George Washington Carver

Geschichte - Große Schöpfungsforscher

"WO HABEN SIE DIES ALLES GELERNT?",FRAGTE EIN VERWIRRTER SENATOR.

"AUS EINEM BUCH", KAM DIE ANTWORT.

"AUS WAS FÜR EINEM BUCH?", FRAGTE DER SENATOR.

"DER BIBEL", ANTWORTETE DER WISSENSCHAFTLER MIT EINEM LÄCHELN.

Ein zerknüllter Brief kam mit der Post, adressiert an den bekannten Professor der Landwirtschaft, George Washington Carver. Es war eine Bitte um Hilfe des Präsidenten eines kleinen Instituts in Alabama. "Unsere Studenten sind arm, oft hungern sie", schrieb der Präsident. "Sie reisten auf schlechten Straßen, durch Jahre der Armut. Wir lehren sie lesen und schreiben, aber Worte können Mägen nicht füllen. Sie müssen lernen, wie man Getreide anbaut und erntet."

Professor Carver hörte für einen Moment auf zu lesen. Er kannte nur zu gut die Folgen der Armut der Studenten. Er selbst, ein Kind von Negersklaven, hatte durch seine gesamte Schulzeit hindurch magere und hungrige Gesichter gesehen. Aber sein Interesse für die Botanik ließ ihn zwei Collegeabschlüsse bekommen und hatte ihn jetzt, 1896, in seine Position als Professor am "Iowa State College of Agriculture" gebracht. Seine wissenschaftlichen Untersuchungen von Pflanzen und Pflanzenkrankheiten waren gut bekannt. Journale und Magazine reißen sich darum, Artikel seiner Pflanzenentdeckungen zu veröffentlichen.

Jetzt bat Dr. Booker T. Washington, Präsident des "Tuskegee Institutes" in Alabama, Professor Carver, Iowa in Richtung Süden zu verlassen. Aber Tuskegee schien nur wenig zu bieten. Dr. Washingtons Brief endete mit: "Ich kann Ihnen kein Geld, keinen Rang oder Ruhm bieten. Die ersten beiden haben Sie. Das letzte, von dem Stand aus, den Sie derzeit einnehmen, werden Sie ohne Zweifel erreichen. Diese Dinge bitte ich Sie jetzt aufzugeben." Anstelle dieser drei Dinge bot Dr. Washington Professor Carver Arbeit an. Harte Arbeit. Das Angebot, Menschen von Erniedrigung, Armut und unausgefülltem Leben zu befreien.

Vier Stunden lang ging George Carver durch das landschaftlich wunderschöne Universitätsgelände vom Iowa State College. Er mußte nachdenken. Er hatte seit langem gelernt, dem Herrn in schwierigen Entscheidungen zu vertrauen. Was hatte Gott jetzt für ihn geplant? Letztendlich wußte er es. Er kehrte in sein kleines Zimmer zurück, setzte sich an seinen Schreibtisch und nahm ein Blatt Papier und einen Stift. "Ich komme", schrieb er.

SCHOCKS

Seine Ankunft am Tuskegee Institut versetzte ihm einen Schock. Er fand keine Laboratorien, um seine bakteriologische Arbeit an den Pflanzen fortzusetzen. Die gesunde, schwarze Erde Iowas, die er zurückgelassen hatte, wurde durch trockenen, mehrfarbigen Schmutz ersetzt.

Er bemerkte von der Erosion verursachte Spalten, in die ein Ochse fallen könnte und verloren gehen würde! Das einzige, was hier in Tuskegee wuchs, war Unkraut. Das Schlimmste aber war, daß seine Studenten gar nicht daran interessiert zu sein schienen zu lernen, produktive Feldfrüchte anzubauen, auch wenn Professor Carver ein Wunder vollbringen würde und etwas auf diesem Boden anbauen könnte.

Der Professor nahm diese Herausforderung an. Er ermutigte seine Studenten, ihm zu helfen, ein provisorisches Laboratorium zu errichten. Dann arbeiteten sie zusammen auf einem langen Stückchen Boden, bis ihre Rücken schmerzten und ihre Muskeln um Gnade flehten. Sie pflügten und düngten es. Blätter, Schlamm und Matsch aus Sümpfen und Bächen und Tierabfälle der örtichen Farmen wurden in den Boden gestopft. Der Schmutz begann, dunkler und reichhaltiger zu werden. Der Professor und seine Studenten gebrauchten ihre handgemachte Laboratoriumsausstattung, um die Erde zu testen.

