Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel

Genetisch veränderte (GV) Lebensmittel werden aus Tieren oder Pflanzen hergestellt, deren Gene von Wissenschaftlern in Laboren verändert worden sind. Indem sie eines der Gene oder mehrere modifizieren, können Wissenschaftler eine oder mehrere Eigenschaften in den Organismen verändern.

Das erste Beispiel eines GV-Lebensmittels welches in den USA verkauft wurde, ist das einer langsam reifenden Tomate. Wenn Tomaten reifen, wird normalerweise ein Gen eingeschaltet, das eine Chemikalie produziert, welche die Tomate weich macht. In der GV-Tomate ist dieses Gen „ausgeschaltet“. Da diese Reifungschemikalie nicht produziert wird, kann die Tomate länger an der Pflanze bleiben, um einen volleren Geschmack zu entwickeln. Laut Wissenschaftlern wird auch die Haltbarkeit der Tomate hierdurch verlängert. Weitere Beispiele für Gentechnik sind Erdbeeren mit eingeführten Fischgenen (um sie frostbeständig zu machen) und Ziegen, die menschliche Insulingene beinhalten.

Die genetische Veränderung von Lebensmitteln ermöglicht den Wissenschaftlern hauptsächlich:

  • Den Geschmack, die Textur, den Nährwert und die Haltbarkeit der Lebensmittel zu verändern.
  • Die Insekten-, Erkrankungs- und Herbizidresistenz in Pflanzen zu steigern, um dadurch Ernteerträge zu erhöhen.
  • Die Tiere genetisch zu verändern, um zum Beispiel deren Muskelmasse zu vergrößern und die Abwehrkräfte gegen Erkrankungen zu stärken.

Sechzig bis siebenundfünzig Prozent aller Lebensmittel, die in nicht Bio-Supermärkten verkauft werden, enthalten nun gentechnologisch erzeugte Zutaten und Inhaltsstoffe.1 Firmen wie Kellogg’s, Campbell Suppe, Nestle, Heinz, Kraft, Coca Cola und McDonald’s verkaufen GV Lebensmittel.2 

Deine Gesundheit und gentechnisch manipulierte Lebensmittel

Die GV-Industrie behauptet, dass sie die Lebensmittel durch Verändern besser, nährstoffreicher, länger haltbar und besser schmeckend machen. Wenn man sich dies genauer ansieht, haben in Wirklichkeit nur die Firmen hiervon einen Vorteil, die durch das Produzieren von GVO (genetisch veränderte Organismen) einen finanziellen Gewinn erwirtschaften.

Eine Studie in England fand heraus, dass sich der Inhalt von Protein, Stärke, Zucker und bestimmten Enzymen in GV-Kartoffeln bedeutend vom Gehalt in normalen Kartoffeln unterscheidet. Als sie diese Kartoffeln eine Zeit lang an junge Ratten verfütterten und die Entwicklung ihrer Organe untersuchten, fanden sie heraus, dass sich deren Darm, Bauchspeiseldrüse, Nieren, Leber, Lunge und Gehirn nicht normal entwickelte.3 Eine weitere Studie zeigte auf, dass die Anreicherung eines nützlichen Hormons (Phytoöstrogene), welches in Sojabohnen enthalten ist und vor Herzerkrankungen und Krebs schützen soll, in GV-Sojabohnen niedriger ist als in herkömmlichen Stämmen. Diese Beispiele deuten an, dass GV-Lebensmittel mit großer Wahrscheinlichkeit einen niedrigeren Nährstoffgehalt haben und sogar gefährlich sind.

Bisherige Schädlingsbekämpfungsmethoden, wie zum Beispiel die Anwendung von DDT und Fluorchlorkohlenwasserstoffen hatten unerwünschte Nebenwirkungen, welche von ihren Entwicklern nicht vorhergesehen wurden. Haben wir unsere Lektion diesmal gelernt? Es ist nicht möglich mit Sicherheit zu sagen, was mit einer Technologie falsch gehen könnte, die sich auf mangelnde Erkenntnis ϋber Physiologie, Vererbungslehre, Ernährung, Biologie und Ökologie stützt.

