Aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht

Ilona - Zürich, Schweiz

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Hallo! Mein Name ist Ilona,

ich lebe in der Nähe von Zürich und ich möchte euch erzählen, wie der Herr Jesus Christus in mein Leben kam, um mich zu retten und, im wahrsten Sinne des Wortes, aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht zu führen.

Als ich sechs Jahre alt war, nahm mein Vater sich das Leben und meine Mutter begann zu trinken. Für meinen Bruder, meine Schwester und mich war es eine schreckliche Zeit. Meine Mutter war fast täglich betrunken und unser Leben bestand aus Streiten und Schreien. Zu jener Zeit lebten wir mit dem ersten Mann meiner Mutter, seiner Familie, und unserem Großvater in einem Haus - und alle waren Alkoholiker. Oft lag ich im Bett und träumte von einem richtigen Zuhause, in welchem ich wirklich geliebt und umsorgt werden würde. Mit 13 Jahren begann ich über Selbstmord nachzudenken, um so an den Ort gehen zu können, von dem ich träumte. Ich dachte, daß ich so in den Himmel kommen würde. Inzwischen weiß ich, daß dies nicht der Fall gewesen wäre.

Schließlich begann ich Alkohol zu trinken und Marihuana zu rauchen, um alles vergessen zu können.

Da ich keine Beziehung zu meiner Mutter oder dem Rest meiner Familie hatte, brauchte ich jemand anderen, mit dem ich über meine Probleme reden konnte. Ich versuchte so wenig wie möglich zu Hause zu sein, und verbrachte die meiste Zeit mit anderen Teenagern, die in einer ähnlichen Situation waren, wie ich. Schließlich begann ich Alkohol zu trinken und Marihuana zu rauchen, um alles vergessen zu können. Wenn ich betrunken oder high war, fühlte ich mich besser und die Situation zu Hause schien nicht mehr so schlimm zu sein. Doch wenn die Wirkung des Alkohols und der Drogen vorbei war, war alles nur noch schlimmer. Ich verbrachte die Nächte in Diskotheken und Pubs. Wenn ich morgens aufwachte, wußte ich oft nicht mehr, wo ich war. Manchmal wachte ich sogar auf einem Parkplatz auf. Als mir Marihuana und Alkohol nicht mehr ausreichten, versuchte ich verschiedene Tabletten und LSD und drang in eine Welt ein, die ich vorher nicht gekannt hatte. Mit 18 Jahren rauchte ich täglich Marihuana und nahm jedes Wochenende LSD Trips.

Es war aufregend, diese andere Welt kennen zu lernen und ich wollte nicht mehr in der wirklichen Welt leben. Ich versuchte der Wirklichkeit sooft wie möglich zu entfliehen und erlebte sehr gefährliche Situationen. Aufgrund der Halluzinationen war ich stundenlang „irgendwo“, ohne zu wissen wo. Ich sah unglaubliche Dinge und hörte Worte, die niemand sonst hören konnte. Einmal konnte ich sogar fühlen, wie mein Geist meinen Körper verließ und ich konnte mich selbst von oben beobachten. Von da an wußte ich, daß es eine andere Dimension gab, eine andere Welt und ich wollte mehr darüber herausfinden. Zu jener Zeit dachte ich, daß dies alles etwas mit Gott oder Jesus zu tun haben müsse.

Im Zuge dessen wuchs mein Interesse an sogenannten „harmlosen“, okkulten Praktiken wie Geisterbeschwörungen (Geister ist ein anderes Wort für Dämonen) und „Tischerücken“. Ich dachte, daß ich so, etwas über meinen Vater erfahren könne und warum er sich das Leben nahm. Zu jener Zeit wußte ich nicht, daß ich niemals mit meinem Vater in Kontakt war, sondern mit Dämonen. Diese Dämonen versuchten mir zu erklären, daß mein Vater nicht Selbstmord begangen hatte, sondern daß er ermordet worden war und ich seinen Mörder suchen solle. Mit der Zeit stellten sich die „harmlosen“, okkulten Praktiken als alles andere als harmlos heraus! Einige meiner Freunde drehten völlig durch, sie verletzten sich selbst schwer und wurden in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert. Schließlich erkannte ich, daß dies überhaupt nichts mit Gott und Jesus zu tun hatte. Um was es wirklich ging, wußte ich jedoch auch nicht. .

Ich versuchte der Wirklichkeit 
sooft wie möglich zu 
entfliehen...

Also ging meine Suche, nach etwas „Höherem“ sowie nach dem Sinn des Lebens und nach Sicherheit, weiter. Irgendwie hatte ich das Gefühl, eine schwere Last tragen zu müssen, doch ich wußte nicht, wie ich sie loswerden konnte. Ich sehnte mich nach jemandem, der mir helfen konnte. In verschiedenen Beziehungen versuchte ich Trost und Liebe zu finden, doch meistens wurde ich von den Männern nur ausgenutzt. Ich fühlte mich schmutzig und benutzt.

