Sir Isaac Newton

Sir Isaac Newton (1642 - 1727) - ein wissenschaftliches GenieSir Isaac Newton (1642 - 1727) - ein wissenschaftliches Genie Isaac Newton ist gut bekannt als einer der größten Wissenschaftler, die jemals gelebt haben. Weniger gut bekannt ist sein tiefer Glaube an Gott und seine Überzeugung, daß wissenschaftliches Forschen zu einer größeren Erkenntnis Gottes, des Schöpfers des Universums, führt.

Früher Kampf

Isaac Newton wurde am Weihnachtstag 1642 in Woolthorpe, Lincolnshire, in England geboren. In jener kalten Winternacht schien es, als könne dieses kränkliche, zu früh geborene Baby nicht am Leben bleiben. Dennoch bekam er allmählich Kraft zu überleben. Aber Isaacs erste Jahre waren ein Kampf. Seine Mutter war zwei Monate vor seiner Geburt Witwe geworden. Sogar mit der Hilfe ihrer eigenen Mutter hatte sie Schwierigkeiten, sich um Isaac zu kümmern und gleichzeitig ihren Hof zu leiten, während um sie herum der Bürgerkrieg in England tobte.

Einige Jahre später heiratete seine Mutter den Pfarrer aus dem nahegelegenen North Witham, doch Isaac blieb bei seiner Großmutter in Woolthorpe. Dennoch besuchte er seine Mutter regelmäßig, als er größer wurde. Eifrig las er Bücher aus der gut ausgestatteten Bibliothek seines Stiefvaters, darüber hinaus las er regelmäßig die Bibel.

Isaac ging im King's College im nahegelegenen Grantham zur Schule. Anstatt wie ein Junge draußen zu spielen, zog er es vor, Modelle von Dingen wie Windmühlen oder Karren zu basteln. Diese hatten nicht nur genau die richtigen Proportionen, sondern alle von den sich bewegenden Teilen funktionierten tatsächlich.

Als er 14 Jahre alt war, wurde Isaacs Mutter zum zweiten Mal Witwe. Isaac wurde aus der Schule genommen, um den Familienhof zu führen und seine Mutter und ihre drei jüngeren Kinder zu unterstützen. Dennoch vermißte Isaac seine Studien sehr, und seine Mutter bemerkte dies. Als das King's College anbot, wegen seines Talents und der schlechten finanziellen Umstände auf die Schulgebühr zu verzichten, kehrte Isaac zurück und beendete seine Schulzeit. Die Lehrer und andere Schüler waren von den Bibelkenntnissen des Jungen beeindruckt.

Bestimmt, ein Geistlicher zu werden

Isaac ging dann auf das Trinity College der Universität Cambridge mit der Absicht, Pfarrer der Church of England zu werden. Wiederum war das Leben nicht leicht für ihn. Als es ihm nicht mehr möglich war, die Unterrichtsgebühren aufzubringen, arbeitete er jeden Tag viele Stunden, um seinen Unterhalt zu verdienen. So servierte er die Mahlzeiten oder übernahm andere Aufgaben für die Professoren. Weiterhin beeindruckte Isaacs Bibelkenntnis diejenigen, die um ihn herum waren.

Zu jener Zeit beherrschten immer noch die Ideen der alten griechischen Gelehrten das, was in der Wissenschaft gelehrt wurde, und neuere wissenschaftliche Erkenntnisse wurden weitgehend ignoriert. Dies verärgerte Isaac Newton sehr, der fest glaubte, daß die wissenschaftlichen Ideen getestet und nur dann angenommen werden sollten, wenn ihre Brauchbarkeit demonstriert werden konnte. Er vertrat die experimentelle Methode der Wissenschaft.

Isaac graduierte 1665, kurz bevor eine Pestepidemie über London hereinbrach. Alle Universitäten waren geschlossen, während diese Plage wütete. Während dieser Zeit kehrte Isaac auf den Hof seiner Familie zurück, der nun von seinem jungen Halbbruder geleitet wurde. Er verfolgte seine Studien und Nachforschungen weiter, so führe er Arbeiten über das Binomische Theorem, über Licht, an Teleskopen, über Differential- und Integralrechnung und Theologie durch. Vermutlich entdeckte er die Schwerkraft, nachdem er einen Apfel im Garten hatte fallen sehen. Er war aber erst einige Jahre später fähig, das Problem zu lösen. (Es sollte angemerkt werden, daß einige Persönlichkeiten diese Apfelgeschichte in Frage stellen. Sie sagen, diese Sache sei zum ersten Mal von dem atheistischen französischen Philosophen und Skeptiker Voltaire bemerkt worden, der es angeblich von Newtons Großnichte gehört haben soll.)

