dann des Öfteren nahm. Ich rauchte Marihuana und trank natürlich auch weiter Alkohol. Zuhause bei meinen Eltern nahmen die Probleme zu. Es gab Streit und Gewalt. Die häufigen Auseinandersetzungen machten mich sehr unglücklich, auch meine Schulnoten wurden schlechter. Ich wollte mich aus der Situation herausziehen, deshalb nahm ich dann auch verschiedene Tabletten - Tranquilizer, wie z.B. Rohypnol, Medinox und Remedacen. Nach dem Abschluss des Fachabiturs begann ich ein Praktikum im sozialen Bereich, wobei ich behinderten Menschen half. Aber ich rutschte gleichzeitig immer weiter in die Drogen ab, nahm fast jedes Wochenende auch harte Drogen. Nach wenigen Monaten war ich dann heroinabhängig. Meine Freundin und ich fuhren nach Zürich, wo wir uns mit einem größeren Vorrat eindeckten. Von da an spritzte ich mir täglich und regelmäßig Heroin.

Schwanger und drogenabhängig

Der Alltag war davon bestimmt Drogen zu beschaffen, ich reiste sogar in verschiedene Städte quer durch Europa um Heroin zu besorgen. Fast alle Freunde aus meiner früheren Gothic-Clique wurden ebenfalls heroinabhängig. Meine Schwestern waren schockiert über mich, da ich häufig nicht ansprechbar war. Oft waren weder Geld noch Drogen da und ich bekam Entzugserscheinungen, was natürlich extrem unangenehm war. Ich versuchte mein Praktikum so gut es ging zu absolvieren, und begann danach eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin an einer Fachschule.

In der Zeit lernte ich meinen Freund kennen. Er nahm keine Drogen, und mochte es auch nicht, dass ich welche nahm. Wir starteten einen Entzugsversuch, der aber misslang. Mein Freund war so enttäuscht, dass er mich verließ. Allerdings war ich in dieser Zeit schwanger geworden. Mein Freund wollte, daß ich abtreibe, wegen der Drogen. Innerhalb der nächsten 3 Monate schaffte ich es, mit Hilfe von Codeinsaft, mich auf null herunter zu dosieren. (Codein ist ein Opiat, was der Arzt legal verschreibt, um damit zu versuchen Abhängigen zu helfen.) Trotzdem wurde ich auch in der Schwangerschaft wieder rückfällig und brach auch meine Ausbildung ab.

Eine Woche nach der Geburt konnte ich mit meiner gesunden Tochter wieder nach Hause gehen. Ich schaffte es für die nächsten drei Monate clean zu bleiben. Meine Tochter hatte Freude in mein Leben gebracht, etwas wofür es sich zu leben lohnte. Es war ein neuer Anfang. Dann kam der erste Rückfall.

Es war ein neuer Anfang. Dann kam der erste Rückfall.

Die Versuchung wieder Drogen zu nehmen war einfach zu stark. Nach wenigen Monaten war ich wieder komplett heroinabhängig. Ich ging zum Arzt und lies mir Codeinsaft verschreiben. Der Codeinsaft genügte mir allerdings nicht, daher nahm ich zusätzlich weiter Heroin. Die Situation war in vielerlei Hinsicht schwieriger, da ich jetzt die Kleine immer dabei hatte und ich für sie eigentlich ein ganz anderes Leben wollte. Daher entschloss ich mich zu einer stationären Entgiftung und Entzug. In der Klinik verbrachte ich eine Woche mit krassen Entzugserscheinungen, brach dann die Therapie ab und spritze sofort wieder Heroin. Etwas später unternahm ich einen neuen Versuch mit Hilfe der Drogenberatung, und ging erneut auf stationäre Entzugstherapie, diesmal in Berlin. Durch diese Therapie schaffte ich den Entzug, fing aber dennoch bald wieder an mit den Drogen. An den Wochenenden ging ich zu Techno-Parties (Raves) und warf mir Cocktails aus LSD, Speed und Extasy ein. Um von diesen Trips runterzukommen nahm ich dann wiederum Heroin und Codeinsaft. Dies war nun mein zweiter gescheiterter Versuch eines Drogenentzugs unter ärztlicher Aufsicht. Ich war verzweifelt und wollte so gern aufhören, aber weder mein eigener Wille, noch professionelle medizinische Hilfe, ja nicht einmal meine Liebe zu meiner eigenen kleinen Tochter halfen mir gegen zerstörerische Macht der Drogen in meinem Leben.

