Aus einer Welt des Sports, der Esoterik und der Fantasie gerettet

Marco - Adelaide, Australia

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Als ich 19 war, lebte ich hauptsächlich für Sport, Fantasie-Rollenspiele und Esoterik. Diese drei Dinge stellen eine große Gefahr für die Seele dar. Ich werde euch von meiner Erfahrung erzählen.

Sport:

Mit 12 Jahren trat ich Sportvereinen bei. Jedes Jahr nahm meine sportliche Aktivität an Intensität zu. Ich praktizierte unter Anderem Fechten, Messerwerfen und den Kampfsport Tae-kwon-do, ich tanzte, fuhr Fahrrad, unternahm Sportklettern und betrieb Windsurfing.

Ich trieb fast jeden Tag Sport. Körperliche Betätigung gab mir große Befriedigung. Ich hatte immer diese Alles-Könner-Einstellung. Ich fing immer gerne etwas Neues an und blieb nicht 100% bei einer Sportart. Mit diesen vielen verschiedenen Fähigkeiten fühlte ich mich irgendwie überlegen.

Ich liebte Sport und die Stärke, die man in seinem Körper spürt. Ich glaubte, Sport sei für Körper, Geist und Seele gesund. Ich werde jedoch auf die Gefahren, die Sport beinhaltet, eingehen.

Fantasie-Rollenspiele:

Als ich etwa 14 Jahre alt war, begann ich mit Freunden Fantasie-Rollenspiele zu spielen. Wir spielten hauptsächlich das „Mittelerde-Rollenspiel“, dessen Schauplatz die Welt von „Herr der Ringe ist“.

Zusammengefasst spielt man die Rolle eines Personencharakters, dessen Fähigkeiten und Eigenschaften mit Nummernwerten dargestellt werden. Dasselbe gilt für die Gegenstände, die er besitzt und mit sich trägt. Die Fähigkeitswerte der gespielten Charaktere werden gegeneinanderte durch Auswürfeln gemessen.

Fantasiewelt-Szenen sind typischerweise in einen vortechnologischen Zeitrahmen gesetzt. Der Zeitrahmen ist mit einer Zeit zwischen 1500 vor Christus und dem 19. Jahrhundert nach Christus vergleichbar. Es ist eine Zeit, in der es Schwerter, Pferde und Magie, aber keine Maschinen, Elektrizität, Motoren oder Ähnliches gab.

Normalerweise wird in einer Gruppe gespielt, in der jeder Spieler einen erfundenen Charakter „jener Welt“ darstellt. Bei uns war das „Mittelerde“. Wir hatten auch jeweils einen Spielmeister, der den Rahmen der Abenteuergeschichte setzte. Dieser ist nicht nur Erzähler, sondern auch die Bezugsperson für jeden Spielteilnehmer und bestimmt, wie jeder auf die Aktionen seiner Mitspieler reagiert und welche Wirkung oder Folgen dessen Handlungen in dieser Fantasie-Welt haben. Der Spielmeister führt die Gruppe durch die Abenteuer und entscheidet, was zu einer gegebenen Zeit geschehen soll. Er stellt also im gewissen Sinn „Gott“ oder das „Schicksal“ dieser Welt dar. Er ist der Autor der Geschichte, die sich im Lauf des Spiels entwickelt. Und die Spieler stellen die Hauptcharaktere dar.

Ich war völlig fasziniert von den endlosen Spielausgangsmöglichkeiten, die man sowohl als Spielmeister als auch als Spieler besaß. Die Spannung, die ich mit den Erfahrungen empfand, war enorm. Wir spielten einen ganzen Abend, manchmal sogar einen ganzen Tag oder ein ganzes Wochenende. Wir erlebten Spannung im eigenen Wohnzimmer! Alles fühlte sich wie echt an: es waren eigene Erfahrungen! Man ging durch so viele Empfindungen, Ermutigung und Furcht, Erleichterung und Enttäuschung, Liebe und Hass, Erfolg und Versagen, Freude und Ärger …. einfach alles.

Es war ein anderes Erlebnis, als einfach nur einen Film anzuschauen, ein Buch zu lesen oder ein Computerspiel zu spielen. Man war mitten drin im Geschehen, man lebte es, man konnte große und wichtige Dinge tun, man war jemand! Man konnte Dinge erreichen, die man sonst nie zu tun wagte und die im wirklichen Leben unmöglich sind. Und das Beste war, dass man dabei niemand wirklich verletzen konnte und dass alles immer gut ausging, weil der Spielmeister die Ereignisse zu einem erfreulichen Ende wenden konnte (… sonst wäre er die längste Zeit Spielmeister gewesen, denn kein anderer Spieler würde ihn als Spielmeister mehr haben wollen.)

Immer wenn ich ein paar freie Minuten hatte, dachte ich an die Charaktere, die ich spielte, und an die Welt, in der sie lebten. Ich arbeitete neue Abenteuer aus, in die ich als Spielmeister führen würde. Ich entwickelte neue Welten mit Ozeanen, Meeren, Bergen, Länderkarten und Bevölkerungsgesellschaften, in denen die Charaktere leben würden, mit ihren ganzen wundersamen Attributen. Man kann sich also gut vorstellen, dass ich viel Zeit mit diesen Fantasien verbrachte. Und ich war ganz versessen.

Manchmal hatte ich Zweifel. Mir dämmerte es, dass es nicht nur Spiel war, sondern dass es tiefer, geheimnisvoll … und gefährlich ist. Ich konnte mir nicht helfen. Ich war einfach gefangen. Ich werde es erklären.

