Sag mir, wo die Kinder sind

Aufgrund der jüngsten Gesetzesentscheidungen in Amerika, Australien und Kanada ist das Thema Abtreibung wieder einmal zu einem ganz heißen Thema geworden. Was aber oft nicht erkannt wird, ist die logische Verknüpfung zwischen Evolution, Abtreibung, Kindermord und Sterbehilfe. Wenn all das erlaubt ist - wer ist dann noch sicher?

Im 19. Jahrhundert starb Gott. Und als Folge davon starb der Mensch im 20. Jahrhundert. Oder, um es anders auszudrücken, erst tötete der Mensch Gott im 19. Jahrhundert, und dann tötete der Mensch den Menschen im 20. Jahrhundert. Warum? Weil dadurch, daß Gott getötet wird, Der den Menschen nach Seinem Bilde geschaffen hat, auch der Mensch, der nach dem Bilde Gottes geschaffen ist, stirbt.

WIE DER MENSCH GOTT TÖTETE

Aber wie tötete der Mensch Gott? Im Jahre 1859 schrieb Charles Darwin "Die Entstehung der Arten", worauf 1871 "Die Abstammung des Menschen" folgte. Er zog die Schlußfolgerung, daß sich die Menschheit durch natürliche Auslese aus den niedrigeren Lebensformen entwickelt hatte. Er ging sogar so weit, daß er die Evolution "Meine Gottheit, die natürliche Auslese" nannte. Folglich gibt es laut Darwin "keinen Beweis dafür, daß der Mensch in seinem Ursprung mit dem veredelnden Glauben an die Existenz eines allmächtigen Gottes versehen wurde."

Nach dem Vorbild Darwins folgerte der berühmte deutsche Evolutionist Ernst Haeckel, daß "mit diesem einzigen Argument (der Evolution) das Geheimnis des Universums erklärt, die Gottheit aufgehoben und eine neue Ära der unbegrenzten Erkenntnis eingeläutet wird." Genauso bestand Karl Marx, der politische Philosoph, darauf, daß "es in unserem evolutionären Verständnis des Universums absolut keinen Raum weder für einen Schöpfer noch für einen Herrscher gibt."

Der bekannte deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche schrieb kurz danach im Jahre 1882: "Gott ist tot. Gott bleibt tot. Und wir haben ihn getötet." Wie wurde Gott getötet? Der große amerikanische Theologe Charles Hodge sagt, wie, indem er die Antwort auf den Titel seines Buches "Was ist Darwinismus?" gibt (1878): "Was ist Darwinismus? Atheismus, denn auszuschließen, daß es einen Plan in der Natur gibt, kommt dem Atheismus gleich." Kurz, die Evolution besagt, es gäbe keinen bewußten Plan in der Natur. Daher gibt es keinen Planer der Natur. Die Evolutionstheorie besteht darauf, daß es keine Schöpfung gab. Wenn dem so ist, dann folgt daraus, daß es auch keinen Schöpfer gab.

WENN GOTT NICHT EXISTIERT, DANN IST ALLES ERLAUBT

In seinem Buch "Die Brüder Karamasow" bemerkt der berühmte russische Romanschriftsteller Fjodor Dostojewski, daß, falls Gott nicht existiere, alles erlaubt sei. Und genau das geschah. Aufgrund der Darwinschen Schlußfolgerung, daß die Menschen nicht geschaffen wurden, sondern sich eher aus niedrigeren Tieren emporentwickelt hätten, begingen Stalin und Hitler ein entsetzliches Abschlachten menschlichen Lebens, bei dem viele Millionen starben.

Hitler rechtfertigte seine Taten mit der Grundlage der Evolution in "Mein Kampf" (1924) und erklärt: "Wenn die Natur nicht möchte, daß sich schwächere Individuen mit stärkeren paaren, möchte sie noch weniger, daß sich eine höhere Rasse (Arier) mit einer niedrigeren (Semiten) mischt. Warum? Weil in diesem Fall ihre Bemühungen, über Hunderttausende von Jahren eine evolutionäre höhere Stufe des Seins zu schaffen, dadurch zwecklos werden könnten."

DER BEZUG ZUR ABTREIBUNG

Welche Verbindung besteht nun zwischen Evolution und Abtreibung?