Die dunkelste Stunde

Trotzdem versuchte ich mein Leben zu ordnen und begann ein Studium für Sozialpädagogik. Meine Mutter starb in dieser Zeit und ich wurde wieder komplett heroinabhängig, während der ganzen Zeit trank ich viel und regelmäßig. Ich zog nach München um und erlebte einen kompletten Absturz - brach mein Studium ab, nahm mehr Drogen, hatte Probleme mit Behörden, war ständig in der Szene unterwegs… schließlich ging ich zum Arzt und er meldete mich für ein Methadon-Substitutionsprogramm an. Ich bekam nun diesen Ersatzstoff (14ml pro Tag war mein Maximum) und nahm dennoch weiterhin auch Heroin, denn mit Methadon bekommt man nicht den richtigen „Kick“. In jenen Jahren unternahm ich auch einen weiteren Therapieversuch, wodurch ich für 3 Monate drogenfrei lebte, aber dann auch wieder gleich zurückfiel. Der Arzt sagte schließlich ich sei polytoxikoman und nicht therapiefähig - ein hoffnungsloser, schwerstabhängiger Fall. Ich dachte, ich würde für den Rest meines Lebens Drogen nehmen. Ich war auch ständig unter Alkoholeinfluss und nahm Tabletten - größere Mengen an Diazepam (ein Medikament ähnlich wie Valium). Diazepam beruhigt und schottet einen von der Umwelt ab, die einen nur stören würde. Man fühlt sich dann einfach „gut“, vor allem in der Kombination mit Alkohol.

Ich versuchte dennoch mein Leben aufrecht zu erhalten, mein Kind zu versorgen. Arztbesuche (um Methadon zu bekommen) und Fernsehen waren die Eckpunkte meines Lebens. In all dieser Zeit sah ich auch wie Freunde und Bekannte aus der Drogenszene starben aufgrund einer Überdosis von Heroin oder Fentanyl (Pflaster). Ich hatte immer gedacht, mir könne das nicht passieren. Wie so viele andere hatte ich auch geglaubt, ich könne mit Methadon alt werden.  Aber viele haben sich darin geirrt und sind gestorben, nicht unbedingt am Methadon aber durch Beigebrauch, also verschiedene zusätzliche Drogen und Mittel. Mir war klar, wenn sich nicht etwas grundsätzlich ändern würde in meinem Leben, ist es nur eine Frage der Zeit, daß es mir auch  so ergeht. 

Ich kämpfte gegen die Heroinabhängigkeit und nach vielem auf und ab, gelang es mir endlich nach einigen Jahren vom Heroin loszukommen. Meine Dosis an Methadon war da aber bereits schon so hoch, daß das Heroin ohnehin keine richtige Wirkung mehr hatte. Also nahm ich nur noch Methadon, was allerdings noch abhängiger macht als Heroin und auch viel schwerer zu entziehen ist. Ich schaffte erstmals auch einen Abschluss - als qualifizierte Buchhalterin und konnte dann auch gelegentlich in einem kleinen Buchhaltungsservice arbeiten.

Hier brachte Gott einen Mann namens Franz in mein Leben.

EIN AUSWEG?

Franz ist ein sehr fleißiger Handwerker und war ein Kunde von meinem damaligen Chef. Als ich feststellte, daß mein Chef Franz finanziell ausnutzte und betrog, ging ich zu Franz und legte ihm die Situation dar. Wir gingen auch zur Polizei und machten eine Anzeige. Durch diese Situation lernte ich Franz besser kennen und erfuhr, daß er ein Christ ist. Er lud mich auch zu einer christlichen Versammlung ein. Mir gefiel sofort die familiäre und positive Atmosphäre und ich war erstaunt von den Wundern zu hören, die Gott auch in unserer Zeit tut. Ich erfuhr so auch über Möglichkeit von Drogen und Abhängigkeit durch Gottes Kraft befreit zu werden, las die Zeugnisse von Georg und Jessica, die auch auf dieser Webseite sind. Durch Franz lernte ich die Bibel und neue Freunde kennen. Zu dieser Zeit nahm ich täglich 13ml Methadon, trank und rauchte stark. Franz schenkte mir eine Bibel und innerhalb kurzer Zeit begann ich darin zu lesen und auch zu beten. Ich bemerkte, wie Gott in meinem Leben arbeitete. Ich spürte den inneren Drang mein Leben mit Gott in Ordnung zu bringen, sündenfrei zu sein und neu anzufangen. In mir wuchs das Verlangen als Christin zu leben. Ich las in der Bibel, daß Buße und Reue vor Gott über begangene Sünden der erste Schritt zu einem neuen Leben sind. MATTHÄUS 4:17 „Von der Zeit an fing Jesus an, zu predigen und zu sagen: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“

