Was wir glauben

„So spricht der HERR: Tretet auf die Wege und schauet und fragt nach den alten Pfaden, wo der gute Weg ist, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Aber sie sprachen: Wir wollen's nicht tun! Auch habe ich Wächter über euch gesetzt, die sprechen: Merket auf den Schall der Trompete! Aber sie sprachen: Wir wollen's nicht tun! Darum so höret, ihr Völker, und erkennet, ihr Leute, was unter ihnen weilt! Du Erde, höre zu! Siehe, ich will Unheil über dies Volk bringen, die Frucht ihrer Gedanken, weil sie meine Worte nicht achten und mein Gesetz verwerfen“ (JEREMIA 6:16-19, KJV).

„Verrücke nicht die alten Grenzen, die deine Väter gemacht haben“ (SPRÜCHE 22:28).

Wir glauben, dass die Bibel Gottes vollkommenes Wort ist, dass Jesus Christus das fleischgewordene Wort Gottes ist, dass Er mit Seinem Tod Gott ein williges Opfer darbrachte und von allen Seinen Nachfolgern verlangt, Buße zu tun und wiedergeboren zu werden (s. das Kapitel über die Errettung unter FAQ).

Wenn der mit dem Christentum nicht so vertraute Leser hundert Jahre zurückblicken könnte, so würden unsere Überzeugungen in diesen Christian Assemblies International ("CAI") im Lichte früherer Zeiten recht konservativ und unkompliziert erscheinen. Aufgrund der veränderten Einstellungen und Verhaltensweisen von heute, die auf den abnehmenden Einfluss der Bibel in einst christlichen Ländern zurückgehen, mögen nachfolgende Ausführungen für manch einen dennoch eine kleine Herausforderung sein.

Auf dem Taufbecken der St. Paul's Anglican Cathedral ist der Vers Apostelgeschichte 2:38 eingraviert.Auf dem Taufbecken der St. Paul's Anglican Cathedral ist der Vers Apostelgeschichte 2:38 eingraviert. Die Geschichte gibt Zeugnis von den grundverschiedenen Methoden unserer christlichen Vorväter. Wenn man die St. Paul's Anglican Cathedral in Melbourne, Australien, besucht, so findet man auf der rechten Seite hinter der Eingangstür das für die Ganzkörpertaufe konzipierte Taufbecken, auf dem der Vers APOSTELGESCHICHTE 2:38 eingraviert ist. Die frühen Methodisten/Wesleyaner wurden von ihrem Gründer John Wesley dazu angehalten, nach den geistigen Gaben zu streben (siehe 1. KORINTHER 12:1-10) sowie in Zungen zu beten – eine Praxis, die auch von Martin Luther unterstützt wurde. 1

Vor einhundert Jahren verkündete die Heilsarmee unter der Leitung von General Booth: „Die christliche Mission hat sich im Kongress versammelt, um einen Krieg auszurufen. Sie hat eine Heilsarmee aufgestellt, um das Blut Christi und das Feuer des Heiligen Geistes in jeden Winkel der Erde zu tragen.“ Wenn General Booth während einer Versammlung predigte, kam es häufig vor, daß etliche Menschen durch die Kraft Gottes zu Boden geworfen wurden. Die Mitglieder der Heilsarmee sprachen in Zungen, ein Zeichen, das sich während der gesamten Geschichte des Christentums manifestierte.

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Der Leser, der sich die Zeit nimmt, die Anschauungen und Lehrmaterialien dieser Gemeinde zu studieren, wird erkennen, dass die National-Israel-Botschaft (besser bekannt als British Israel) vielen Menschen ein tieferes Wissen und Verständnis von Gottes Plan und Absichten für die Völker dieser Welt vermittelt hat. In den USA sowie in verschiedenen anderen Ländern, wie z.B. Australien, hat ein Kirchenprojekt namens Christian Identity Movement (C.I.M.) die National-Israel-Botschaft leider überspannt und bestimmte, alttestamentliche Aspekte herausgegriffen, die im Neuen Testament jedoch „erneuert wurden“. Dieses „Verdrehen“ von Versen des Alten Testaments hat die C.I.M.-Gruppen dazu veranlasst, die Trennung zwischen den Rassen zu betonen, was wiederum zur falschen Prämisse führte, Jesus sei nur für „weiße“ Nationen gestorben. Natürlich erklärt die Bibel, dass Gott das Volk Israel zu Seinem Knecht erwählt hat, durch den Er Seinen Willen hier auf Erden offenbart. Doch schon das Alte Testament gewährte den Ägyptern sowie anderen Völkern, nach Jerusalem zu kommen, um im Tempel anzubeten. In dem Abschnitt Nationales Israel wird dieses Thema eingehender erörtert.

