Maria - Die Mutter von Jesus

Viele Leute, sowohl Protestanten als auch Katholiken, halten an einem Glauben fest, für den ihnen niemals ein wirklicher Beweis geliefert wurde. Sie halten wie an einem Prinzip treu an diesem Glauben fest, weil er ihnen von Jugend auf gelehrt worden ist.

Heutzutage gibt es jedoch viele, die lieber die Wahrheit über eine Sache wissen wollen, so wie sie in der Bibel steht, als sich aus bloßen Vorurteilen heraus blindlings an Lehren zu halten. Überdies wird jeder Glaube, der es wert ist, christlich genannt zu werden, den Lehren und historischen Fakten in der Bibel standhalten.

Das Folgende ist ein einfacher, sachlicher Vergleich von römisch-katholischen Lehren über Maria, die Mutter Jesu, mit den Worten von Christus und Seinen Aposteln, die in der Bibel aufgeführt sind.

Maria immer jungfräulich?

Es ist katholische Lehre, daß Maria, die zur Zeit von Christi Geburt eine Jungfrau war, ihr Leben lang eine Jungfrau geblieben ist. So lauten typische katholische Gebete: „Deswegen flehe ich die gesegnete Maria an, immerwährende Jungfrau,” und „O Jungfrau Maria ... eine Jungfrau, die du immer sein wirst”. Beim Vergleich solcher Lehren mit der Bibel haben wir folgende relevante Verweisstellen (alle Bibelzitate in diesem Faltblatt sind von der katholischen Douai Version der Bibel entnommen):

„Und als er in seine Vaterstadt kam, lehrte er (Jesus) sie in ihrer Synagoge, so daß sie sich entsetzten und sprachen: Woher hat er diese Weisheit und Wunderwerke? Ist er nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon und Judas? Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?” (MATTHÄUS 13:54-56).

„Von den anderen Aposteln aber sah ich keinen außer Jakobus, DES HERRN BRUDER” (GALATER 1:19).

„Und SEINE BRÜDER sprachen zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe nach Judäa, auf daß auch deine Jünger sehen die Werke, die du tust ... Denn auch SEINE BRÜDER glaubten nicht an ihn” (JOHANNES 7:3,5).

Aus diesen Zitaten muß man folgende Schlußfolgerungen ziehen:

  1. Nach der jungfräulichen Geburt von Christus wurden Joseph und Maria Mann und Frau, und als solche wurden sie die Eltern von mindestens sechs Kindern.
  2. Die Bezeichnung „Bruder” oder „Brüder”, übersetzt vom griechischen Wort „adelphos” (das Neue Testament wurde ursprünglich in Griechisch geschrieben), bezieht sich nicht auf Vettern von Christus, wie von einigen katholischen Schreibern behauptet wird. Im Neuen Testament wurde das Wort „Vetter” von dem völlig anderen griechischen Wort „suggenes” übersetzt (siehe LUKAS 1:58).
  3. Die Erwähnung der „Brüder” im Abschnitt von Johannes 7 bezieht sich nicht im geistlichen Sinn auf die Nachfolger Christi. In demselben Abschnitt werden Seine Jünger oder Nachfolger als ziemlich unterschiedlich zu Seinen Brüdern dargestellt, die zu dieser Zeit nicht an ihn glaubten.
  4. Obwohl Maria den Herrn Jesus Christus jungfräulich geboren hatte, ist es völlig falsch, sie als „immerwährende Jungfrau” anzurufen.

Unbefleckte Empfängnis?

Es wird als katholische Doktrin gelehrt, daß Maria selbst „unbefleckt empfangen” wurde, ohne "Erbsünde". Es heißt, daß Maria nicht wie andere Menschen mit der gefallenen sündigen Natur aus Adams Abstammung geboren wurde. Im katholischen Meßbuch wird sie als „Königin ohne Erbsünde” beschrieben. In der Bibel jedoch lesen wir die bekannten Worte Marias, die sie kurz vor der Geburt Christi äußerte, als sie sagte: „Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist hat frohlockt in Gott, meinem Heiland” (LUKAS 1:46-47). Da Maria, eine fromme Frau des Glaubens, Gott als ihren Heiland anerkannte, und nur Menschen, die in Sünde geboren werden, einen Heiland brauchen, stellt sich die Lehre, daß Maria ohne Sünde „unbefleckt empfangen” wurde, als gänzlich unwahr heraus.