Wenn die wissenschaftlichen Argumente für die Abtreibung auf ihre Grundaussagen reduziert werden, laufen sie auf folgendes hinaus: Der Mensch ist ein Tier, und unerwünschte Tiere können wie Unkraut aus der menschlichen Herde gejätet werden. Zum Bei spiel empfahl der Nobelpreisträger Professor James Watson, daß "ein Kind ... erst drei Tage nach der Geburt ... für lebendig erklärt (werden sollte)", um Geburtsfehler zu vermeiden. (Watson teilte 1962 einen Nobelpreis mit dem Biophysiker Francis Crick für ihr vorgeschlagenes Modell zur Struktur des DNA-Moleküls.)

Ergebnis einer AbsaugabtreibungDas Ergebnis einer Absaugabtreibung, vorgenommen an einem zehn Wochen alten Baby. Größenmäßig mit der Zange am linken oberen Bildrand verglichen, sind Finger, Gesicht, Beine und andere Körperteile leicht zu erkennen. In einer Zeugenaussage vor einer Präsidentenkommission verglich die Philosophin Mary Ann Warren ein behindertes neugeborenes Kind mit einem Pferd, das wegen eines gebrochenen Beines getötet werden muß. Peter Singer, Direktor des Zentrums für humane Bioethik, besteht darauf, daß das Leben eines ungeborenen Babys weniger wertvoll sei als das Leben eines Schweines, Hundes oder Schimpansen. Er geht sogar so weit zu sagen, daß seine Schlußfolgerungen "auf das neugeborene Baby ebenso zutreffen wie auf den Fötus", wodurch er den Kindermord unterstützt.

Auf der Grundlage solcher Gedankengänge, welche die Schöpfung und den Schöpfer ausschließen, befürworten weltliche Humanisten die Abtreibung auf Wunsch und ebenso Selbstmord und Sterbehilfe (Humanistisches Manifest II, 1973).

Das Ergebnis ist ein noch schlimmeres als bei Hitler und Stalin. Seit der Supreme Court (oberstes Gericht) der Vereinigten Staaten 1973 die Abtreibung legalisiert hat, sind schon mehr als 23 Millionen winziger ungeborener Menschen getötet worden. Die Bevölkerung prozentual betrachtet, liegt Australien nicht weit dahinter mit etwa einer halben Million ungeborener Kinder, die in den letzten sechs Jahren in Australien getötet wurden.

Einige behaupten natürlich, das menschliche Leben begönne nicht zum Zeitpunkt der Empfängnis. Wie die Argumente der Evolutionstheorie, steht dieses jedoch im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Tatsachen. Wann beginnt das menschliche Leben? Bibel und Wissenschaft stimmen darin überein, daß das Leben mit der Empfängnis beginnt. David sagte: "... meine Mutter hat mich in Sünden empfangen" (PSALM 51:7). Der Engel sagte von Maria: "... das in ihr geboren ist, das ist von dem Heiligen Geist" (MATTHÄUS 1:20). Johannes der Täufer war voll heiligen Geistes, "schon von Mutterleibe an" (LUKAS 1:15).

Die entscheidende Stelle zu diesem Thema steht bei 2. MOSE 21:22-23. Von dem großen Hebräischgelehrten U. Cassuto wird sie folgendermaßen übersetzt:

"Wenn Männer miteinander kämpfen und dabei unabsichtlich eine Frau mit Kind verletzen, und ihre Kinder kommen heraus, aber kein Unglück ist geschehen - d.h. die Frau und die Kinder sterben nicht - dann soll derjenige, der sie verletzt hat, mit einer Geldstrafe belangt werden. Wenn aber ein Unglück geschieht, d.h. wenn die Frau oder die Kinder sterben, dann sollst du Leben für Leben geben."

Diese "Leben für Leben" - Strafe für das Töten des Ungeborenen läßt keinen Zweifel daran, daß Gott das Leben des Ungeborenen genauso wertachtet wie das Leben der Mutter. Der hohe Wert des menschlichen Lebens beruht darauf, daß Gott den Menschen nach Seinem Ebenbild geschaffen hat. Aber das Ebenbild Gottes beinhaltet "... Mann und Frau" (1. MOSE 1:27). Und es ist wissenschaftlich bewiesen, daß das Geschlecht zum Zeitpunkt der Empfängnis bestimmt wird, was eindeutig zeigt, daß das Ebenbild Gottes in einem neuen Leben genau zum Zeitpunkt der Empfängnis beginnt.

