Die Geschichte Deutschlands

Wie könnte die Bibel ein Volk außer Acht lassen, das weltweit mehr als einhundert Millionen Menschen zählt und das so sehr zur menschlichen Zivilisation beigetragen hat? In diesem Artikel soll verdeutlicht werden, wieviel die Bibel über Geschichte und Prophezeiung dieser bedeutsamen Nation zu sagen hat!
 

„Die Geschichte Deutschlands ist nicht die einer Nation, sondern die einer Rasse. Aus dieser Rasse haben sich seit dem Untergang des römischen Reiches fast sämtliche europäische Völker entwickelt. Sie stellt damit das Bindeglied zwischen Altertum und moderner Geschichte dar. Über fünfzehn Jahrhunderte hatte keine andere Rasse einen solchen Einfluß auf die Entwicklung der zivilisierten Welt wie diese", schreibt Bayard Taylor in seinem Buch History of Germany [Geschichte Deutschlands] (Seite 3).

Deutschlands Beitrag zur Zivilisation ist mit Sicherheit beeindruckend. Große deutsche Philosophen, Komponisten, Dichter, Erfinder und Historiker – zu viele, um sie beim Namen zu nennen – prägten über Jahrhunderte das Denken dieser Welt im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Deutsche Reich ist die älteste staatliche Institution in Europa. Als Heiliges Römisches Reich Deutscher Nationen beherrschte es über ein ganzes Jahrtausend den Kontinent und war in diesem Jahrhundert durch zwei Kriege nahe daran, die Kontrolle über die GANZE WELT zu erlangen. Könnte ein Volk mit einem solch schwerwiegenden Einfluß auf die Menschheitsgeschichte in der Bibel völlig unerwähnt bleiben, wie Gelehrte behaupten?

Der Name „Deutschland" wird in der Bibel nicht erwähnt. Auch der Ausdruck „Germanen“ war nicht bekannt gewesen, bis die Römer vor etwa 2000 Jahren die kollektive Bezeichnung Germani aufbrachten. Die Deutschen selbst nennen sich deutsch und nicht germanisch. Ihr geliebtes Land betiteln sie Deutschland. Wenn wir das deutsche Volk in der Bibel erwähnt finden wollen, dann muß es unter einem anderen Namen stehen. Nicht unter dem, den die Römer ihm gegeben haben!

Seit einigen Jahren nun lehren wir, daß das heutige Deutschland, wie die regelmäßigen Leser der Trumpet wissen, von dem Volk abstammt, das die Bibel mit Assyrien bezeichnet. In diesem Artikel werden wir diesen Sachverhalt aus der Bibel und anderen historischen Quellen beweisen. Natürlich ist die Bibel die beste historische Quelle überhaupt. Ja, in Hinsicht auf die menschliche Zivilisation IST SIE TATSÄCHLICH DIE EINZIGE VOLLSTÄNDIGE HISTORISCHE QUELLE, DIE WIR HABEN.

Wir haben oft gesagt, daß ein Drittel der Bibel aus Prophezeiungen besteht. Die meisten davon gelten für unsere Zeit. Man sieht, daß Assyrien in vielen Bibel-Prophezeiungen vorkommt. Ein großer Teil davon ist Geschichte. Wir lesen in der Bibel über Anfänge und Entwicklung der assyrischen Nation. Sie entspricht dem heutigen Deutschland. Bibel-Geschichte und Prophezeiungen zusammen können uns die gesamte Entwicklung des deutschen Volkes vom Anfang bis zum Ende vermitteln. Wir wollen mit seiner Frühzeit beginnen.

Der Beginn des assyrischen Weltreichs

Das assyrische Volk zog von den nördlichen Regionen der Tiefebene Mesopotamiens nach Mitteleuropa. Diejenigen, die daran zweifeln, mögen die Tatsache beachten, daß DIE GESAMTE MENSCHHEIT früher oder später aus dieser Krippe der Zivilisation hervorgegangen ist – aus der Tiefebene Mesopotamiens! Nachdem sich in Noahs Tagen die Flutwasser gesenkt hatten, kam dort eine Zivilisation auf. „... ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat“ (1. MOSE 8:4). Die Arche landete in der Gebirgsregion, nördlich der mesopotamischen Tiefebene (im Ostteil der heutigen Türkei).

Die Familie Noahs vergrößerte sich rasend schnell. Viele Nachkommen wanderten aus und zogen von der Gebirgsregion Ararat in die Ebene des Landes Sinear oder Mesopotamien (den heutigen Irak). 1. MOSE 10 gibt nur eine kurze Darstellung dieser Geschehnisse wieder, indem es hauptsächlich die Nachfolgerschaften von Noahs Söhnen Sem, Ham und Japhet aufzählt. Jedoch lenkt Gott die besondere Aufmerksamkeit auf Nimrod, dem Enkel Hams, Stammvater der dunkelhäutigen Rassen. Kusch, der Name von Hams Sohn, der gleichzeitig Nimrods Vater ist, bedeutet tatsächlich sogar in der wörtlichen Übersetzung schwarz. Nimrods Name bedeutet „Er rebellierte". Und tatsächlich rebellierte er gegen Gott. Nimrod gründete das Königreich Babylon. Babylon bedeutet Verwirrung. Dazu kam es, als Gott die Sprachen verwirrte beim Turmbau zu Babel. Wenn man diese Berichte aus der Frühzeit mit ihrer Zivilisation liest, kann man klar erkennen, daß GOTT DINGE BEIM NAMEN NENNT!

Neben Nimrod wird im 1. MOSE 10 besondere Aufmerksamkeit auch auf Assur gerichtet. „Von diesem Lande ist er nach Assur gekommen und baute Ninive und Rehoboth-Ir und Kelach“ (1. MOSE 10:11). Die Randbemerkung zeigt in einer genaueren Übersetzung dieses Verses, daß Assur zusammen mit Nimrod aus dem Lande Sinear gezogen war und Niniveh und andere Städte aufbaute. Es gibt klare Beweise, die zeigen, daß Assur mit Nimrod zusammenarbeitete, vor allem im militärischen Bereich. Er half ihm Babel, Ninive und andere Städte aufzubauen.

