Kohleschichten und die Sintflut

Evolutionisten nehmen an, daß sich die Kohleschichten zu verschiedenen Zeiten vor Millionen von Jahren in ruhigen Sumpfgebieten bildeten. Evolutionistische Geologen behaupten, daß die Begründung der Schöpfungsbefürworter, welche eine einzige weltweite Flut vor nur wenigen tausend Jahren beinhaltet, die Bildung der weltweiten Kohleflöze nicht ausreichend erklärt. In einer früheren Ausgabe von Creation Ex Nihilo (Vol.8, Nr.3, S. 20-21) begannen wir, diese Einwände zu beantworten. Wenden wir nun unsere Aufmerksamkeit weiteren Antworten zu diesen Vorwürfen zu.

Das Becken von Illinois (USA) enthält 80 Kohleflöze, die durch dicke Schichten aus Sedimentgestein getrennt sind. Damit bräuchte es allein an diesem Ort 80 biblische Fluten, die hier stattgefunden haben müßten.

Doch Dr. Steven Austin, Forscher und Geologe am Institut für Schöpfungsforschung in San Diego (USA), hat eine Erklärung für die Bildung der vielfachen Kohleschichten, die durch anderes Sedimentgestein getrennt sind, beigebracht. Er stellte diese erstmals in seiner naturwissenschaftlichen Doktorarbeit 1979 bei der in gutem Ruf stehenden Penn State Universität vor. Dr. Austins Erklärung zeigt, daß solche Flöze aus riesigen Lagen schwimmenden pflanzlichen Materials entstanden sein können, die während der gewaltigen Wasserkatastrophe zur Zeit der Sintflut auf dem Wasser schwammen.

Die Vegetation, einschließlich ganzer Wälder, wurde durch die aufkommenden Wasserfluten ausgerissen. Wir sehen das noch heutzutage in kleinerem Maße bei lokalen Überschwemmungen, wodurch schwimmende Inseln aus Pflanzen oder pflanzlichem Material (wie z.B. im Becken des Amazonas in Südamerika) entstehen können.

Wenn Rinde, Blätter, Zweige und Stämme, die in diesen schwimmenden Inseln sind, sich voll Wasser gesaugt haben, sinken sie auf den Meeresboden, um dort begraben zu werden und schließlich Kohleschichten zu bilden. Anderes Sediment wurde dann durch das Wasser unter die schwimmenden Lagen gespült, um diese Pflanzenschichten zu bedecken. Weiteres pflanzliches Material in den schwimmenden Lagen saugte sich voll Wasser und begann herabzusinken, und ein Ablagerungszyklus war somit entstanden. Diese Erläuterung kann leicht die Erklärung für das Vorhandensein mehrerer Kohleschichten zwischen anderen Ablagerungen sowohl fossiler als auch nicht fossiler Art bieten.

Dr. Austin hat seine ursprüngliche Forschungsarbeit nun erweitert. Er hat durch weitere umfassende Untersuchungen an den Kohleflözen überall in den USA herausgefunden, daß sich sein Modell des schwimmenden pflanzlichen Materials in den ganzen Vereinigten Staaten, selbst im Becken von Illinois mit seinen 80 aufeinandergestapelten Kohleschichten, bestätigt hat. Es laufen ähnliche Untersuchungen in Australien, und wir haben schon erfahren, daß Dr. Austins Modell bei den bedeutenden Kohlegebieten bei Newcastle an der Hauptküste von New South Wales angewandt werden kann - mit dem Zusatz, daß Vulkanismus einen weiteren Faktor für die Zerstörung der Wälder und für die Ablagerung des pflanzlichen Materials, der Holzstücke und der Ascheschichten bildet.

Wir erwarten voller Zuversicht, daß bei den weiteren weltweiten Untersuchungen an Kohlevorkommen in Sedimentbecken das Modell des schwimmenden pflanzlichen Materials praktisch überall mit einigen Variationen, wie der Rolle des Vulkanismus, anwendbar sein wird.

Der Einwand der Evolutionisten, der auf dem weltweiten Auftreten mehrerer Kohleschichten in Ablagerungsbecken beruht, ist somit nicht zulässig. Eine einzige Sintflut kann all die Sedimentschichten in diesen Becken erklären.

von Andrew Snelling, B.Sc. (Hons.), Ph. D.

Quelle: Creation Ex Nihilo, Vol.9