Mammutüberreste: worauf weisen sie hin?

Die Belege unterstützen einige allgemein bestehende Vorstellungen nicht

Das Ziel dieses Artikels ist eine Zusammenfassung der bekannten Informationen über Mammutüberreste zu geben, damit verbundene Beweise und verwandte Faktoren zu präsentieren und dann einige Fragen darüber zu stellen, was diese Überreste tatsächlich aufzeigen.

Frühere Artikel über Mammutüberreste beziehen sich für gewöhnlich auf die gefrorenen Mammutüberreste, die in Rußland und Alaska gefunden wurden. Manche Artikel zeigen eine weite Verbreitung von Überresten in Nordamerika und Europa auf. Die meisten Berichte scheinen mit bestimmten Mutmaßungen im Sinn geschrieben worden zu sein, die manchmal angesprochen werden, oft aber nicht. Beweise, welche die Mutmaßungen des Autors unterstützen, werden zitiert, so daß nicht die ganze verfügbare Information in irgendeinem Artikel erscheint. Aber um das "Geheimnis der Mammuts", wie es genannt wurde, zu verstehen, müssen alle Beweise berücksichtigt werden.

Mutmaßungen sind wichtig, wenn man die Frage beantworten will, wann und wie das Verhängnis über diese Tiere kam. Diejenigen, welche diesen Beweis aus einer Position der "langen Zeiträume" betrachtet haben, setzen ihre Vernichtung auf das Ende des Pleistozän an stattfand und bringen es in Zusammenhang mit dem plötzlichen Aussterben anderer Tierarten. Das Pleistozän paßt in die theoretische Zeittabelle, welche von Geologen und Paläontologen für die Zeit von 1,8 Millionen Jahren bis 10000 Jahren vor der Gegenwart benutzt wird, gemäß der Karte von Josef Wolf in dem Buch "The Dawn of Man" (Die Dämmerung der Menschheit). Henry Morris schreibt aus der Sicht der Schöpfung und einer jungen Erde, und er verweist auf das Pliozän in einem Artikel über die Eiszeit in Creation Ex Nihilo, von März bis Mai 1989. Er zeigt auf, daß dies eine frühe Nachflutzeit ist. Gemäß der Übersicht der geologischen Reihenfolge geht sie dem Pleistozän voraus. Manche haben die Vernichtung dieser Tiere der Flut selbst zugeschrieben. Dies bringt Probleme mit sich wegen der Natur einiger detaillierter Beweise.

Die Hauptmutmaßungen, auf welchen die Analysen über Mammutüberreste basieren, sind folgende:

  • Eine weltweite Flut, wie sie in 1. MOSE Kapitel 6-11 beschrieben wird, war ein historisches Ereignis, welches die Oberflächenmerkmale der Erde radikal veränderte.
  • Atmosphärische und klimatische Veränderungen, welche Pflanzen und Tiere gleichermaßen bezüglich Größe und vorherrschendem Artenvorkommen betrafen, traten als Folge der Flut auf.
  • Perioden bedeutender geologischer Veränderungen, welche in der Nachflutwelt stattfanden, schufen einige der Oberflächenmerkmale, welche in der jetzigen Zeit existieren.
  • Nachflutperioden, die einen Einfluß auf die Geologie hatten, kann man in Beziehung mit bedeutenden Ereignissen der biblischen Geschichte bringen.

Bevor wir weiterdiskutieren, was ist über Mammutüberreste bekannt? Einige der wichtigeren Nachweise, die ich kenne, sind in den folgenden Tabellen aufgelistet. Tabelle I beinhaltet Beweise über gefrorene Mammutüberreste und Tabelle II liefert Informationen über Mammutüberreste, welche an anderen Stellen gefunden wurden, aber auch verwandte Beweise, welche Berücksichtigung verdienen. Die detaillierte Analyse des Mageninhaltes und Analysen von Haut, Blut und Fell sind in anderer Literatur gut dokumentiert und darum hier nicht beinhaltet.

Grundinformationen über gefrorene Mammutüberreste

  1. Frostbodenlagen, welche Mammutüberreste beinhalten, liegen über Meeressedimenten und in einigen Gebieten liegen sie über Gletscherablagerungen, welche über Meeressedimenten liegen (B). Frostboden füllt Täler und Schluchten (G), mit Anzeichen von Erosion, bevor sie durch den Frostboden bedeckt wurden (D2).    