Betrachten wir jetzt Vers 22: „Und dies sind seine Söhne: Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram.“ Assur war einer der Söhne Sems. Sem ist der Stammvater der weißen Rasse, deren Haut heller und Haar eher blond ist. Bemerkenswert ist, daß Arpachschad als dritter Sohn Sems in diesem Vers genannt wird. Wir lesen in 1. MOSE 11:10: „Dies ist das Geschlecht Sems: Sem war 100 Jahre alt und zeugte Arpachschad zwei Jahre nach der Sinflut.“ Die beiden ersten Söhne Sems, Elam und Assur, bleiben unerwähnt! Weil diese beiden mit Nimrod zusammenarbeiteten, entzog ihnen Sem (und Gott) verständlicherweise das Erbrecht für Sems Vermächtnis. Assur trennte sich von seinem Vater und errichtete das assyrische Weltreich.

Etwa drei Jahrhunderte später wurde Abraham aus der Linie Arpachschads, Sems drittem Sohn, geboren. Aus ihm würde Gott Sein auserwähltes Volk Israel hervorbringen.

Es ist wichtig zu wissen, daß sowohl Assur als auch Arpachschad von der Linie Sems abstammen. Assur ist der Stammvater der Assyrier, während Abraham von der Linie Arpachschads herkommt. Obwohl es einige physische Unterschiede zwischen Israeliten und Assyriern geben mag, stammen beide Völker bedeutsamerweise von der Linie der hellhäutigen Rasse Sems ab. Wir werden darauf noch ein wenig näher eingehen.

Zuerst betrachten wir den frühen Beginn des assyrischen Volkes. Durch nur einige wenige Bibelverse haben wir schon vieles aufgedeckt. Der Geschichtsschreiber Josephus berichtet über Assur: „Sem, der dritte Sohn von Noah, hatte fünf Söhne ... Assur lebte in der Stadt Ninive. Er nannte seine Untertanen Assyrier. SIE WURDEN ZUR REICHSTEN NATION VOR ALLEN ANDEREN" (Antiquities, I, vi, 4). Assyrien entwickelte sich bald zum mächtigsten und wohlhabendsten Land seiner Zeit.

Abraham besiegt die Assyrier

Als Abraham aufwuchs, war Assyrien schon das mächtigste Reich der Erde. Gott führte Abraham in das Land Kanaan, zusammen mit seinem Neffen Lot. Er überschüttete ihre Sippen mit Reichtum und Segnung. Der Konflikt mit den mächtigen Assyriern war nur eine Frage der Zeit.

Wir greifen die Geschichte in 1. MOSE 14:1-2 auf: „Und es begab sich zu der Zeit des Königs Amraphel von Sinear, Arjochs, des Königs von Ellasar, Kedor-Laomers, des Königs von Elam, und Tidals, des KÖNIGS VON VÖLKERN, daß sie Krieg führten ... “ Die in Vers 1 genannten vier Könige waren zu einem gigantischen assyrischen Reich verbunden. Josephus schreibt: „Zur Zeit, als die Assyrier Asien beherrschten, erblühte das Volk von Sodom. Die Assyrier machten daraufhin Krieg mit Sodom. Für den Angriff teilten sie ihre Armee in vier Divisionen auf. Jede Division hatte ihren eigenen Befehlshaber. Wenn sie sich im Kampf vereinigten, wurden sie zu Eroberern. Sie legten den Königen der Sodomiter Tributzahlungen auf. Diese unterwarfen sich über zwölf Jahre dieser Sklaverei ... im dreizehnten Jahr jedoch kam es zum Aufstand. Die assyrische Armee kam unter ihren Befehlshabern Amraphel, Arjoch, Kedor-Laomer und Tidal gegen sie auf. Diese Könige hatten das ganze Land Syrien verwüstet und auch die Nachkommen der Riesen besiegt" (Antiquities, I, ix, 1).

Hinsichtlich 1. MOSE 14:1 steht in Lange's Commentary: „Nach Ktesias und anderen waren die Assyrier die ersten, die eine Weltherrschaft errichteten." (Band 1, Seite 403)

Der vierte König, der in 1. MOSE 14:1 aufgeführt ist, ist Tidal, der „König von Völkern". Er herrschte über das Gebiet Kleinasien. Das Wort Tidal kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „fürchten“, „Furcht erregen“, „furchtbar“ und „schrecklich". Über Jahrhunderte versetzte Assyrien viele Länder IN FURCHT UND SCHRECKEN!

Diese vier assyrischen Generäle kamen, um mit den Königen von Kanaan infolge ihrer Rebellion Krieg zu führen (1. MOSE 14:4). Die Assyrier vernichteten das Volk von Kanaan einschließlich der Städte Sodom und Gomorra. Unter den Gefangenen, die sie machten, befand sich Abrahams reicher Neffe Lot (1. MOSE 14:11-12). Dies erwies sich als ein schwerwiegender Fehler. „Als nun Abram hörte, daß seines Bruders Sohn gefangen war, wappnete er seine [KJV: trainierten] Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis Dan und teilte seine Schar, fiel des Nachts über sie her mit seinen Knechten und schlug sie und jagte sie bis nach Hoba, das nördlich der Stadt Damaskus liegt“ (1. MOSE 14:14-15)

Josephus berichtet, daß Abram und seine Männer eilig marschierten: „In der fünften Nacht fielen sie bei Dan über die Assyrier her, bevor diese sich bewaffnen konnten. Sie erschlugen einige von ihnen, als diese noch in ihren Betten lagen und keinen Angriff erwarteten. Andere von ihnen waren noch wach geblieben, waren aber so betrunken, daß sie sich nicht zum Kampf aufraffen konnten. Sie rannten davon." (Antiquities, I, x, 1)

In 1. MOSE 14:17 steht geschrieben, daß Abram auch die Hauptführer des assyrischen Reiches, die im ersten Vers genannt werden, tötete. Es war eine totale Vernichtung! Die Macht Assyriens wurde in einer einzigen Nacht gebrochen! Bemerkenswert ist, wie der Lauf der Geschichte sich zu diesem Zeitpunkt änderte. Abraham und seine Nachkommen konnten im Lande Kanaan ruhig und frei von jeglicher Bedrohung durch die Assyrier leben. Auch für die Ägypter stellten die Assyrier keine Bedrohung mehr dar. Ägypten konnte jetzt wachsen und zur führenden Nation der damaligen Welt werden. Gott wollte, daß Ägypten den Mittleren Osten beherrschte, nicht Assyrien. Obwohl die Ägypter davon zu dieser Zeit noch nichts wußten, bereitete sich alles auf die Ankunft Josefs und der Kinder Israel vor.

Über die Zeitspanne der nächsten 1200 Jahre wurde in der Bibel hinsichtlich der Assyrier nur wenig berichtet. Sie waren jedoch nicht verschwunden. Ihr Wiederaufkommen um 700 vor Christus als Weltmacht würde sich erneut als Dorn in Israels Seite erweisen.