Esoterik:

Mit 16 Jahren kam ich während eines Strandurlaubs zum ersten Mal mit der Esoterik in Kontakt. Esoterik kann als Zusammenfassung „geheimer Künste und Kenntnisse“ betrachtet werden. Manche sagen, sie sei nur für den Unwissenden und geistig Blinden verborgen. Wenn man sich jedoch ihren Lehren mit suchender Einstellung öffnete, würde man immer mehr eingeweiht und erleuchtet.

Es gibt Hunderte von Definitionen. Ich selbst weiß, dass Esoterik Yoga, Reinkarnation, Kartenlegen, das Lesen und Interpretieren von Zeichen und Symbolen sowie das Deuten von Horoskopen und Yin und Yang enthält. Außerdem beinhaltet sie die Ansicht, dass alles, sowohl Gutes als auch Böses, ein Teil einer großen Einheit ist. Dieses universelle Denken führt zum Glauben, dass Geistiges sich in Materiellem manifestiert. Zum Beispiel hätten Krankheit und Leiden ihre Wurzel in der geistigen Welt. Auch alles andere hätte geistige Ursachen. Ein solches Denken führt zu Magie und Mystizismus.

Es gibt auch den Glauben, dass man in seinem Reinkarnationszyklus kämpfen muss, um „Perfektion“ zu erreichen und schließlich einen göttlichen Zustand einzunehmen. Dieses Denken hat zum Ziel, zu „Gott“ zurückzukehren, von dem man ursprünglich ausging, um letztendlich in seinem Reinkarnationskreis mit dem „Universum“ eins zu werden.

Es gibt also keinen „Zufall“. Alles hat seinen Zweck. Man kann alles in sein Leben und Wesen „integrieren“. Wenn man es ablehnt, wird es irgendwie wiederauftauchen. Wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten. Das passiert, bis man aufgenommen hat, was man lernen soll. Und nur dann geht es weiter.

Ich las Bücher mit Lehren von C.G. Jung und T. Detlefsen. Detlefsen lehrt, dass man sich hinlegen und entspannen soll. Man wird dann durch die Erinnerung in frühere Leben zurückgeführt, um mentale oder manifestierte Lösungen zu gegenwärtigen Problemen zu finden. Er konnte sogar einige Erfolge für seine Therapie aufweisen.

Diese Lehren hörten sich praktisch und vernünftig an. Ich begann, einige dieser Ideen umzusetzen. Was ich ausprobierte, funktionierte! Ich glaubte, einen Teil der Wahrheit gefunden zu haben! Wie sehr ich mich nach Wahrheit sehnte! Nach etwas, das allem Sinn gab. In Verbindung mit Träumen und Erfahrungen, die ich gemacht hatte, war ich völlig davon überzeugt, dass Reinkarnation und Esoterik wirklich existierten und Teil einer größeren „Wahrheit“ waren. Ich predigte diese Gedanken meiner Familie und Freunden. Ich wollte Psychotherapeut werden und diese Ideen in die Tat umsetzen. Ich wollte anderen helfen, Glück im Leben und ein tieferes Verständnis für ihre Probleme zu finden. Ist das nicht das Ziel eines sinnvollen und erfüllten Lebens?

Der Zustand meiner Seele:

Ich dachte, dass ich auf dem richtigen Weg wäre, Seelenfriede, Wahrheit und mehr Freude zu finden und dabei gleichzeitig anderen Leuten zu helfen. Ich wollte einen Zustand der Vollkommenheit erreichen. Ich wollte zu „Gott“ und in einen göttlichen Zustand.

Das Unerklärliche war, dass genau das Gegenteil passierte. Obwohl ich an „transzendentaler Kenntnis“ zunahm, verlor ich immer mehr meine Freude. Ich konnte über keinen Witz mehr lachen. Alles erschien dumm, weltlich und trivial. Ich hatte keinen Friede im Herzen. Deswegen dachte ich, dass ich tiefer in die Esoterik und den Mystizismus eindringen müsste, um mit mehr Wahrheit und Verständnis Friede zu erlangen.

Ich hatte schon immer Treue und Freundschaft geschätzt. Je mehr ich mich jedoch auf die Esoterik zubewegte, desto mehr entfernten sich die Leute von mir. Ich war nicht glücklich, obwohl ich immer „erleuchteter“ wurde. Gehörte das dazu? Ich begann viel nachzudenken. Manche nennen das Seelenforschung. Hatte ich die richtige Einstellung? Waren meine Motive rein und ehrlich? Warum verlor ich zunehmend den Frieden und die Freude, obwohl ich sie so sehr suchte?

Da machte ich die interessante Entdeckung des Reinkarnationskreises. Was man tut (und man muss sich dessen bewusst sein), sollte dem einen Zweck dienen, nämlich „vollkommen“ zu werden. Was immer einem im Leben begegnet, muss zur „Seelenentwicklung“ eine Bedeutung haben. Das kann durch Freunde oder durch einen oder mehrere Lebenspartner geschehen. Oder indem man anderen hilft. Man kann auch durch Drogen oder Yoga sein Bewusstsein erweitern. Man war also hauptsächlich auf sich selbst konzentriert. Ganz schön selbstsüchtig, nicht wahr? Ganz egal, wie tief man einsteigt!