Mutter Gottes?

In der Litanei und den Gebeten des katholischen Gottesdienstes wird regelmäßig auf Maria als die „Mutter Gottes” verwiesen. Es ist katholische Lehre, daß Christus fleischgewordener Gott ist und aufgrund dessen, daß Maria die Mutter von Christus ist, gilt sie als die „Mutter Gottes”. Wenn wir in der Bibel suchen, um Licht in diese Angelegenheit zu bringen, so finden wir, daß der Ausdruck „Mutter Gottes” nirgendwo erwähnt, geschweige denn vorgeschlagen wird.

Der Herr Jesus Christus wird in der Schrift als der „Sohn Gottes” (J0HANNES 3:18 etc.) bezeichnet  und auch als „Menschensohn” (LUKAS 19:10, etc.). Er war Sohn Gottes, weil Er von Gott geboren ist, indem Er durch den Heiligen Geist in Maria empfangen wurde, während sie eine Jungfrau war. Er war des Menschen Sohn, da Er eine menschliche Mutter hatte, die Ihm Seinen menschlichen Körper und Seine menschliche Natur gab. Die Bibel offenbart Maria nicht als Mutter Gottes, sondern als Mutter des „Menschen Jesus Christus” (1. TIMOTHEUS 2:5).

Sicher ist, daß Christus selbst keine göttliche Bedeutung in der fleischlichen Beziehung mit Seiner Mutter gesehen hat. Der folgende Bericht von MARKUS 3:31-35 macht dies ziemlich deutlich:

„Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn herum. Und sie sagten zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder suchen nach dir. Er sagte: WER IST MEINE MUTTER und meine Brüder? Und er sah rings um sich auf die, die um ihn saßen und sagte: SIEHE, DAS IST MEINE MUTTER und meine Brüder. Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und MEINE MUTTER.”

Anbetung von Maria?

Im katholischen Meßbuch lesen wir über Maria, daß sie aller hohen Ehre am meisten Wert ist. Der Gebrauch des „Gegrüßet seist du Maria” und anderer Arten der Anbetung und Hingabe zu Maria sind in der katholischen Anbetung üblich. Ein weiterer Auszug aus dem katholischen Meßbuch lautet: „Gesegnet ist der Leib der Jungfrau Maria, der den Sohn des Ewigen Vaters geboren hat.”

Im Hinblick auf diese letzte Aussage berichtet die Bibel den Fall einer Frau, die Maria mit fast den gleichen Worten zujubelt und zeigt auch die Reaktion Christi auf ein derartiges Lob für Maria. Wir lesen: „Und es begab sich, da er solches redete, erhob eine Frau im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast”. Er aber sprach: „JA, SELIG SIND, DIE DAS WORT GOTTES HÖREN UND BEWAHREN” (LUKAS 11:27-28). Mit diesen Worten wies der Herr Jesus Christus eine spezielle Verehrung oder Anbetung von Maria völlig ab.

Bei einer früheren Gelegenheit wurde der junge Jesus im Alter von 12 Jahren, als er im Tempel in Jerusalem zurückgeblieben war, gesucht und schließlich von Seiner besorgten Mutter gefunden. Wir lesen, wie Maria zu Jesus sagte: "Mein Sohn, warum hast du uns das getan?" Darauf antwortete Er: „Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, das meines Vaters ist?” (LUKAS 2:48-49). Bei diesem Vorfall wie auch bei anderen, die in der Bibel beschrieben sind, wird ziemlich deutlich, daß Maria sehr menschlich und fehlbar und sicherlich nicht eine göttliche Persönlichkeit war, die in besonderer Weise gepriesen werden sollte.

Maria eine Vermittlerin?

