Aus einem Leben in Drogen und Okkultismus gerettet!

Jessica - Frankfurt, Deutschland

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Hallo, mein Name ist Jessica und ich würde euch gern erzählen, wie Gott mir ein neues Leben gegeben hat. 

Als Kind glaubte ich zwar an Gott, allerdings verstand ich die Bibel nicht und so versuchte ich meinen Glauben zu leben, indem ich sonntags in die Katholische Kirche ging, zu Hause den Rosenkranz betete und Messdiener wurde. Ziemlich schnell bemerkte ich jedoch, daß mich dies alles nicht näher zu Gott brachte. So wendete ich mich mit etwa elf Jahren von diesem Glauben ab und wandte mich mehr und mehr meinen Freunden zu. Mit diesen traf ich mich täglich, um einfach etwas zusammen vor dem Kirchengebäude herumzuhängen.

Eines Tages wollten wir eine Messe besuchen, weil einer meiner Freunde noch nie bei einer gewesen war, aber der Pfarrer meinte, daß wir besser gehen sollten, wenn wir nur Quatsch machen würden. Somit schloß ich mit dem Christentum ab, welches ich damals mit dem, was ich aus der Katholischen Kirche kannte, gleichsetzte und beschloß, daß dies alles spießig und heuchlerisch sei.

Mit zwölf oder dreizehn bestand mein Leben immer mehr daraus, mich mit Freunden zu treffen. Auf einer Party, zu der ich heimlich hinging, erlebte ich meinen ersten Vollrausch durch Bier und Sekt und kurze Zeit später meinen ersten Rausch durch Hasch. Das "Kiffen" wurde ziemlich schnell zu einer neuen Gewohnheit. Täglich traf ich mich mit meinen Freundinnen, um Hasch zu rauchen. Wir liebten jegliche Art des Extremen. Wir begannen uns schwarz anzuziehen und düstere Musik wie „Dead can Dance“ (Der Tod kann tanzen), „Goethes Erben“, „Current 93“ und Lieder wie „Gott ist tot“ zu hören, uns mit Aleister Crowly zu beschäftigen und in eine Welt zurückzuziehen, zu der unsere Eltern keinen Zugang mehr hatten.

Ganz nach dem Grundsatz von Aleister Crowly „Tue was du willst, sei das einzige Gesetz“ beschloß ich, von nun an, nur noch für den Moment zu leben und immer das zu tun, wonach mir im Moment gerade war.

Zu dieser Zeit fühlte ich mich von allen mystischen und okkulten Praktiken wie Pendeln, Gläserrücken und Tarot-Karten sehr angezogen. Doch je mehr ich mich dieser Welt hingab, desto depressiver wurde ich. In dieser Zeit saß ich öfters mit meinen Freundinnen zusammen und wir fügten uns Verletzungen zu, indem wir uns Kreuze in die Haut ritzten oder Zigaretten auf der Haut ausdrückten. Irgendwann entdeckten meine Eltern die Verletzungen und sie verboten mir, mich weiterhin schwarz anzuziehen, was dazu führte, daß ich mich heimlich umzog, sobald ich von zu Hause weg war. 

Zu dieser Zeit war das Verhältnis zu meinen Eltern schon nicht mehr sehr gut, da ich sie weitestgehend aus meinem Leben ausschloß und sie in vielerlei Hinsicht, insbesondere bezüglich meines Drogenkonsums, anlog und letztendlich nur soviel von mir preisgab, wie ich mußte. Als sie das erste Mal herausfanden, daß ich Hasch rauchte, war dies ein schwerer Schlag für sie und sie gaben sich sehr viel Mühe, mit mir zu reden. Zu dieser Zeit wollte ich sogar, um meiner Eltern willen, damit aufhören, doch der Entschluß hielt nicht lange an, da mir das Leben ohne Drogen fad und eintönig erschien.

Somit setzte ich mein Leben in der Lüge fort und erzählte meinen Eltern, daß ich nichts mehr nehmen würde. Dadurch, daß ich relativ gut in der Schule war, glaubten sie mir zunächst, bis sie es einige Zeit später wieder herausfanden. Ich versuchte wieder aufzuhören, fing jedoch schnell wieder an und somit log ich weiter.
Dieses Spiel setzte sich über die Jahre hinweg noch einige Male fort, nur daß die Drogen, um die es ging nicht mehr Hasch und Alkohol waren, sondern immer härter wurden.

