Ein 5-Cent-Stück für den Herrn

Gestern trug er eine Rose am Aufschlag seines Mantels, aber als der Teller heute herumgereicht wurde, gab er 5 Cent für den Herrn. Er hatte mehrere Banknoten in seiner Tasche und allerlei Kleingeld, wahrscheinlich einen Dollar wert, aber er suchte herum und als er dieses armselige 5-Cent-Stück fand, legte er es auf den Teller, um die Streiter Christi in ihrem Kampf gegen die Welt, das Fleisch und den Teufel zu unterstützen. Sein Zylinder war unter dem Sitz und seine Handschuhe und sein Gehstock gleich daneben und das 5-Cent-Stück war auf dem Teller; ganze 5 Cent.

Am Samstagnachmittag traf er einen Freund und zusammen gingen sie etwas trinken. Die Kasse druckte fünfunddreißig Cents auf den Kassenzettel, den der Junge ihm vorlegte. Er zog einen Geldschein hervor und gab diesen dem Burschen. Als er das Wechselgeld brachte, gab er ihm außerdem 5 Cent Trinkgeld. 5 Cent für den Herrn und 5 Cent für den Kellner!

Am Sonntagnachmittag ließ der Mann seine Schuhe putzen und gab ohne Murren 10 Cent dafür aus. Er ließ sich rasieren und bezahlte fünfzehn Cent mit gleicher Bereitwilligkeit. Er brachte seiner Frau eine Schachtel mit Süßigkeiten und bezahlte vierzig Cents dafür. Die Schachtel war mit einer zierlichen Schleife versehen. Ja, er hat auch 5 Cent dem Herrn gegeben.

„Wer ist der Herr?“

„Wer er ist?“ Wieso, der Mann betet ihn als Schöpfer des Universums an. Der Eine, der die Sterne an ihren Ort setzt und durch dessen unveränderliches Gebot die Himmel bestehen. Ja, das tut er, und er gibt 5 Cent, um die Streiter Christi zu unterstützen.

„Und wer sind die Streiter Christi?“

„Die Streiter Christi sind all jene in der Kirchengemeinde, die auf Erden die triumphale Kirche des großen Gottes darstellen.“

„Und der Mann wusste, dass er ein Atom im Weltall ist und er wusste, dass der Allmächtige ohne Grenzen ist. Dies wissend, steckte er seine Hand in seine Tasche und nahm ein 5-Cent-Stück heraus und gab es dem Herrn.“

„Und da der Herr freundlich und geduldig ist und unser Wesen kennt, erschlug Er den Mann nicht für seine geizige Gabe, sondern gibt ihm heute sein täglich Brot.“

„Das 5-Cent-Stück versteckte sich hinter einer Viertel-Dollar-Note, die von einer armen Frau gegeben wurde, die ihren Lebensunterhalt mit Wäschewaschen verdient.“

Quelle: John G. Lake – „The Complete Collection of His Life Teachings”, erstellt von Roberts Liardon, S. 631