Meine Seele war irgendwie durch jemanden oder etwas in Existenz gekommen. Das Ziel war, durch den Reinkarnationskreis wieder „vollständig und vollkommen“ zu werden und „zurück“ zum Schöpfer oder Ursprung zu gelangen. Wo ist dieser Gott jetzt? Sieht er (oder sie), wie ich über Hunderte oder Tausende von Jahren kämpfe? Wenn das mein Ursprung oder Ziel ist, kann ich jetzt Kontakt machen? Und wie? (Und ich meinte nicht irgendwelche Geistwesen aus der spiritistischen Welt, sondern den Ursprung und Schöpfer.) Ich glaubte von diesem Gott allein gelassen zu sein. Ich war enttäuscht. Es gab keinen Gott, der in diesem Reinkarnationszyklus ins Leben eingreifen und bei der Wandlung zur Vollkommenheit helfen würde.

Könnte es sein, dass es in dieser esoterischen Weltanschauung Irrtümer, ja sogar große Fehler gab?

Ich erinnerte mich an Momente, in denen ich so etwas wie „Schutz“ erfuhr. Oder war es Bewahrung? Ich konnte es nicht erklären. Es war so etwas wie ein inneres zischendes Geräusch verbunden mit einem sehr starken Gedanken: Mach es nicht! (… obwohl ich es gerne getan hätte!) Das hielt mich oft von Unzucht, Drogen, Geisterbeschwörung, Yoga und Selbst-Hypnose ab. Ich machte auch noch viele andere Erfahrungen. Es verwirrte mich. Aber ich folgte der Leitung, wenn sie da war.

Ich trieb Sport als „körperlichen Ausgleich“ zur Geistigkeit, um das Gleichgewicht zu halten. Es war ein „Weg“, das Ziel zu erreichen, wie auch viele östliche Philosophien lehren. Ich war erstaunt, wie unser Gehirn durch diese Fantasie-Rollenspiele ganze Welten „schaffen“ konnte. Ich konnte sogar glauben, dass diese Welten wirklich existierten. Irgendwie „sah“ ich zum Teil parallele Welten in anderen Dimensionen. Träume, die ich hatte, schienen das zu bestätigen.

In der Tiefe meiner Seele fühlte ich mich trotz all meiner Aktivitäten und Philosophien einsam und verloren. Es war mehr als nur ein Gefühl. Ich versuchte es mit Vernunft wegzuerklären. Meine Umstände deuteten nicht alle in diese Richtung. Ich müsste doch eigentlich glücklich sein. Etwas war schief gelaufen, aber ich wusste nicht was. Was war nur FALSCH??

Eintritt durch die enge Pforte:

An einem Freitagabend war ich in der Kneipe. Keiner meiner Freunde war da. Ich kannte nur ein paar Leute. Alles, worüber sie sprachen, erschien nichtig und lehr. Und genauso hörte sich die Musik an. Das Bier schmeckte nicht. Und so ging ich schon um 10 Uhr abends nach Hause.

Nicht weit von der Kneipe fing eine „innere Stimme“ mit mir zu argumentieren an. Ich sollte in die Einkaufszone gehen, die in der entgegengesetzten Richtung lag. Diese „innere Stimme“ machte beständig weiter, so dass ich nachgab und einwilligte, ins Zentrum der Einkaufszone zu gehen. Ich trat dort sogar auf den mittelsten Pflasterstein, bevor ich dann nach Hause gehen wollte. Da streckte mir einer ein Stück Papier entgegen!

Ich fühlte mich in meiner Planung gestört. Dabei schaute ich auf und blickte geradewegs in dieses Gesicht, auf dem ein breites Grinsen stand. Und mit diesem Grinsen fragte mich die Person: „Was weißt du über den Tod?“ Es war verrückt! Vor mir stand ein Bibelfritze. Ich war mir bewusst, dass es keine Zufälle gab. Und so hörte ich ihm eine Zeitlang zu. Im Gegenteil zu dem, was ich von der Bibel zu wissen glaubte, erzählte er mir von einem Heiligen Geist, den man von Gott empfangen könnte. Auch, dass bestimmte geistige Gaben mitgeliefert würden, sagte mir dieses Mitglied einer christlichen Gruppe. Diese Gaben würden sie regelmäßig anwenden.

„Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ (APOSTELGESCHICHTE 2:38)

„Es sind verschiedene Gaben; aber es ist derselbe Geist ... Dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben; dem andern aber das Wort der Erkenntnis durch denselben Geist; einem andern der Glaube in demselben Geist; einem andern Gaben der Heilung in demselben Geist; einem andern, Wunder zu wirken; einem andern Weissagung; einem andern Unterscheidung der Geister; einem andern Arten von Zungenreden; einem andern die Auslegung der Zungen.“ (1. KORINTHER 12:4-10)

„Strebt nach der Liebe! Und bemüht euch um die geistlichen Gaben“ (1. KORINTHER 14:1)

Das rief meine Neugier hervor. Ich dachte, es könnte eine Gelegenheit sein, etwas Neues in mein Wesen zu „integrieren“. Zumindest sollte ich einmal reinschauen und könnte mich ja dann entscheiden. Ohne diesen Gedanken hätte ich sicherlich das Meiste, was dieser Universitätsstudent mir zu sagen hatte, abgelehnt.

So fragte ich, ob ich zu einem dieser Treffen kommen könnte, auf dem sie diese geistigen Gaben anwendeten. Am nächsten Sonntag fand ich mich in einer Privatwohnung auf einer Versammlung von etwa 30 Leuten, die sich geisterfüllte Christen nannten, wieder. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Es waren nicht einmal die Geistesgaben (Zungenrede, Auslegung und Prophezeiung), die den größten Eindruck auf mich machten. Es waren der Friede, die Freude, das Leben, der Sinn und der Zweck, die Leitung, die Demut, die Überzeugung und der Glaube, die sichtbar waren und mich erstaunten. Das Gespräch aus der Bibel mit vielen Schriften machte Sinn und berührte meine Seele. Hier war tatsächlich Wahrheit!