Assyrier lieben den Krieg

Eigentlich jeder Historiker richtet seine Aufmerksamkeit auf das kriegliebende Wesen des assyrischen Volkes.

Der Autor von History of the World (Weltgeschichte), James McCabe, schreibt: „Die Assyrier waren eine unaufrichtige und kriegerische Rasse, die Gefallen an den Gefahren der Jagd und des Kampfes hatte. Die assyrischen Truppen gehörten zu den herausragendsten der damaligen Welt. Sie brachen Verträge, wenn es um ihre eigenen Belange ging, und hielten ihr Wort nicht. Wegen ihrer Bereitschaft, Verträge zu brechen, wurden sie von ihren Nachbarn stets mit Mißtrauen betrachtet ... Was Organisation und Ausrüstung ihrer Truppen anging, Angriffs- und Verteidigungssysteme sowie ihre Methoden, Befestigungen niederzureißen, stellten die Assyrier gegenüber ihren umliegenden Nachbarn eine klare Überlegenheit dar." (Band 1, Seite 155 und 160)

Dr. Herman Hoeh schreibt: „Das ehemalige Assyrien war die gewaltigste kriegführende Macht aller Zeiten." (Jan. 1963 Plain Truth (Klar & Wahr), „Germany in Prophecy!")

James Hastings sagte: „Die Assyrier der damaligen Zeit waren robuster, kriegerischer und ‚grimmiger' als die sanfteren industriellen Babylonier. Das mag von Klimaeinflüssen und ihren vielen Auseinandersetzungen hergerührt haben. Aber hier kommt auch eine unterschiedliche Rasse zum Vorschein ... Der ganze Staat war im wesentlichen militärisch aufgebaut." (Dictionary of the Bible (Bibellexikon), Stichworte: „Assyria“ und „Babylonia")

In seinem Buch Anvil of Civilization (Amboß der Zivilisation) schreibt Leonard Catrell: „In all den Berichten über menschliche Konflikte ist es kaum möglich, ein Volk zu finden, daß mehr mit Blutvergießen und Morden beschäftigt war als die Assyrier. Ihre Grausamkeit und Wildheit kennen außer in der heutigen Zeit kaum ihresgleichen." (Es ist interessant, daß Catrell ihre Brutalität nur mit „der heutigen Zeit" vergleichen kann. Die Deutschen haben sich in diesem Jahrhundert bei weitem mehr dem Blutvergießen hingegeben als irgendeine andere Nation.)

Nach 800 vor Christus nahm Assyrien an Macht und Wohlstand beachtlich zu und war bereit, die Welt im Sturm zu erobern. Seine Wege kreuzten sich bald mit denen der Kinder Israel.

Dr. Hoeh schreibt seinem Compendium of World History (Abriß der Weltgeschichte): „745 besetzte eine neue Dynastie den assyrischen Thron in Ninive. Es begann mit Tiglath-Pileser III. Diese Dynastie blieb an der Macht bis zum Zusammenbruch Assyriens." (Band 1, Seite 296)

Die Encyclopedia Britannica stimmt mit Dr. Hoehs Aussage überein: „Unter Tiglath-Pileser III kam das zweite assyrische Weltreich auf, das sich vom ersten durch seine Stabilität unterschied. Zum ersten Mal wurde die Idee einer politischen Zentralisierung in der Geschichte umgesetzt. Die assyrischen Streitkräfte wurden zu einer stehenden Armee umgeformt. Durch beständige Verbesserung und sorgfältige Disziplin entwickelte sich bald eine unbesiegbare KAMPFMASCHINE. Die assyrische Politik war darauf ausgerichtet, DIE ZIVILISIERTE WELT UNTER EINE EINZIGE WELTHERRSCHAFT ZU BRINGEN und damit Handel und Wohlstand unter assyrische Kontrolle." (11. Ausgabe, Stichworte „Babylon“ und „Assyrien"). Man kann hier die Gemeinsamkeit Assyriens mit dem heutigen Deutschland erkennen. Deutschland führte die Welt in zwei große Kriege und versuchte damit, in diesem Jahrhundert EIN EINZIGES GROSSES WELTREICH zu errichten. Der Beweis, daß die Assyrier tatsächlich die deutsche Bevölkerung von heute darstellen, kann erbracht werden, wenn wir die Wanderungen der ehemaligen Assyrier unter die Lupe nehmen.

Israel kommt in assyrische Gefangenschaft

Wir wollen jetzt noch tiefer auf die dokumentierte Geschichte Assyriens eingehen. Das assyrische Reich befand sich im nördlichen Teil Mesopotamiens. Im 2. KÖNIGE 16 lesen wir von einem Krieg zwischen Israel und Juda. Zu dieser Zeit waren die Kinder Israel in zwei Nationen geteilt. Die nördlichen zehn Stämme trugen den Namen Israel, die südlichen Stämme den namen Juda. Israel war mit Aram (Syrien) verbündet. Juda ersuchte die Unterstützung von Tiglath-Pileser, dem König von Assyrien (2. KÖNIGE 16:7). Um Juda zu unterstützen, griffen die Assyrier zuerst Aram an, danach Israel.

Im 14. Jahr seiner Herrschaft belagerte Shalmaneser III, der assyrische König zu Calah, das Land von Samarien, das von den zehn Stämmen bewohnt wurde. Das geschah im Jahre 721 vor Christus. In 2. KÖNIGE 17:5-6 steht geschrieben: „Und der König von Assyrien zog durch das ganze Land und gegen Samaria und belagerte es drei Jahre lang [721-718]. Und im neunten Jahr Hoseas eroberte der König von Assyrien Samaria und führte Israel weg nach Assyrien und ließ sie wohnen in Helach und am Habor, dem Fluß von Gosan, und in den Städten der Meder.“

Trotz vieler Warnungen durch die Propheten weigerte sich das Volk Israel weiterhin, von seinem Ungehorsam gegen Gott abzulassen. Gott war es dann, der die Assyrier als Rute Seines Zornes (JESAJA 10:5) sandte, um Israel gefangen wegzuführen. Sie wurden aus ihrem Land entfernt. „So wandelte Israel in allen Sünden Jerobeams, die er getan hatte, und sie ließen nicht davon ab, bis der Herr Israel von seinem Angesicht wegtat, wie er geredet hatte durch alle seine Knechte, die Propheten. So wurde Israel aus seinem Lande weggeführt NACH ASSYRIEN bis auf diesen Tag“ (2. KÖNIGE 17:22-23).