In der katholischen Anbetung wird der Name Marias ständig ins Gebet miteingeschlossen. Typische Gebete des römischen Meßbuches sind: "Heilige Maria, bitte für uns", und: "O gesegnete Jungfrau ... tritt für mich ein". Die katholische Lehre baut auf den Umstand, daß gleichsam wie eine Mutter einen besonderen Einfluß haben kann, um ihren Sohn von ihren Wünschen zu überzeugen, genauso auch Gebete effektiver sein werden, wenn man Maria bittet, seine Gebete vor Christus zu bringen.

Maria wird von katholischen Schreibern als „Schutzpatronin und Vermittlerin mit Gott” und „Mittlerin der ganzen Welt” beschrieben. Beim Vergleich dieser Behauptungen mit der Bibel lesen wir: „... es gibt einen Gott: und einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, den Menschen Jesus Christus” (1. TIMOTHEUS 2:5). Wenn das Wort Gottes deutlich macht, daß es nur EINEN MITTLER gibt, dann gibt es keine zwei. Weder Maria noch irgendein anderer Heiliger in dieser Hinsicht ist ein Mittler, durch den Gebete erfolgen können. Solche Gebete sind wirkungslos. Jesus sagte: „KEINER KOMMT ZUM VATER DENN DURCH MICH" (JOHANNES 14:6).

Leibliche Himmelfahr?

Die katholische Kirche lehrt Marias leibliche Himmelfahrt. Weiterhin wird gelehrt, daß Maria im Himmel als die „Königin des Himmels” gekrönt worden ist.

Man braucht nicht viel über dieses Thema sagen, da die Bibel im Hinblick auf diese Behauptungen überhaupt nichts aussagt. Wenn die geringste Wahrheit in solchen Lehren wäre, dann würde Gott wahrscheinlich in Seinem geschriebenen Wort zu diesem Thema Informationen bekanntgemacht haben.

Sicherlich steht es uns in dieser Angelegenheit zu, aus den Sprüchen der Bibel zu zitieren: „Alle Worte Gottes sind durchläutert: ... tu nichts zu seinen Worten hinzu, daß er dich nicht zur Rechenschaft ziehe und du nicht als Lügner dastehst” (SPRÜCHE 30:5-6).

Marias Ratschlag

Maria war sehr begnadet und „gesegnet ... unter den Frauen” (LUKAS 1:28), so daß sie Gottes auserwähltes Gefäß für die Geburt Christi wurde. Die Bibel beschreibt sie als sehr fromme Frau mit einem starken Glauben an ihren Gott.

 Auf der Hochzeit zu Kana in Galiläa, wo Jesus Wasser in Wein verwandelte, gab Maria den Dienern an dem Fest einen Ratschlag. Sie sagte: „Was immer ER (Jesus) EUCH SAGT, DAS TUT” (JOHANNES 2:5). Wenn wir irgendeinen Respekt vor dem Glauben oder der Weisheit Marias haben, dann wollen wir diesen Ratschlag auch annehmen. Laßt uns die Worte Christi im Evangelium entdecken und gehorsam sein!

Jesus war schon in den Himmel aufgefahren, um zur Rechten Gottes zu sitzen. Im Gehorsam gegenüber Jesu Befehl finden wir Maria zusammen mit ungefähr 120 anderen Gläubigen in dem oberen Zimmer in Jerusalem, um auf den Heiligen Geist zu warten. Wir lesen: „Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern” (APOSTELGESCHICHTE 1:14). Am Pfingsttag kam der Heilige Geist, und „sie wurden alle voll des heiligen Geistes und fingen an zu sprechen in anderen Zungen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen” (APOSTELGESCHICHTE 2:4).

So wurde Maria eine geisterfüllte, in Zungen sprechende Nachfolgerin ihres Herrn und Heilands Jesus Christus und hatte Teil an der wundervollen Hoffnung des ewigen Lebens zusammen mit denen, die damals - wie auch heute - eine ähnliche Erfahrung der vollständigen Errettung gemacht haben.


Das ist das glückliche Ende der biblischen Berichte über Maria, der Mutter von Jesus. Ihr Name erscheint nicht mehr im Neuen Testament, aber der Name von Jesus, der Zentralfigur darin, erscheint buchstäblich Hunderte von Malen, denn Er ist der glorreiche Fürst und der Herr des Lebens.

Quelle: ‘Voice of Revival'