Endlich kam der Tag, um anzupflanzen. Mittlerweile hatte Professor Carver neue Begeisterung in seinen Studenten geweckt, und sie kamen früh an dem 20 Morgen großen Stück Land an. Der Professor schlug vor, daß sie um des Herrn Segnung für ihre erste Ernte bitten könnten. Einer seiner Studenten trat einen Schritt vor: "Ja", begann der Student, "laßt uns den Herrn bitten, daß Er uns die 20 besten Morgen Baumwolle im gesamten Süden bringt." Professor Carver nickte. Er fügte hinzu, daß der Herr alles tun könnte, aber es sei doch ein bißchen viel, den Herrn darum zu bitten, daß Baumwolle aus der Saat von Kuherbsen wachsen sollte!

KUHERBSEN?

Eine verdutzte Stille fiel auf die Gruppe. Für diese Menschen waren Kuherbsen eine wertlose Ernte. Sie dachten, es würde Baumwolle wachsen. Ihre Enttäuschung war offensichtlich. Professor Carver versuchte zu versichern, daß eine gute Ladung Kuherbsen den Boden mit Nährstoffen füttern würde. Aber viele dachten, er sei ein Trottel, und einige sagten es ihm.

Als die Zeit nahte, die Ernte einzubringen, entdeckte der Professor wenig Freude unter seinen Studenten. Kuherbsen wurden als Viehnahrung angesehen. Was sollten sie den Menschen Gutes bringen?

Und wieder nahm Professor Carver ihre Herausforderung an. Er lud die Studenten in die Universitätscafeteria ein und sagte ihnen, daß sie Appetit mitbringen sollen. Nachdem sie in der Cafeteria Berge köstlichen Essens hinuntergeschlungen hatten, ließen die Studenten nicht ein einziges Stückchen über! "Vielleicht sollten wir wieder Kuherbsen pflanzen", schlugen einige vor. Der Professor war einverstanden. Die Kuherbsen brachten neue Nährstoffe in den Boden, aber jetzt sagte der Professor, daß es besser wäre, süße Kartoffeln anzupflanzen. Sie schmeckten gut, man könnte Stärke aus ihnen machen, und man könnte sie trocknen und für schlechte Zeiten aufheben.

Einige Studenten schauten überrascht. Aber nachdem die Kuherbsen sich eigneten, vertrauten sie ihrem Professor mehr. Gemeinsam erzielten sie eine beachtliche Ernte von süßen Kartoffeln. Jeden Abend dankte George Carver dem Herrn für Seine Anteilnahme. Nachdem eine Rekordernte von süßen Kartoffeln eingeholt wurde, wartete eine noch größere Herausforderung auf sie. Es wurde Zeit, die Königin der Pflanzen anzubauen: Baumwolle!

GUTE ZEITEN

Es brachen fröhliche Zeiten an, als sie die Baumwolle wachsen sahen. Unter Professor Carvers Leitung brachte jeder Morgen des neu belebten Tuskegee-Bodens einen 500-Pfund-Ballen Baumwolle hervor, viel mehr als die früheren 200-Pfund-Ballen. Ungewöhnliche Erfolge folgten.

Eines Morgens ging der Professor in der Nähe der Universität Tuskegee durch den sumpfigen Morast. Plötzlich strauchelte er. Er bekam ein wenig des klebrigen, sumpfigen Schlammes an seine Hände, den er mit einem weißen Taschentuch wegwischte. In einer in der Nähe gelegenen Wasserpfütze wusch er seine Hände und das Taschentuch. Überraschenderweise verfärbte sich das Taschentuch in helles Blau. Blau? Was war in diesem Schlamm?

Schnell rannte er zum Laboratorium zurück, um den Schlamm zu analysieren. Zuerst nahm er einen Klumpen roten Lehm, der schon dort war, goß Wasser über ihn, bis der Sand und der Kies abgewaschen waren. Eine klebrige rote Substanz blieb zurück. Farbe! Er konnte Farbe aus dem Lehm machen. Menschen konnten dies zum Streichen ihrer Häuser, Scheunen, Kirchen und Zäune benutzen.