Josephus bemerkte: „Shalmaneser veranlaßte einen Feldzug gegen Samarien ... belagerte es drei Jahre lang und nahm es mit Gewalt ein. Er setzte die israelitische Regierung ab und ließ das Volk nach Medien und Persien deportieren." (Antiquities, IX, xiv, 1)

Herbert W. Armstrong schreibt in Die Vereinigten Staaten und Großbritannien in der Prophezeiung: „In den Jahren 721-718 vor Christus wurde das Haus Israel erobert und eingenommen. Israels Bevölkerung wurde aus seinen Häusern, seinen Städten und dem Land vertrieben und nach Assyrien deportiert. Es wurde gefangen an die Südküste des Kaspischen Meeres gebracht! Danach VERLOR DIE GESCHICHTE ISRAEL AUS DEN AUGEN!" (Seite 68, Ausgabe 1980). Zu diesem Zeitpunkt war Israel völlig aus dem geschichtlichen Blickpunkt verschwunden. Man sprach von den „verlorenen zehn Stämmen" Israels. Aber weiß man auch, warum sie aus den Augen der Welt „verschwunden" waren? Der Grund liegt darin, daß HISTORIKER UND GELEHRTE AUCH DIE ASSYRIER AUS DEN AUGEN VERLOREN HATTEN! Als Israel in ASSYRISCHE Gefangenschaft geriet, bewohnten diese die südliche Küste des Schwarzen und Kaspischen Meeres. Gemäß unserem kostenlosen Buch The United States and Britian in Prophecy (Die Vereinigten Staaten und Großbritannien in der Prophezeiung) führt die Spur der Wanderungen Israels nach Nordwesten geradewegs nach Westeuropa, auf die Skandinavische Halbinsel und auf die Britischen Inseln. Dazu kam es, als die Assyrier nach Mitteleuropa ausgewandert waren, wobei sie Israel mitführten!

Als beide Völker nach Europa kamen, hatten sich die Israeliten aus der assyrischen Sklaverei gelöst und ließen sich in den oben genannten Regionen nieder. Die Assyrier dagegen besiedelten vor allem Mitteleuropa, das heutige Deutschland und Österreich.

Die assyrische Wanderung

Bevor es zur Auswanderung kam, schrieb Periplus um 550 vor Christus: „Die Küste des Schwarzen Meeres ... wird Assyrien genannt." (aus Perrot und Chipiez' History of Art in Sardinia, Judaea, Syria and Asia Minor [Kunstgeschichte in Sardinien, Judäa, Syrien und Kleinasien], Band II, Seite 261). C. Leonard Woolley beschreibt in seinem Buch „Die Sumerer“, wie diese Menschen aussahen: „Auf den Zagros-Hügeln und in der Tigris-Ebene lebte ein Volk ... blond ... ähnlich dem Volk der Guti (Gothen), das ... im Lande, welches später Assyrien genannt wurde, verblieb." (Seite 5). Diese Beschreibung paßt ganz sicher auf die Linie Sems, wie wir schon vorher bemerkt haben.

Dr. Herman Hoeh schreibt in „Germany in Prophecy!" (Deutschland in der Prophezeiung): „Wenn ehemalige griechische Schriftsteller die Assyrier von den Aramäern oder Syriern unterscheiden wollten, nannten sie sie ‚Leucosyri' – was ‚weiß' oder ‚blond' bedeutet und die Assyrier von den dunkleren Syriern, die immer noch in Mesopotamien wohnten, auseinanderhielt." (Plain Truth, Jan. 1963, Seite 17).

Um die Zeit Christi vermerkte der römische Naturalist Plinius der Ältere, daß die Assyrier nördlich des Schwarzen Meeres wohnten (Natural History [Naturgeschichte], IV, 12, Seite 183). Zu dieser Zeit waren sie schon nach Norden hin gewandert.

Aber sie blieben dort nicht für immer, wie Armstrong in seinem Buch The United States and Britain in Prophecy schreibt: „Die Assyrier verließen vor 604 vor Christus das Gebiet nördlich von Babylon und wanderten aus in Richtung Nordwesten durch das heutige Georgien, die Ukraine und Polen in das Land, welches heute DEUTSCHLAND genannt wird. Die Nachfahren dieser Assyrier sind uns als DEUTSCHE bekannt." (Seite 143-144, Ausgabe 1980).

Zurück zu den Wurzeln Deutschlands

Die deutsche Bevölkerung wohnte über viele Jahrhunderte im Herzland Westeuropas. Und doch wissen die Deutschen nur wenig über ihren wahren Ursprung. Vielleicht wollen sie es aber auch nicht wissen. Die Deutschen selbst sind für das Verschwinden dieses Erkenntnisschatzes verantwortlich, gleich wie auch viele am Ende der Hitler-Ära ihre unangenehme Vergangenheit zu verbergen versuchten.

So wie das heutige Israel eine Volksfamilie aus vielen verschiedenen Stämmen darstellt, umfassen auch die Deutschen weltweit mehr als 100 Millionen Menschen. Die meisten davon leben in Deutschland oder Österreich.

Vieles wurde über die alten deutschen Stämme geschrieben, die nach Christi Geburt während der ersten beiden Jahrhunderte nach Europa strömten. Der Dank gebührt größtenteils dem römischen Geschichtsschreiber Tacitus, der zu dieser Zeit lebte. Herausragend unter diesen damaligen deutschen Stämmen waren die Chatten (Vorfahren der heutigen Hessen), die Treveren, die Tungren und die Alemannen, um nur ein paar zu nennen. Chatti bedeutet wörtlich „gewaltsam niederreißen“ und „in Angst und Schrecken versetzen". Die Vorfahren dieses deutschen Stammes lebten vor ihrer Wanderung hauptsächlich in Kleinasien und waren bekannt als die assyrischen Chatten (siehe Tafel).