    Anmerkung: Frostboden ist gefrorener Boden, durch Wasser verbunden. Er ist erfüllt von Schlamm, Sand, Kieseln und Steinen und enthält oft Massen von konserviertem Tier- und Pflanzenmaterial in verschiedenen Stadien des Zerfalls. Dort, wo der Frostboden vorwiegend aus Ton besteht, sind die Tierüberreste in relativ gutem Zustand (E).
  2. Gefrorene Mammut- und andere Tierreste nehmen an Zahl zu, je weiter nördlich man kommt, und am sind zahlreichsten auf den Neusibirischen Inseln zu finden (A). Sie dehnen sich über die nördlichen Tundren in Sibirien und Alaska aus (A, C, E).
  3. Tiere mit erhaltenem Fleisch sind in der gefrorenen Tundra nahe der Oberfläche begraben und gewöhnlich auf höheren Erhebungen, die besterhaltenen werden in reinem Ton gefunden. (A, E).
  4. Sie sind begleitet von vielen anderen Arten von Tieren, Bäumen und anderer Vegetation (A, C, E, F1). Die Überreste sind hauptsächlich nur Knochen, die verstreut und mit gefrorenen Bäumen zu großen Haufen aufgetürmt wurden (A).
  5. Auf Inselgebieten sind in Ablagerungen, welche gefrorene Mammuts enthielten, Meeresfossilien entdeckt worden (E), aber viele werden in Süßwasser-Sedimentablagerungen gefunden (B, E).
  6. Nur eine relativ kleine Anzahl von Mammut- oder anderen Tierkörpern mit Fleisch sind bis auf die heutige Zeit erhalten geblieben. Sehr wenige sind komplett. Drei von vier Rhinozerossen wurden südlich des Polarkreises gefunden (B). Die Anzahl der gefundenen Proben zeigt, daß eine riesige Anzahl noch begraben sein könnte (C, E).
  7. Die Gesamtanzahl der Mammuts überschritt wahrscheinlich vierzig Millionen (A, D1).
  8. Die Elfenbeinstoßzähne sind erhalten geblieben. Elfenbein wird leicht zerstört, wenn es der Witterung ausgesetzt wird. Ein lukrativer Elfenbeinhandel hat jahrhundertelang existiert (A, C).
  9. Die Menge von Qualitätselfenbein zeigt an, daß hunderttausende Tiere begraben und eingefroren wurden, um die Stoßzähne vor dem Verfall zu schützen (A, C).
  10. Der Frostboden in Sibirien und Alaska sowie die Stapel von Knochen und Stoßzähnen sind von Lagen vulkanischer Asche durchsetzt (A, D1, D2).
  11. Die Tiere starben plötzlich, wie das Futter zeigt, das sich noch im Maul befand (A, E) (das ist kein Hinweis auf Ertrinken durch allmählich ansteigen des Wasser).
  12. Die Tiere starben im Sommer, wie es die Art der Nahrung, welche im Maul und Magen gefunden wurde, zeigt (B, E).
  13. Die Tiere wurden im Schlamm begraben, bevor sie gefroren wurden, Blut aus gebrochenen Gliedern blieb im angrenzenden Frostboden (A).
  14. Einige Tiere wurden durch Gewalteinwirkung weggerissen (D1, D2).
  15. Der Verfall begann, bevor die Körper gefroren waren. Die Analyse des Berezovka-Mammuts zeigte tiefe, durchdringende, chemische Veränderungen als Resultat langsamen Verfalls. Zerfallsprodukte hatten den Boden rund um die Tierüberreste durchdrungen und gaben ihm einen fauligen Geruch (B). 
  16. Einmal in dem Schlamm gefroren, sind sie nie wieder aufgetaut, bis sie durch Erosion oder Ausgrabung aufgedeckt wurden (A).
  17. Die Tiere sind nicht erfroren. Ihr gesunder Zustand und die Art der Nahrung, die in ihren Mägen gefunden wurde, schließen dieses aus (B).
  18. Mammuts waren nicht an kaltes Klima angepaßt, obwohl sie einen schweren Behang von langem Haar trugen und Unterwolle. Ihre Haut ist mit der von heutigen Elefanten identisch. (A, E). Das Fell ohne Öl zeigt die Anpassung an warmes, nicht kaltes Klima an. Mammuts hatten keine Öldrüsen, um das Fell zu stärken (A, E).
  19. Fettpolster sind Beweis für ausreichende Nahrungsquellen (A).
  20. Es gibt Hinweise, daß einige Tiere an Ersticken starben (B, E), was durch die Blutanalyse an einem Schädel angezeigt wurde, sowie an einem erigierten männlichen Genital bei einem anderen (A, E).