Was die Wissenschaft betrifft, so ist der Beweis genauso klar. Der bekannte Genetiker Dr. Hymie Gordon aus der Mayoklinik bezeugt, daß es eine begründete wissenschaftliche Tatsache sei, daß alles Leben, einschließlich des menschlichen, "bei der Empfängnis beginnt". Ebenso erklärt auch der weltbekannte französische Genetiker Jerome Lejeune, daß ein neuer Mensch entstanden sei, sobald die Befruchtung stattgefunden hat.

Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, keine Theorie, daß, wenn sich die 23 Chromosomen eines menschlichen männlichen Spermiums mit den 23 Chromosomen im menschlichen weiblichen Ei vereinigen, die so entstandene, 46 Chromosomen enthaltende menschliche Zygote ein hundertprozentiges menschliches Wesen ist. Die Informationen für alle menschlichen Eigenschaften sind bei der Empfängnis vorhanden; keine neue genetische Information wird ab diesem Zeitpunkt bis zum Tod hinzugefügt. Das einzige, was dem menschlichen Organismus während dieser Zeitspanne zugeführt wird, ist Nahrung, Wasser und Luft. Jedem, der sich auf diesem Gebiet auskennt, ist klar, daß ein ungeborenes Schwein ein Schwein, ein ungeborenes Pferd ein Pferd und ein ungeborener Mensch ein Mensch ist. Wer absichtlich ein unschuldiges menschliches Wesen tötet, macht sich moralisch schuldig.

VON DER ABTREIBUNG ZUM KINDERMORD

Die Tötung ungeborenen menschlichen Lebens ist nur der Anfang. Es ist klar, daß das Töten winziger menschlicher Wesen vor der Geburt zu ihrer Tötung nach der Geburt führt. Dies geschieht schon jetzt. Eine der bewährten Abtreibungsmethoden ist der Kaiserschnitt. Bei dieser Methode, die hauptsächlich in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft angewendet wird, wird das Baby lebendig abgetrieben. Das Baby wird dann durch Sauerstoffentzug, Ertränken oder Verhungern getötet.

Des weiteren gab der Supreme Court des amerikanischen Staates Indiana den Eltern von "Baby Doe" die Erlaubnis, es verhungern zu lassen, was sie im April 1982 taten. ("Baby Doe" wurde mit dem Down-Syndrom geboren und hätte nur einen kleinen chirurgischen Eingriff nötig gehabt, um ihm das Essen zu ermöglichen. Die Eltern verweigerten die Operation und verweigerten sogar, es zur Adoption freizugeben - Hrsg.) Der Anwalt, der die Eltern verteidigte, lobte ihren "Mut", das Baby verhungern und sterben zu lassen, und bestand darauf, daß "nur ihre große Sorge um das Kind sie veranlaßte, diese Entscheidung zu treffen"!

Vor ein paar Jahren entschied ein bundesstaatlicher Richter in New York, Eltern hätten das Recht, eine Behandlung abzulehnen, und es somit langsam durch schmerzhafte Infektionen sterben zu lassen. Ein Professor der Pädiatrie (Kinderheilkunde) an der Universität von Wisconsin sagte traurig: "In den USA ist es an der Tagesordnung, bei Kindern mit Down-Syndrom Routineoperationen bzw. medizinische Versorgung mit dem erklärten Ziel zu unterlassen, ihren Tod zu beschleunigen" (Archives of Internal Medicine, Dezember 1982).

Am 4. April 1981 warf eine junge Mutter ihr lebendiges Baby - eine Frühgeburt mit siebeneinhalb Monaten - aus dem 7. Stock eines Hotels in Dallas, Texas. Die Autopsie ergab, daß das Baby aufgrund der vielen durch den Aufprall entstandenen Verletzungen starb. Anklagen gegen die Frau wurden jedoch abgewiesen. Schließlich hätte sie es in jeder Klinik des Staates noch bis zu eineinhalb Monaten später abtreiben können.