Wir sollten hier anmerken, dass soweit keine Langzeitstudien über die Nebenwirkingen von GV-Lebensmittel durchgeführt worden sind. Daher ist es unklar, welche Nebenwirkungen sie verursachen, wenn sie für zehn Jahre oder nur eineinhalb Jahre konsumiert werden. Aber die folgenden Beispiele sollten uns Anlass zur Sorge geben:

  • Rinder-Wachstumshormon (abgeküzt rBGH für recombinant Bovine Growth Hor­mone): Wenn dieses gentechnisch hergestellte Hormon in Milchkühe injiziert wird, erhöht es deren Milchproduktion. Milch von rBGH eingestuften Kühen enthält höhere Werte von IGF-1, einem insulinähnlichen Wachstumsfaktor (englisch: Insulin-like growth factor1), welcher mit Brust- und Dickdarmkrebs in Verbindung gebracht wird.5 Des Weiteren wird rBGH auch mit Euterinfektionen, inneren Blutungen, stressbedingtem Gewichtsverlust und akuten Fortpflanzungsstörungen in Kühen in Verbindung gebracht.6
  • Die Gentechnologie benutzt Antibiotika-Resistenzgene als Markergene, um die erfolgreich manipulierten Zellen von denen zu trennen, die nicht erfolgreich waren. Auf die Dauer wird dies die Wirksamkeit von Antibiotika reduzieren.
  • Genetische Manipulation kann Lebensmittelallergien zu anderen Lebensmitteln übertragen, und somit von Allergikern unwissend konsumiert werden.7
  • In den späten 1980igern begann die japanische Firma Showa Denko Trypthophan durch eine neue Methode herzustellen, in dem sie genetisch manipulierte Bakterien verwendeten. Tausende von Menschen, die dieses Präparat eingenommen hatten, fingen an, an neurologischen Problemen zu leiden. Mindestens 1500 Menschen wurden dauerhaft behindert und 37 starben.8
  • GV-Kartoffeln, die an Ratten gefüttert wurden, verursachten Schäden in deren lebenswichtigen Organen und Immunsystem.10

Die gentechnische Veränderung

Wie kann man fremde Gene in der DNA einer Pflanze oder eines Tieres manipulieren? Durch eine Methode werden mithilfe einer Genkanone DNA-beschichtete mikroskopische Partikel (wie zum Beispiel Gold) in die Pflanzengewebe „geschossen“. Dieser Mechanismus hat den Spitznamen „Genkanone“, weil die DNA „querbeet“ eingeführt wird.  Nur nach tausenden von Versuchen wird die fremde DNA mit dieser Methode an dem richtigen Platz landen, so dass die Pflanze die gewünschten Eigenschaften hervorbringen kann und dies in einer Art und Weise, welche von Generation zu Generation nützlich ist. Und dies ohne irgendwelche ungewünschten Nebenwirkungen. Behauptungen, dass die Gentechnik ein hochpräziser Prozess ist, sind ziemlich irreführend.  Da der Prozess nicht präzise ist, haben die Wissenschaftler keine wirkliche Kontrolle über die Ergebnisse, was sogar gefährlich sein kann (z. B. könnte die Produktion eines Giftstoffes aktiviert werden).9

Ein anderer Weg fürs Einführen fremder DNA ist das Benutzen eines „Vektors“, welcher speziell entworfen wurde, um Gene von einer Art zur anderen zu übertragen, über ökologische Barrieren hinweg. Diese Vektoren (Viren, Plasmide) wirken wie „genetische Parasite“ und sind speziell entworfen, um Artenbarrieren zu durchbrechen. Zum Beispiel um Gene in Zellen zu schleusen, welche ansonsten ausgeschlossen werden würden.  