Ich sprach mit Gott über meine Verfehlungen und Sünden und bat Ihn um Vergebung. 1. JOHANNES 1:9 - „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“.

Ich wußte, daß die Taufe einen Neuanfang bedeutet, dass das alte Leben stirbt und ein neues beginnt.

RÖMER 6:4 „So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.“

        Meine Taufe durch Peter und Fabian          

 

Gemeinsam mit meinen neuen Freunden in der Gemeinde beteten wir und ich empfing den Heiligen Geist. Es war viel einfacher, als ich gedacht hatte. Nachdem ich den Heiligen Geist empfangen hatte und einige Zeit in meiner neuen Gebetssprache gebetet hatte, spürte ich überhaupt kein Verlangen mehr nach Alkohol oder Zigaretten, sondern wurde wirklich komplett von diesem süchtigen Verlangen befreit. Ich war darüber voll erstaunt. Ehrlich gesagt hatte ich diese Sachen nicht einmal wirklich aufgeben wollen.

Das Verlangen nach Alkohol und Zigaretten war jedenfalls weg und ist auch nie wieder zurückgekehrt. Durch den Heiligen Geist bekam ich einen großen inneren Frieden, für mich ein ganz neues Gefühl, eine große Erleichterung und Befreiung... Ich war total überrascht, denn mein eigener Glaube war eigentlich sehr klein gewesen. Aber Gott begann mir zu zeigen, daß in meinem neuen Leben die Dinge nicht von meiner Stärke, meinem Willen und meinen Fähigkeiten abhingen, sondern von Seinen. JOHANNES 8:36 „So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei“.

Das waren meine ersten großen Wunder mit Gott. Ich selbst hatte so etwas wirklich überhaup t nicht für möglich gehalten und meine Freunde aus der Szene, denen ich bald davon berichtete, auch nicht. Ich lies mich auch sofort taufen, wie es in der Bibel steht - unter Wasser. Es war eine große Freude und Erleichterung für mich, zu wissen, dass ich nun mit Gott im Reinen war und auf dem richtigen Weg - ich erlebte ein echtes, gutes, großes und anhaltendes Glücksgefühl! Und das kam diesmal nicht von den Drogen! 2. KORINTHER 5:17 „Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!“

Ich hatte gedacht, dass ich durch die Taufe auch die Drogensucht loswerden würde. Gott hatte jedoch einen anderen Plan.

Christus nimmt in mir Gestalt an

Die erste Zeit war ganz wunderbar. Ich genoß das neue Leben mit innerer Freude und Frieden. Ich traf regelmäßig meine neuen Freunde und sie halfen mir auf praktische Weise und mit Rat. Wir unternahmen gemeinsam Ausflüge und besuchten auch andere Gemeinden in Süddeutschland und der Schweiz und ich lernte das Leben mit Gott immer besser kennen.

Leider aber war meine Abhängigkeit vom Methadon immer noch stark in mir. In den folgenden 6 Monaten dosierte ich mich jedoch langsam von 13ml auf 6ml pro Tag herunter. Es war wirklich schwer und begleitet von verschiedenen Entzugserscheinungen wie körperlichen Schmerzen, Schlaflosigkeit, neuerer innerer Unruhe, Schwäche und Konzentrationsstörungen. Auch bekam ich Zweifel über meinen neuen Weg und nahm dann manchmal wieder eine höhere Dosis. Es war ein Kampf! In dieser Zeit las ich andererseits viel in der Bibel, betete im Heiligen Geist und ging zu allen Gemeindeversammlungen. Gott arbeitete in meinem Leben. Meine Tochter war froh aber auch skeptisch über meine Veränderungen und fragte sich, ob diese auch wirklich dauerhaft sein würden. Sie beobachtete mich sehr genau und kam bald auch zu unseren Versammlungen mit. Ich verstand immer besser Gottes Wege mit uns, die Notwendigkeit sich von Sünde in jeder Form abzuwenden, und Jesus bei jedem Schritt auf dem Wege auch um Seine Hilfe zu bitten.