Unmittelbar nach der Entscheidung des Obersten Gerichts der USA, die Abtreibung auf Wunsch zu legalisieren, schnitt Dr. Peter A.J. Adams der Case Western Reserve University in Kalifornien die Köpfe von zwölf winzigen Babys ab, die durch Abtreibung mit Hilfe des Kaiserschnitts lebendig geboren wurden. Er pumpte Blut in ihre Gehirne, um sie lebendig zu halten, ähnlich, wie es die Russen in den 50er Jahren mit Hundeköpfen gemacht hatten. Auf einen Empörungsaufschrei über seine Versuche hin erklärte Dr. Adams: "Hat die Gesellschaft den Fötus erst einmal für tot erklärt und seine Rechte in Abrede gestellt, sehe ich kein ethisches Problem mehr .... Wessen Rechte werden wir noch schützen, wenn wir erst einmal entschieden haben, daß der Fötus nicht leben wird?"

Abtreibung dient auch als Argument, die weitverbreiteten Versuche an Föten zu rechtfertigen. Zum Zweck einer Studie wurden beispielsweise 1973 an der Dalhousie Universität in Kanada die Nieren abgetriebener Babys entnommen. Das New England Journal of Medicine (Band 28, Nr.23) berichtete ausführlich über eine Studie bezüglich der Auswirkungen der Drogen einer Mutter auf ihre Babys, die lebendig abgetrieben wurden. Das American Journal of Obstetrics and Gynecology berichtet in seiner Ausgabe vom Januar 1974 von Dr. Bela A. Resch, der die Herzen aus abgetriebenen Babys herausschnitt. Die Herzen schlugen stundenlang weiter.

1973 öffnete Dr. Reyes von der Universität in Manitoba die Schädel lebendiger Babys und studierte sie. Später tötete er die Babys dann durch einen scharfen Einstich ins Herz. Dr. Martin Kekomaki schnitt 1980 lebendig abgetriebenen Babys die Mägen auf und die Köpfe ab. Erst letztes Jahr kam die Nachricht, daß das Gehirngewebe lebendig abgetriebener Babys zur Transplantation für Patienten mit Parkinsonscher Krankheit verwendet wird.

DER NÄCHSTE SCHRITT - STERBEHILFE

Wohin führt die Logik der Abtreibung? Die Antwort ist klar: Sie führt zu Kindermord und Sterbehilfe. Wie schon geschildert, empfehlen hochangesehene Wissenschaftler öffentlich den Kindermord aus genetischen Gründen. Die Nazis fingen genauso an. Das Furchterregende daran ist das Ausmaß, das so etwas annehmen kann. Professor Michael Tooley von der Stanford Universität argumentiert, man sei erst dann eine Person, wenn man sich seiner bewußt sei. Kinder werden sich ihrer selbst jedoch erst mit ca. 18 Monaten bewußt. Aus dieser Grundlage ergibt sich die Rechtfertigung, ein Kind bis weit in sein zweites Lebensjahr hinein zu töten!

Eine Überschrift im Newsweek Magazin vom 6. September 1982 lautete: "Biologen sagen, Kindermord sei genauso normal wie der Sexualtrieb - und die meisten Tiere, einschließlich des Menschen, würden dies praktizieren." Daneben eine ihr Baby tötende Pavianmutter. Die Quintessenz des Artikels war die Frage, warum wir es nicht tun sollten, wenn die Paviane es tun. Aber seit wann sind Tiere der Maßstab für menschliches Verhalten? Außerdem bekommen die Tiere dadurch eine böse Schuld zugeschoben. Nicht einmal sie töten ihren Nachwuchs in der Größenordnung, wie die Menschen dies tun.

Die Statistik zeigt, daß in den Vereinigten Staaten von drei Schwangerschaften eine durch Abtreibung beendet wird! In Australien ist die Zahl nur wenig besser mit einer von vieren.

An einigen Orten wird inzwischen ein anderes Mittel der Vernichtung angewandt. Am 21. Juni 1986 berichtete die Associated Press, Ärzte in Holland hätten selektive Vernichtung bei einer Frau angewandt, die mit Fünflingen schwanger war. Sie töteten drei, und sie gebar nur zwei Babys. Es wurde berichtet, die Mutter tat diesen Schritt, weil sie "die Aussicht, Fünflinge zu haben, beunruhigte"!