Revolution in der Mathematik

Newton wandte sein Binomisches Theorem auf unendliche Reihen an, und von da aus entwickelte er die Differential- und Integralrechnung, eine revolutionäre neue Form der Mathematik. Es wurde zum ersten Mal möglich, den Raum innerhalb einer Form mit gewölbten Seiten genau zu berechnen sowie die Veränderungsrate einer physikalischen Größe in bezug auf eine andere zu berechnen. Ein ähnliches mathematisches System wurde von dem deutschen Mathematiker Gottfried Leibniz entwickelt. Eine Zeitlang herrschte große Verwirrung, da jeder angeklagt wurde, die Arbeit des anderen gestohlen zu haben. Es war eine erschütternde Zeit für beide. Viele Jahre später wurde festgestellt, daß beide unabhängig voneinander, zu fast gleicher Zeit, die Differential- und Integralrechnung entwickelt haben. Keiner war ein Betrüger.

Optik

Als die Universität Cambridge 1667 wiedereröffnet wurde, kehrte Isaac Newton dorthin zurück, um, während er lehrte und Forschung betrieb, einen Doktortitel zu erwerben.

Sir Isaac Newton hat Prismen verwendet, um zu zeigen, daß das Sonnenlicht aus allen Farben des Regenbogens zusammengesetzt ist. Dies war der Beweis, daß die alten Griechen mit ihren Ideen über das Licht unrecht hatten.Sir Isaac Newton hat Prismen verwendet, um zu zeigen, daß das Sonnenlicht aus allen Farben des Regenbogens zusammengesetzt ist. Dies war der Beweis, daß die alten Griechen mit ihren Ideen über das Licht unrecht hatten. Newton benutzte Prismen, um zu zeigen, daß sich das Sonnenlicht aus allen Farben des Regenbogens zusammensetzt. Dies bewies, daß die Gedanken der alten Griechen über das Licht falsch waren. Zur Zeit Newtons wurde die Astronomie ernsthaft dadurch behindert, daß die Linsen in den Teleskopen einen Teil des Lichts in unerwünschte Farben brachen und dadurch ein etwas unscharfes Bild hervorriefen. Obwohl er nicht der einzige war, der einen gewölbten Spiegel anstelle einer Linse in Erwägung zog, war Newton der Erste, der erfolgreich ein Teleskop unter Anwendung dieses Prinzips konstruierte - ein Prinzip, das noch heute in vielen Teleskopen genutzt wird.

Die Königliche Gesellschaft

1672 wurde Newton Mitglied der Königlichen Gesellschaft - eine Gruppe von Wissenschaftlern, die sich für die experimentelle Methode einsetzten. Er präsentierte der Königlichen Gesellschaft eines seiner neuen Teleskope zusammen mit dem, was er über das Licht herausgefunden hatte. Die Königliche Gesellschaft setzte ein Komitee ein, das von dem Physiker Robert Hooke geführt wurde, um Newtons neue Erfindungen zu bewerten. Hooke war ein Wissenschaftler, der von der Königlichen Gesellschaft eingesetzt wurde, um neue Erfindungen zu bewerten. Allerdings hatte Hooke seine eigenen Vorstellungen über das Licht und akzeptierte nur langsam die Wahrheit von Newtons Erkenntnissen. Dies überraschte und enttäuschte Newton, so daß er sogar erwog, seine Entdeckungen in der Zukunft nicht veröffentlichen zu lassen.

Während manchmal gesagt wird, daß Newton zu empfindlich gegenüber kritischer Einschätzung seiner Arbeit war, war er lediglich darum besorgt, daß die Zeit, die er damit verbrachte, seine vergangenen Erfindungen zu rechtfertigen, ihn davon abhalten würde, neue Entdeckungen zu machen.

Politisches Einmischen

Isaac Newton lebte zu einer Zeit, in der Politik, Religion und Bildung nicht voneinander getrennt waren. König Karl II. befahl, daß jeder, der an solchen Plätzen wie dem Trinity College lehrte, wo Geistliche der Kirche von England ausgebildet wurden, selbst nach sieben Jahren zum Geistlichen der Kirche von England ordiniert werden mußte. Dies schloß Personen wie Newton mit ein, der nur Mathematik und Wissenschaft lehrte, jedoch nicht Theologie.