Als ich 15 war, versuchte ich meinen ersten LSD Trip und war mir von nun an sicher, daß es eine geistige Welt gab. Schon länger war ich der Ansicht, daß die Drogen meine Religion seien und sie mir die Wahrheit zeigen würden. Ich liebte Jim Morrison und betrachtete es als mein Hauptziel, „zur anderen Seite durchzubrechen“. Als eine meiner Freundinnen nach einiger Zeit anfing Heroin zu nehmen, versuchte ich es zwar auch eins zweimal, ließ es jedoch sehr schnell wieder sein, da mir der Rausch von LSD und Ecstasy besser gefiel.

Mit circa siebzehn, ging ich mit meinen Freundinnen auf Technoparties, auf welchen wir die ganze Nacht bis zum Mittag durchtanzten. Ich liebte es zu tanzen und in Ekstase zu versinken und ich haßte es, wenn mittags die Lichter angingen, die Musik aufhörte und wir den Club wieder verlassen mussten, weil anstatt der Ekstase oft nur eine große Leere zurückblieb. Um diese Leere auszufüllen und um unter der Woche fit zu sein, nahm ich oft auch außerhalb des Clubs Ecstasy und Speed.

Während dieser Zeit bekam ich des öfteren Panikattacken. Während sich meine Gedanken vorrangig damit beschäftigten, die Wahrheit des Lebens und die Gedanken anderer zu erkennen, fiel es mir zunehmend schwerer, über alltägliche Dinge zu sprechen. Als diese Zustände immer unangenehmer wurden, versuchte ich wieder Heroin, mit dem Gedanken, daß ich es ja schon einmal genommen hatte und ohne Probleme wieder lassen konnte. Doch diesmal „half“ mir das Heroin dabei, wieder über alltägliche Dinge nachdenken zu können. Ich war froh, daß ich einfach wieder über normale Themen sprechen und meinen Alltag meistern konnte.

Zunächst rauchte ich das Heroin nur am Wochenende, doch relativ schnell fand ich immer öfter eine Begründung, um es auch unter der Woche zu nehmen, bis ich dies sehr schnell täglich tat. Im ersten Jahr brauchte ich noch nicht sehr viel, um mich gut zu fühlen und auch der Entzug machte sich nur durch Symptome ähnlich einer leichten Grippe bemerkbar, so daß ich auch mein Abitur noch ohne größere Probleme schaffte.

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch davon überzeugt, daß ich die Kontrolle über meinen Drogenkonsum hatte und jederzeit damit aufhören können würde, wenn ich nur wollte. Nach meinem Abitur zog ich bei meinen Eltern aus und in eine eigene Wohnung. Von meinen früheren Freunden wandte ich mich mehr und mehr ab, da mich ihre Sorgen nervten und ich lieber mit Leuten zusammen sein wollte, welche die gleichen Interessen hatten wie ich, Heroin. So war ich fast ausschließlich mit Leuten zusammen, die ebenfalls Heroin nahmen.

Irgendwann in dieser Zeit wurde ich schwanger. Ich war ziemlich verzweifelt und als der Vater des Kindes wegen einer Messerstecherei ins Gefängnis kam, beschloß ich, daß ich das Kind nicht bekommen konnte. Die Abtreibung wurde unter Vollnarkose durchgeführt und als ich aus der Narkose aufwachte, fühlte ich zunächst nichts außer einer tiefen Leere. Einige Tage später bekam ich öfters Weinkrämpfe und ich wußte, daß mein Leben nie mehr dasselbe sein würde. Ich sprach mit Freunden und auch mit einer Psychotherapeutin. Jeder bestätigte mir, daß ich viele gute Gründe für diese Entscheidung gehabt hätte, doch die Schuld ließ mich nie richtig los. Von nun an stürzte ich mich noch mehr in die Drogen. Ich setzte meine Latte, die mich dazu veranlassen würde aufzuhören, immer ein Stück weiter und meine Wertvorstellungen gingen immer mehr den Bach runter.

Nach einiger Zeit ging ich täglich zu einem Arzt, der mir Methadon, eine ärztlich kontrollierte Ersatzdroge, gab. Allerdings schaffte ich es nicht lange, nur Methadon zu nehmen. Stattdessen lernte ich bei dem Arzt mehr Leute aus der Szene kennen und oft fuhren wir, nachdem wir bei dem Arzt unser Methadon bekommen hatten, weiter zum nächsten Dealer, um dort Heroin zu kaufen. Mit der Zeit brauchte ich immer mehr Heroin, um einfach normal zu sein.  

