Tom und Jenny und die Schneeflocken

"Schnell, Jenny, es schneit!", rief Tom.

Jenny eilte an ihr Fenster und sah eine wunderschöne, weiße Welt. Sie machten sich schnell fertig und fingen noch vor dem Frühstück an, einen Schneemann zu bauen. Sie rannten zur Schule, um bei einer großen Schneeballschlacht mitzumachen; somit war es eine aufgeregte Schar, die dabei war, sich im Klassenzimmer niederzulassen.

Miss Wright entschied sich für eine Unterrichtsstunde über Schnee. "Wie tief ist der Schnee?" fragte sie. Ralph wurde mit einem Lineal zu einer ebenen Fläche hinausgeschickt. Er war 7,5 cm tief. Miss Wright erzählte ihnen, daß ungefähr 10 cm Schnee schmelzen müssen, um 1 cm Regen zu ergeben, aber daß dies je nach Art des Schnees variiere.

"Wie unterscheidet sich Schnee von Hagel?" fragte Babs. "Beides ist gefrorenes Wasser. Manchmal wird ein Regentropfen, der durch eine hohe Wolke fällt, wieder in den kalten Bereich hinaufgetrieben und gefriert. Während er fällt, gefriert noch mehr Wasserdampf darauf. Dies kann mehrere Male passieren, und es gab schon Hagelkörner so groß wie Tennisbälle."

"Die könnten einen töten!" rief Bob aus. "Das war eine der Plagen, die das ägyptische Vieh tötete, nicht wahr?" fragte Tom.

"Ja," stimmte Miss Wright zu, "aber so etwas kommt sehr selten vor."

Schneeflocken bilden sich, wenn Wasserdampf schnell gefriert und in einer sehr kalten Wolke sofort zu Eis wird. Wassermoleküle formieren sich dann zu wunderschönen sechsstrahligen Kristallen. Es entstehen wundervolle Muster wie diese hier - und alle sind verschieden!"

Sie zeigte ihnen eine Fotografie von einigen Schneekristallen unter einem Mikroskop.

"Sind die hübsch!" sagte Jenny."Ich frage mich, ob sie die "Schätze des Schnees" sind, die in der Bibel erwähnt werden?"

 "Können wir nicht unser Mikroskop herausholen und sie ansehen, bitte!" bettelte Babs.

"Ich glaube nicht, daß ihr viel sehen werdet, aber ihr könnt es versuchen", antwortete Miss Wright.

Schneekristall 1Die Klasse besaß ein kleines Mikroskop und ein paar Lupen. Sie öffneten das Fenster, fingen eine flaumige Schneeflocke und legten sie auf ein Plättchen. Natürlich schmolz sie. Sie ließen das Mikroskop kalt werden und versuchten es noch einmal.

"Nicht atmen!" sagte Ralph. Babs hielt die Luft an. Was sie sah, war wunderschön, bestand aber aus so vielen sechsstrahligen, aneinandergefrorenen Kristallen, daß die Umrisse nicht deutlich erkennbar waren. Mehrere Kinder versuchten es, aber sie sahen später mehr, als sie in der Pause die Handlupen und schwarzes Papier hervorholen durften. "Schnee ist nützlich, weil er ein schwacher Wärmeleiter ist," fuhr Miss Wright fort. "Wenn er also den Boden bedeckt, hält er die Wärme innen und schützt vor Frost - genau wie eine Decke."

"Vor zwei Jahren blieb der Schnee so dick an unserer großen Eiche hängen, daß sie umstürzte," sagte Peter.

"Darum fallen auch die meisten Blätter im Winter ab. Mit vollem Blätterkleid würde der Schnee die meisten Bäume entwurzeln. Ihr werdet bemerkt haben, daß unsere Tannenbäume nadelförmige Blätter haben, die den Schnee abrutschen lassen."

Nach der Schule rannten Tom und Jenny heim, um ihren Schneemann fertigzubauen. Es wurde um einiges kälter, und am nächsten Tag erzählte ihnen Peter, daß an seinem Fenster Eisblumen gewachsen waren.Er wohnte in einem Bauernhaus ohne Zentralheizung und Doppelverglasung.

"Der Wasserdampf in Deinem Schlafzimmer ist auf dem kalten Glas zu Kristallen gefroren", erklärte Miss Wright. "Wenn Wasserdampf an den Grashalmrändern zu Wasser kondensiert, nennen wir das Tau. Wenn er zu Kristallen friert, ist es Frost."

Einige Kinder gingen mit zu Peter, um sich seine Eisblumen anzusehen.

Wieder daheim sagte Jenny: "Schnee und Frost sind so schön! All diese Millionen von Kristallmustern im Schnee. Kann Gott alle sehen?"

"Ich nehme an, Er kann es", sagte Tom. "Kein anderer kann sich über sie alle freuen."

"Ja, es ist Gott, der dem Schnee gebietet", sagte Mutter. "Schaut mal in HIOB, Kapitel 37, Vers 6 nach und seht, was Gott darüber sagt."

Sie lasen folgendes: "Er spricht zum Schnee: "Falle zur Erde! ...". Sie lasen auch in PSALM 147, Verse 16-18: "Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche ..."

Sie stellten fest, daß Wind, Hagel, Regen und Frost alle miteinander von Gott beherrscht wurden.

Schneekristall 2"Aber das beste von allem ist", sagte Mutter, "daß, weil der Herr Jesus kam, um für uns zu sterben, Gott spricht: "Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden ..." (JESAJA 1:18).

von Esmée Geering

Quelle:'Creation Ex-Nihilo: Our World'