Befreit und geheilt, um von vorn zu beginnen

Chris - St. Petersburg, Russland

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Hallo zusammen!

Ich möchte darüber berichten, wie ich Gott kennen lernen durfte und hoffe, dass es helfen wird zu erkennen, wie einfach es ist,von jeglichen Problemen im Leben befreit und geheilt zu werden.

Als ich zehn Jahre war, ging ich auf eine Privatschule, die „Dollar Academy“, wo ich gleichzeitig begann das Leben an sich zu hinterfragen. Eines Tages wurde mir bewusst, dass die Schöpfung Gottes, wie es mir in der Sonntagschule beigebracht wurde, im völligen Widerspruch zu dem stand, was ich in der Schule über die Evolutionstheorie gemäß der Wissenschaft lernte. Ich dachte, dass es besser wäre, Wissenschaftlern zu vertrauen, da sie ja wissen, wie alles funktioniert, als an Gott zu glauben!

Da ich erwachsen sein wollte und dachte, dass Rauchen dazu gehörte, probierte ich zu ersten Mal im Alter von zehn Jahren eine Zigarette. Mit gerade zwölf Jahren schaffte ich es meine Eltern beim Abendessen während eines Familienschurlaubs zu schockieren: Ich betrank mich „unschuldigerweise", indem ich mehrere Gläser Rotwein auf ex leertrank. Bis zu meinem 14 Geburtstag gehörten Alkohol und Zigaretten schon zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und es gab fast keine Teenagerparty, auf der ich nicht das Bewusstsein verlor. Ich versuchte meine Angst vor dem anderen Geschlecht dadurch zu unterdrücken, indem ich mich älter gab, als ich war. Dies offenbarte meine Unreife nur noch mehr. Da entwickelte sich eine Gewohnheit, die die nächsten zehn Jahre meines Lebens zerstören sollte.

Da entwickelte sich eine Gewohnheit, die die nächsten zehn Jahre meines Lebens zerstören sollte.

Als Kind wurde mir oft gesagt, dass ich sehr intelligent wäre. In der Schule war ich immer ein Einser-Schüler. Die Schwierigkeiten fingen an, als ich 15 wurde und anstelle regelmäßig zu lernen, flüchtete ich in den „legalen" Drogenmissbrauch, meine neue Angewohnheit. Ich war vom Tabak abhängig und jedes soziale Ereignis ohne Alkohol war nicht vollkommen. Die Wurzel alledem war Rebellion. Das Leben erschien sinnlos und die Aussichten auf eine Universität zu gehen und zu studieren, um einen Beruf in der Rechtswissenschaft oder Medizin zu erlangen oder überhaupt irgendetwas, waren nur entmutigend und trüb.

Zwei Jahre später, 1978, beendete ich die Schule mit einem schlechten Zeugnis und einem überwältigenden Gefühl des Versagens. Innerhalb einiger Wochen kam ich zum ersten Mal mit Haschisch (Cannabisharz) in Berührung. Die halluzinogene Wirkung während eines starken Rausches wirkte auf mich anziehend und ich fing an, damit zu experimentieren, als eine Alternative zum Alkohol. Sehr schnell wurde es zu der Droge meiner Wahl. Auf magische Weise öffneten sich die Pforten der Unterwelt für mich und durch den Umgang mit den Dealern, die mich mit Cannabis versorgten, kam ich auch in Kontakt mit anderen illegalen Betäubungsmitteln. Ich nahm ein, was auch immer mir in die Hände fiel. Ich experimentierte mit verschiedenen Aufputschmitteln (Amphetaminen) und Beruhigungsmitteln (Tranquilizern), Trips (L.S.D. und Zauberpilzen), Opium und Kokain. Mit Heroin kam ich glücklicherweise nur in der Gesellschaft von Abhängigen, die Nadeln benutzten, in Berührung. Meine Abneigung für Nadeln und meine Angst davor war stark genug, um mich davor zu bewahren.