Auch als mein damaliger Freund an einer Überdosis Heroin starb, redete ich mir immer noch ein, daß ich jederzeit aufhören könnte, wenn ich nur wollte. In dieser Zeit bekam ich vom Arzt Methadon, um keine Entzugssymptome zu haben und kaufte zusätzlich Heroin, um etwas high zu sein. Nach kurzer Zeit wurde ich von mehreren Ärzten rausgeworfen, da sie früher oder später herausfanden, daß ich weiterhin Heroin nahm.

So ging ich das erste Mal in eine Psychiatrie zur Entgiftung. Diese mußte ich allerdings nach drei Tagen, wegen zu hoher Heroinwerte, wieder verlassen und so ging das Doppelleben weiter. Um den Schein aufrechtzuerhalten studierte ich weiterhin Sozialpädagogik, was recht gut ging, so lange ich genug Heroin hatte. Dies war insofern ein Teufelskreis, als daß ich Heroin benötigte, um "funktionieren" zu können. Das Methadon, welches ich vom Arzt bekam, reichte, aufgrund des fortwährenden Heroinkonsums, schon lange nicht mehr, um die Entzugssymptome wegzunehmen. Schließlich nahm ich in der Regel zu meinem Methadon noch 5 bis 10 Gramm Heroin, so daß mein Alltag letztendlich davon bestimmt war, Heroin zu besorgen/zu nehmen, um weiterhin „funktionieren“ zu können. Für Freundschaften blieb hier keine Zeit mehr. Statt dessen gab es morgens, mittags, abends und nachts nur ein Lebensziel – und das war HEROIN. Der Gedanke an Heroin war mein erster Gedanke am Morgen, mein letzter am Abend und oft wurden auch meine Träume von dieser Gier bestimmt.  

Nach einiger Zeit versuchte ich einen weiteren Entzug in einer Entzugsklinik. Da ich nachts nicht schlafen konnte, ging ich zu dem Arzt, um mir mehr Schlaftabletten verschreiben zu lassen. Dieser verschrieb mir jedoch nichts und meinte stattdessen,  daß es einen Grund gäbe, warum ich nicht schlafen könne, und daß ich Gott dafür danken solle. Ich ärgerte mich ziemlich über diese Antwort und hielt ihn für einen kompletten Spinner. Doch als ich nachts wieder nicht schlafen konnte, redete ich mit Gott und bat ihn in meiner Verzweiflung um Hilfe.

Als ich schließlich, körperlich entgiftet, entlassen wurde, holte ich mir mit meinem Freund direkt wieder Heroin, so daß wir zu berauscht waren, um nach Hause fahren zu können und die Nacht im Auto vor der Klinik verbrachten. Schließlich mußte ich mir  langsam eingestehen, daß ich süchtig war und es fiel mir immer schwerer den Schein aufrecht zu erhalten. So verlor ich letztendlich meinen Führerschein, meine Wohnung und mußte mit einem Haufen Schulden wieder bei meinen Eltern einziehen, denen ich natürlich wieder erzählte, daß ich nichts mehr nehmen würde.
Zu dieser Zeit fühlte ich mich zunehmend ausgelaugt und kraftlos. So lange es genug Heroin gab, fühlte ich mich ganz gut, doch wenn es nicht genug gab oder es von schlechter Qualität war, erkannte ich, was für ein Häufchen Elend ich ohne dieses Pulver war. Ohne diese Droge war ich nicht mal mehr fähig, richtig zu laufen. Oft lag ich weinend im Bett und dachte, daß ich irgendetwas bräuchte, daß mir helfen würde und gleichzeitig wußte ich, daß mir ein Leben ohne Drogen nicht lebenswert erschien. Denn ohne Drogen war diese tiefe Sehnsucht da, die mir noch schlimmer erschien als meine Drogensucht. Oft dachte ich mir: „Stell dir vor, du hättest alles Geld der Welt und könntest tun was Du willst“ , doch beim besten Willen konnte ich mir nichts vorstellen, was mich glücklich machen und dieses Loch hätte stopfen können. Also beschloß ich, daß es besser sei, ein kurzes Leben mit Drogen als ein langes Leben ohne Drogen zu haben.  