Zusätzliche Information über gefrorene Mammutreste

  1. Zeichnungen von Wollmammuts, bekannt aus Höhlenmalereien, zeigen ihre Existenz in der Nachflutzeit an (B).
  2. Viele vollständige Skelette sind in der Tundra (A) und weiter südlich gefunden worden und zeigen, daß sie vollständig begraben wurden und das Fleisch von den Knochen gefault ist (A, E) (gleichbedeutend mit dem Fund eines vollständigen Körpers) (E).
  3. Knochen, Stoßzähne und Zähne werden über große Gebiete von Nordamerika und Europa verstreut gefunden. Einige der europäischen Höhlen zeigten Mammutreste, gemischt mit anderen Tieren, einschließlich Erdfaultier, Nashorn, Pferd, Kamel, Bison, Antilope und Tapir (E, F2).
  4. Eine große Anzahl von Knochen und Schädeln von Pferden, Büffeln, Rindern und Schafen sind in einigen Gebieten der Tundra gefunden worden und zeigen, daß sich dort auch große Herden dieser Tiere befanden (F1, G).
  5. Einige Mammutreste wurden zusammen mit menschlichen prähistorischen Werkzeugen (Messer, Speerspitzen) gefunden (D2, E).
  6. Radiometrische Datierung von Überresten ergibt eine Spanne von 40000 bis zu 2640 Jahren (A).
  7. In einigen oberen Schichten des Tundrabodens gibt es Gebiete mit großen Baumstümpfen, die die Wurzeln noch immer fest im Boden haben (E, F1).
  8. Fossiles Holz, das mit Mammuts zusammen gefunden wird, wird auf ca. 11000 Jahre bestimmt (A), welches derselbe Bereich ist wie versteinertes Holz, welches nahe der Oberfläche im Gebiet der Great Lakes gefunden wurde.
  9. Große Teile von Sibirien und fast ganz Alaska, wo die Mehrheit der gefrorenen Mammuts gefunden wurde, haben niemals eine Eiszeit erfahren (B).
  10. Mammutknochen werden nicht in dem gefunden, was die Schöpfungswissenschaftler gewöhnlich als durch die Sintflut abgelagerte Sedimentgesteinsschichten bezeichnen (E). Es ist möglich, daß einige Mammutreste zusammen mit Sintflutfossilien als Folge von Erosion, Vermischung und Wiederablagerung von fossilen Resten gefunden werden.
  11. Die Langzeitkonservierung resultiert aus einer Klimaveränderung (A, E, F1, G).

"Die weite Verbreitung von Überresten, die zerstückelten Körper, die Knochenhaufen in Höhlen und die Mischung von Überresten im Frostboden zeigt eine gewaltige Einwirkung einer anderen Art. Wasser war im Spiel, bewegtes Wasser in großem Maßstab. Die Dauer war relativ kurz, nicht von der Art wie in 1. MOSE 7:24 beschrieben, worin festgestellt wird, daß die Wasser 150 Tage auf der Erde blieben. Die Bewegung von Wasser kann durch geologische und geschichtliche Aufzeichnungen einigermaßen bestimmt werden."

Anhaltspunkte für Bestand und Verbreitungsgebiet der Mammuts

Die meisten Mammutreste können als Oberflächenablagerungen bestimmt werden. Der gefrorene Frostboden, welcher die Täler und Schluchten der Tundra ausfüllt, liegt oberhalb der Sedimentgesteinsschichten, welche als Flutablagerungen identifiziert werden.

Die sibirischen Kohlefelder sind Teil dieser daruntergelegenen Schicht. Hibbins bemerkt, daß die Tiefe des Schlamms von 1,20 m bis 30 m variiert und daß Teile unter katastrophalen Bedingungen abgelagert wurden. In anderen Gebieten sind Mammutknochen, -zähne und -schädel in Torfmooren, Kiesgruben und Höhlen gefunden worden. Reste, die in Höhlen gefunden wurden, welche sich in Flutgesteinsschichten bildeten, zeigen, daß die Erosionsprozesse genug Zeit gehabt haben müssen, um die Höhlen zu schaffen, in welchen sich die Tierreste später ablagerten. Dillow zitiert eine Bemerkung von Howorth (1883) über die Möglichkeit, daß die pleistozänen Höhlenablagerungen auf ein nachflutliches Mammutaussterben oder eine Katastrophe hindeuten, in der einige der Höhlen im fossilen Kalkstein entstanden oder anderem Gestein, welches vermutlich während der Sintflut gebildet wurde. G. F. Wright zeigt auf, daß sich in allen Höhlen, in denen uralte Relikte und die Überreste ausgestorbener Tiere gefunden wurden, eine deutliche Schicht von Tropfsteinformationen zwischen den alten und neuen Ablagerungen befand (F2). Die Tatsache, daß Wollmammuts in Höhlenmalereien häufig auftreten, zeigt, daß einige Höhlen bereits einen größeren Zeitraum vor der Katastrophe existierten oder daß dort möglicherweise Überlebende der Katastrophe waren, welche einige Zeit Nordamerika und Europa durchstreiften, bevor sie ausstarben.