Viele dieser alten deutschen Stämme standen in fortwährendem Konflikt mit dem Römischen Reich. Deswegen wurden sie von den Römern kollektiv als Germani bezeichnet, was „Kriegsmänner" bedeutet. In der Encyclopedia Britannica steht: „Es gibt keinen Hinweis darauf, daß dieser Ausdruck [Germani] jemals von den Deutschen selbst verwendet wurde. Nach Tacitus waren die Tungri die ersten, die so betitelt wurden. Cäsar erklärt jedoch, daß vier ... Stämme ... alle als Germanen bekannt sind." (11. Ausgabe, Band 11, Stichwort: „Germany")

Die Römer nannten sie Germanen wegen ihrer finsteren und kriegerischen Leidenschaft. „Kein einziges Nachbarvolk konnte den Germanen jemals dahingehend trauen, friedlich zu bleiben", schrieb Emil Ludwig. „Egal, wie glücklich ihr Zustand war, ihre ruhelose Leidenschaft würde sie zu immer höheren Ambitionen und Ansprüchen anstacheln." (The Germans: Double History of a Nation [Die Germanen: Zweiseitige Geschichte einer Nation], 1941, Seite 12)

Diese ehemaligen Stämme wanderten nach Mitteleuropa aus, wie die Historiker bestätigen. Die Römer bezeichneten sie kollektiv als „Kriegsmänner". Aber woher kamen sie? In Smith's Classical Dictionary (Smiths Klassisches Lexikon) steht geschrieben: „Es kann KEINEN ZWEIFEL daran geben: [die Assyrier] ... wanderten aus den Gebieten ums Schwarze und Kaspische Meer über den Kaukasus nach Europa." (Stichwort: „Germania", Seite 361)

Jerome, der 340 vor Christus geboren war, schrieb über die indogermanischen Stämme, die zu seinen Lebzeiten nach Europa wanderten: „Denn Assur (die Assyrier) ist auch bei ihnen!" (Brief 123, Abschnitt 16: Nicäa und die Väter nach Nicäa). Jerome zitierte Psalm 83:9. Er beschrieb die Auswanderung der Assyrier deswegen, weil er sie miterlebte und ihr Augenzeuge war.

Deutschland im Mittelalter

Wie man wohl erwarten konnte, war das deutsche Volk auch im Mittelalter gerne in Kriege verwickelt. Über 1000 Jahre hinweg beherrschte das Heilige Römische Reich Deutscher Nationen den europäischen Kontinent. Dr. Hoeh schreibt in seinem Buch: „Seine Bewohner, die Deutschen, hielten sich für wahre Römer und Erben des christlichen Reiches und Königtums. Sie waren somit das auserwählte Volk des christlichen Zeitalters. Ihnen war der Auftrag gegeben, das Christentum zu bewahren und eine Weltmission zu leiten." (Dez. 1962 Plain Truth, „Germany in Prophecy!" [„Deutschland in der Prophezeiung!"]).

Karl der Große wurde 800 nach Christus durch den Papst zum Römischen Kaiser gekrönt. Er war der erste im Mittelalter, der seinem Volk die Vision eines Weltreiches gab. Diese Vision erhielt sich in den Deutschen über 1000 Jahre. Die Idee kam in diesem Jahrhundert in den beiden Weltkriegen erneut zum Vorschein.

Emil Ludwig schreibt in seinem bereits erwähnten Buch: „Die Geschichte der deutschen Könige und Fürsten des Mittelalters ist geprägt durch Aufruhr und Revolte ... Was Folter und Mißhandlungen im Mittelalter angeht, übertrafen die Deutschen alle anderen Nationen bei weitem an Erfindungsgabe." (Seite 14 und 33). Ein kurzer Rückblick auf das 20. Jahrhundert zeigt, daß die deutsche Neigung zu Brutalität und Krieg nicht mit Ende des Mittelalters aufgehört hat. Dieselbe Tendenz zur Grausamkeit kann bei einem kurzen Rückblick auf die assyrische Geschichte gesehen werden.

In seinem Plain Truth Artikel schreibt Dr. Hoeh weiter: „Deutsche Herrscher und Philosophen haben die Idee des Mittelalters nie vergessen, daß der Deutsche anstelle des Juden von Gott zu einer besonderen Mission gesandt wurde. Deutsche Politiker wissen, daß der Traum von einem Weltreich sich nur dann verwirklichen kann, wenn sie am Gedanken einer Weltmission festhalten." (Dez. 1962)

Wenn man auf das Mittelalter zurückschaut, um das deutsche Volk von heute besser zu verstehen, erscheint es einem geradezu lächerlich anzunehmen, daß der Mensch im Vergleich zu vorher gesellschaftlich „Fortschritte gemacht hätte". Winston Churchill erwog – vor dem ersten Weltkrieg – genau diesen Aspekt: „Niemand würde so etwas tun", sagte er, wobei er die allgemeine Ansicht seiner Zeitgenossen teilen wollte, „Die Zivilisation ist aus solchen Barbareien herausgewachsen." – Stimmt das? Aber dann fragte er: „Sind wir uns da ganz sicher? Es wäre ein Dilemma, hierbei falsch zu liegen. Solch einen Fehler könnte man nur einmal begehen – ein für allemal." (World Crisis [Weltkrise], Seite 46)

Zu sagen, daß Deutschland und die ganze Welt zu „zivilisiert und fortgeschritten" seien, um einen weiteren Weltkrieg einzugehen, ist ein Fehler, der in diesem Jahrhundert gleich zweimal begangen wurde!

Deutschland begann den Ersten Weltkrieg – den Großen Krieg, der das Ende aller Kriege bedeuten sollte, wie wir dachten. Dann aber kam der Zweite Weltkrieg – weit schlimmer im Vergleich mit bis zu 60 Millionen Getöteten. Auch dieser Krieg ging von Deutschland aus.

Aber könnte es wieder geschehen? Das ist die Frage, die jeden auf dieser Erde interessieren sollte. Haben wir unsere Lektion aus der Geschichte gelernt? Der Philosoph George Santayana sagte einmal: „Diejenigen, die die Vergangenheit vergessen, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen."

Das Nazitum starb nicht aus

Im Februar 1945 legten der amerikanische Präsident Franklin Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill in einem unterzeichneten Abkommen die politische Leitlinie über Deutschland fest: „Es ist unsere entschiedene Absicht, den deutschen Militarismus und den Nationalsozialismus zu ZERSTÖREN und dabei gleichzeitig zu VERSICHERN, daß Deutschland NIEMALS WIEDER den Weltfrieden stören wird. Wir sind fest entschlossen, die gesamten deutschen Truppen zu entwaffnen, die militärischen Einrichtungen zu beseitigen, die Kriegsmaschinerie zu zerstören, die deutsche Waffenindustrie zu entfernen oder zu kontrollieren und den deutschen Generalstab FÜR IMMER aufzulösen. Dieser hat wiederholt den deutschen Militarismus aufleben lassen. Es ist nicht unsere Absicht, die deutsche Bevölkerung zu vernichten. Es wird für Deutsche allerdings NUR DANN die Hoffnung auf ein friedsames Leben und einen Platz in der Gemeinschaft der Nationen geben, WENN NATIONALSOZIALISMUS UND MILITARISMUS AUSGEROTTET SIND."