Ich machte dann so weiter in den nächsten Jahren –bevorzugter Weise mit Cannabis, meiner ersten Liebe. Mein Kurzzeitgedächtnis schien verwirrt und ich bemerkte auch, wie meine Sprache und meine Handschrift nachlässig wurden. Trotzdem war ich überzeugt, dass ich kein Drogenproblem hatte. In dieser Zeit nahm ich einige Gelegenheitsarbeiten an und ging zurück zur Uni, um Psychologie zu studieren und dadurch Antworten zu bekommen. Doch nach zwei Jahren wurde ich wegen meines Drogenproblems rausgeschmissen. Meine Familie und andere unterstützten mich in dieser Zeit trotz allem. Dennoch folgte ich den Verhaltensmustern, die ich mir während meiner Kindheit und Sekundarschulzeit angeeignet hatte und fand dadurch Wege von jeglichen Verpflichtungen der Welt in die Traumwelt des Drogenmissbrauchs zu entfliehen. Eines Tages fragte mich ein Freund, ob ich je von Jesus Christus gehört hätte. Ich dachte nur, dass er echt zu war und er tat mir leid. Doch als ich ihn in den darauffolgenden Tagen und Wochen gelegentlich antraf, bemerkte ich große Veränderungen in seinem Leben. Er hörte mit den Drogen, dem Gelegenheitssex und den Sozialhilfebetrügereien (das gehörte zum Lebensstil fast aller, die ich kannte) auf und sprach noch immer von der Bibel.

Plötzlich wurde ich in einen bedeutenden Gerichtsfall verwickelt. Einer meiner Freunde stand wegen verschiedener Drogendelikte unter Anklage. Die Staatsanwaltschaft hatte mich als Zeugen vorgesehen. Ich stand vor der Wahl die Wahrheit zu sagen und meinen Freund für viele Jahre ins Gefängnis zu bringen, zu lügen (was ich moralisch nicht tun konnte und wusste natürlich auch, dass mich das in große Schwierigkeiten bringen könnte) oder wegzulaufen. Erwartungsgemäß wählte ich letzteres und kratzte etwas Geld zusammen und floh nach Kanada. Am Tag vor meiner Abreise traf ich „zufälligerweise‟ meinen Freund, den Christ in der Stadt. Er gab mir ein Traktat zum Lesen und schrieb JOHANNES 3:1-7 darauf. Während meiner letzten Vorbereitungen kaufte ich mir auch eine Bibel, um sie in den Gebirgen rund um Quebec zu lesen, wo ich mich während des Winters verstecken würde. Meine Tante nahm mich unter dem Vorbehalt auf, dass ich das Kochen und andere allgemeine Arbeiten im Haus übernehmen müsse und nicht rauchen oder Drogen nehmen dürfe (ausgenommen war der von der Gesellschaft akzeptierte mäßige Genuss von Alkohol am Ende jeden Tages)!

Nach meiner Ankunft in Kanada rauchte ich meine letzte Zigarette und den Rest der Packung verzehrte das Feuer. In einer abgelegenen ländlichen Gegend am Rande eines Sees zu leben, war idyllisch und eine wunderbare Gelegenheit, um klare Gedanken fassen zu können. Als ich in meinem Schlafzimmer allein war, öffnete ich die Bibel. Ich begann mit den Versen, die auf dem Traktat standen, das mir mein Freund gegeben hatte. Ich fand es erstaunlich, dass Jesus selbst Aussagen machte, wie „Ihr müsst von Neuem geboren werden‟ (JOHANNES 3:7). Er sprach auch  darüber, dass, wenn ich nicht aus Wasser und Geist geboren werde, ich nicht in den Himmel kommen würde (JOHANNES 3:5). Ich verstand langsam, dass die Bibel mehr als nur ein Geschichtenbuch ist, das ich aus der Sonntagschule oder aus den Predigten der Kirche kannte, woraus nur gepredigt wurde, dass man ein „guter Mensch“ sein sollte.

