Als die Mauer in Deutschland fiel, schenkte Gott mir ein neues Leben!

Sonni - Ostfriesland, Deutschland

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Hallo, mein Name ist Sonja und ich möchte Euch gerne erzählen, wie Gott mein Leben verändert hat.

Leider hatte ich keine schöne und behütete Kindheit. Nach der zweiten Scheidung meiner Mutter wuchs ich ohne meinen Bruder bei ihr alleine auf. Seit der Scheidung lebte meine Mutter sehr frei und genoss ihr Leben mit ständigem Partnerwechsel. Über Gott und die Bibel wusste ich nichts.

Dann, einen Tag vor meinem 16. Geburtstag, verstarb meine Mutter mit nur 34 Jahren. Anstatt in ein Heim eingewiesen zu werden, gab man mir die Chance, unter Beobachtung eines Vormundes, alleine zu wohnen. Nach außen sah alles ganz gut aus, aber Schritt für Schritt folgte ich den Pfaden meiner Mutter und brachte immer neue Typen nach Hause. Mit 17 trank ich dann jeden Abend eine Flasche Rotwein, um meine Sehnsucht nach Liebe zu ertränken. Ich kleidete mich äußerst provokant und immer mehr gefiel mir die Hardrock- und Heavy-Metal-Szene. Innerlich fühlte ich mich schmutzig, schuldig und ausgenutzt, aber nach außen hin gab ich mich selbstbewusst und arrogant.

Dann eines Abends im Dezember 1988, ich schaute gerade mit meinem Freund einen Jesus-Weihnachtsfilm, besuchte mich mein bester Kumpel Ralf. Das war nichts Ungewöhnliches, denn er wohnte gegenüber und wir trafen uns oft. Doch an diesem Abend sollte ich das erste Mal von Gott und der Bibel hören, denn Ralf war Christ geworden und erzählte uns voll Feuer und Flamme, wie sich sein Leben verändert hatte. Mein Freund und ich fanden das alles nur lächerlich und machten ihm klar, dass wir lieber unsere Ruhe haben wollten.

Aber Ralf kam immer wieder. Und wie ich es gewohnt war, gab ich nach außen eine andere Person ab, als ich tatsächlich war. Ich war zutiefst bewegt und getroffen von den Dingen, die Ralf mir über meinen seelischen Zustand erzählte. Ich wusste von Anfang an, dass ich vor Gott schuldig war und mich dringend taufen lassen musste. Ich hatte ziemliche Angst vor der Hölle und wusste ganz genau, dass ich nichts anderes verdient hatte. Aber diese Gedanken behielt ich für mich und gab nach außen die Uninteressierte und Coole.

Als Ralf mir u.a. erzählte, dass Jesus auf die Erde zurückkommt, um die Menschheit zu richten, fragte ich ihn ziemlich frech: „Na, wann kommt er denn?“ Doch die Antwort, die ich dann bekam, war in meinen Augen einfach nur Unsinn. Ralf erklärte, dass die Bibel über einen 3. Weltkrieg spricht und dass Deutschland als vereinigtes Land mit in den Krieg ziehen würde (HESEKIEL 38:6). Zu dieser Zeit würde Jesus auf die Erde zurückkommen. Deutschland würde sich also wiedervereinigen. PENG! Das war zu viel. Solange ich denken konnte, gab es die DDR. Und meines Erachtens würde es die Mauer auch noch in 100 Jahren geben. Ich tat das als Spinnerei ab.

Nachts, wenn ich alleine war, hatte ich solche Angst vor der Hölle

So ging ein Jahr ins Land. Ralf besuchte mich ein- bis zweimal wöchentlich und jedes Mal musste ich mir auch etwas über die Bibel anhören. Nachts, wenn ich alleine war, hatte ich solche Angst vor der Hölle. Ich fing an, mich regelmäßig zu bekreuzigen in der Hoffnung, Gott würde mir dadurch meine Schuld nehmen. Aber das Gegenteil war der Fall. Ich war froh, wenn ich morgens lebend aufwachte und ich passte auf, dass mich kein Auto überfuhr. Ich wollte mich unbedingt taufen lassen. Ich wollte den Heiligen Geist empfangen, so wie Ralf es mir in der Bibel gezeigt hatte. Ich wollte Frieden und Vergebung in meinem Herzen spüren. Doch mein Stolz war zu groß. Ich wollte nicht auf meine Zigaretten, meine Musik und meinen Freund verzichten. Eigentlich Dinge, die mir irgendwie nichts brachten und auch Schuld an meiner Misere waren. Doch noch konnte ich mich diesen nutzlosen Dingen nicht entziehen.

Dann kam der 10. November 1989, der alles in meinem Leben veränderte. Ralf stand vor meiner Tür mit der Bildzeitung in der Hand. Er rief ganz aufgeregt, dass die Mauer gefallen sei und die Wiedervereinigung Deutschlands besiegelt ist. Er fragte mich, ob ich wüsste, was das zu bedeuten hätte. Er erinnerte mich wieder an den Abend, als wir über die Rückkehr von Jesus Christus sprachen. Es hatte sich vor meinen Augen eine biblische Prophezeiung erfüllte. Das war zu viel für mich. Ich brach weinend zusammen und entschloss mich, mein Leben Jesus anzuvertrauen. 12 Tage später wurde ich getauft und empfing sofort danach den Heiligen Geist mit dem Beweis des Sprechens in anderen Zungen. Meine Nikotinsucht war von diesem Tage an geheilt und kam niemals wieder. Ich lernte schlechte von guter Musik zu unterscheiden und übernahm Verantwortung für mein neues Leben.

Aber das Beste war, dass Gott mir komplette Vergebung und Frieden in meinem Herz schenkte. Alle Ängste, Schuldgefühle und Komplexe waren an einem Abend verschwunden. Tja, nun gehörte also auch ich zu den eifrigen Christen und bis heute bin ich Gott dankbar, dass er so geduldig an mir gearbeitet hat. Gott hat auch mein Leben verändert und geordnet. Gott hat mir einen wunderbaren Mann zur Seite gestellt mit dem ich seit 19 Jahren glücklich verheiratet bin. Gemeinsam haben wir 3 tolle Kinder, die sich immer noch über Mamas Vergangenheit wundern :-)

 

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