Die Macht des Teufels wird gebrochen

Ich hatte viele Videos und DVDs zuhause mit Horrorfilmen, Bücher über Hexerei und Magie und auch Musik mit eindeutig antichristlichem Inhalt. Auch das war Teil meiner traurigen und teilweise sehr düsteren Vergangenheit; viele Leute in der Drogenszene beschäftigen sich mit finsteren und auch okkulten Dingen. Manche bekennen sich  zum Satanismus oder praktizieren ihn sogar, andere schwelgen in Todessehnsucht, viele begehen kriminelle, illegalen Handlungen. Die Drogenszene ist eine Welt voller Abgründe, Bosheit, Verzweiflung... Gott gefallen okkulte und magische Dinge nicht, wie man zum Beispiel in APOSTELGESCHICHTE 19:19-20 lesen kann. Diese Schrift half mir sehr. Mir wurde klar, daß ich mich entscheiden mußte. Einerseits voller Hunger nach Heilung und neuem Leben konnte ich nicht andererseits Dinge in meinem Leben belassen, von denen klar ist, daß sie Gott weder gefallen noch Ihn ehren.

Nachdem ich alle Filme, Bücher, Platten und CDs dieser Art eigenhändig zerstört und in den Müll geworfen hatte, veränderte sich schlagartig die Atmosphäre in meiner Wohnung. Ich konnte danach viel besser schlafen. Auch meine Tochter und verschiedene Freunde bemerkten diese Veränderung in unserer Wohnung sehr deutlich, ohne daß sie zunächst den Grund dazu wußten. Es ist erstaunlich, welchen Einfluß und welche Kraft die "Mächte der Finsternis" haben können. Ich war mir dessen vorher nicht bewußt gewesen.  Diese Situation überzeugte mich auch davon, daß Jesus' Kraft viel stärker ist und immer zum Guten wirkt. LUKAS 1:79 „... auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“

Gott gibt Glauben

Dann las ich ein besonders interessantes und berührendes Buch, "Licht im Vorhof der Hölle", von Jackie Pullinger. Es berichtet, wie Leute aus Drogen und Sucht befreit werden durch Gottes Kraft, manche spontan und sofort, und manche erst nach einigen Tagen des gemeinsamen Gebets. Sie haben dann keine Entzugserscheinungen. Ich wollte auch so gern komplett frei sein von der Drogensucht, ohne die Schmerzen und Not, die man bei einem Entzug üblicherweise erlebt. Der Glauben wuchs in mir, daß es auch bei mir genauso funktionieren könnte wie im Buch - daß Jesus beim Entzug hilft! Ich fragte meine Ärztin und sie sagte, ich dürfe auf keinen Fall einen kalten Entzug machen, es wäre ein zu großes gesundheitliches Risiko. Ich verstand ihre Sorge, hatte aber dennoch großes Vertrauen in Jesus. Mit Freunden aus der Gemeinde, verbrachte ich gemeinsam eine Woche um den kompletten Entzug zu machen. Am ersten Tag gingen wir gleich von 6ml Methadon auf 0,0 ml herunter, sprich, ich nahm überhaupt kein Methadon. Dennoch gab es einen Rest von Methadon im Kühlschrank, unter der Obhut meiner Freunde, zur Sicherheit, falls es nicht "funktionieren" würde. Ich hatte auch zuhause im Kühlschrank noch Methadon gelagert. Ich dachte, wenn es mir zuviel wird, nehme ich einfach ein Taxi und fahre heim. Ich dachte auch daran eine kleine Menge Methadon heimlich in meiner Tasche zu verbergen, um es "im Notfall" zu nehmen. Ich habe dann gebetet und Gott um Hilfe gefragt. In der Bibel las ich dann eine Schrift (EPHESER 4:15), die sagt, dass wir ehrlich sein sollen untereinander. Also entschloß ich mich nichts heimliches zu unternehmen.