Leider gab es keinen, der die in mir wachsenden Fragen hätte beantworten können. Besonders der Vers in MARKUS 16:16 bereitete mir Unruhe. Dort steht geschrieben: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden‟. Ich dachte mir: „Das ist nicht fair! Ich kann Glauben vortäuschen – Gott wird aber die Wahrheit in meinem Herzen sehen – und daher war ich zur ewigen Verdammnis geweiht. Dies konnte nicht alles sein – sollte Gott nicht ein guter Gott sein?!‟ Als ich im Nachhinein die Wörter im Griechischen nachschlug, in der das Neue Testament ursprünglich geschrieben wurde, fand ich heraus, dass die Bedeutung für „glauben‟ folgende war: „vertrauen, an etwas festhalten, sich auf etwas verlassen‟. Dies bedeutet, dass Taten folgen werden. Was Jesus da in MARKUS 16:16 wirklich sagt, ist, dass wenn jemand der Bibel glaubt, dann vertraut man und agiert dem Wort gemäß. Einfach ausgedrückt, da die Person glaubt, wird sie sich entscheiden getauft zu werden und soll gerettet werden. Wenn eine Person nicht glaubt, was die Bibel sagt, dann wird sie nicht tun, was darin geschrieben steht und anstelle gerettet zu werden, wird sie verdammt werden. Mir wurde daraus klar, dass, wenn jemand wirklich herausfinden will, worum es in der Bibel geht, dann muss man einfach nur „suchen‟, d.h. Fragen stellen und die Bibelstellen studieren. Die Bibel ist auch voller Verheißungen und sagt, dass, wenn sich jemand die Zeit nimmt, sie zu durchforschen und zu studieren, wird er die Antworten finden: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan‟ (MATTHÄUS 7:7).

...Gott wird die Wahrheit in meinem Herzen sehen...

Eines Abends dachte ich an meinen Freund, dem eine siebenjährige Gefängnisstrafe drohte. Es bestand die Möglichkeit, dass er mit einer Freiheitsstrafe von zwei bis drei Jahren davon kommen könnte. Aus Sorge um ihn konnte ich nicht schlafen. In meiner Verzweiflung betete ich aufrichtig zu Jesus, dass mein Freund einer Gefängnisstrafe entgehen würde und noch mal eine Chance auf Freiheit bekommen würde, außerdem dass er einen Job an der Westküste Schottlands erhalten würde – weit weg von der Drogenscene in Edinburgh. Einige Tage später erhielt ich einen Telefonanruf von meinem Freund. Mit großer Begeisterung erzählte er mir, dass er von der Untersuchungshaft freigelassen wurde und mit einer Geldstrafe von £700 ohne jegliche Gefängnisstrafe davon gekommen war. Darüber hinaus würde er bald eine Ausbildung als Bruchsteinmaurer anfangen. Er würde lernen traditionelle Steinmauern ohne Mörtel zu bauen. Nach Beendigung seines ersten Ausbildungsjahres stand ihm ein Arbeitsplatz als Meister zu. Aus Erleichterung und Freude, weinte ich lautlos in mich hinein – aber auch weil ich wusste, dass Jesus Christus mein Gebet erhört und beantwortet hatte!  

 

Ich entschied, dass ich mich im darauffolgenden Frühling bei meiner Rückkehr in Schottland taufen lassen würde. Die Realität holte mich schnell wieder ein: Ich bevorzugte andere Sachen in meinem Leben anstelle Gott. Ganz deutlich wurde dies durch meine Rückkehr nach Edinburgh. Wäre meine Entscheidung ernsthaft gewesen, hätte ich mich auf der Stelle auf den Weg nach Hause gemacht. Doch es fehlte an aufrichtiger Buße und eine tiefe Lebenshingabe an Gott.