Ich wollte nicht von Gefühlen oder äußerer Erscheinung beeinflusst oder von einer schönredenden Sekte, die Mitglieder sucht, verführt werden. Aber nachdem ich tief nachgedacht hatte, musste ich zugeben, dass etwas Wahrhaftiges in diesen Leuten und ihrem Glauben war. Wenn da also Gott war und man mit Ihm reden konnte und Er antwortete, warum sollte ich es nicht versuchen?

Um es kurz zu machen: Gott redete in den nächsten Tagen durch diese „innere Stimme“, wie ich sie im Einkaufszentrum erlebt hatte, mit mir. Er beantwortete alle Fragen, die ich hatte, und erzählte mir reine Wahrheit über die geistige und materielle Welt.

„Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch geöffnet.“ (MATTHÄUS 7:7)

Da wusste ich, dass es höchste Zeit war, Gottes Ruf in ein neues Leben mit Ihm nachzufolgen. Meine Seele musste vor der Hölle gerettet werden, und ich ging einen Vertrag mit Seinem Wort nach Seinen Geschäftsbedingungen ein. Das Wichtigste für mich war Sein Versprechen, Hilfe wenn nötig zu leisten. Ich musste von meiner Selbstsucht und meinen Sünden Buße tun, um Vergebung zu erlangen und den Heiligen Geist zu empfangen. Selbst wenn ich herausfinden würde, dass es nicht wahr wäre, was hätte ich zu verlieren? Ich wollte mein Bestes tun.

„Wenn nun ihr, die ihr böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!“ (LUKAS 11:13)

Sodann wurde für mich gebetet, und ich empfing den Heiligen Geist mit dem Zeichen der Zungenrede. Ich wurde am 24. November 1991 getauft. Und dann fing ein neues Leben mit Kraft von Gott an.

„Und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden und zu sprechen, wie es der Geist ihnen eingab.“ (APOSTELGESCHICHTE 2:4)

„... dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde; denn sie hörten, dass sie in Sprachen redeten und Gott hoch priesen.“ (APOSTELGESCHICHTE 10:45-46)

„Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.“ (APOSTELGESCHICHTE 19:6)

Im folgenden Jahr gab mir Gott Antwort und Leitung über mein bisheriges Leben. Er zeigte mir, wovor ich gerettet wurde … und wie schon gesagt, auch das möchte ich aufzeigen.

Aus dem Sport gerettet:

Ich weiß, es hört sich „komisch“ an – aber ich werde es erklären. Es ist nichts falsch mit körperlicher Ertüchtigung. Sie gibt dem Körper Kraft, Fähigkeit, Teamgeist und Spass. Man kann in Wettkämpfe eintreten und gewinnen.

Aber wann wird Sport dein Gott?

Wenn der Sport zum Lebenssinn wird, wichtiger als Gott Selbst. Und wenn man sein Leben um den Sport einrichtet.

Das kann für verschiedene Leute unterschiedlich aussehen. Bei mir war es so:

Ich praktizierte den Kampfsport Tae-kwon-do im Verein ein-, zwei- oder dreimal pro Woche. Ich absolvierte auch Fitnesstraining zu Hause. Jetzt musste ich mich fragen: Warum mache ich das? Ist es, um mich und andere wirklich verteidigen zu können? Oder um körperlich fit zu bleiben?

„Denn die leibliche Übung ist für weniges nützlich; aber die Gottesfurcht ist für alles nützlich, weil sie die Verheißung des gegenwärtigen und des zukünftigen Lebens hat. Das Wort ist gewiss wahr und aller Annahme wert.“ (1. TIMOTHEUS 4:8-9)

Wie schon erwähnt, gab mir der Sport Selbstbewusstsein … und Stolz. Ich versuchte durch eigene Anstrengung „jemand zu sein“. Das war sehr wichtig für mich. Fleischlicher Stolz ist jedoch der schlimmste Feind für einen Christen. Wegen des Stolzes fiel Luzifer, der höchste Engel, von Gott durch Rebellion und wurde zu Satan. Als ein Kind Gottes kann man auf Gottes Schutz und Führung vertrauen. Wie könnte man sich mit Kampfsport gegen einen gefallenen Engel verteidigen?

„… Engel, die größere Stärke und Macht haben (als wir)“ (2. PETRUS 2:11)

Und Sporttraining erfordert auch viel Zeit und Energie. Gottes Wort warnt uns, die Zeit auszukaufen. Trug ich also zum Reich Gottes bei? Folgte ich Jesus’ Anweisung, anderen zu helfen? Oder scherte ich mich nur um mich selbst? Es dämmerte mir, dass ich eine Herzensentscheidung treffen musste. Werde ich Gott oder mir selbst dienen? Einmal legte ich ein Vlies aus vor Gott, um Seinen Willen herauszufinden, ob ich den Kampfsport aufgeben sollte. Gott riet, ich sollte ihn aufgeben. So gab ich den Kampfsport auf. Das fiel mir zuerst nicht leicht.