Die ersten beiden Tage brachten keine Probleme. Keine Entzugserscheinungen, wir waren glücklich, aufgebaut. Ich dachte ich würde gleich und leicht befreit werden. Aber ich wusste auch, daß bei Metadonentzug, die Problemen normalerweise erst um den dritten Tag einsetzen.

Ich bettelte meine Freunde an mir etwas Methadon zu geben.

Und genau am dritten Tag fing es an, ich war psychisch angegriffen, empfand innere Unruhe und Schwäche, fror und schwitzte abwechselnd. Der Kampf hatte begonnen. Meine Freunde beteten mit mir im Heiligen Geist durch diese Phasen hindurch, was sehr gut tat. Aber irgendwann war es mir alles zuviel. Ich dachte das Beten bringt garnichts. Vielleicht hatten andere wirklich ein Wunder erlebt mit plötzlicher und schmerzfreier Befreiung, aber irgendwie funktionierte das jedenfalls bei mir nicht. Ich wollte jetzt einfach unbedingt etwas nehmen. Aufgrund der Symptome war mir schon alles egal, wir könnten ja später wieder einen Entzug probieren. Ich bettelte meine Freunde an mir etwas Methadon zu geben. Sie versuchten mir Liebe zu zeigen, aber gleichzeitig hart zu bleiben und nichts zu geben. Es war auch für sie ein schwieriger Kampf, die richtigen Entscheidungen zu fällen und nicht leichtfertig den gewonnenen Teil zu verlieren. Schließlich gaben meine Freunde schweren Herzens nach, und gingen etwas Methadon holen. Für mich fühlten sich diese Minuten wie Stunden an. Meine Freunde gaben mir dann eine ganz geringe Dosis von 1ml Methadon, ich war etwas erleichtert und dachte gleichzeitig, dass ich vielleicht nie völlig frei werden könnte.

Und dann passierte etwas. Gott begann die Situation mehr und mehr in Seine Hände zu nehmen...

Die Erfolgsrate eines Drogenentzugs ist sehr gering. Noch trauriger ist die Tatsache, dass einige dann in noch schlimmere, tiefere Abhängigkeit geraten, wenn ein Entzug mißlingt. Ich wußte das nur zu gut von meinen fünf früheren Entzugsversuchen. Wenn dieser Entzugsversuch misslingt, würde das wohl einen Rückfall bedeuten zum Methadon und wahrscheinlich auch zu anderen Drogen. Die Ärztin wusste, was sie sagte, als sie meinte, dass es viel zu gefährlich sei, und dass ich es unter keinen Umständen überhaupt versuchen sollte. 

Ich fiel jedoch nicht zurück. Ich bin nicht einmal sicher, ob der eine Milliliter Methadon, den ich genommen hatte, überhaupt wirkte. Ich war verärgert, denn die Dosis war gerade mal 1/6 meiner täglichen Dosis zu der Zeit, und nur 1/12 von dem, was ich noch vor 6 Monaten genommen hatte. Ich fühlte mich angegriffen, voller Unglauben und Zweifel. Aber meine Freunde gaben nicht auf. Sie beteten sehr viel für mich in dieser Zeit. Ihre Liebe, Fürsorge, Wärme und Nähe, und natürlich Gottes Kraft, der die Gebete beantwortete, trugen mich durch diese Zeit hindurch. Am nächsten Tag nahm ich noch einmal 1ml, am übernächsten 0,5, dann 0,3. Am siebenten Tag nahm ich dann wieder überhaupt nichts mehr.