In der Tat gebot Jesus Christus Seinen ersten Jüngern, hinauszugehen und die „verlorenen Schafe aus dem Hause Israel“ zu suchen (MATTHÄUS 10:6). Viele religiöse Prediger „vergeistigen“ heute solche Verse und werden nicht einräumen, dass sich der größte Teil der Bibel an Gottes Volk richtet, sprich an die israelitischen und die judaitischen Nationen. DOCH – Gelobt sei der Herr, Er sandte Seinen Sohn, um ALLEN von uns den Weg zur Errettung zu zeigen. Er hat Seine wundervolle Errettung ALLEN verheißen, die Seinen Namen anrufen und Buße tun, ganz gleich welcher Herkunft: RÖMER 9:6-8 und RÖMER 11:17-27 machen das sehr deutlich. Diese Verse zeigen uns außerdem, dass wir Gott fürchten und respektieren sowie Seinen Wegen folgen sollen, damit wir nicht wegen unseres Unglaubens (oder „Ungehorsams“, wie es im griechischen Original der Bibel heißt) verworfen werden.

Viele christliche Kirchen sind zunehmend beunruhigt wegen der recht extremen und militaristischen Haltung einiger dieser C.I.M.-Gruppen. Gottes Wort verlangt Gehorsam gegenüber dem Staat, wie wir in RÖMER 13:1-7. sehen können. Würde die Kirche dieser biblischen Anweisung Folge leisten, so hätte eine tragische Situation, wie die in Waco vermieden werden können. Sollte die Regierung eines Landes so korrupt werden, dass sie das Christentum verbietet, dann wäre die Antwort die gleiche wie die der Heiligen zur Zeit Neros. Wir in den CAI möchten klarstellen, dass wir die Christian Identity Movement nicht unterstützen und uns seit langem von solchen Gruppen zurückgezogen haben, nicht zuletzt wegen ihrer negativen Einstellung gegenüber den farbigen Rassen und ihrer „rachsüchtigen Politik“ bzw. „religiösen Selbstjustiz“. Wir lehnen solche Ideen ab, da sie laut Bibel verboten sind und nicht unserem Erlöser Jesus Christus entspringen, der sich selbst kreuzigen ließ und uns gebietet, falls notwendig, unser Leben zu lassen. Wir sind auch sehr skeptisch gegenüber den Verschwörungstheorien, die von solchen Gruppen auszugehen scheinen.  

An dieser Stelle kann man festhalten, dass die Websites von Gemeinden wie den Assemblies of God, der Elim Pentecostal Church oder der United Pentecostal Church (abgesehen von ihrer strengen „Unitätslehre“) in ihren einführenden Statements, ihrem Aufbau und ihren Überzeugungen mit der unseren grundlegend übereinstimmen.

Der Abschnitt Bibelstudien dieser Website wird dem Leser ein vollständigeres Bild davon geben, wofür wir in den CAI stehen. Im Folgenden möchten wir dagegen die Aufmerksamkeit auf einen Aspekt des Christentums lenken, der heute wenig Beachtung findet oder unter vielen Gläubigen unbekannt ist – sei es aus mangelndem Bewusstsein für das eigene Erbe oder wegen der heutigen „politischen Korrektheit“. Doch das Wort Gottes ändert sich nicht und wird sich niemals ändern.

„Denn ich bin der HERR und wandle mich nicht“ (MALEACHI 3:6).

„Die Schrift kann doch nicht gebrochen werden“ (JOHANNES 10:35).

„Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen“ (LUKAS 21:33).  

Wenn du wissen willst, was sich heutzutage nur noch wenige Christen zu predigen trauen, dann dürfte der nächste Abschnitt interessant für dich sein: Die alten Pfade.

  • 1. „So war das Rüstzeug Gottes zerschlagen, aber die Siege, die durch dasselbe erkämpft sind, bleiben in Ewigkeit. Luther war leicht der größte evangelische Mann nach den Aposteln, voll inniger Liebe zum Herrn wie Johannes, rasch in der Tat wie Petrus, tief im Gedanken wie Paulus, kühn und gewaltig in der Rede wie Elias, unerbittlich gegen Gottes Feinde wie David, Prophet und Evangelist, Zungenredner und Ausleger in einer Person, mit allen Gnadengaben ausgerüstet, eine Leuchte und Säule der Kirche, dazu ein Vorbild deutschen Sinnes und christlichen Wandels in seinem Hause, ein Meister deutscher Sprache, in allen Dingen einfältig wie ein Kind und doch tiefgelehrt, unermüdlich schaffend und wirkend und doch allein Gott und seinem Heiland die Ehre gebend, vielfach geplagt, verfolgt, verspottet und doch allezeit fröhlich, arm und der doch Viel reich gemacht hat. Das Andenken dieses Gerechten bleibe im Segen!“ Quelle: Theodor Sauer, Geschichte der Christlichen Kirche für Schule und Haus. Rudolf Kuntze's Verlagsbuchandlung, Dresden (1859), S. 400.