„So achtet nun sorgfältig darauf, wie ihr lebt, nicht als Unweise, sondern als Weise, indem ihr die Zeit gut nutzt, denn es sind böse Tage.“ (EPHESER 5:15-16)

„Lebt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus.“ (KOLOSSER 4:5)

Ich hatte immer das Wettkampf-Fechten gemocht. Aber jetzt hatte ich plötzlich das Interesse verloren. Es war, als ob es einfach aus meinem Herz genommen wurde. Ich ging einmal pro Woche zum Vereinstraining und nahm an den Wettkampfvorbereitungen teil. Aber jetzt schien das alles eitel und nichtig. Also verkaufte ich meine Ausrüstung. Das war es dann.

„Wisst ihr nicht, dass die, die in der Rennbahn laufen, alle laufen, aber nur einer den Preis gewinnt? Lauft nun so, dass ihr ihn erlangt! Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene, um eine vergängliche Krone zu empfangen, wir aber eine unvergängliche … ich kämpfe so, nicht wie einer, der in die Luft schlägt“ (1. KORINTHER 9:24-26)

Ich ging zwei- oder dreimal pro Woche zu Tanzstunden neben meinem Tae-kwon-do- und Fechttraining. Als ich 15 Jahre alt war, tanzte ich zum ersten Mal. Ich tanzte, um meine Schüchternheit gegenüber Mädchen zu überwinden. Aber dann tanzte ich wirklich gerne. Ich mochte den Körperkontakt mit Mädchen. Wieder fragte ich mich: Tue ich es zur Ehre Gottes? Hilft es jemandem? Oder ist es nur zu meinem eigenen Vergnügen? Ermutigt Gott zu körperlichem Kontakt mit vielen oder nur einem Mädchen?

Nach meiner Bekehrung blieb ich bei einem Mädchen und tanzte nur ein paarmal mit ihr. Ich hoffte, dass wenn sie bekehrt würde, ich sie heiraten könnte. Aber nach etwa 8 Monaten wurde mir klar, dass sie der Wahrheit nicht nachfolgen, sondern ihr eigenes Ding drehen wollte.

„Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“ (MATTHÄUS 5:28)

„Und (sie haben) den Lohn der Ungerechtigkeit davontragen … Sie haben Augen voller Begierde nach einer Ehebrecherin, lassen von der Sünde nicht ab,“ (2. PETRUS 2:13-14)

Die Antworten waren ziemlich klar. Und so ließ ich vom Tanzen ab. Es fiel mir nicht zu schwer. Der Heilige Geist änderte mein Herz immer mehr. Ich empfand keinen Verlust der ehemaligen Vergnügen in meinem Herzen, sondern ein Wohlbefinden von Friede und Freude. Das war es, wonach ich mich gesehnt hatte, nämlich nach einem erfüllten Lebenszweck gemäß Gottes Plan.

„Denn Gott ist es, der beides in euch wirkt, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“ (PHILIPPER 2:13)

Alle anderen Sportarten tat ich nur gelegentlich. Mein neues Leben in Christus führte mich jetzt in bedeutsame Aktivitäten, so dass ich meinen Sport nicht mehr vermisste.

Wenn ich sagte „aus dem Sport gerettet“, meinte ich gerettet aus Selbstsucht und eitlem Ehrgeiz. Es gibt keinen Raum für Selbstsucht und Stolz, wo es keinen Raum für Gottes Liebe gäbe. Gott ist Liebe.

„Wir haben die Liebe, die Gott für uns hat, erkannt und geglaubt: Gott ist Liebe“ (1. JOHANNES 4:16)

Aus den Fantasie-Rollenspielen gerettet:

Wie schon gesagt, verbrachte ich viel Zeit mit Fantasie-Welten. Ich möchte jetzt über die Gefahren für die Seele sprechen.

Was ist so gefährlich an ihnen?

Ich spielte viel Fantasie- und Science-Fiction-Spiele. Fantasie-Welten werden in der Regel durch Schwert und Magie regiert. Bei der Entwicklung eines Rollencharakter sucht man sich seine Spiel-„Karriere“ aus. Das kann ein Krieger, Pfadfinder, Zauberer, Barde, Geistlicher oder Beschwörer mit den jeweiligen Eigenschaften sein.

Es gibt viel Positives im Rollenspiel. Dazu gehören die Entwicklung von Vorstellungskraft, Kreativität, die Fähigkeit, Probleme zu lösen, Teamgeist sowie Reisevorbereitung und –planung. Man berührt das Leben anderer. Das unterscheidet sich zum Fernseh- und Filmeschauen.

Es ist eine intensive Gesellschaftsaktivität, fand ich. Man kommt mit Freunden zusammen und spielt ein Spiel.

Bei der Betrachtung der Glaubenssysteme in den Fantasie-Welten wurde mir bewusst, dass es eine allgemeine Sicht von „Gut und Böse“ in dieser spirituellen Welt mit ihren Götzen, die denen der römischen, griechischen, ägyptischen und anderer Mythologien ähnelten, gibt. Böses wird oft durch verschiedene Zauberer oder Monster dargestellt wie in der „dunklen Seite der Macht“ im Krieg der Sterne. Die Spielcharaktere sind normalerweise auf der „guten“ Seite. Ihre materiellen Waffen für die Abenteuer kommen aus der „guten Seite der Magie“. Viele Charaktere haben Zugang zu Bann- und Zaubersprüchen aus vorgegebenen Listen. Jeder hat Zugang zu magischen Gegenständen. Zum Beispiel kann ein Krieger sich ein Zauberschwert zulegen, das ihm zusätzliche Stärke gibt.