Gott reinigt mich

Hier wird der Zusammenhang beschrieben zwischen Drogen und Zauberei

Während dieser Zeit kamen einige Themen der Vergangenheit auf, die ich im Gebet vor Gott brachte und verarbeitete. Ich verstand erstmals wirklich, daß Drogen zu nehmen eine Sünde ist. Ich war nicht einfach nur ein Opfer der Umstände oder meiner Vergangenheit, ich war auch ein ,Täter‘ und hatte an meinem Schiksal mitgewirkt. Ich wollte mich nun wirklich ändern; allein war das aber für mich unmöglich. Ich brauchte größere Hilfe. Ich bat Gott um Vergebung dafür, daß ich lange Jahre gegen Ihn rebelliert hatte und Drogen nahm... und Gott wollte sicher nicht, daß ich weiter Drogen nehme. Es gibt einige Schriften in der Bibel, die direkt gegen Drogengebrauch sprechen. Zum Beispiel heißt es in GALATER 5:20,21 „Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.“ Das zweite Wort "Zauberei" ist von dem griechischen Wort "Pharmakia" übersetzt. Es bedeutet wörtlich „Drogen“, unser Wort „Pharmazie“ ist auch davon abgeleitet. Hier wird der Zusammenhang beschrieben zwischen Drogen und Zauberei, auch Hexerei, sowie okkulten und magischen Praktiken, bei denen man sich diese Bereiche, auch  den Kontakt zu Geistern, mittels Drogen zugänglich machen will. Eine ähnliche Stelle befindet sich in OFFENBARUNG 21:8. Die "Zauberer" sind übersetzt von dem griechischen "Pharmakeus". Ich verstand mehr und mehr, daß Drogengebrauch von Gott verboten ist, weil Er sich um uns sorgt. Er hat auch einen viel besseren Weg, um mit der geistigen Welt in Kontakt zu kommen. Dieser Weg ist Er Selbst, Jesus Christus. Als Herr und König über alles sagt Er: „Ich bin die Wahrheit und der Weg und das Leben...“. JOHANNES 14:6

Während dieser Woche ernährte ich mich bewußt sehr gesund mit frischen Obstsäften, Gemüse usw., um dem Körper bei der Entgiftung auch auf diese Weise zu helfen. Ab dem 7. Tag nahm ich dann überhaupt kein Methadon mehr. Ein besonders positives und befreiendes Erlebnis auf diesem Weg hatte ich durch das Hören von guter, christlicher Musik. Ich hörte die Geschichte die  in 1. SAMUEL 16:23 beschreibt, welch positive geistige Wirkung Musik haben kann und erlebte dies auch selbst.

Frei!

Am achten Tag schließlich geschah das Wunder, ich wachte am Morgen auf und war völlig frei von Symptomen. Ich stand auf, ging aus meinem Zimmer zu meinen Freunden hinüber und rief spontan: "Ich bin frei!!" Es war unglaublich! Alle freuten sich mit mir, und sahen ein großes, strahlendes,  triumphierendes Lachen auf meinem Gesicht.

Bei einem Entzug von Methadon in einer Klinik dauert es oft viele Monate, bis die Entzugssymptome verschwinden. Viele werden rückfällig, so wie ich früher, da sie sich innerlich leer fühlen. Ich habe jetzt Jesus in meinem Herzen und Leben. JOHANNES 14:23 „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ Das ist ein riesiger Unterschied… ! Jesus sagt in JOHANNES 10:10 „Ich bin gekommen, daß sie das Leben und volle Genüge haben sollen.“ Ich kann das spüren und erlebe das... ich bekam mehr als ich dachte von Gott, nicht nur Freiheit vom körperlichen Entzug sondern auch vom psychischen. Jesus sagt auch: „Ich bin gekommen in die Welt ein Licht, auf daß, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.“ JOHANNES 12:46

An diesem Tag schüttete ich sämtliches Methadon, das meine Freunde für mich verwahrt hatten, selbst in den Ausguß. Danach rief ich meine Tochter zuhause an und sagte ihr sie solle das Methadon, daß ich noch im Kühlschrank hatte auch wegschütten. Ich hatte noch einiges zuhause gebunkert, auch Tabletten, die ich dann auch wegwarf.