Zurückschauen ist eine gute Idee, die leider nicht umgesetzt wurde, wie Brian Connel in seinem Buch A Watcher on the Rhine (Ein Beobachter am Rhein) anführt: „Zu dieser Zeit [im Frühling 1947] wurde die DENAZIFIZIERUNG von den Aliierten beschlossen. Das entscheidende Problem ihrer Handhabung WAR, DASS SIE DEN DEUTSCHEN SELBST IN DIE HAND GEGEBEN WURDE."

Arthur Spiegelman von Reuter sagte am 10. Mai 1996: „Als die Nazis 1944 erkannten, daß sie den Krieg verlieren würden, faßten sie am Verhandlungstisch mit führenden deutschen Industriellen den Plan für ein geheimes internationales Nachkriegsnetzwerk, durch welches ihre Machtposition erhalten werden könnte. Das kann aus einem kürzlich aus dem Verkehr gezogenen Dokument des U.S. Geheimdienstes ersehen werden."

Neben den beunruhigenden Berichten, daß der Nationalsozialismus nach dem Zweiten Weltkrieg nicht untergegangen war, kann man heute ein Wiederaufleben der deutschen Vormachtstellung erkennen. Am 9. Oktober 1995 sagte die ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher in einer Rede in Colorado, daß die deutsche Wiedervereinigung EIN GROSSER FEHLER GEWESEN WAR, für den Europa bezahlen wird: „Deutschland ist jetzt sehr mächtig geworden. Seine nationale Mentalität ist, zu DOMINIEREN."

In ihrem Buch The Downing Street Years (Die Jahre an der Downing Street) sagte Frau Thatcher: „Ich glaube nicht an eine kollektive Schuld. Es sind immer Individuen, die für ihre Taten moralisch verantwortlich sind. Aber ich glaube an eine nationale Mentalität." (Seite 790-791)

Menschen sind für ihre eigenen Taten verantwortlich. Der Grund, warum wir auf ein weltweites Disaster zugehen, das plötzlich und explosionsartig ausbrechen wird, ist in erster Linie das unstete Wesen des Menschen schlechthin. Nationen sind einfach nur Familien, die in die Größe gewachsen sind. Und wie Frau Thatcher sagte, haben einzelne Völker bestimmte familiäre Charakterzüge und eine bestimmte nationale Mentalität. Die deutsche Mentalität, wie viele Tausende von Jahren beweisen, ist, zu dominieren!

„Ihr habt nicht Deutschland an ein vereinigtes Europa gekettet", erklärte Frau Thatcher in ihrer oben erwähnten Rede, „Ihr habt Europa an ein wiedererstarktes, erneut dominierendes vereinigtes Deutschland gekettet. Am Ende, meine Freunde, werdet ihr finden, DASS ES NICHT FUNKTIONIERT."

Deutschland in der Prophezeiung

Es gibt einen Grund, warum die wahre Identität des deutschen Volkes den meisten Menschen in dieser Endzeit verborgen bleibt. Satan wußte, daß, wenn er die deutsche Identität verdeckt, er die wahre Bedeutung der meisten endzeitlichen Bibelprophezeiungen hinsichtlich der Assyrier verschleiern kann. Ja, selbst ohne den geschichtlichen Beweis von Assyriens Wanderungen nach Mitteleuropa kann schon ein oberflächliches Basiswissen über die deutsche Geschichte die Erkenntnis liefern, wer die Assyrier in Wirklichkeit sind.

„O ASSYRIEN, die Rute meines Zornes, und der Stock in ihrer Hand ist meine Entrüstung. Ich will ihn gegen eine heuchlerische Nation schicken, und gegen das Volk, dem ich zürne, gebe ich ihm Befehl, daß er's beraube und ausplündere und es zertrete wie Dreck auf der Gasse. Aber er meint's nicht so, und sein Herz denkt nicht so, sondern sein Sinn steht danach, zu vertilgen und auszurotten nicht wenige Völker“ (JESAJA 10:5-7, KJV). Diese Prophezeiung enthält zwei Bedeutungen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Endzeit gerichtet ist. Deswegen schrieb Jesaja seine Botschaft auch in ein Buch (JESAJA 30:8). Man bemerke, daß Jesaja sagte, Assyrien rottet VIELE Völker aus – nicht wenige! Das gehört zu seiner nationalen Mentalität und wurde sein Erkennungsmerkmal unter den Völkern.

Gott wird diese grausame Bestrafung auf Seine israelitischen Endzeitnationen, vor allem auf die USA und Großbritannien, kommen lassen. Man lese HESEKIEL 7:1-3: „Und des HERRN Wort geschah zu mir: Du Menschenkind, so spricht Gott der HERR zum Land Israels: Das Ende kommt, das Ende über alle vier Enden des Landes. Nun kommt das Ende über dich; denn Ich will MEINEN ZORN über dich senden und will dich richten, wie du verdient hast, und will alle deine Greuel über dich bringen“ (HESEKIEL 7:1-3). Auch das ist eine Endzeitprophezeiung, die so kommen muß und wird! Das Buch ist für Israel geschrieben. Und doch war Israel zur Zeit, als Hesekiel diese Botschaft verkündete, schon seit über 100 Jahren in assyrischer Gefangenschaft. Seine Schrift spricht von einer Endzeit-Gefangenschaft Israels – erneut in den Händen der Assyrier.

„Mache Ketten! Denn das Land ist voll Blutschuld und die Stadt voll Frevel“ (HESEKIEL 7:23). Weil unsere Gesellschaft heute buchstäblich von Gewalt und Verbrechen geprägt ist, bringt Gott die „Schlimmsten der Heiden“ [KJV] auf uns, um uns zu bestrafen! (HESEKIEL 7:24). Und wer sind die Schlimmsten der Heiden? Die Assyrier natürlich! Sie werden von Leonard Catrell beschrieben als „bei weitem mehr dem Blutvergießen hingegeben als irgendeine andere Nation". Und wer sind die Assyrier in der heutigen Zeit? Die Deutschen natürlich. Um das herauszufinden, braucht es nicht Tausende von Geschichtsbüchern und ein ausgiebiges Bibelstudium. Man braucht nur zu betrachten, was die Bibel über die Assyrier zu sagen hat. Dann vergleicht man es mit der modernen Geschichte Deutschlands und den kürzlichen Ereignissen.