Präsident Booker T. Washington teilte George Carvers Freude. Er war stolz darauf, daß der Arbeit in Tuskegee solch eine Aufmerksamkeit zugedacht wurde. Sie würde den Schwarzen Respekt einbringen.

Aufregende Projekte folgten. Der Professor gründete eine "Schule auf Rädern" - ein einfacher Wagen, der Dinge enthielt wie ein Butterfaß, einen Pflug, einen Milchprüfer und verschiedene Gartengeräte, wodurch die Farmer und Studenten der Umgebung neue Kenntnisse erhielten. Professor Carver nahm einen seiner besten Studenten und schickte ihn mit seiner reisenden Schule hinaus. Er lehrte die Farmer ertragreichere Arten des Pflügens. Er zeigte ihnen, wie sie gegen die Insekten vorgehen konnten. Wie sie ertragreichere Gärten pflanzen konnten. Den Frauen der Farmer wurde gezeigt, wie sie aus Mehlsäcken Vorhänge machen, wie sie aus Gras Decken weben und wie sie ihre Mahlzeiten am besten zubereiten können. Schließlich übernahmen Tom, der Assistent des Professors, oder ein paar andere Studenten den Wagen. Professor Carver konnte jetzt nach Tuskegee zurückkehren. Wieder in Tuskegee, begannen die Klassen zu wachsen, und es wurden mehr Gebäude auf dem Universitätsgelände errichtet. Die Baumwolle wuchs nun dick und reichhaltig rund um Alabamas Landschaft. Der Süden sah wie eine weiße Winter-Wunderlandschaft aus. Die Farmer prahlten mit reinen und gesunden Ernten.

WARNUNGEN

Aber es zeichnete sich eine Katastrophe ab.

Die Baumwolle in Texas wurde von einem winzigen schwarzen Käfer bedroht. Die Larve des Rüsselkäfers fraß sich ihren Weg durch die texanischen Baumwollbällchen bis hin zu denen in Louisiana. Professor Carver warnte die Farmer aus Alabama in seinen Zeitungsartikeln, daß sie etwas neben der Baumwolle pflanzen müßten. Er drängte sie, Erdnüsse oder süße Kartoffeln anzubauen. Dies würde dazu dienen, daß sich die Erde wieder erholen würde und nicht von den Larven des Rüsselkäfers berührt werden könnte. Aber die Baumwollfelder waren reichhaltig und voll, und so ignorierten die Farmer die Warnungen Professor Carvers. Nur das Stückchen Land der Universität Tuskegee wurde mit Erdnüssen bepflanzt.

Der Rüsselkäfer fiel ein! Billionen von wilden kleinen Käfern schwärmten 1914 über die Baumwollfelder Alabamas, hinterließen Berge von leeren Hülsen auf ihrem Weg. Inmitten dieser weitverbreiteten Tragödie wuchsen fest und frisch die Erdnußpflanzen des Tuskegee Instituts. Die leidenden Farmer gaben zu, daß sich all die Warnungen des Professors bewahrheitet hatten. Könnte Professor Carver ihnen jetzt helfen? "Ich werde tun, was ich kann", versprach er.

Ein Treffen fand statt. Viel Arbeit mußte getan werden. Professor Carver befahl den Farmern, ihre Baumwolle wieder in den Boden zu pflügen - und Erdnüsse anzupflanzen! Der Wert seines Rates ließ sich bald erkennen. Die Farmer studierten rasch des Professors Bekanntmachungen über den Gebrauch und den Wert der Erdnuß. Sie lernten, daß die Erdnuß, wie alle Arten der Hülsenfrüchte, den Boden bereichert; sie ist einfach und billig anzubauen; sie geben den Menschen eine größere Vielfalt wertvollen Essens als jede andere Hülsenfrucht; ihr Nährwert als Grundnahrung läßt sich gut mit Kuherbsen vergleichen; sie ist einfach zu ernten usw. ...

Farmer aus dem ganzen Süden teilten ihre Aufregung über die Erdnußernten mit Professor Carver. Sie vermischten sogar Erdnüsse mit Korn und gaben es den Schweinen zu fressen - ein Carversches Rezept zum Gewinn besserer Schweinefleischqualität.

