Nur Stehplätze

Als wir am Theater ankamen, sahen wir ein Schild mit der Aufschrift: „Nur Stehplätze“. Ich konnte mir nicht vorstellen, im Stehen ein zweistündiges Stück zu genießen, fragte mich aber, ob nicht einige Kirchgänger auf diese Weise wachzuhalten wären.

Angesichts der Überbevölkerung waren Stehplätze eine beliebte Taktik in den Schulen, um jungen Leuten ihre Pläne von Großfamilien auszutreiben. Schon für die jetzige Weltbevölkerung gäbe es kaum genug frische Luft, sauberes Wasser und Nahrungsmittel, wurde behauptet.

Und doch hatte Gott zu Adam und Eva sowie später zu Herrn und Frau Noah gesagt, sie sollten fruchtbar sein, sich mehren und die Erde füllen. Ist die Welt zu klein für weitere Menschen? Rechtfertigt das ein Bevölkerungswachstum von Null Prozent ?

Während wir die Dezimierung von Feuchtgebieten, Regenwäldern und Weideland beklagen, sollten wir bei solchen Bevölkerungsbeschränkungen realistisch bleiben. Die Weltbevölkerung betrug am 17. November 1996 genau 5.858.420.044 Personen. Wenn wir jeder einzelnen Person auf diesem Globus ein Haus mit 4 Zimmern auf einem Grundstück von sagen wir 100 m² geben müßten, so würde die gesamte Bevölkerung Chinas, Indiens, Europas, Amerikas sowie aller Kontinente in die 678.598.708.677 m² von Texas passen. Dies alles wird in der US-Bevölkerungsstatistik, dem Weltalmanach sowie in einem Artikel von Morris K. Udall in der Zeitschrift Arizona Republic bestätigt. (Das entspräche 3,5 Personen pro 1000 m², wenn die gesamte Weltbevölkerung in Queensland leben würde. CIM)

Mit Texas als alleinigem Lebensraum könnte die restliche Welt zur Lebensmittelproduktion und für die Handelsindustrie genutzt werden. Aber was wäre, wenn sich die Weltbevölkerung um fünf Milliarden pro Jahr vermehren würde? Sie ließe sich immer noch in den Vereinigten Staaten ansiedeln, und es gäbe keineswegs nur Stehplätze, selbst wenn in den nächsten 30.000 Jahren niemand sterben würde!

Die Welt braucht Gott jetzt mehr als je zuvor. Wenn wir Seine gerechten Gesetze für unsere Natur, Moral und unsere Regierungssysteme außer acht lassen, begeben wir uns in ernste Schwierigkeiten. Doch sobald Nationen gemäß dem biblischem Moralkodex leben, wachsen und gedeihen sie.

Die Völker sind heute leider in ihre eigenen Gruben gefallen, gefangen in ihren eigenen Netzen. Die Ungläubigen sowie jene Nationen, die Gott vergessen haben, sind auf dem Weg zur Hölle. Gott wird die Nationen so lange richten, bis sie ihren Irrtum und ihre Gefahr eingestehen (PSALM 9:16-21). Lies alles darüber in der Bibel. Sie widerlegt die Phantastereien, die von Universitätsprofessoren und selbstmörderischen Endzeitkulten verbreitet werden.

von Robert T. Woodworth

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