Ich ging nach dem erfolgreichen Entzug zu meinem Arzt in der Substitutionspraxis. Er reagierte ganz ungäubig und machte eine Laboruntersuchung. Die Probe ergab, daß keine Drogen mehr in meinem Blut sind. Auf dem Attest („Cleanschein“) stand es schwarz auf weiß: alle Tests waren negativ! Nun weiß ich, Jesus macht wirklich frei. Wenn wir Ihm vertrauen und entsprechend handeln - dann heilt Er uns. Trotz meine Zweifeln und Unglaube war er treu – er seht um Herz an. Ich bin seitdem komplett frei, habe weder physisches Verlangen nach dem Stoff, noch den inneren, psychischen Drang Drogen zu nehmen. Stattdessen habe ich inneren Frieden und Freude! Ich habe dadurch auch gelernt, daß wir mitunter kämpfen müssen, um eine Gebetsantwort und völligen Sieg zu erhalten. OFFENBARUNG 21:7 „Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.“

Ich habe nun einen neuen Lebensweg mit Jesus angefangen. Vieles gibt es für mich zu lernen und zu verstehen, auch Dinge, die ich in meinem Leben ändern muß. „Normal“ - ohne Drogen zu leben ist zunächst eine große Herausforderung. Es ist tatsächlich ein Anfang bei Null und die Realität, aus der ich mich mit den Drogen entfernen konnte, kann einen immer mal wider hart treffen. Man blickt auf zerstörte Beziehungen,  Arbeitslosigkeit und verlorene Jahre, Schulden usw. Nach und nach traue ich mich an diese Dinge, um sie zu ändern, zu bessern. Allein geht das nicht. Gemeinsam mit meinen Freunden in der Gemeinde haben wir zum Beispiel meine Wohnung renoviert, die schon sehr alt und grau war, durch das viele Rauchen. Alles ist jetzt schön und neu und es macht wieder Freude nach Hause zu kommen, es macht Spaß Freunde einladen zu können.

Nachdem ich meinen Chef bei der Polizei angezeigt hatte, entdeckten sie eine Menge Korruption bei ihm. Es kam später zu einem Gerichtsfall, bei dem ich auch aussagen mußte. Der Fall ging vollständig zugunsten von Franz aus, der sein Geld zurückgezahlt bekam. Der Richter lobte unsere Haltung und den Einsatz und verurteilte meinen ehemaligen Chef für seine Niedertracht und den Betrug eines rechtschaffenen und um sein tägliches Brot kämpfenden, behinderten Handwerkers. Ich selbst hatte natürlich meine Anstellung verloren. Ich wollte gern wieder arbeiten und gemeinsam mit meinen Freunden ging ich auch auf Jobsuche, weil ich allein Angst hatte mich vorzustellen, Angst abgelehnt zu werden, Angst den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Aus jahrelanger Gewohnheit ziehe ich mich oft noch zurück und vermeide den Alltag. Aber die Gemeinschaft mit meinen Freunden, viele positive Dinge, die wir gemeinsam unternehmen, die Beschäftigung mit der Bibel, das Gebet - all das verändert mich nach und nach. Auch mein Selbstwertgefühl hat sich sehr verbessert. Ich dachte ich sei so ein gutes Leben nicht wert.

Ich dachte ich sei viel zu gering für meine christlichen Freunde, dachte andere würden nur auf mich herabsehen. - Jesus macht wirklich alles neu! Ich habe nun auch eine Arbeit gefunden, die mir Spaß macht. Ich arbeite in der ambulanten Krankenpflege, was wirklich oft ein wahrer Knochenjob ist. Aber es macht mir viel Freude und ich kann dabei anderen viel geben. Ich pflege Alte und Kranke und kann oft auch für sie beten. Dabei sind auch schon Wunder passiert. Eine meiner Patientinnen ist eine alte Frau die Alzheimer hat und sich an fast nichts erinnern kann. Seitdem ich für sie gebetet habe, erkennt sie mich sogar wieder und erinnert sich an Details unserer Begegnungen. Mein Weg geht allmählich in das Leben zurück, so wie es von Beginn an hätte sein sollen. Ich danke Gott dafür.

Gottes Kraft und Liebe sind auch für dich da

Ich gehe jetzt oft auch zu Freunden und Bekannten aus der Drogenszene und erzähle ihnen von meiner Befreiung und von Gottes Kraft, die frei macht. Ich wünsche und bete, daß viele auch solch eine Befreiung erleben und den Herrn Jesus kennen lernen. Ich habe es nicht aus eigener Kraft geschafft, aber Gott ist mächtig zu helfen. 1. KORINTHER 1:18 „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist's eine Gotteskraft.“

Wenn du in einer ähnlichen Situation bist wie ich es war: Gib niemals auf!