Dann geschah etwas Unerwartetes. Es gab plötzlich solch einen Überschuß an Erdnüssen, daß die Farmer Schwierigkeiten hatten, sie zu verkaufen. Ärgerliche Erdnußpflanzer beschuldigten George Carver, daß er sie in den Bankrott führte. War er wirklich so ein Dummkopf, daß er nur einen Teil des Problems sah?

Er zog sich in sein Laboratorium zurück. Dort betete er um einen Weg, der diejenigen, die ihm vertrauten, davor bewahren sollte, in den finanziellen Ruin zu stürzen. Zahllose Experimente folgten. Tage und Nächte flogen dahin, als er daran arbeitete, einen Gebrauch für die Erdnüsse zu finden. Er fand heraus, daß sich Erdnußöl einfach mit anderen Flüssigkeiten mischen ließ. Es konnte zu Seife gebrochen werden, als Öl zum Kochen und zu Margarine verarbeitet werden. Er machte dünnes Papier aus der roten Haut der Erdnuß.

'NICHT ALLEIN'

Er kam taumelnd aus seinem Laboratorium. Er hatte jedes Zeitgefühl verloren. "Dr. Carver", rief einer seiner Studenten, "Sie haben sechs Tage und sechs Nächte da drinnen gearbeitet. Warum haben Sie nicht aufgemacht?" "Es gab viel zu tun", antwortete der Professor müde. "Aber nun sind wir in der Lage, jede Erdnuß, die wir gepflanzt haben, zu verwenden. Wir haben die Lösung gefunden." "Wir?" fragte der Student. Er wußte, daß der Professor allein in seinem Laboratorium gewesen ist. Der Professor antwortete: "Ich war nicht einen Augenblick allein."

Sechs Tage und sechs Nächte intensivster Forschungen haben dem Professor unendlich viele Möglichkeiten gezeigt, die Erdnüsse zu nutzen. Aus den verschiedenen Teilen der Erdnußpflanze hatte er nahezu 300 Erzeugnisse entwickelt. Tinte, Eiscreme, Brot, Schönheitsmittel, Farbe, Süßigkeiten, Seife, Wurst, Öl ... Ersatz für Mehl, Butter, Käse und Kaffee. Die Verwendungszwecke für Erdnüsse, die George Carver in seinem Laboratorium gefunden hatte, schienen endlos zu sein.

In den Fabriken und auf den Farmen überall vermehrten sich die Jobs. Die bescheidene Erdnuß wurde zur gigantischen Hilfe des Menschen.

Professor Carver widmete sich in seinen Klassenräumen und seinem Laboratorium nun der süßen Kartoffel. Binnen kurzem fand er heraus, daß mit Hilfe der süßen Kartoffel Essig, Stärke, Bücherkleister, Schuhpaste, Süßigkeiten hergestellt werden konnte. Am Ende hatte er 115 verschiedene Möglichkeiten!

Aber inmitten all der Freude kam Sorge auf. Eine Nachricht von einem Studenten des Professors kam an. Dr. Booker T. Washington, der Mann, der George Carver nach Tuskegee holte, war gestorben. In den folgenden Tagen war sich Professor Carver nicht sicher, ob er nicht auch Tuskegee verlassen sollte. Vielleicht war es Zeit zu gehen. Er betete um Leitung. Die Antwort kam auf Dr. Washingtons Beerdigung.

Der Todesfall hatte einen langjährigen Freund von Dr. Washington zum Grab gebracht: den ehemaligen Präsidenten Theodore Roosevelt, 26. Präsident der Vereinigten Staaten. Präsident Roosevelt ermutigte Professor Carver, in Tuskegee zu bleiben. Er sagte ihm, daß er mit seiner wichtigen Arbeit, die Welt für die schwarzen ebenso wie für die weißen Menschen zu verbessern, fortfahren müsse. Die Entscheidung des Wissenschaftlers war getroffen. Er würde bleiben.

Als Professor Carver im Januar 1921 eine Einladung nach Washington D.C. erhielt, halfen die Erdnüsse immer noch, den Süden wieder aufzubauen. Eine wichtige Tarifregelung wurde vom "Senate Ways and Means Commitee" im Kongress in Betracht gezogen. Seit Jahren wurde auf Erdnüsse, die von anderen Ländern nach Amerika importiert wurden, eine Steuer von nur einem halben Cent pro Pfund gelegt. Es wurde für die örtlichen Pflanzer schwierig, mit dem billigen, ausländischen Import zu konkurrieren. Die Erdnußpflanzer baten Professor Carver, die Regierung bei der öffentlichen Sitzung des Senats zu bitten, die Steuer auf importierte Erdnüsse anzuheben.