Das „saubere“ Leben – das gute Essen, die Arbeit in der frischen Landluft Kanadas und hauptsächlich nicht zu rauchen oder Betäubungsmittel zu nehmen – war der Anfang einer Entgiftung meines Körpers auf natürliche Weise. Das Überraschende war, dass ich durch die sogenannten „weichen" Drogen Entzugserscheinungen hatte: meine Gedanken waren gefüllt mit einer Begierde und einem Verlangen nach Cannabis und ich fand es sehr schwer entspannt zu sein und an einer normalen Unterhaltung teilzunehmen, da meine Gedanken oft hin und her rasten. Ein oder zweimal auf dem Hin- oder Rückweg vom örtlichen Supermarkt musste ich an der Straßenseite anhalten, da ich Flashbacks und Halluzinationen hatte. Im Februar 1988 ging ich eine Woche nach Montreal, um Familienangehörige zu besuchen und die Stadt zu sehen. Innerhalb von Tagen traf ich „Freunde", die mich mit ein wenig Haschisch versorgten. Während der nächsten Monate fühlte ich mich wegen den heimlichen „Highs", die ich gelegentlich im Landhaus meiner Tante hatte, sehr unwohl und hatte auch Gewissensbisse wegen des Doppellebens, das ich führte. Obwohl ich das Zigarettenrauchen verabscheute, hatte Cannabis noch immer einen großen Einfluss auf mich. In einem kurzen Brief, den ich von meinem gläubigen Freund aus Schottland erhielt, erzählte er mir, dass er immer noch Gott folgte und für mich betete. Ich fühlte mich sehr unbehaglich, da ich wusste, dass ich immer noch nicht mit Gott im Reinen und damit auf dem Weg zur ewigen Hölle war.

Nach einem siebenmonatigem Aufenthalt im besterdenklichen „Zufluchtsort‟ musste ich leider im Mai 1988  meinen Rückflug nach Schottland antreten, da mein Visum nach zweimaliger Verlängerung abgelaufen war. Es war toll wieder zu Hause zu sein,  meine Familie und meine Freunde wiederzusehen. Doch tief in mir war dieses große Gefühl der Unruhe. Alle meine Freunde waren Drogenabhängige und ohne Ausnahme waren sie alle dünn, wirkten bleich und sahen ungesund aus. Dank der Erholung, die ich hatte, ähnelte ich im Vergleich einem kanadischen Holzfäller. Ich hatte das Kiffen noch nicht völlig aufgegeben und beschloss eine Woche lang mit Haschisch zu „feiern" bevor ich damit völlig abschloss. Ich hatte das Zeug noch vor meinem Anschlussflug in Amsterdam besorgt. Ich hatte dann vor mich einer Reihe von langjährigen Geschäftsplänen zu widmen mit dem Ziel mich irgendwann selbstständig zu machen. Selbstverständlich war schon nach einigen Tagen nichts mehr von den Drogen übrig. Der Nachschub, den ich hier vor Ort kaufte, reichte nur bis in die zweite Woche hinein. Danach wollte ich dann gar nicht mehr aufhören. Mit Freunden zusammen mieteten wir eine Kellerwohnung, welche sehr schnell zu einer Drogenhöhle wurde. Das wenige Ersparte, das ich zurückgelegt hatte, um meine Geschäftspläne zu verwirklichen, wurden benutzt, um ausreichend Cannabis auf Lager zu haben. Im Sommer war das Geld aus.