Obwohl er ein hingegebener Christ war, stimmte Newton nicht voll mit allen Lehren der Church of England überein. So kam es, daß ihm sein Gewissen nicht erlaubte, diese Ernennung anzunehmen. Er war auch streng gegen politische Verwicklungen in religiöse Angelegenheiten und Bildung. Newtons einzige Möglichkeit, seinen Arbeitsplatz zu behalten, war, daß der König in seinem Fall eine Ausnahme machte. Andere, die kürzlich darum gebeten hatten, waren abgewiesen worden.

So reiste Newton in Richtung Süden nach London, wo er sechs Wochen blieb, um seinen Fall vor den König zu bringen. Während seiner Zeit in London machte er die Bekanntschaft mit anderen Wissenschaftlern der Königlichen Gesellschaft. Diejenigen, die ihn nur aufgrund seiner Briefe kannten, in denen er seine Entdeckungen verteidigte, hatten das Vertrauen in seine Arbeit für Arroganz gehalten. Seine Ungeduld, mit neuer Arbeit voranzukommen, wurde für schlechte Laune gehalten. Nun bemerkten die Wissenschaftler, welch eine freundliche und rücksichtsvolle Person er war, und sie kamen ihm zu Hilfe. Zum Glück für Newton und für die Wissenschaft nahm der König Newtons Bitte an, im Trinity College zu bleiben, ohne ordiniert zu sein.

Schwerkraft im Blickpunkt

In Newtons Tagen waren viele Leute abergläubisch oder voll Furcht gegenüber dem, was sie nicht verstehen konnten - wie z.B. das Erscheinen eines Kometen, was als Zeichen einer kommenden Katastrophe gewertet wurde. Sogar die Wissenschaftler betrachteten im allgemeinen die Bewegung von Planeten und die Bewegung von Körpern auf der Erde als völlig voneinander getrennte Probleme. Im Gegensatz dazu überlegte sich Newton, daß, wenn derselbe Gott sowohl die Himmel als auch die Erde erschaffen hat, dieselben Gesetze überall angewandt werden sollten.

1684 begann Newton erneut, sich Gedanken über die Schwerkraft zu machen. Er entwickelte seine Gravitationstheorie, der das umgekehrte Wurzelgesetz zugrunde lag. Er entwickelte seine drei Newton'schen Axiome und bewies mathematisch, daß tatsächlich dieselben Gesetze auf die Himmel und die Erde angewandt werden können. Sein Glaube hatte seine Gedanken in die richtige Richtung gelenkt.

Als Newton die Bewegung der Planeten erforschte, sah er ziemlich klar die Hand Gottes bei der Arbeit. Er schrieb: "Dieses wunderschöne System der Sonne, der Planeten und Kometen konnte nur von dem Rat und der Herrschaft eines intelligenten Wesens stammen ... Dieses Wesen regiert alle Dinge ... als Herr über alles."

"Der Atheismus ist so sinnlos. Wenn ich mir das Sonnensystem anschaue, sehe ich die Erde im richtigen Abstand zur Sonne, um die passende Menge an Wärme und Licht zu bekommen. Das ist nicht durch Zufall geschehen."

Wieder hatte Newton Schwierigkeiten mit seinem alten Rivalen Robert Hooke. Eine Anzahl von Wissenschaftlern glaubte, daß das inverse Quadratgesetz wahrscheinlich gültig wäre, aber es war ihnen nicht möglich zu beweisen, daß dieses die elliptischen Bahnen hervorrief, die von dem berühmten deutschen Astronomen Johannes Kepler beobachtet wurden. Trotz Hookes Prahlerei gelang es auch ihm nicht, einen Beweis zu erbringen. Im Gegensatz dazu hatte Newton Erfolg, Hooke aber wollte einen Teil der Anerkennung haben.

Die Königliche Gesellschaft wollte nicht als parteiisch angesehen werden. Aufgrund dessen und wegen einer Kürzung der Finanzen war die Königliche Gesellschaft unwillig, Newtons bezeichnendes Buch Principia Mathematica zu veröffentlichen. Newtons Freund, der Astronom Edmund Halley, kam ihm zu Hilfe und finanzierte privat die Veröffentlichung des dreiteiligen Buches von Newton im Jahre 1687. (Später benutzte Halley Newtons Gesetze in seiner Arbeit über Kometen, die sich wie Planeten in elliptischen Bahnen um die Sonne bewegen.)