Im Regierungsgebäude angekommen, betrat George Carver nervös den Raum, in dem die Senatoren den Gesetzesentwurf diskutierten. Er hörte jemanden sagen, daß die Sitzung schon bald geschlossen werden sollte. Kam er zu spät? Er kündigte sich dem Komitee an, und man gewährte ihm 10 Minuten, sein Problem darzulegen.

Nur 10 Minuten! Er hatte soviel zu sagen und nur so wenig Zeit. Aber er mußte einen Anfang setzen. Er erzählte jenen in dem großen Raum Sitzenden über seine Entdeckungen mit den Erdnüssen: daß die Erdnuß eines der reichsten Produkte des Bodens ist, reich an Nahrungswert, an chemischen Eigenschaften und vieles mehr. Er legte Pläne vor. Frühstück aus Erdnüssen und süßen Kartoffeln: köstlich, bekömmlich und leicht verdaulich.

BEEINDRUCKT

Noch mehr überraschende Pläne. Eiscremepulver aus Erdnüssen - nur Wasser hinzugefügt. Chininersatz zur Bekämpfung der Malaria. Trockenfutter für den Viehbestand. Farbe, die der menschlichen Haut keinen Schaden zufügen würde.

Das Komitee war beeindruckt. Sie waren einverstanden, daß die 10 Minuten des Professors verlängert werden sollten. In den nächsten zwei Stunden teilte George Carver einer Gruppe faszinierter Senatoren die Geheimnisse der Erdnuß mit. Sie hatten niemals zuvor ähnliches gehört. Er erzählte ihnen, daß Erdnüsse gegessen werden konnten, wenn man Fleisch nicht mehr essen konnte. Erdnüsse waren die perfekte Nahrung.

"Wo haben sie dies alles gelernt?", fragte ein verwirrter Senator.

"Aus einem Buch", kam die Antwort.

"Aus was für einem Buch?", fragte der Senator.

"Der Bibel", antwortete der Wissenschaftler mit einem Lächeln.

Er erzählte ihnen, daß Gott uns alles zu unserem Gebrauch gegeben hat. "Er hat mir einige Wunder der Früchte Seiner Erde gezeigt", fuhr Professor Carver fort. "Im ersten Buch Mose wird uns gesagt: "Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise."

Das ist es, was Er damit meint - Speise. All dies gibt es, um den Körper zu stärken, zu ernähren, um ihn lebendig und gesund zu halten."

Als George Washington Carver geendet hatte, gingen einige Senatoren auf ihn zu, um ihm stolz die Hand zu schütteln. Eine Stunde später war die Entscheidung des Komitees gefallen. Professor Carver hatte seinen Fall gewonnen. Erdnußpflanzer mußten nicht mehr länger befürchten, von ausländischen Importen unterboten zu werden.

Professor Carver war jetzt 57 Jahre alt. Trotz vieler Angebote, für einen so bedeutenden Wissenschaftler wie Thomas Edison zu arbeiten, setzte er seine Arbeit in Tuskegee weitere 22 Jahre fort. Er entwickelte einen neuen Baumwolltyp, bekannt als Carvers Kreuzung, und stellte aus Holzspänen künstlichen Marmor her. Er produzierte Farbe aus Tomatenstöcken, Bohnen, Löwenzahn, Zwiebeln, Bäumen und Lehm, und es wurde ihm eine Auszeichnung dafür verliehen, daß er die Sache der farbigen Menschen vorwärts gebracht hatte.

Sein ganzes Leben hindurch akzeptierte George Washington Carver das 1. Buch Mose als die Grundlage seines Lebens und seiner wissenschaftlichen Experimente. Einige Jahre vor seinem Tod, einem Dienstag, den 05. Januar 1943, verschenkte er seine Ersparnisse, um eine Grundlage zur Forschung in der schöpferischen Chemie zu schaffen. Ein demütiger Sklave wurde einer von Gottes bedeutenden Wissenschaftlern.

von Robert Doolan

Quelle: Creation Ex Nihilo, Vol.9, No.1