Wenn man natürlich gegen das Böse in der Gestalt eines Monsters kämpft, tötet man es mit allen Mitteln. Dasselbe gilt für jeden „Diener des Bösen“. Es wird also viel getötet. Und wenn man dabei irgendwelche „weiße Magie“ benutzen kann, wird das für gut geheißen. Der Aufbau der Spiele erlaubt, dass man kein schlechtes Gewissen haben muss, egal ob man tötet oder Magie benutzt.

Andere Abenteuer können einen dazu bringen, eine edle Tat zu vollbringen, ein Geheimnis zu lösen, einen Schatz zu finden, um reich zu werden, oder für einen Arbeitseinsatz angestellt zu werden, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es gibt dabei immer viele Herausforderungen. Das macht das Spiel interessant. In jedem Abenteuer kam es immer zu mindestens einem Kampf, bei dem Magie benutzt wurde.

Ich habe nie ein Rollenspiel gesehen, das christliche Moral und Werte vertrat oder das in einer Welt stattfand, die von dem allmächtigen Gott geschaffen wurde. Gott ist der Schöpfer von Leben und des Universums. Jetzt kann man sagen: „Aber es ist doch nur ein Spiel!“ Was geschieht mit dir im Rollenspiel? Außer Vergnügen oder Vorteilen doch nichts. Gibt es daran etwas Schlechtes?

Es ist ein Gesetz, dass alles, was man erfährt, sich auf den Charakter und die Seele auswirkt. Das kann ein eigenes Erlebnis sein oder etwas, von dem man liest, hört oder sieht, dass andere es erlebt haben (aus Büchern, Fernsehen, Kinofilmen und Zeitungen oder als direkter Augenzeuge). Es kann auch ein virtuelles Spiel oder ein Gedankenspiel sein. Die Erfahrung wird als authentisch empfunden.

In Fantasie-Rollenspielen muss man Probleme lösen. Man muss schlau sein und Gewalt und Tricks anwenden. Oder man benutzt geheime geistige Kräfte, die genauso echt sind wie das Schwert oder der Flitzebogen in der Hand. Magie kann nach Belieben benutzt werden.

Diese Erfahrungen gehen in die Seele. Ich habe Spieler gesehen, die ein „Doppelleben“ führen: in dieser Welt sind sie lieb und nett und zeigen gute Moral, aber in der Fantasie-Welt werden sie zu erbarmungslosen, blutrünstigen Kriegern oder mächtigen gnadenlosen Zauberern. Natürlich kann man sich immer damit entschuldigen, dass man sagt, man ist das nicht selbst, sondern nur der gespielte Charakter. Man selber würde so etwas nie tun. Andere Spieler verhalten sich aber in der wirklichen Welt so wie in der Fantasie-Welt. Sie haben den Wirklichkeitssinn verloren. Aber das ist nur eine Minderheit.

Lebt man nicht den Teil seiner Persönlichkeit, der sonst verborgen ist, im Spiel aus? Wenn man nicht wie ein Dieb denkt, würde man jemals stehlen? Ich glaube, dass man sich mit dem gespielten Charakter identifiziert. Warum würde man diesen Charakter sonst wählen? Man ist wie ein Filmschauspieler. Man identifiziert sich zumindest zu einem Teil mit der Rolle, die man spielt. Sonst könnte man ja nicht glaubhaft sein. Würde man in seiner gespielten Rolle Dinge tun, die man sonst nicht gerne tut? Man macht doch nur Dinge, die man mag. Denk mal darüber nach …

Selbst wenn man keine Magie in dieser Welt benutzt, hat eine Person den Gedanken an sie zur Erreichung der Ziele im Sinn. Wenn man die Gelegenheit hätte, würde man Magie benutzen. Man ist dem Gedanken viel eher zugeneigt als, wenn man nie mit Magie in irgendeiner Form in Kontakt gekommen wäre.

In den fünf Teenage-Jahren, in denen ich Fantasie-Rollenspiele spielte, versuchte ich immer ein Doppelleben zu vermeiden. Ich wollte mich in der Fantasie-Welt so verhalten wie ich es im wirklichen Leben tat. Nicht umgekehrt. Aus irgendeinem Grund zögerte ich immer, meine „Bannsprüche“, die meiner Rolle zustanden, zu benutzen. Die Magie führte mich zwei Jahre, nachdem ich mit Rollenspielen angefangen hatte, in den esoterischen Mystizismus. Doch war da immer diese „innere Stimme“, die mich scheinbar von der Magie abhalten wollte.

Nachdem ich Christ geworden war, erkannte ich, dass es tatsächlich nur zwei geistige Kraftquellen gibt, von denen man Kraft beziehen kann: die Kraft Gottes und Seiner Diener und die Macht, die Gott Satan und dessen Dienern überlassen hatte.

Die Kraft Gottes wird im Wort Gottes klar dargestellt (die Bedienungsanleitung des Herstellers) mit allen dazu gehörigen Geschäftsbedingungen. Eine Bedingung ist, dass wir sie nicht gemäß unserem Willen, sondern nach Gottes Willen benutzen sollen. Die Kraft wurde zum Zweck, anderen zu helfen und andere zu bedienen, gegeben. Nicht zu selbstsüchtigen Zwecken. Der Heilige Geist in einer Person übt diese Kraft aus.

„Seht, ich habe euch Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Macht des Feindes; und nichts wird euch schaden. Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister untertan sind. Sondern freut euch vielmehr, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ (LUKAS 10:19-20)

„… seid stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ (EPHESER 6:10)

„Mein Wort und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe.“ (1. KORINTHER 2:4-5)

„Der Gott des Friedens wird den Satan in Kürze unter eure Füße treten. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch! Amen.“ (RÖMER 16:20)

„Jesus aber antwortete ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften kennt, noch die Kraft Gottes.“ (MATTHÄUS 22:29)

Satan will Zugang zu seiner Kraft geben, damit man von Gott und Seiner Kraft weggeführt wird. Satan zeigt seine Macht in der Weise, dass man denkt, man hat selbst Macht. Das ist natürlich nicht wahr. Satan, der Engel des Lichts ist von Anbeginn ein Lügner, Betrüger und der Vater der Lüge.

„… denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.“ (2. KORINTHER 11:14)

„… und Satan heißt, der die ganze Welt verführt“ (OFFENBARUNG 12:9)

„… dem Teufel … Der ist ein Mörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm ... denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“ (JOHANNES 8:44)

Wenn man Fantasie-Rollenspiele spielt, gewöhnt man sich daran, eigene Willensstärke und satanische Kräfte selbst mit einem „guten“ Anschein zu benutzen.

Nur Gottes Kraft kann einen von Sünde retten. Es gibt nichts, was man aus eigener Kraft tun kann, um seine Seele zu retten. Damit meine ich gute Werke oder der Versuch, eine gute Person zu sein. Es reicht auch nicht aus, einfach nur weniger nach Kräften der Selbstsucht zu suchen, um das satanische Gesetz „Tue, was du willst“ zu vermeiden. Gottes Gesetz ist: „Tue, was Gott will“.

„Denn aus Gnade seid ihr gerettet worden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Es ist Gottes Geschenk, nicht aus Werken, damit sich niemand rühmen kann.“ (EPHESER 2:8-9)

Deine Seele verändert sich durch das, was du tust, sagst und DENKST. Fantasierollenspiele führen dich von Gott und der Errettung deiner Seele weg.

Und noch ein anderer Kommentar: In Science-Fiction wird Zauberei durch super-moderne technische Errungenschaft mit derselben Wirkung ersetzt. Krieg der Sterne (Star Wars) ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Verschmelzung von Science fiction mit „weißer und schwarzer Magie“ als die beiden Seiten der „Macht“. Sie zeigen beide Seiten einer Münze. Aber die Münze gehört Satan, egal welche Seite man betrachtet!

Aus der Esoterik gerettet:

Ich studierte „diese Weltanschauung“ über drei Jahre in Büchern und diskutierte sie mit Leuten. Auch probierte ich einige Ideen an mir selbst aus. Wie ich im Paragraph „ Der Zustand meiner Seele“ erwähnte, war es sehr schwer durchzublicken.

Ich fand Teile der Wahrheit und hoffte irgendwann sogar, die ganze Wahrheit zu finden. Wieviel Wahrheit muss man wegnehmen, um eine Lüge zu bekommen? 70%, 50% oder nur 25%? Wie lange muss man einer Straße folgen, um festzustellen, dass man in einer Sackgasse ist? Ein Zeuge, der vor Gericht unter Eid aussagt, mag 95% bei der Wahrheit bleiben. Aber wenn die wesentlichen 5% eine Lüge darstellen und zur Verurteilung des Angeklagten führen, hat er die Wahrheit gesagt oder sich des Meineides schuldig gemacht?

Man kann viel herumphilosophieren. Die Welt ist voll von menschlicher Philosophie. Einige Ideen wurden von Geistwesen oder Engeln aus der metaphysischen Welt durch spiritistische Medien eingegeben. Menschen öffneten sich bestimmten Bereichen der übersinnlichen Welt. Ich frage mich, woher Philosophie kommt? Was von ihr ist nur Theorie oder Spekulation? Was ist identifizierbare Wahrheit? Und wenn ein Teil von Wahrheit in Philosophie gefunden werden kann, bedeutet das, dass es sich um die gesamte Wahrheit handelt?

Ein Horoskop kann zum Beispiel 80% richtig, aber in den lebensentscheidenden 20% falsch liegen. Die Vorhersagen eines Wahrsagers könnten sich 100% als richtig erweisen (was übernormal und von einem Geist eingegeben worden sein könnte). Bei weiteren Zukunftsvorhersagen könnten diese Dinge wiederum eintreten, so dass man wirklich glauben könnte, dass alles andere auch wahr ist, was er über lebensentscheidende Dinge in der Zukunft sagen wird. Woher weiß man, dass das wahr ist oder ob solche Ereignisse den Gang der Dinge ändern könnten?

„Seht zu, dass euch niemand einfange durch die Philosophie und leere Täuschung, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß.“ (KOLOSSER 2:8)

Ich möchte hier zeigen, dass wenn es um ewige Wahrheiten geht, wir nicht auf menschliche Spekulation oder mystische Offenbarung aus den zweifelhaften Quellen der transzendentalen Welt vertrauen können.

„Ist nun aber unser Evangelium verhüllt, so ist es bei denen verhüllt, die verloren gehen; bei denen der Gott dieser Welt das Denken der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi aufscheint, der das Ebenbild Gottes ist.“ (2. KORINTHER 4:3-4)

Wenn man die verschiedenen Formen der Reinkarnation betrachtet, sieht man, wie besonders ein Element zur Perfektion in allen philosophischen Lehren immer wieder auftaucht: das Selbst.

Viele Fragen bleiben unbeantwortet: wer schuf die Seelen, die sich im Reinkarnationskreis befinden? Wo gehen sie hin, nachdem sie ihren Kreislauf vollendet haben? Woher kommt das Universum mit all seinen materiellen und geistigen Gesetzen? Wenn es kein Gut und Böse gibt, wie richten wir dann einen Kriminellen? Wie können wir Gesetze machen, um ein Land zu regieren? Wo setzt man einen Standard oder Maßstab für geistige und materielle Dinge?