Bedenke auch folgendes:

Die schon zuvor erwähnte Schrift OFFENBARUNG 21:8 erklärt, dass Menschen die beständig Drogen gebrauchen keinen Platz im Königreich Gottes haben können oder werden. In 1. SAMUEL 15:23 heisst es „Denn Ungehorsam ist Zaubereisünde, und Widerspenstigkeit ist Frevel und Abgötterei. Weil du nun des Herrn Wort verworfen hast, so hat auch er dich verworfen...“ ...es sei denn du kehrst um, bevor es zu spät ist. Die wahre Sünde, die eigentlich hinter Drogengebrauch steht ist Rebellion gegen Gott... und Gott wird einmal uns alle zur Verantwortung ziehen über unser Leben.

HEBRÄER 9:27 „Und so gewiß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“

JOHANNES 3:19-21 „Das ist aber das Gericht, daß das Licht (Jesus) in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Wer arges tut, der haßt das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.“

Komme zum Licht, komme zu Jesus, bevor es zu spät ist.

Ich hoffe und bete, dass diese Zeilen dir helfen werden. Fang an mit Gott zu reden... lerne Ihn kennen, Er will dir helfen. Du kannst gern auch schreiben, wenn du Rat und Hilfe suchst, ich beantworte deine Email garantiert! Wenn du in München sein solltest, oder in der Nähe können wir uns natürlich sehr gern auch persönlich treffen.

In Jesu Liebe, Sabine.

P.S. Meine Tochter hat meinen Veränderungsprozeß lange beobachtet, zum Teil skeptisch, zum Teil überrascht. Sie kam oft mit in die Versammlungen und hat dadurch viel vom Herrn und Seiner Arbeit gehört und gesehen. Ein Jahr nach meinem erfolgreichen Entzug hat sich meine Tochter zu Jesus bekehrt, sie tat Buße und hat den Heiligen Geist empfangen und wurde natürlich auch getauft. Sie sagt, was sie am meisten beeindruckt hat, war nicht mein erfolgreicher Entzug, sondern wie ich mich seither verändert habe.

Comments

Liebe Sabine
Ich habe Deinen Bericht mit Spannung gelesen. und der gibt mir wieder Hoffnung!
Ich bin seit einigen Tagen völlig am Boden zerstört. Ja ich kenne Jesus und glaube an ihn von ganzem Herzen.
Mein Problem ist, dass mein Mann mich 2 mal mit einer andern Frau betrogen hat.
Bei der ersten kämpfte ich noch um ihn, das war vor ca 13 Jahren, bei seiner jetztigen Beziehung bin ich nur noch resigniert und habe leider angefangen zu Trinken, um mein Tief zu überwinden! Am Anfang nur ganz wenig und nachher immer mehr, bis ich jetzt gemerkt habe, dass ich das Leben ohne Alkohol nicht mehr aushalte. früher konnte ich ohne Probleme
10 Tage lang nichts trinken und heute fällt es mir schon schwer nur mal 3 Tage ohne Alkohol! Bei seiner 1. Freundin hatte ich grosse Gebetsunterstützung, (ich gehe in Pfingstmission), leider sind viele von meinen Gebetspartner gestorben, aber ich habe noch
eine ganz gläubige Person, mit der ich mich jede Woche treffe zum Gebet.
Mein Problem ist im Moment aber, dass ich kaum noch Beten und in der Bibel lesen kann!
Ich bin wie blockiert! Mein Mann ist leider nicht gläubig und er trifft diese Frau jeden Sonntag an den Velo-Rennen, da mein Mann ihren Sohn mit andern Jungen betreut. Nun habe ich aber herausgefunden, dass sie sich auch fast jeden Montagnachmittag treffen, da unser Geschäft am Montag geschlossen ist! Mein Hauptproblem ist wie gesagt, dass ich kaum noch Beten kann und völlig blockiert bin! ich habe schon viele Gebetserhörungen erlebt, aber jatzt bin ich wie irgenwie vom Strom abgeschaltet! Dein Zeugnis hat mir neuen Mut und Hoffnung gemacht! Danke vielmals

Liebe Grüsse Lotti
P.S. ich bin schon 62 Jahre alt und doch noch nicht Weise

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