Schätzungen, wonach die Anzahl der Mammuts mehr als 40 Millionen betrug, führen zu dem Schluß, daß die Mammuts eine vorherrschende Spezies in der Nachflutzeit wurden. Wieviele Generationen würde ein einzelnes Mammutpaar, welches aus der Arche kam, brauchen, um eine Anzahl von etwa 40 Millionen zu erreichen? Angenommen, jedes Paar hätte im Durchschnitt sechs Junge gehabt, würde es 12 bis 14 Generationen brauchen, um diese Größenordnung zu erreichen. Man kann annehmen, daß wenigstens 500 Jahre verstreichen mußten, bevor diese Stärke erreicht wurde. Der Bestand würde dazu neigen, sich in seinem Verbreitungsgebiet zu stabilisieren, abhängig von Raubtieren und Flächenbegrenzungen. Der gesundheitliche Zustand der gefrorenen Exemplare zeigt, daß sie nicht unter Überlebensdruck standen, als sie durch die Katastrophe vernichtet wurden.

Der "frische" Zustand des Fleisches mancher Mammutreste hat beträchtliche schriftliche Spekulationen erzeugt, wie es überdauert hat. Jene , welche noch mit Futter im ihrem Maul und Magen gefunden wurden, starben plötzlich (sofort) im Sommer und wurden in einer Mischung aus Schlamm, Bäumen und anderer Vegetation begraben, bevor sie eingefroren wurden.

Dies schließt ein "plötzliches Erfrieren" der Tiere aus, da die Erde um sie herum zuerst gefrieren mußte. Zerfallsprozesse hatten begonnen. Tatsächlich, die meisten Tiere zerfielen entweder, oder jene nahe der Oberfläche mögen vielleicht von Aasfressern vertilgt worden sein. Die überbleibenden Tiere lagen gemäß den aufgeführten Beweisen im allgemeinen in den höheren Teilen der Tundra, aber nicht ganz oben.

Neuere Untersuchungen über die Zerfallsprozesse in Abfallhalden könnten helfen herauszufinden, warum einige Tiere konserviert wurden. Bevor der Frostboden fror, könnte er als großer Misthaufen angesehen werden, wegen der Mischung aus Pflanzen, tierischen Resten und Schmutz. Richard Severo, ein Reporter der New York Times, offenbarte in einem neueren Artikel, daß Abfall, welcher Fleisch, andere Eßwaren, Zeitungen usw. enthielt, nach siebenjähriger Verweilzeit auf einer Müllkippe noch genauso frisch gefunden wurde wie an dem Tag, als man ihn auf den Müllhaufen warf, wo das meiste Material verrottete. Die Zone, in welcher dieses unverrottete Material gefunden wurde, befand sich nahe der Spitze dieses Komposthaufens. Warum es erhalten blieb, wird noch erforscht, aber die Ähnlichkeit zu den gefrorenen Mammutresten, die in den oberen Teilen der Schlammschichten gefunden wurde, ist offensichtlich. Es sollte auch ein guter Anhaltspunkt sein, wo man nach weiteren Mammutresten suchen sollte.

Wie schnell die Reste einfroren, ist nicht bekannt, aber es scheint, daß es nicht schnell vonstatten ging, denn die meisten Überreste verwesten. Aber sobald der Frostboden gefroren war, blieb er auf Jahrhunderte unverändert. Der Klimawechsel war schnell und anhaltend. Die Mammuts lebten in Sibirien und Alaska nicht unter den heutigen klimatischen Bedingungen. Bilder von Mammuts, die durch den Schnee wandern und von Klippen herabfallen, sind künstlerische Darstellungen, welche auf der Philosophie eines stufenweisen Aussterbens basieren.

Vulkanische Asche, die in dem gefrorenen Frostboden untergemischt ist, belegt, daß in derselben Zeit, als der Frostboden abgelagert wurde, auch große Vulkanausbrüche stattfanden. Einige fossile Überreste, welche in Nebraska gefunden wurden, waren in Vulkanasche begraben (National Geographic, Jan. 1981, "Pompeji der prähistorischen Tiere in Nebraska"). Diese schließen große Mengen an Rhinozerossen sowie Kamele und dreizehige Pferde ein. Große Haufen Vulkanasche werden in Sedimenten des Mittelmeergebietes gefunden und zeigen auch eine Zeit starker vulkanischer Aktivität an. Auch waren in demselben Gebiet Lagerstätten von Tierknochen in "Erdtaschen" frisch genug, um nach Frankreich geschickt zu werden und gemäß G. M. Price in den Zuckerfabriken als tierische Holzkohle verwendet zu werden. Das Muster dieser Art von Aktivität scheint ein weltweites Ereignis oder eine Reihe von Ereignissen anzuzeigen.