Nachdem ich somit in einer Weise mit meinem Leben abgeschlossen hatte, lernte ich eines Tages auf der Straße Georg (siehe auch Georg`s Zeugnis) kennen. Er war dort mit einem anderen Mann zusammen und erzählte mir von Jesus und daß Gott sein Leben komplett verändert habe. Darüber hinaus sagte er mir, dass ich in Feindschaft mit Gott sei, aber daß Gott mir vergeben würde, wenn ich mich zu ihm bekehren, mich unter Wasser taufen lassen und mit dem Heiligen Geist, mit dem Zeichen des Sprechens in anderen Zungen, getauft werden würde. Alles was ich jemals getan hatte, sogar wenn es Mord gewesen wäre, würde dann sein, als ob es nie geschehen wäre. JESAJA 1:18: „Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“ Diese Worte berührten mich zutiefst, weil ich innerlich wußte, daß ich, neben anderen Dingen, des Mordes schuldig war und bis zu diesem Tag konnten mir weder irgendwelche Religionen noch Psychiater diese Schuld wegnehmen. Ich wußte, daß ich, sollte Gott wirklich existieren, viele Sünden begangen hatte und daß mein Leben voller Lügen war und so tauschten Georg und ich Telefonnummern aus. Danach ging ich zur nächsten Toilette, um wieder Heroin zu nehmen.   

Seit dieser Begegnung beschäftigte mich mehr und mehr der Gedanke, was wäre, wenn es Gott wirklich geben würde. Da ich zu sehr in meinem Drogenleben verstrickt war, schaffte ich es über mehrere Wochen nicht, mich mit Georg zu treffen. Deshalb warf Georg mir irgendwann das Buch „Das Kreuz und die Messerhelden“ in den Briefkasten. Es handelt von einem Mann, der zu den Gangs in New York ging und erlebte, wie Heroinsüchtige, nachdem sie den Heiligen Geist empfangen hatten, von ihrer Sucht frei gesetzt wurden. Dies beschäftigte mich so sehr, daß ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Ich konnte einfach nicht verstehen, daß niemand davon wußte, da es doch ein perfekter Beweis dafür war, daß Gott wirklich existiert. Als ich am nächsten Morgen zur Arbeit lief, begann ich auf einmal zu weinen und irgendwie wußte ich, daß Gott existiert und ich in der Vergangenheit viele Dinge getan hatte, die gegen ihn waren.

Nach einiger Zeit schaffte ich es tatsächlich Georg zu treffen. Während wir im Auto fuhren, fragte er mich, ob er mir eine persönliche Frage stellen dürfe. Nachdem ich dies bejahte, fragte er mich, ob ich schon einmal abgetrieben hätte. Ich fragte ihn, wie er darauf käme und er sagte nur, daß ihm dies in den Sinn gekommen sei, während er gebetet habe. Ich war fertig! Dies war die einzige Sache, die mich all die Jahre nie in Ruhe gelassen hatte. Irgendwie wußte ich, daß es von Gott war und ich dachte mir, daß Gott vielleicht doch noch nicht das Interesse an mir verloren hatte, wenn er sich die Mühe machte und Georg meinen „wunden“ Punkt zeigte. An diesem Abend besuchten wir noch ein befreundetes Ehepaar von Georg und sie erzählten mir, wie sie zu Gott gekommen waren. Bei diesen Erzählungen fiel immer wieder der Begriff „Beziehung zu Gott“ und ich fragte mich, wie es gehen solle, eine Beziehung zu Gott zu haben, denn das war genau das, was ich von meinen früheren Jahren in der Kirche nicht kannte. Kurze Zeit später ging ich mit ihnen zu einer Gemeindeversammlung und bemerkte, daß diese Leute etwas hatten, das ich definitiv nicht hatte, aber unbedingt haben wollte.

Georg erklärte mir, daß jeder Mensch ein natürliches Verlangen nach Gott habe, aber daß die meisten Leute diese Leere mit Dingen wie Arbeit, Geld, Drogen usw. zu füllen versuchen, aber eigentlich nur Gott diese Leere ausfüllen könne. So begann ich hin und wieder in der Bibel zu lesen, aber da ich nicht viel davon verstand, erklärte mir Georg am Telefon oft einzelne Bibelstellen. Besonders beeindruckten mich solche Stellen, in denen es heißt, daß, wenn wir uns zu Gott bekehren, von unserem Leib Ströme lebendigen Wassers fließen werden und uns nimmer dürsten wird: „Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt:„Gib mir zu trinken!", du bätest ihn, und er gäbe dir lebendiges Wasser… Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt“ (JOHANNES 4:10,13-14). Dies berührte mich sehr, denn diesen immer wiederkehrenden Durst, kannte ich nur allzu gut. 
Eines Tages betete ich zu Gott und sagte ihm, daß er mein Leben haben könne, wenn er es wolle und kurz darauf entschied ich mich, getauft zu werden.