Zusätzlich zum fremden genetischen Codierens, um gewünschte Charaktereigenschaften hervorzubringen, enthalten nahezu alle GV-Pflanzen einen „Gen-Anschalter“ (Promoter) aus dem Blumenkohl-Mosaik-Virus. In der Natur verursacht dieser Virus eine Krankheit in der Kreuzblütlerfamilie. Der Promoter reguliert die Aktivität des eingeführten Gens, indem er „sie anschaltet“. Wenn dieser starke Promoter in andere Wirts-DNA eingeschleust wird, kann er auch andere Wirtszellen „anschalten“. Wie auch bei der Methode der „Genkanone“, können deswegen auch hier unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.

Gott spielen

Gott sagt mehrere Male im ersten Kapitel seines Buches (1. Mose Kapitel 1), dass alles was Er gemacht hatte, gut war.

Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da EIN JEGLICHER NACH SEINER ART Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also. Und die Erde lieβ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, EIN JEGLISCHES NACH SEINER ART, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daβ ES GUT WAR.“ 1. MOSE 1:11-12

Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, dass da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, EIN JEGLICHES NACH SEINER ART, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. “ 1. MOSE 1:21

Die gentechnische Veränderung
Wie kann man fremde Gene in der DNA einer Pflanze oder eines Tieres manipulieren? Durch eine Methode werden mithilfe einer Genkanone DNA-beschichtete mikroskopische Partikel (wie zum Beispiel Gold) in die Pflanzengewebe „geschossen“. Dieser Mechanismus hat den Spitznamen „Genkanone“, weil die DNA „querbeet“ eingeführt wird.  Nur nach tausenden von Versuchen wird die fremde DNA mit dieser Methode an dem richtigen Platz landen, so dass die Pflanze die gewünschten Eigenschaften hervorbringen kann und dies in einer Art und Weise, welche von Generation zu Generation nützlich ist. Und dies ohne irgendwelche ungewünschten Nebenwirkungen. Behauptungen, dass die Gentechnik ein hochpräziser Prozess ist, sind ziemlich irreführend.  Da der Prozess nicht präzise ist, haben die Wissenschaftler keine wirkliche Kontrolle über die Ergebnisse, was sogar gefährlich sein kann (z. B. könnte die Produktion eines Giftstoffes aktiviert werden).9
Ein anderer Weg fürs Einführen fremder DNA ist das Benutzen eines „Vektors“, welcher speziell entworfen wurde, um Gene von einer Art zur anderen zu übertragen, über ökologische Barrieren hinweg. Diese Vektoren (Viren, Plasmide) wirken wie „genetische Parasite“ und sind speziell entworfen, um Artenbarrieren zu durchbrechen. Zum Beispiel um Gene in Zellen zu schleusen, welche ansonsten ausgeschlossen werden würden.
Zusätzlich zum fremden genetischen Codierens, um gewünschte Charaktereigenschaften hervorzubringen, enthalten nahezu alle GV-Pflanzen einen „Gen-Anschalter“ (Promoter) aus dem Blumenkohl-Mosaik-Virus. In der Natur verursacht dieser Virus eine Krankheit in der Kreuzblütlerfamilie. Der Promoter reguliert die Aktivität des eingeführten Gens, indem er „sie anschaltet“. Wenn dieser starke Promoter in andere Wirts-DNA eingeschleust wird, kann er auch andere Wirtszellen „anschalten“. Wie auch bei der Methode der „Genkanone“, können deswegen auch hier unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. 

 

Biotechnologie reduziert alles Lebende zu Informationsteilen, die je nach Laune zusammengestellt und wieder auseinandergenommen werden können. Jedoch können Wissenschaftler an Gottes Schöpfung keine „Verbesserungen“ vornehmen. Sie können es nur schlimmer machen, indem sie „neue Lebensformen“ klonen. Sie spielen Gott. Was wird jedoch das Endergebnis sein? 