Die Kohlenstoff 14-Datierung von Mammutresten zeigt eine große Spanne von Meßwerten. Was einstmals als präzise Methode der Datierung organischer Fossilien angesehen wurde, hat sich in den letzten Jahren als widersprüchlich herausgestellt für Material, welches älter als ein- oder zweitausend Jahre ist. Verschiedene Arten Material mit demselben kalendarischen Alter haben auch verschiedene radiometrische Alter, somit muß man vorsichtig sein, "Ähnlichkeiten" miteinander zu vergleichen, wenn Kohlenstoff-14-Daten benutzt werden.

Kohlenstoff 14-Datierungen fossiler Reste der La-Brae-Teergruben im Gebiet von Los Angeles (welche Oberflächenlagerstätten sind) liefern Werte in ähnlicher Größenordnung wie die der Mammuts. Für die Nebraskafossilien wurden keine Daten angegeben. Ihr theoretisches Alter von 10 Millionen Jahren war vermutlich zu alt, um datiert zu werden, aber ich würde annehmen, daß jetzige Messungen Daten liefern würden, die in derselben Spannbreite wie die der Mammutreste liegen.

Fossiles Holz, das zusammen mit Mammutresten gefunden wurde, hat Kohlenstoff 14-Werte gebracht, die in der Kategorie um 11000 Jahre liegen. Fossiles Holz, das im texanischen Muschelkalkstein von Fred Beierle (F) gefunden wurde, hatte einen Kohlenstoff 14-Wert von 12800 Jahren. Fossiles Holz aus dem begrabenen Fichtenwald im nördlichen Michigan (ein weiteres Oberflächenlager) ist genauso auf etwa 11000 Jahre datiert worden, wie andere Proben aus dem Gebiet der Great Lakes (M). Die Tatsache, daß sich die Kohlenstoff 14-Daten der Mammutreste mit denen der Holzstücke auf eine Stufe stellen, beweist oder widerlegt in sich selber nichts über das Alter der Mammutreste. Es zeigt größere Spielräume beim Datieren der Mammutreste auf als beim Datieren von fossilem Holz.

Wie sind die Mammuts gestorben? Der Tod durch Ersticken ist beim Studium vieler Überreste von verschiedenen Exemplaren festgestellt worden. Manche haben daraus geschlußfolgert, das müsse Tod durch Ertrinken bedeuten, aber wir haben vorhin in der Auflistung der Beweise gezeigt, daß ein Tier wahrscheinlich nicht mit Futter im Maul ertrinkt. Wegen des Anzeichens vulkanischer Aktivität ist es möglich, daß giftige Gase große Mengen von Tieren überwältigt haben und einen plötzlichen Tod verursachten. Solche Todesarten sind dokumentiert und beinhalten Tiere sowie Menschen. Die Tiere müßten relativ nahe beim Ursprung des vulkanischen Gases gewesen sein, und jene, die diese Todesart befürworten, haben nicht identifiziert, wo der Ursprung war. Auch würde die weite Verbreitung der Überreste ausschließen, daß alle Tiere an derselben Ursache starben. Eine weitere Art des plötzlichen Todes ist ein elektrischer Schlag. Blitzeinschläge in der Nähe von Rinder- und Schafherden haben viele von ihnen getötet. Die wirkliche Todesursache in vielen solchen Fällen ist Ersticken, da der elektrische Schock die Atmung stillegt. Die biblische Aufzeichnung in PSALM 78:48 beschreibt, wie die ägyptischen Herden von "heißen Blitzschlägen" während einer der Plagen vor dem Auszug aus Ägypten getötet wurden. Atmosphärische Störungen zur Zeit des Aussterbens der Mammuts könnten gewaltige elektrische Stürme hervorgebracht haben, welche zum Tod vieler Tiere beigetragen haben.

Die weite Verbreitung von Überresten, die zerstückelten Körper, die Knochenhaufen in Höhlen und die Mischung von Überresten im Schlamm zeigt eine gewaltige Einwirkung einer anderen Art. Wasser war im Spiel, bewegtes Wasser in großem Maßstab. Die Dauer war relativ kurz, nicht von der Art wie in 1. MOSE 7:24 beschrieben, worin festgestellt wird, daß die Wasser 150 Tage auf der Erde blieben. Die Bewegung von Wasser kann durch geologische und geschichtliche Aufzeichnungen einigermaßen bestimmt werden.