Bis dahin war ich noch vollkommen abhängig. Wenn ich nachts aufwachte, hatte ich Entzugsschmerzen und mußte etwas nehmen, um weiterschlafen zu können. Georg war davon überzeugt, daß Gott mich sofort von meiner Heroinsucht heilen würde und erzählte mir ein paar Beispiele von Leuten, die dies erlebt hatten. Mein Glaube war nicht gerade groß. Ich dachte, daß dies vielleicht bei anderen funktioniert hatte, aber ich war nicht sicher, ob es auch bei mir funktionieren würde, aufgrund der groβen Menge an Heroin, die ich nahm. Nachdem ich um 13 Uhr das letzte Mal Heroin genommen hatte, beteten wir zusammen, daß ich den Heiligen Geist empfangen würde, mit dem Zeichen des Sprechens in anderen Zungen. Ich selbst war ziemlich erstaunt, als plötzlich unbekannte Silben aus meinem Mund strömten. Ich war überwältigt. Im Anschluß gingen wir zu einem See, in welchem ich unter Wasser getauft wurde.
Danach beschlossen wir, bei mir zu Hause all die Drogen, die dort noch gelagert waren zu holen und wegzuschmeißen. Als ich nach Hause kam, wollte ich noch ein letztes Mal an einer Zigarette ziehen. Doch als ich sie anzündete und den Rauch inhalierte, erschien mir diese Prozedur plötzlich ganz fremd. Obwohl ich normalerweise 3 Packungen täglich rauchte, habe ich seit diesem Tag, keine Zigarette mehr geraucht und dies ohne jegliche Anstrengung. Danach ging es an die Drogen. Leicht zitternd spülte ich meine restlichen Drogen die Toilette hinunter. Bis vor ein paar Stunden waren diese Drogen noch alles wofür ich gelebt hatte und mein einziger Lebensinhalt, doch durch Gott war es mir jetzt möglich, dies alles wegzuwerfen.

Die ersten Tage nach meiner Taufe blieb ich bei Leuten aus unserer Gemeinden, und obwohl ich am Anfang nicht überzeugt war, daß es funktioniert, fand ich heraus, daß ich keinen Entzug bekam. Ich fühlte mich ein bisschen schwach, aber dies war nichts im Vergleich zu den Symptomen, die ich sonst bereits hatte, wenn ich nur ein paar Stunden kein Heroin mehr genommen hatte.  

Gott hatte mir die körperliche Sucht komplett weggenommen. Nicht nur das, auch die psychische Abhängigkeit war weg. Ich wußte das irgendetwas anders war beziehungsweise, dass Gott mit mir war. In dieser Zeit kam mir oft die Schrift in den Sinn aus 2. KORINTHER 5:17: „Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!”, und ich wusste, dass es genauso war. Zwar war die Erinnerung an mein ganzes altes Leben mit Drogen noch da, doch irgendwie wußte ich, daß all dies, obwohl es gerade mal ein paar Tage her war, der Vergangenheit angehörte.

Das alles ist inzwischen 5 Jahre her und Gott hat mein Leben sehr gesegnet. Nach meiner Bekehrung habe ich mich erst mal mit meinen Eltern ausgesprochen und zum ersten Mal seit Jahren beantwortete ich ihre Fragen, ohne sie anzulügen. Auch wenn sie anfangs noch skeptisch waren, so hat Gott die alten Wunden geheilt und sie sind nun sehr froh zu sehen, daß sich mein Leben drastisch geändert hat. 

Vor drei Jahren haben Georg und ich geheiratet und jetzt planen wir als Missionare für eine Zeit nach Australien zu ziehen, was sehr aufregend ist. Inzwischen bekamen wir eine kleine Tochter und ich bin dem Herrn sehr dankbar, dass er mir eine Familie und ein neues Leben gegeben hat.
Rückblickend kann ich sagen, daß Gott das geschafft hat, was mir, den Ärzten und Pädagogen unmöglich war. Doch abgesehen davon, daß Gott mich komplett von meiner Heroinsucht geheilt hat, ist es ein noch größeres und bedeutenderes Geschenk, daß Gott mir meine Sünden vergeben und mir, durch das Opfer von Jesus, nämlich durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung, ewiges Leben geschenkt und mich vor der Ewigkeit in der Hölle gerettet, hat.
MARKUS 8:36: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme an seiner Seele Schaden?”
RÖMER 6:23: „Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm HERRN.”

Ich danke Gott für Seine Gnade,

Jessie
 

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