Königlicher Widerstand

Nach 1685 stand Newton wiederum dem Problem gegenüber, daß ein Monarch versuchte, Politik, Religion und Bildung zu vermischen. Der neue König Jakob II wollte, daß das Trinity College an diejenigen unverdiente akademische Grade verleihe, deren Glaubensüberzeugungen mit den seinen übereinstimmten. Da Newton und acht andere Lehrer des Trinity College das nicht wollten, wurden sie aufgrund erfundener Anklagepunkte vor das Hohe Gericht gebracht. Obwohl die Anklagen rechtmäßig abgewiesen wurden, war diese Episode eine große Belastung für die Männer.

Die Zeiten der Härte und des Kampfes während seines Lebens riefen in Isaac Newton keine Bitterkeit hervor. Stattdessen zeigen Newtons eigene Worte, daß ihn dies näher zu Gott gebracht hat: "Prüfungen sind Medizin, die uns unser gnädiger und weiser Arzt gibt, weil wir sie brauchen; und Er teilt die Häufigkeit und ihr Gewicht so ein, wie es der Fall erfordert. Laßt uns Seiner Fähigkeit vertrauen und Ihm für das Rezept danken."

Nervenzusammenbruch

Als Parlamentsmitglied repräsentierte Isaac Newton die Universität Cambridge in den Jahren 1689 und 1690. 1690 verschlechterte sich seine Gesundheit. Diese Krankheit war wahrscheinlich ein Nervenzusammenbruch, der durch viele Jahre stundenlanger Arbeit und das Leben unter zu viel Streß verursacht wurde. Schließlich erholte er sich wieder vollständig. In den folgenden Jahren ging Newton seiner anderen großen Liebe nach - dem Bibelstudium. Die Bücher, die er schrieb, umfaßten die "Chronologie alter Königreiche" und "Betrachtungen über die Prophezeiungen Daniels".

1696 berief die Regierung Newton in sein Amt als Münzwart ein. Er hatte die Aufsicht über den Austausch Englands alter und beschädigter Münzen gegen die neueren und härteren, und er half sogar dabei, einen Ring von Fälschern aufzudecken.

1701 begann für Newton eine kurze Zeit als Parlamentarier. Zwei Jahre später wurde er zum Präsidenten der Königlichen Gesellschaft gewählt. Den Rest seines Lebens wurde er jedes Jahr wieder in diese Position gewählt, was sein hohes Ansehen bei seinen wissenschaftlichen Kollegen widerspiegelte. Da er nun zur Wissenschaft zurückgekehrt war, veröffentlichte Newton seine frühere Arbeit über das Licht. Sein Buch "Optik" beinhaltete sowohl seine eigenen Erkenntnisse als auch Vorschläge für weitere Forschungen. Im Jahre 1705 erkannte sein Land seine Arbeit offiziell an, als er die erste Person wurde, die wegen wissenschaftlicher Leistungen in den Ritterstand erhoben wurde.

Newton starb 1727 im Alter von 84 Jahren. Er wurde im Westminster Abbey beigesetzt.

Isaac Newtons Beiträge zur Wissenschaft waren zahlreich und vielfältig. Sie umfaßten revolutionäre Ideen und praktische Erfindungen. Sein Werk über Physik, Mathematik und Astronomie ist sogar heute noch von Bedeutung. Seine Beiträge zu jedem einzelnen dieser Bereiche hätten ihn berühmt machen können; insgesamt gesehen wurde er dadurch wirklich herausragend. Aber Newton blieb ein einfacher Mann, der seinen Herrn und Erlöser liebte.

Er liebte Gott und glaubte Gottes Wort - alles darin. Er schrieb: "Ich habe einen fundamentalen Glauben an die Bibel als das Wort Gottes, das von inspirierten Menschen geschrieben wurde. Ich studiere die Bibel täglich." Er schrieb auch: "Der Atheismus ist so sinnlos. Wenn ich mir das Sonnensystem anschaue, sehe ich die Erde im richtigen Abstand zur Sonne, um die passende Menge an Wärme und Licht zu bekommen. Das ist nicht durch Zufall geschehen."

(Newtons Zitate wurden dem Buch von J.H.Tiner, Isaac Newton – Inventor, Scientist and Teacher, Mott Media, Milford (Michigan), 1975, entnommen.)

Ann Lamont, B.Sc., M.Ed.St.

Ann Lamont war viele Jahre lang Mathematik- und Wissenschaftslehrerin und eine Forscherin im Bildungswesen)

Quelle: Creation Ex Nihilo, Vol. 12, No. 3