Es führt dahin, dass jeder sein eigener Gott ist. Jeder setzt den Maßstab seiner eigenen Moral und die Grenzen seines eigenen Verständnisses mit der Folge, dass jeder das tut, was in seinen eigenen Augen richtig ist. Das ist das grundlegende satanische Gesetz: „Tue, was du willst.“

„Lasst euch von niemandem mit leeren Worten irreführen; denn wegen dieser Dinge kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Darum seid nicht ihre Teilhaber.“ (EPHESER 5:6-7)

Zusammenfassung:

Wie ich im Paragraph „Aus den Fantasie-Rollenspielen gerettet“ erwähnte, besitzt Satan bestimmte Kräfte. Er will einen vom schmalen Weg zum himmlischen Königreich Gottes abbringen und auf falsche Wege leiten. Er will nicht, dass wir uns mit Gott in Liebe vereinigen.

Satan gibt dir Teilwahrheiten, um dich irgendwohin zu schicken. Wir sind nicht nur physische Wesen mit körperlichen Bedürfnissen, sondern auch geistige Wesen mit geistigen Bedürfnissen … die wir stillen müssen. Das kann auf scheinbar angenehme, stimulierende und aufregende Weise geschehen. Durch Geisterbeschwören, Totenbeschwören, Medienbefragung, spiritistische Sitzungen und Messen, heidnische und satanische Rituale kann man mit der geistigen Welt in Kontakt treten. Dasselbe kann durch Bücher oder Filme wie „Twilight – Biss zum Morgengrauen“ oder „Harry Potter“ oder Drogen, Meditation und Yoga geschehen. Andere benutzen Tarot-Karten oder Horoskope.

Egal, womit wir uns beschäftigen, wir denken, dass wir in Kontrolle sind und solche Sachen nach Belieben tun können. Wir vermuten, dass wir den richtigen Weg für uns selbst bestimmen können.

Damit betrügen wir uns auf verschiedene Weise. Wie können wir, die wir so wenig über das Universum wissen, die Wahrheit und den richtigen Weg kennen? Und dann sind wir auch gar nicht in Kontrolle über diese ganzen geistigen Kräfte. Die einzige Kraft, die uns gegeben wurde, ist die Kraft der Wahl (ein freier Wille), des Vertrauens (Glaube) und zum Teil der Schöpfung (mit unserem Geist und Verstand).

So lange Satan es schafft, dass du dich NICHT für Gott entscheidest und NICHT deinen Glauben durch Gottes Kraft in die Tat umsetzt, bleibst du in Satans Königreich unter seiner Herrschaft. Deine Sünden werden dir nicht vergeben. Du entkommst nicht dem Ort, der Hölle heißt und für Satan und seine Nachfolger gemacht wurde. Denn diese haben sich nicht entschieden, Gott unter Seinem Willen zu dienen. So wird es auch allen Menschen ergehen, die dieselbe Entscheidung treffen.

„… und Satan heißt, der die ganze Welt verführt“ (OFFENBARUNG 12:9)

„… dem Teufel ... Der ist ein Mörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm ... denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“ (JOHANNES 8:44)

„… ins ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bestimmt ist!“ (MATTHÄUS 25:41)

„Denn Gott hat die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis in die Hölle verstoßen“ (2. PETRUS 2:4)

Wir haben die Wahl. Wir können unter Satans verlogener Herrschaft mit Vertrauen auf uns SELBST leben und sterben oder unter Gottes Macht Leben finden, wobei wir uns SELBST aufgeben, Gott und andere bedienen und für andere in Gottes LIEBE da sind.

„Denn obwohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht, um so viele wie möglich zu gewinnen.“ (1. KORINTHER 9:19)

Der Charakter von Jesus Christus ist in der Bibel von der ersten bis zur letzten Seite beschrieben. Gibt es ein besseres Beispiel für Liebe, Gnade, Barmherzigkeit, Vergebung und Wahrheit? In welcher Religion und Philosophie gibt es etwas Besseres?

Was ist, wenn es nun keine Reinkarnation gibt? Was ist, wenn das Leben, das man jetzt lebt, das unser einziges ist? Und sollte man nicht sein Bestes in seinem Leben geben, selbst wenn es Reinkarnation gibt? Warum also seine Ewigkeit riskieren?

„Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ (HEBRÄER 9:27)

Menschen denken oft, dass es „zu schwer“ sei, die Selbstsucht und sich selbst aufzugeben. Selbssucht veranlasst einen, alles andere als die reine Wahrheit zu suchen. Und das hat Auswirkungen. Wenn man sich jedoch entscheidet, durch die enge Pforte einzugehen, erfährt man Gottes Fürsorge. Man bereitet sich dann auf ein vollkommenes Leben mit Ihm in Ewigkeit vor.

„Geht ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt; und es sind viele, die auf ihm hineingehen. Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und es sind wenige, die ihn finden.“ (MATTHÄUS 7:13-14)

Also nochmal: ich musste von Gott durch Seine Gnade und Barmherzigkeit aus der Esoterik gerettet werden.

„Wie wollen wir entfliehen, wenn wir ein so großes Heil missachten?“ (HEBRÄER 2:3)

Seid mutig und weise und trefft im Glauben die richtige WAHL.

„… wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ (2. KORINTHER 3:17)

„Jesus sagte zu ihm: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.«“ (JOHANNES 14:6)

Mit Liebe in Christus,

Marco F. (Adelaide, Australien)

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