Da sie sich fϋr Weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben verwandelt die Herrlichkeit Gottes... RÖMER 1:22,23

Im Gegensatz zu dem, was die Evolutionisten glauben, nämlich, dass alles durch eine Zelle zufällig entstanden ist und dass der Natur daher in der Entwicklung durchs Mischen von verschiedenen Genen „geholfen“ werden kann, sagt die Bibel, dass Gott alle Tiere und Pflanzen „nach seiner Art“ (1.MOSE 1:11,21,24) schuf. Dies bedeutet, dass ein Schaf anders ist als ein Schwein und eine Erdbeere nichts gemeinsam hat mit einem Fisch. Sie sollten nicht miteinander vermischt werden!

Um dies ganz klar zu machen, Gott verbietet das Mischen von Genen ausdrücklich:

Meine Satzungen sollst ihr halten, dass du dein Vieh nicht lasses mit anderlei Tier zu schaffen haben und dein Feld nicht besäest mt mancherlei Samen und kein Kleid an dich komme, dass mit Wolle und Leinen gemengt ist. 3.MOSE 19:19

„Du sollst deinen Weinberg nicht mit mancherlei besäen, dass nicht dem Heiligtum verfalle die Fϋlle, der Same, den du gesät hast, samt dem Ertrage deines Weinbergs.“ 5. MOSE 22:9

Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog. Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, die Frucht deiner Rinder und die Frucht deiner Schafe.5. MOSE 28:17,18

Gott hat uns die Welt nicht gegeben um sie zu besitzen, aber um Verwalter über ihr zu sein (1. M 2:15). Auch wenn viele GV Wissenschaftler denken, dass sie etwas Gutes tun, wäre es besser für sie Gottes Gesetze zu halten, denn:

Manchem gefällt ein Weg wohl; aber zuletzt bringt er ihm zum Tode. SPRÜCHE 16:25

 

Ökologische Besorgnis ϋber genetisch veränderte Organismen

Wenn genetische Veränderungen vorgenommen werden, sind sie permanent. Die veränderten Organismen werden für alle weitere Generationen modifizierten Nachwuchs hervorbringen.

Genetische Verschmutzung: Wind, Regen, Vögel, Bienen und Insektenbestäuber haben angefangen GV-Pollen zu den umliegenden Feldern  zu tragen und die DNA von Anbaupflanzen der Bio- und Nicht-GV-Bauern zu verunreinigen. GV-Pollen töten nicht nur Ungeziefer, schaden aber auch nützlichen Insekten. Zum Beispiel wurden Monarch-Schmetterlingsraupen in den USA getötet, und Baumwollkapselkäfer haben eine Resistenz gegen GV-Baumwolle entwickelt. Ein „Super-Unkraut“ wurde in Frankreich entwickelt infolge einer Genübertragung von einer transgenetischen Zuckerrübenernte.11

Gentech-Kartoffeln wurden so entwickelt, dass sie ein eingebautes Lecitin-Gen exprimieren, um so aphide Schädlinge zu reduzieren. Die Lebensdauer und Reproduktionsrate von Marienkäfern, die diese Aphide aßen, hatte sich entgegen allen Erwartungen verringert.

Diversität der Genpools: Wenn Forscher die als „perfekt” betrachtete Tomate oder das als „perfekt” betrachte Hϋhnchen entwickeln, werden diese massenhaft reproduziert. Die „weniger erwϋnschten” Spezies werden auf der Strecke bleiben und somit die Vielfalt der Genpools auf diesem Planeten weiterhin verringern.

 

Was wir machen können, um GV- Lebensmittel zu vermeiden

Die folgende Liste enthält die häufigsten GV Lebensmittel, auf denen der Durchschnittskonsument höchstwahr-scheinlich stoßen wird. Diese Liste umfasst nicht alles, gibt aber eine Richtlinie darüber, wie diese Technologie weltweit benutzt wird.