Über viele Jahrhunderte stand Deutschland stets im Mittelpunkt der europäischen Geschehnisse. Deutschland hat heute durch die Europäische Union seinen Status wiedergewonnen. Deutschland hat eine der stärksten Geldwährungen auf den Markt gebracht. Und wieder einmal wird das Deutsche Reich alle Nationen in einen weltweiten Krieg verwickeln. Nur diesmal, im Gegensatz zu den beiden vorherigen Kriegen, wird es sein Ziel, die Errichtung einer Weltherrschaft, erreichen – wenn auch nur für eine kurze Zeit.

Unglücklicherweise wird es all das Schlimme brauchen, um der Menschheit endlich klar zu machen, unter welchem Deckmantel das alte Assyrien sich heute verbirgt. Und es ist auch notwendig, der Menschheit verständlich zu machen, warum Gott Assyrien als Seine Zornesrute auf Israel angesetzt hat.

Jedoch nicht lange nach diesen Ereignissen, die in der Bibel als große Trübsal zusammengefaßt werden, wird Jesus Christus zurückkehren und ein Ende mit der assyrischen Kriegsmaschinerie sowie allem anderen Bösen in der Welt machen. Und der Welt wird nie wieder das Joch der Assyrier auferlegt werden. Die Menschheit heute mag vielleicht nicht wissen, wer Assyrien ist. Sie kann es aber herausfinden, da es Beweise in Fülle gibt. Jetzt, wo wir wissen, wer das heutige Assyrien ist, müssen wir uns mit den vielen ernüchternden Prophezeiungen auseinandersetzen, die sich um Assyrien drehen. Gottes Prophezeiungen stehen felsenfest!

Der ehemalige Stamm der Chatten

Der Name „Chatten" oder „Hatti", wie man ihn auch manchmal lesen kann, bedeutet im Hebräischen „gewaltsam niederreißen“, „durch Verwirrung außer Kraft setzen“, „umstürzen“, „Furcht einflößen“, „verängstigen“ und „erschrecken". Das Wort Chatten leitet sich vom hebräischen Wort „Hethiter" ab, das oft in der Bibel vorkommt. Die kanaanitischen Hethiter waren ein finsteres Volk, das nach biblischen Berichten im fortwährenden Konflikt mit den Israeliten lag. Diese Hethiter waren Abkömmlinge des dunkelhäutigen Ham.

Es gab aber noch ein anderes Volk mit hellerer Haut, das unter dem Namen Chatten oder Hatti bekannt war. Die Assyrier! Die Geschichtsschreiber wissen und vermerken, daß es zwei unterschiedliche Völker gab, die beide den Namen Chatten oder Hethiter, wie die Bibel sagt, trugen.

In seinem Dictionary of the Bible (Bibellexikon) aus dem Jahre 1899 geht James Hastings auf die nördlichen „Hethiterkönige", die in 1. KÖNIGE 10:29 erwähnt sind, ein und erklärt: „Neben den nördlichen Hethitern werden im Alten Testament noch andere Hethiter, die sogenannten ‚Söhne von Heth', Bewohner des südlichen Palästina, erwähnt." (Band II, Stichwort: „Hittites"). Diese Söhne von Heth sind die kanaanitischen Hethiter aus der Linie von Ham (siehe 1. MOSE 10:15). Von ihnen erbat Abraham in 1. MOSE 23 eine Beerdigungsstätte für Sara.

Was ist aber mit den nördlichen Hethitern? Hastings deutet auf 1. KÖNIGE 10:29, wo Salomo im Handel mit den „Hethiterkönigen" Kriegsmaschinen und -gerät erwirbt. Diese Hethiter sind jedoch nicht die Söhne von Heth, die in 1. MOSE 23 erwähnt werden. Die nähere Erklärung für 1. KÖNIGE 10:29 in Lange's Commentary ist: „Diese Hethiter sind nicht dieselben wie die aus 1. KÖNIGE 9:20, sondern waren von einem unabhängigen Stamm, der wahrscheinlich neben den Syrern lebte [das biblische Assyrien grenzte von Norden her an Syrien an]. 2. KÖNIGE 7:6 beschreibt sie in Allianz mit ihren syrischen Nachbarn." (Band 3, Seite 123 von 1. Könige)

Dr. Herman Hoeh gibt einen noch tieferen Einblick in die Bedeutung dieses 1. KÖNIGE-Verses: „Die assyrischen Hessen wurden ‚Hethiterkönige' genannt, weil die kanaanitischen Hethiter, von Josua vertrieben, nach Kleinasien auswanderten, wo die Assyrier lebten." (Plain Truth, Jan. 1969, „Germany in Prophecy!")

Es waren die Assyrier selbst, die viele von ihrer eigenen Bevölkerung im westlichen Teil ihres Reiches Hethiter nannten, oder wie aus dem Hebräischen abgeleitet ist: Chatten. Hastings bestätigt diese Tatsache: „Die Assyrier während der Epoche des assyrischen Weltreiches ... brachten den Namen ‚Hethiter' für alle Nationen westlich des Euphrat auf." Er führt weiterhin an, daß der Name Hethiter auf weiter Ebene im westlichen Kleinasien gefunden werden konnte.

Daß zwei verschiedene Völker, die Hethiter oder Chatten genannt wurden, existierten, wird von allen Autoritäten der Geschichtsschreibung zugegeben. Auch die Encyclopedia Britannica erkennt dieses Phänomen an: „Die Identifikation der nördlichen und südlichen Hethiter bereitet allerdings noch Schwierigkeiten und ist noch nicht völlig geklärt. Es scheint, daß sowohl eine Nation der Hethiter als auch ein Volksstamm der Hethiter, der mit dieser Nation nichts zu tun hat, existierten und beide denselben Namen tragen." (11. Ausgabe, Band 13, Stichwort „Hittites"). Wie überaus deutlich diese Aussage ist! Es gab eine Nation, die als Hethiter, Söhne von Heth, und große Krieger bekannt waren. Es gab aber auch eine Stammesbevölkerung, die so genannt wurde, weil auch sie ein hartes und finsteres Volk waren, die andere Nationen niedermetzelten und in Angst und Schrecken versetzten, was der wörtlichen Bedeutung von Hethiter entspricht. Diese waren als assyrische Hethiter bekannt.

Was die kanaanitischen Hethiter angeht, so glaubt Dr. Hoeh, daß sie, nachdem Alexander der Große Asien erobert hatte, ebenfalls in Richtung Nordwesten nach Europa auswanderten. „Dann überquerten sie den Atlantik nach Nordamerika, wo die Kolonisten sie als Chatti-Indianer der mittleren Prärie wieder ausfindig machten."