Mit 23 Jahren wurde ich schwanger. Ich heiratete und mein Sohn, René, wurde geboren. Zu dieser Zeit hörte ich auf, Drogen zu nehmen und trank auch keinen Alkohol mehr. Als mein Sohn ein Jahr alt war, fiel ich jedoch in mein altes Leben zurück. Obwohl ich meinen Sohn über alles liebte, war da noch immer diese Sehnsucht nach einem tieferen Sinn des Lebens, nach etwas, das den „leeren Platz“ in meinem Herzen füllen konnte. Also begann ich wieder, Alkohol zu trinken und Drogen zu nehmen. Schließlich wurde alles noch schlimmer als zuvor und während ich bereits zum Frühstück einen Joint rauchte, hatte ich nicht selten bis zum Abend eine Flasche Whisky getrunken. Als ich am absoluten Tiefpunkt in meinem Leben war, verließ ich meinen Mann und meinen Sohn, um mit einem anderen Mann wegzugehen und meinem Leben zu entfliehen. Jetzt weiß ich, daß ich nur vor mir selber fliehen wollte. Bereits ein paar Tage, nachdem ich meine Familie verlassen hatte, konnte ich es nicht mehr ertragen. Ich konnte weder schlafen noch essen und nicht einmal mehr denken. Ich wußte, daß es nicht richtig war und deshalb ging ich wieder weg.

Da ich nicht wusste, wo ich hingehen sollte, besuchte ich eine Freundin. Während wir in ihrer Küche, einem schmutzigen Raum voller Rauch und Dunkelheit, saßen, kam eine ihrer Freundinnen vorbei. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, worüber wir sprachen, nur daran, daß sie mir plötzlich erzählte, dass sie Christin sei.

„Jesus mußte am Kreuz sterben, um deine Sünden zu tragen“, sagte sie und „Er tat es aus Liebe zu dir.“

 Ich WUSSTE, dass ich ein Sünder war und dass die Last, die ich mit mir herumtrug meine Sünde war. 

Dieser eine Satz schnitt in mein Herz wie ein Schwert. Ich WUSSTE, daß sie Recht hatte. Ich WUSSTE, dass ich ein Sünder war und dass die Last, die ich mit mir herumtrug meine Sünde war. Das war die Antwort auf alle meine Fragen. Das war der Sinn des Lebens, nach dem ich gesucht hatte. Es ist sehr schwer zu beschreiben, aber all diese Gedanken gingen mir sofort durch den Kopf. Ich begann zu weinen und konnte nicht mehr aufhören. All die Angst, der Schmutz und der Schmerz wurden weggewaschen. Es war, als ob Jesus selbst neben mir im Raum stand, und der Raum, der zuvor dunkel und schmutzig war, wurde plötzlich strahlend hell.

Nachdem ich lange Zeit geweint hatte, fragte ich Claudia, das christliche Mädchen, was ich nun tun solle. Sie sagte mir, daß ich umkehren und mich von all dem Bösen in meinem Leben abkehren müsse und am Sonntag in die Versammlung kommen solle. Kurz danach ging ich nach Hause zurück, zu meinem Mann und meinem Sohn. Im Schlafzimmer bekannte ich Gott alle Sünden, die mir in den Sinn kamen. Schließlich fragte ich Gott um Vergebung und bat ihn, mich zu reinigen. Auf der Stelle war die Last verschwunden! Da ich keine Ahnung vom Wort Gottes hatte, fragte ich Gott, was ich in meiner Situation tun solle. Ich sagte dem Herrn, daß ich Seinen Willen tun wolle und bat Ihn, mir Seinen Weg zu zeigen.

Durch den Drogen- und Alkoholmissbrauch hatte ich zu dieser Zeit Herzprobleme. Oft hörte mein Herz, kurz, auf zu schlagen oder es schlug viel zu langsam oder zu schnell. Deshalb betete ich einfach: „Herr, wenn es dein Wille ist, daß ich bei meinem Mann bleibe, dann heile bitte mein Herz.“ Sofort schlug mein Herz normal, und das tut nun, nach 21 Jahren, immer noch. Das Erstaunlichste war für mich, daß ich den anderen Mann, mit dem ich weggegangen war, bis heute, nie mehr wiedergesehen habe.

Schließlich ging ich zu den christlichen Versammlungen, wie Claudia es gesagt hatte. Ich wurde getauft und empfing den Heiligen Geist wie das Wort Gottes in APOSTELGESCHICHTE 2:38 sagt „Tut Buße und ein jeglicher von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesus Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“

In dem Moment meiner Taufe wurde ich komplett geheilt und von der Drogen- und Alkoholsucht befreit. Die Leere in meinem Leben und mein Drang, vor der Realität zu fliehen, waren sofort verschwunden. Es war als ob ich niemals irgendwelche Drogen genommen hätte. Ich war wahrhaft wiedergeboren (JOHANNES 3:7), befreit von der Sünde und geheilt von dem, was ich mir selbst zugefügt hatte. Ich konnte ein neues Leben beginnen, mit Jesus an meiner Seite und ich hatte endlich das zu Hause gefunden, nach dem ich all die Jahre gesucht hatte! Ehre sei dem Herrn!

1. PETRUS 2:9 „...daß ihr verkündigen sollt den Lobpreis dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.“

Preis und Ehre sei dem Herrn!

Ilona
 

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