  • Tomaten – Die MacGregors Tomaten in den USA wurden genetisch verändert um das Gen “auszuschalten”, welches verantwortlich dafür ist, dass die Tomate weich und beschädigt wird.
  • Bt-Mais – Diese Pflanze ist resistent gegen den Maiszünsler (Schädling).
  • Rapssamen (Canola) für Pflanzenöle – wurden genetisch verändert, um Öle zu erzeugen, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind. In Großbritannien wurde die Ernte mit genetisch veränderten Rapssamen aus Kanada verunreinigt.
  • Soyabohnen - “Roundup” Soyabohnen wurden genetisch verändert, um gegen Monsantos Superunkrautvernichter „Roundup“ resistent zu sein. Eine Sorge ist, dass Unkraut Resistenzen entwickeln und dieses Herbizid nutzlos machen wird.
  • Goldener Reis – Mit Vitamin D angereicherter Reis wurde kürzlich entwickelt. Er wurde jedoch noch nicht auf den Markt gebracht. Die Gene, die für das Herstellen von Vitamin D gebraucht werden, kommen von Narzissen. Dieser Reis wurde ursprünglich für die Entwicklungsländer hergestellt und steht nun in der Kritik, weil Nährstoffe und Arzneimittel/Vitamine auch separat eingenommen werden können und es kein Geld gibt, um teure GV-Produkte zu kaufen.
  • rBGH – In den USA verursacht die Anwendung vom Rinder-Wachstumshormon rBGH (recombinant bovine growth hormone; von Mon­santo) an Kϋhen, Milch, welche das Risiko für Brust- und Dickdarmkrebs erhöht.
  • Papaya – 1998 ist die hawaiianische Papaya-Industrie auf eine transgene Papayasaat umgestiegen, die mit einer Resistenz gegen den Ringspot-Virus ausgestattet ist. Der Grund war die Bekämpfung einer Ringpot Visus-Epidemie, welche die Industrie bedrohte.
  • Asphartam – Ein Süßungsmittel, das aus GV-Bakterien hergestellt wird, welche wiederum von Monsanto erzeugt werden.

 

In einigen Ländern wie z.B. Großbritannien, ist alles frische Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Fleisch nicht genverändert. Jedoch kann das nicht mit Sicherheit über verarbeitete Lebensmittel gesagt werden und über Inhaltsstoffe aus:

Mais

Mais, Maisstärkem Maisöl, Modifizierte Stärke, Stärke, Maissirup, Dextrose, “Pflanzenöl”

Soy

hydrolysiertes pflanzliches Eiweiß, Soya, Soyabohnen, Soyamehl, Soyaöl, Soyasauce, Lecitin (E322), Tofu, “Pflanzenöl”

Tomaten Tomaten, Tomatenmark, Tomatenpürree, Tomatensauce
Raps

„Pflanzenöl‟

Aspartam

Aspartam, Equal, Nutrasweet

Kartoffeln

Kartoffelchips, Pommes Frites, usw.

Die USA sind die Haupthersteller und Exporteur von GV-Lebensmitteln, gefolgt von Kanada und Argentinien. Vor allem in den Europäischen Ländern hingegen besteht eine wachsende Besorgnis ϋber die Sicherheitsaspekte dieser Technologie. Doch seitdem dieses Informationsblatt geschrieben wurde (Oktober 2000), hat sich der Lebensmittelmarkt beträchtlich geändert.  Von Verbraucherschutzgruppen und Politikern gedrängt, haben viele Firmen sich entschieden, GV-Lebensmittel aus den Regalen zu nehmen. Zum Beispiel wurden Lieferanten, die genetisch veränderte Kartoffeln verkaufen, von McDonald’s abgewiesen. Bestfoods, eine Firma, die Erdnussbutter herstellt und Knorr-Suppen, hat GVO’s aus den Produkten herausgenommen, die sie hauptsächlich in Europa verkaufen.