Die assyrischen Chatten blieben jedoch in Mitteleuropa, was die Encyclopedia Britannica und jeder Student der deutschen Geschichte klar bestätigen kann. Die Britannica bezeichnet die „Chatten" als einen alten deutschen Stamm, der zu Beginn des ersten Jahrhunderts mit den Römern häufig in Konflikt geraten war." (Band 6, Stichwort: „Chatti"). Diese deutschen Chatten, von denen auch der römische Geschichtsschreiber Tacitus schreibt, konnten gewiß keine Söhne von Heth sein, denn diese letzteren waren dunkelhäutig. Die deutschen Chatten stammten von den Söhnen Assurs ab und waren ein hellhäutiges Volk. Von diesem alten Stamm leiteten die späteren Hessen ihren Namen ab.

Auch hier gibt die Encyclopedia Britannica eine wichtige Auskunft: „Die frühstbekannten Einwohner des [deutschen] Landes im ersten Jahrhundert vor Christus waren die Chatten ... Sowohl in Rasse als auch in Sprache waren die Chatten identisch mit den Hessen.'" (Band 13, Stichwort: „Hesse"). Erstaunlich ist, daß im alten Hochgermanischen die Hessen auch Hatti genannt wurden!

Dr. Hoeh schreibt in seinem bereits erwähnten Plain Truth Artikel: „Der westliche Teil des Assyrierreiches war das Hatti-Land ... Die damaligen Assyrierkönige nannten sich selbst Khattisars, was soviel wie ‚Kaiser der Hatti' oder ‚Könige der Hatti' bedeutet. Die Großen und Mächtigen der Hatti betrachteten sich selbst als Assyrier ... Die ehemalige Hauptstadt des Hatti-Landes war bei den Römern allgemein als ‚Ninus Vetus' bekannt, das alte Ninive."

Für diejenigen, die ernsthaft nach der Wahrheit über den Ursprung des germanischen Volkes suchen, GIBT ES BEWEISE MEHR ALS GENUG! Hastings schreibt hinsichtlich einiger der frühzeitigen Hethiterdenkmäler: Die Hethiter schienen eine besondere Vorliebe für das Verschmelzen verschiedener Tierarten zu neuartigen, ja geradezu grotesken Kompositionen zu haben" (Dictionary of the Bible, Band II, Stichwort: „Hittites"). Er fährt fort und erklärt, daß die Einführung des DOPPELKÖPFIGEN ADLERS nach Europa den Hethitern zu verdanken ist. Dieses Zeichen war über lange Zeit das Wappentier des Deutschen Reiches!

Einer der ersten germanischen Stämme waren die Chatten. Es besteht kein Zweifel daran, daß sie von den assyrischen Chatten, die in Kleinasien wohnten, abstammen.

Die Sprache der Assyrier

Es herrscht bei einigen die Meinung, daß das ehemalige assyrische Volk eine semitische Sprache gesprochen habe – und nicht eine indogermanische. Die Deutschen könnten damit nicht von den Assyriern abstammen.

Es gibt jedoch eine Bibelstelle, die klar zeigt, wie und warum die meisten der ehemaligen Assyrier eine neue und andersartige Sprache erhielten.

In den Nimrods Tagen wurde in Babel ein Turm gebaut. Babel sollte die Hauptstadt einer Diktatur werden, die die Welt beherrscht. Unter ihr sollte Gottes Wahrheit völlig ausgelöscht werden. Über die rebellische Menschheit zu Nimrods Zeiten sagte Gott: „Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun“ (1. MOSE 11:6).

Um die Zivilisation bei ihrem Fortgang zu einer schnellen Selbstzerstörung aufzuhalten, hat Gott „ihre Sprache verwirrt“ (Vers 7). Dieses wundersame Eingreifen Gottes war der Beginn der vielen unterschiedlichen Sprachen. Hierdurch erhielten auch die Assyrier ihre indogermanische Zungenart und die anderen daraus entstandenen Sprachen.

In seinem Artikel „Deutschland in der Prophezeiung!" bemerkt Dr. Herman Hoeh: „Die Sprache des Hatti-Landes wurde durch europäische Wissenschaftler eingehend studiert. Die Hatti gelten als die Vorfahren der Hessen. Es wurde entdeckt, daß ihre Sprache indogermanischen Ursprungs war. Viele Wörter tauchten im Althochdeutschen wieder auf! ... Die Sprache der Hatti war der der Westassyrier gleich ... Über Jahrhunderte war die Sprache der Menschen, die Assyrien bewohnten, nicht-semitisch. Die Gelehrten konnten das nie leugnen." (Plain Truth, Jan. 1963, Seite 27)

Die historische Stadt Trier

Nur zehn Kilometer von der Grenze nach Luxemburg entfernt in Westdeutschland am Moselufer liegt die alte Stadt Trier. Die Römer behaupten, diesen historischen Ort gegründet zu haben. Dennoch weisen die deutsche Geschichtsschreibung und der Name der Stadt auf einen anderen Ursprung hin.

„Am Roten Haus neben der Steipe befindet sich eine Tafel mit lateinischem Text, der besagt, daß Trier – oder Treves – etwa dreizehn Jahrhunderte älter ist als die Stadt Rom. Im einleitenden Abschnitt des Trierer Farbführers wird gesagt, daß Trebeta, der Sohn der Semiramis, diesen Ort gegründet hat.

In seinem Geschichtsbuch mit dem Titel In deutschen Landen schreibt Josef K.L. Bihl, daß „Trier durch Trebeta gegründet wurde, den Sohn des berühmten Assyrierkönigs Ninus" (Seite 69). Der biblische Name für Ninus ist Nimrod.

Der Gründer von Babylon, Nimrod, war mit Semiramis verheiratet (1. MOSE 10:8-10; siehe auch: „Der Ursprung des Osterfestes", Trumpet, März 1996). 1. MOSE 10:11 sagt, daß Assur und seine Anhänger aus Babylon zogen und die assyrische Hauptstadt Ninive aufbauten. Aber wie die Randergänzung richtig darstellt, war es Nimrod, der Assur aus Babylon herausführte. Ninives Aufbau wurde durch Nimrod beaufsichtigt. Die Bibel redet von einer Allianz zwischen Nimrod und Assur.

Die deutsche Stadt Trier führt ihren Ursprung sowohl auf Trebeta, den Sohn des Nimrod und der Semiramis, als auch auf die ehemalige assyrische Hauptstadt Ninive zurück. Der Grund dafür liegt darin, daß der Großteil des heutigen Deutschlands von assyrischer Bevölkerung gestellt wird!

von Stephen Flurry