Geologen haben Findlinge untersucht und haben ihre Wanderung von bekannten Ursprungsorten aufgezeichnet. Findlinge sind Felsen, die von der Gesteinsart abweichen, auf welcher sie liegen. Felsen, die ursprünglich aus Norwegen stammen, wurden auf den Britischen Inseln und in Deutschland gefunden, und nicht nur im Tiefland, sondern auch im Gebirge. Steinblöcke aus Finnland wurden über Polen in die Karpaten und quer durch Westrußland weit bis zum Fluß Don bewegt. Granitblöcke aus Kanada sind über Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Connecticut, New York, New Jersey, Michigan, Wisconsin und Ohio verteilt (K).

Bild 1: Die polare Ansicht des Arktisgebietes zeigt die Fließrichtung der Flutwelle. Price zeigt auf, daß diese Bewegung aus einer nördlichen Richtung kam und daß sie stattfand, nachdem sich frühere geologische Veränderungen ereigneten, denn der Ackerboden und das Geröll stammen von Oberflächengestein. Wright identifizierte Felsen in Ohio als von zutage getretenem Gestein in Kanada, 400 Meilen nordwestlich. Nicht alle Geologen stimmen überein, was die Findlinge und den Ackerboden zu ihrem jetzigen Standort bewegte. Physikalische Beweise zeigen, daß sich viel von dem Boden und kleineres Geröll durch Wasser in extrem heftiger Bewegung in geschichteten Lagen abgesetzt hat. Einige Lagen sind mit Meeresmuscheln gemischt, um die Wasserbewegung zu bestätigen (G). Wright schreibt einiges an Geröll und Boden den Eiszeiten zu, gestand aber ein, daß sich einige weit über die Grenzen erkennbarer Eiszeiten hinaus erstrecken.

Indianische Legenden erzählen, daß zu einer Zeit die Erde für lange Zeit in Dunkelheit getaucht wurde. Ein Medizinmann sah ein helles Licht im Norden, aber es erwies sich als eine Wasserwand, die das Land überflutete. Als Folge davon ertranken die meisten Leute. Einige reisten acht Tage mit dem Kanu in ein neues Land. Während dieser Zeit gab es Blitze in jeder Richtung (J).

In Asien, südlich von Sibirien, haben die Chinesen aufgezeichnet, daß Meerwasser über die Spitzen der Berge floß und die Täler für viele Jahre füllte. Ausgrabungen in Nordchina haben interessante fossile Überreste hervorgebracht, welche das Ergebnis dieser Flut zu sein scheinen. Eine Höhle, die sich in hartem fossilen Kalkstein gebildet hat, brachte eine ungeheure Menge an Tierknochen zutage, viele davon als komplette Skelette. Diese beinhalteten Hirsche, Bären, Tiger, Hyänen und Strauße, die meisten davon heute ausgestorbene Arten. Zusammen mit diesen Knochen waren die Skelette von sieben Menschen, die im Alter zwischen Kindesalter und ungefähr 60 Jahren lagen. Alle sieben hatten Schädelbrüche, was bedeutet, daß sie unter Gewalteinwirkung starben. Eine Identifikation der Herkunftsarten zeigte, daß einer ein Europäer war, eine Frau war Melanesierin und hatte das charakteristische Bandzeichen auf der Stirn, ähnlich dem, was man auf den Schädeln heutiger Menschen findet, und einer war ein Eskimo (H). Die Bedeutsamkeit der verschiedenen Nationalitäten, die in einem gemeinsamen Grab gefunden wurden, ist, daß das Ereignis, welches sie dorthin gebracht hat, weltweite Ausmaße gehabt haben muß. Es zeigt auch, daß sich die Höhle nach der Sintflut in Flutgestein gebildet hatte und die Wasserquelle, die über Sibirien schwappte, nachweislich auch über China kam.

Bild 1 zeigt einen möglichen Weg des Wassers. Nordwestlich über Nordamerika auf den Globus zu schauen gibt einen besseren Blickwinkel. Wasser vom westlichen Pazifischen Ozean, das nordwärts strömt, würde China, die Mongolei und Sibirien überfluten. Etwas würde weiter über Alaska und Nordkanada gehen und herabzu über die Vereinigten Staaten. Wasser, das Westsibirien überquerte, würde seinen Weg weiter herunter über Norwegen, Schweden und Finnland nach England, Deutschland, Polen und anderen Teilen Europas nehmen. Im Weiterfließen würde das Wasser Tiere, Bäume und Boden in die Täler und Schluchten spülen. Tiere würden in einigen Fällen durch die gewaltigen Kräfte zerrissen. Andere würden mitgenommen und Tausende Meilen von ihrem Ursprung entfernt abgelegt werden. Fels und Geröll würde von der Erdoberfläche mitgerissen und entlang dem Wasserfluß abgesetzt. Nach dem ersten Ansturm des Wassers würden dort große überflutete Gebiete sein, die dann allmählich absinken und in großem Ausmaß Anzeichen für die "Flut" hinterlassen würden. Eine der Katastrophe folgende Eiszeit würde einige der Felsen und Tierreste noch weiter transportieren und zusammen mit der Klimaveränderung eines der verwirrendsten Rätsel sowohl für Evolutionisten als auch für Schöpfungsgläubige schaffen.