Eines Tages gegen Ende August, während ich völlig „stoned“ vom Hasch auf dem Wohnzimmerboden lag, betrachtete ich letztendlich meine Wege. Ich wusste, dass ich Hilfe benötigte: wie der Sand durch die Finger rinnt, so schien das Leben an mir vorbeizulaufen. So weiter zu machen, würde mich nur noch in tiefere Schwierigkeiten bringen. Ich brauchte Hilfe, doch wer konnte mir helfen? Schließlich gelangte ich an den Punkt, an dem ich einsah und akzeptierte, dass ich psychisch von Drogen abhängig war. Mittlerweile nahm ich ein, was auch immer mir zugänglich war. Kein Arzt konnte mir helfen. Meine Familie liebte mich, doch sie hatten keine Antworten. So ging es auch meinen Freunden. Plötzlich kam mir mein Freund Billy wieder in den Sinn. Er hatte sich im selben Zustand befunden, wie ich und war jetzt frei und glücklich! Ich rannte buchstäblich zum Telefon, um ihn anzurufen. Was ich in dem Moment nicht wusste, war, dass mein Freund zu dem Zeitpunkt in einer Gebetsversammlung in den österreichischen Alpen war und für mich betete. Als wir später die Aufzeichnungen verglichen, fanden wir heraus, dass genau in dem Moment, indem ich ihn anrief, er eine mächtige Zusicherung von Gott erhalten hatte, dass sein Gebet für mich erhört worden war und beantwortet werden würde. Indes hinterließ ich ihm eine Nachricht auf seinem Anrufbeantworter in Edinburgh, mit der Bitte mich zurückzurufen.

Als Billy mich dann zurückrief, teilte ich ihm mit, dass ich mich mit ihm treffen möchte und ihn sprechen müsse. Er sagte, dass er mich in der Wohnung eines Freundes in der Stadt treffen könnte, wo sie eine christliche Versammlung haben würden und dass wir uns dort sprechen könnten. Ich beschloss hinzugehen, nahm aber zur Sicherheit einen Freund mit im Falle, dass dies eine Sekte war und sie etwas Abgekartetes vorhatten. Ein Teil in mir war nicht wirklich bereit für die ganze Sache. Doch ich wusste, dass wenn ich jetzt einen Rückzieher mache, ich es für immer bereuen würde. Nachdem ich dort angekommen war, fuhr ich dreimal um den Block während ein innerer Kampf in mir tobte. Schließlich parkte ich das Auto und wir gingen hinein. Was wir vorfanden war eine normale, freundliche Gruppe von ungefähr zwölf Erwachsenen und drei Kindern, die sich wie in einer Familienzusammenkunft versammelt hatten. Als die Versammlung anfing, erinnerte mich das an die Sonntagsschule, die ich als Kind besucht hatte. Die Hymnen und Lieder wurden begleitet durch Gitarren- und Flötenmusik. Sie sprachen alle über Gottes Einwirkung und Hilfe in ihrem Leben und Gebetsantworten. Es schien alles so normal, dass ich mich fragte, was ich denn nur hier machte. In meiner Erwartung hatte ich irgendwie auf ein gewaltiges Ereignis gehofft, dass alle meine Probleme lösen würde. Ich war enttäuscht! Ich entschied zu warten, bis die Versammlung zu Ende war, bevor ich mich höflich verabschieden würde. Als nächstes war eine Zeit des Gebets. Billy nahm mich und die anderen Gäste in einen anderen Raum, um uns Schriften von der Bibel zu zeigen. Ich ging zu einem Fenster hinüber und dachte zu mir selbst: „Ach ja, das ist alles nichts für mich, was jetzt?"