Genauso wie Abtreibung zu Kindermord führt, führt Kindermord auch zur Sterbehilfe. Größe und Alter spielen keine Rolle mehr, sobald Leute zu Nicht-Menschen erklärt werden. 1973 erklärte das Humanistische Manifest II, Selbstmord und Sterbehilfe seien völlig annehmbar. Seitdem schießen freiwillige Sterbehilfegruppen wie Pilze aus dem Boden. Eine Gruppe nennt sich "Exit" (Ausgang). Eine andere heißt "Hemlock Society" (Giftbechergesellschaft). Ein die Sterbehilfe befürwortendes Buch (Laß mich sterben, bevor ich aufwache) bietet "Gebrauchsanweisungen" für jene, die ihr Leben früh zu beenden wünschen. Der Gründer der freiwilligen Selbstmordgruppe der USA, Derek Humphry, rühmt sich, "vielen Leuten geholfen zu haben, gut zu sterben".

Sogar Politiker fangen an mitzuspielen. Vor einigen Jahren sprach sich der Gouverneur von Colorado, Richard Lamm, öffentlich dafür aus, daß "ältere Leute die Verpflichtung haben, zu sterben und Platz zu machen".

Der für das Leben eingestellte amerikanische Chirurg General C. Everett Koop warnte, daß es "für jedes Baby Doe in den 80er Jahren 10.000 Oma Does in den 90er Jahren geben wird." Erschreckend? Es scheint, als ob er Recht hätte.

DIE BRUTALE LOGIK

Es gibt eine sehr starke logische Verbindung zwischen Abtreibung, Kindermord und Euthanasie. Bei allen dreien geht es um denselben Patienten, dasselbe Vorgehen, dasselbe Ergebnis und dasselbe Grundprinzip. Wie der verstorbene Ethiker von Princeton, Paul Ramsey, beobachtete, gibt es viele "gute" Gründe für die Abtreibung, aber leider rechtfertigen genau diese Gründe auch Kindermord und Sterbehilfe.

Auch zwischen Evolution und Abtreibung besteht eine solch logische enge Verbindung. Wenn es keine Schöpfung gibt, gibt es auch keinen Schöpfer. Mit anderen Worten: Die Evolution steht im Gegensatz zu einem Plan. Wenn es keinen Plan gibt, gibt es auch keinen Planer. Es mag Evolutionisten geben, die an eine Art Gott glauben, aber die Evolution als eine Theorie schließt Gott aus. Verleugne die Schöpfung, und du verleugnest den Schöpfer.

Nietzsche hatte recht: Der Mensch tötete Gott. Wie? Durch Evolution, die Darwin "meine Gottheit" nannte. Aber wenn Gott stirbt, stirbt auch der Mensch. Dies ist sowohl logisch als auch historisch wahr. Sobald Gott, nach dessen Bild der Mensch gemacht ist, getötet wird, gibt es keine Basis mehr, zu glauben, daß der Mensch nach dem Bild Gottes gemacht wurde. Kurz, die Würde des Menschen basiert auf der Wirklichkeit Gottes.

Es gibt eine direkte Verbindung zwischen Evolution und Abtreibung. Die Evolutionstheorie erklärt, der Mensch sei ein Tier und teilweise das Ergebnis natürlicher Auslese. Aber die natürliche Auslese lehrt uns, daß wir minderwertige Züchtungen ausmerzen sollten. Genauso erweitern die Evolutionisten dies nun von der Abtreibung zum Kindermord und vom Kindermord zur Sterbehilfe. Erst ist es freiwillige Sterbehilfe, dann unfreiwillige.

Norman L. Geisler, M.A., Ph.D.

Norman L. Geisler, M.A., Ph.D. ist Dekan des Liberty University Center for Research and Scholarship (Freiheits-Universitäts-Zentrum für Forschung und Lehre) in Lynchburg, Virginia. Er besitzt eine lange berufliche Erfahrung als Dozent und Autor und hat Philosophie, Ethik und verwandte Fächer fast 30 Jahre lang gelehrt. Er ist Autor bzw. Mitautor von mehr als 20 Büchern.

Comic über Adoption und Abtreibung

Quelle: Creation Ex Nihilo, Band 11, Nr. 4