Die Frage, die sich als nächstes stellt, ist: Wann fand dieses große Ereignis statt? Wir haben spekuliert, daß es in der nachflutlichen Zeit stattfand und es mußte lange genug Zeit nach der Sintflut gewesen sein, um größere Tierbestände hervorzubringen. Ein Beweisstück, das bisher noch nicht vorgestellt wurde, wird helfen, die Zeit zu bestimmen. Man findet es weder in wissenschaftlichen Büchern noch in anderen normalen Nachschlagewerken, vielleicht weil es nicht mit der modernen Menschheitsphilosophie erklärbar ist. Ende der 30 Jahre wurden in Alaska, am Point Hope, die Reste einer uralten Stadt mit etwa 800 Häusern gefunden, 130 Meilen oberhalb des Polarkreises. Nur die Fundamente der Häuser blieben erhalten, aber Gräber auf dem Friedhof brachten viele fein gravierte Werkzeuge und Elfenbeinschnitzereien zutage, ähnlich jenen aus China und Japan vor ungefähr 3500 Jahren. Sie fanden auch Skelette und in deren Augenhöhlen geschnitzte Elfenbeinaugäpfel mit eingelegter Jade und geschnitzte Elfenbeinnasenstopfen und -munddeckel. Die Gräber bestanden aus großen Baumstämmen und zeigten, daß Holz im Überfluß vorhanden gewesen sein muß, als die Stadt bewohnt war. Die Stadt und die Kunstgegenstände zeigen eine fortschrittliche Kultur, liegen aber von der Zeit her in einer spezifischen nachflutlichen Periode (I). Sie ist ein weiteres Oberflächenmerkmal, welches wahrscheinlich zur selben Zeit von ihrem Schicksal ereilt wurde wie die Mammuts von dem ihrigen.

Was war bedeutsam an der Zeit vor 3500 Jahren? Der französische Archäologe Claude Schaeffer datiert viele zerstörerische Vorgänge im Mittelmeergebiet auf diesen Zeitraum. Velikovsky war ein weiterer, der viele Ereignisse in diesem Zeitraum feststellte, die auf ein globales Chaos hinwiesen. Das ist die Zeit des Auszugs aus Ägypten, welcher in der Bibel beschrieben wird, als Gottes Zorn ein paar Monate lang über Ägypten ausgegossen wurde, als Er den Pharao überzeugte, Sein Volk ziehen zu lassen.

Der Hinweis in der indianischen Legende auf den Zeitraum der Dunkelheit vor der Flutwelle erinnert uns an die Tage der Finsternis während einer der ägyptischen Plagen. Geschichtsschreiber haben gezeigt, daß während dieser Zeit fürchterliche Stürme stattgefunden haben. Was die aufgezeichnete Geschichte offensichtlich macht, ist, daß ein Großteil der Welt größere Zerstörung erlitten hat als Ägypten.

Gab es mehr als eine Eiszeit? Vermutlich. Eiszeiten entstehen vornehmlich durch große Mengen an Niederschlag über mäßig kalten Gebieten, nicht durch strenge Kältebedingungen, wie viele vermutet haben. Große Mengen von aufgetürmten Schnee pressen sich ziemlich schnell zu Eisblöcken, wie diejenigen von uns, die in nördlichen Teilen der USA leben, bezeugen können. Eine Eiszeit nach der Sintflut würde nicht notwendigerweise das gleiche Gebiet bedecken wie eine spätere Eiszeit, die wahrscheinlich nach dem Aussterben der Mammuts stattfand. Die zweite Eiszeit wäre verantwortlich für einige der charakteristischen Oberflächenkennzeichen, die in der heutigen Zeit zu sehen sind. Über die Eiszeiten könnte man viel schreiben, aber sie sind ein vom Zweck dieses Artikels getrenntes Thema.

