Spuren von Babel

In einem kurzen kritischen Artikel über die Forschungen an menschlichen Y-Chromosomen zeigt der bekannte Evolutionist John Maynard Smith, daß "die Daten der Y-Chromosomen mit denen über Mitochondrien1 in bezug auf die Tatsache übereinstimmen, daß die größten Abweichungen innerhalb einer Rassengruppe auftreten".2 Damit meinte er, daß es innerhalb einer individuellen Gruppe mehr Abweichungen gibt als durchschnittlich zwischen zwei verschiedenen Gruppen. Das bedeutet natürlich, daß es wesentliche Überschneidungen zwischen den menschlichen Rassen gibt, eine Tatsache, die weit mehr mit einem jüngeren Ursprung dieser Rassen vereinbar ist als mit der Idee von großen Zeitspannen einer getrennten Entwicklung.

Das heißt auch, daß die meisten Abweichungen (die vielen verschiedenen Eigenschaften der menschlichen Rasse) schon vorhanden waren, bevor die Rassen sich über die Welt verteilten. Der Evolutionist glaubt natürlich, daß diese Abweichungen schon vor dieser Zeit durch zufällige Mutationen entstanden sind. Kreationisten glauben, daß diese Information erschaffen wurde.

In dem Satz, der dem obigen Zitat folgt, bringt Maynard Smith folgenden sehr wichtigen Punkt:

"Demnach scheint es, als ob die meisten der vorhandenen Abweichungen schon in der Bevölkerung unserer Vorfahren vorhanden gewesen sind, bevor die Nachkommen dieser Bevölkerung weltweit auszogen."

Beachte, daß dies der Fall gewesen sein muß, wenn das biblische Modell wahr ist, daß es jedoch aus evolutionärer Sicht keinen zwingenden Grund gab, dies anzunehmen. Wenn die Evolution wahr wäre, hätten die genetischen Informationen genausogut zeigen können, daß die Rassen ihre Unterschiede erst nach ihrer Trennung erhalten haben.

Das ist in Wirklichkeit der traditionelle evolutionäre Glaube. Dieser Glaube, der sich nun als genetisch nicht stichhaltig erweist, ist gewöhnlich der Hintergrund skeptischer Fragen darüber, wie denn die verschiedenen Rassen von Noahs Familie abstammen könnten. Die Fragensteller argumentieren damit, daß solche Eigenschaften nur durch lange Perioden einer getrennten Entwicklung innerhalb jeder Rasse entstehen können. Wenn der überwiegende Teil dieser genetischen Faktoren vorhanden gewesen ist, bevor die Rassen sich über die ganze Welt verteilten (was Evolutionist Maynard Smith in den obigen Bemerkungen zugibt), dann ist eine lange Zeitspanne nicht mehr erforderlich.

Carl Wieland, M.B., B.S.

Quelle: Creation Ex Nihilo, Vol. 13 No. 1, S.23

  • 1. Mitochondrien sind winzige Energiefabriken in jeder Zelle, die nur die von der Mutter vererbte DNA tragen. Siehe 'Eve in Genes', Creation magazine, Vol. 12 No. 2, p.51.
  • 2. John Maynard Smith, 'The Y of Human Relationships', Nature Vol. 344, April 12, 1990, pp. 591 - 592.