Ich konnte hören, wie die anderen im Nebenraum anfingen zu beten. In dem Augenblick geschah etwas in mir. Mein Gedächtnis wurde durchflutet von zahlreichen Erinnerungen an Schlüsselmomente und Geschehnisse in meinem Leben, in denen ich Gottes Existenz in Erwägung gezogen hatte oder in denen ich durch direkte Gebetsantworten selbst erlebte, dass Gott real ist. Auf einmal wusste ich, dass Jesus Christus die Wahrheit ist! Er lebte, starb, wurde auferweckt, fuhr auf in den Himmel und ist der Sohn Gottes. Ich war schockiert. Plötzlich wurde mir meine eigene Freiheit bewusst. Zum ersten Mal in meinem Leben realisierte ich, dass ich tatsächlich frei und verantwortlich für mich selbstwar! Ich musste mich nicht abmühen meinen Freunden oder Eltern zu gefallen, noch war ich dazu gezwungen Drogen zu nehmen! Ich war wirklich frei mein Leben so zu leben, wie ich es wollte! Dann erinnerte ich mich, dass Jesus über den Jüngsten Tag sprach. Ich wusste, dass wenn ich sterbe, ich allein vor Gott stehen würde und Rechenschaft über mein Leben geben müsse. Ich wusste, dass ich hilflos und machtlos sein würde. Außerdem aus Ehrfurcht vor Gott, entschied ich auf der Stelle, dass ich Gott nachfolgen würde und gemäß seinem Wort, der Bibel leben würde. Mir wurde bewusst, dass ich nicht wirklich wusste, was das alles beinhaltete. Ich wusste nur, dass was auch immer die Kosten seien, es wert war. Ich konnte Gott vertrauen.

Ich stellte viele Fragen und jedes Mal waren die Antworten von der Bibel. Mir wurde klar, dass ich erst die Grundschritte, die sehr klar in APOSTELGESCHICHTE 2:38 beschrieben sind, erfüllen musste, bevor ich überhaupt vorangehen konnte. Nach der Versammlung bat ich den Gemeindegruppenleiter mich zu taufen. Wir fuhren zum Royal Commonwealth Schwimmbad in Edinburgh und ich wurde getauft, mit all den Badegästen um mich herum. Am Abend empfing ich den Heiligen Geist und mein Inneres wurde gefüllt mit der Liebe, Freude und dem Frieden von Jesus.

In dem Augenblick, als ich getauft wurde, wurde ich auch von meiner langfristigen Drogensucht befreit und geheilt: sowohl das psychologische Verlangen nach Drogen als auch der Wunsch nur eine Bewusstseinsveränderung hervorzurufen oder einfach nur high zu werden, waren komplett weg. Es war als hätte ich nie zuvor irgendwelche Drogen genommen! Ich war wahrhaftig wiedergeboren (JOHANNES 3:7): Frei von meinen Sünden und geheilt von dem, was ich mir selbst angetan hatte; frei mein Leben neu anzufangen, aber das jetzt mit Gott in meinem Leben!

Es war als hätte ich nie zuvor irgendwelche Drogen genommen.

Ich bin jetzt verheiratet und habe zwei wundervolle Kinder. Außerdem lebe ich in St. Petersburg, Russland, wo ich die christliche Arbeit unserer Gemeinde unterstütze. Gott ist lebendig und alle Dinge sind möglich mit ihm. Wenn wir uns demütigen und ihm folgen, wird er all unsere Bedürfnisse decken (MATTHÄUS 6:33). Gott hat schon einen perfekten Lebensweg vorbereitet für jeden, der sich zu ihm wendet. Er ist ein GUTER Gott! Sein Weg für uns ist kein Zuckerschlecken– es ist vielmehr ein lebendiges Leben mit seinen Versuchungen und Prüfungen, die den Charakter verändern. Es ist der schmale Weg „der zum Leben führt‟ (MATTHÄUS 7:14) und nicht der breite und einfache Weg, der zur Hölle führt.

Durch die Entscheidungen, die wir hier auf der Erde treffen, wählen wir letzten Endes alle unser eigenes Finale – den Ort, an dem wir die Ewigkeit verbringen werden. Entweder gehorchen und akzeptieren wir die Errettung durch das Opfer, das Jesus Christus gebracht hat oder wir lehnen es ab und werden für immer in der ewigen Hölle verlorengehen. Wir haben die freie Wahl.

In der Liebe Jesu Christi, Chris

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