Was hat das Wasser dazu gebracht, Sibirien und Nordamerika zu überfluten? Das ist ein weiteres Thema, über das Bände geschrieben werden könnten und ist nicht Teil dieses Berichts. Aber es existieren genügend historische Aufzeichnungen, die zeigen, daß zur Zeit des Exodus große Störungen auftraten, welche gewaltige Wirkung auf große Teile der Erde hatten. Alte Geschichtsbücher sind von einigen der interessantesten geschichtlichen Ereignissen gesäubert worden, welche bedeutende Auswirkungen auf viele Nationen hatten. Ein alter Geschichtsprofessor antwortete auf die Frage, warum einiges von diesem Material nicht eingeschlossen worden ist, daß es zu schwer zu erklären sei. Ein realistischerer Grund ist, daß es wahrscheinlich nicht in die Philosophie der Bücherschreiber paßt.

Weshalb Mammutüberreste keine Folgen von Noahs Flut sind

Mammutreste sind Oberflächenablagerungen auf erodiertem Gebiet und liegen oberhalb von Sedimentgesteinsschichten. Wo waren die Mammuts, als die Sedimentschichten unter ihnen durch die Sintflut gebildet wurden, wenn sie in Wirklichkeit Opfer der Flut waren?

Die Kontinente, wie wir sie kennen, waren offensichtlich schon gegründet, d.h. in der nachsintflutlichen Welt. Die temperaturstabilisierenden Auswirkungen des Wassers würden ein plötzliches Gefrieren großer Landmassen unter dem Wasser ausschließen.

Die offensichtlichen Umstände des Begrabenwerdens stehen im Gegensatz zu den Details, die in der Bibel erwähnt werden, wo für die Überflutungsdauer ein Zeitraum von 150 Tagen angegeben ist. Tiere, die 150 Tage im Wasser lagen, wären fast vollständig aufgelöst. Es wäre nicht viel übrig an einem Ort, um die Massen der Überreste über ein so großes Gebiet wie Sibirien und Alaska hervorzubringen.

Vor Jahren, als ich Details über gefrorene Mammuts überprüfte, die im Zusammenhang mit den Flutbeweisen vorgelegt wurden, begann ich, die vermutete Beziehung dieser Reste mit der Sintflut in Frage zu stellen, falls die biblischen Details wahr waren. Einige Jahre später wurde ich vertraut mit einigen der nachsintflutlichen Ereignisse, welche mich dazu bewegten, nachsintflutliche Katastrophen zu untersuchen. Und erst kürzlich fand ich einen Anhaltspunkt, warum einige der Mammutreste erhalten werden konnten, während andere verfaulten, welches den Ausschlag für diesen Artikel gab.

Lee Gradys Artikel "Das Geheimnis der gefrorenen Riesen" im Bible-Science-Newsletter vom April 1985 (jetzt vergriffen und nicht mehr erhältlich - Die Redaktion) zeigte auf, daß die Lektion, die man aus der großen Vernichtung der Mammuts und anderer Tiere lernen kann, ist, daß es einen Gott im Himmel gibt, der ein Gott der Liebe und Gnade ist, aber auch ein Gott des gerechten Gerichts. Für mich war dieses Gericht, in welchem diese Tiere starben, nicht die Sintflut, sondern ein bedeutendes nachsintflutliches Gericht im Zusammenhang mit den Ereignissen des Auszugs der Israeliten aus Ägypten.

Robert Helfinstine

Quellennachweise

B. Farrand, William R. 17. März 1961 "Frozen Mammoths and Modern Geology" - Science.

C. Stewart, John Massey, Dez. 1977 "Frozen Mammoths from Siberia Bring the Ice Ages to Vivid Life" - Smithsonian, Band 8, Nummer 9.

D. Hibben, Frank C., (1) The Lost Americans (2) American Antiquities, 1943, "Evidence of Early Man in Alaska".

E. Dillow, Joseph C. The Waters Above, Kapitel 10-12.

F. Wright, G. F.

(1) Asiatic Russia, 1902 McClure, Phillips and Co. New York. (2) Man and the Glacial Period, 1898, D. ..opleton & Co. N.Y.

G. Price, G. M., The New Geology, 1923.

H. Moore, Ruth, Man, Time and Fossils, 1953.

I. Stefansson, E., Here is Alaska.

J. Bellamy, H.S., Moons, Myths and Man

K. Velikovsky, I. Earth in Upheaval.

L. Beirle, Fred, "A New Kind of Evidence from the Paluxy", CRS Quarterly, Sept. 1979.

M. Informationen, die ich von Dr. Merry, einem Erforscher des begrabenen Waldes bei einem persönlichen Besuch der Northern Michigan University, Marquette, Michigan, erhielt.

Quelle: "Bible Science Newsletter", April 1990