WASHINGTON -- Greenpeace enthϋllte heute, dass die Produkte des Lebensmittelriesen Quaker Oats Zutaten von genetisch veränderten (GVO) Ernteerträgen enthalten. Derweilen glauben die meisten Amerikaner, dass diese Firma keine GV-Lebensmittel benutzen wϋrde. Eine heute veröffentlichte unabhängige Laboranalyse zeigte, dass der GVO-Korn-Test fϋr die zwei Quaker-Produkte – Gelber Gries und  Maiswaffeln mit Cheddarkäse positiv ausfiel. Greenpeace veröffentlichte heute auch eine Meinungsumfrage von der Gesellschaft Caravan, welche aufzeigt, dass eine große Mehrheit der Befragten darauf vertrauen, dass Quaker  keine GVO-Zutaten in ihren Produkten verwenden wϋrde.12

Jedoch ganz GVO-frei zu bleiben ist nicht so einfach. Letztes Jahr wurden in den USA 24 Mio. Hektar Ackerland genutzt, um genetisch verändertes Korn und Soyabohnen anzupflanzen, welche zu Amerikas Haupternte gehört. Diese Erträge wiederum werden in unzähligen Produkten verwendet: als Sirup in Cola, in den Hamburgerbrötchen fϋr McDonald’s, Heinz-Ketchup und in Backmischungen von General Mills, um nur einige zu nennen. Deswegen schätzt der US-Unternehmerverband der Lebensmittel-industrie, Grocery Manufacturers of America, dass ungefähr 70% aller Lebensmittelprodukte in den USA aus Biotech-Ernteerträgen hergestellt werden.

Nachdem in Großbritannien beachtlich viele Kunden ihre Besorgnis geäußert hatten, hat der Supermarkt Sainsbury GV-Zutaten aus allen Lebensmitteln seiner Eigenmarke herausgelassen. Dies war ein umfangreicher Prozess, der ϋber 10.000 Produkte involvierte und gemeistert wurde, indem Soja- und Maiszutaten mit Alternativen oder Zutaten aus bestätigten nicht-GV-Quellen ersetzt wurden.

Tatsache ist, dass sogar Lebensmittelhersteller selbst manchmal nicht sagen können, ob ihre Produkte aus unmodifizierten Zutaten hergestellt sind. Und dies ist länderweise verschieden: zum Beispiel könnte Nestlé, Europas größter Lebensmittelhersteller, in manche Länder Lebensmittel liefern, welche aus GVO-freien Ernteerträgen gemacht wurden, aber in andere Länder nicht.

„Wir haben kein System in den USA, dass GV von nicht-GV trennen kann.“ sagte Mark Dollins, ein Sprecher der Firma Quaker Oats in Chicago, in Bezug auf genetisch veränderte Lebensmittel. „Wenn es eine Firma gibt, die sagt, sie kann es, wir wϋrden gerne wissen, wie sie es machen. Haben sie verschiedene Silos? Verschiedene Bahnstrecken? Es gibt buchstäblich kein System mit dem es möglich ist.“13

Folgende Firmen behaupten, dass sie derzeit all ihre Zutaten fϋr Lebensmittel und Getränke, die in Europa verkauft werden, aus GVO-freien Ernten beziehen, sind: Pepsi Cola, Coca Cola, Heinz, Mars, Danone, Kellogg’s, Campbell Foods, Cadbury, Schweppes and Kraft/Jacobs/Suchard. Fast alle haben auch, angedeutet, dass sie GVO-freie Derivate (dies sind DNA-freie Zutaten wie z. B.  Bratöle und Emulgatoren, etc.) beziehen. Allerdings, haben diese Firmen auch eingeräumt, dass sie nicht versichern können, dass ihre Produkte GV-frei sind, doch dass sie „so gut, wie möglich“ versuchen, GV-Zutaten aus ihren Produkten auszulassen.

Man kann GV-Lebensmittel vermeiden, indem man die Firmenpraktiken eines bestimmten Landes verfolgt. Dies kann man mittels nationaler Internetseiten tun, wie zum Beispiel Großbritannien Genetic Food Alert Webseite www.geneticfoodalert.org.uk. Oft haben auch Verbraucher- oder Umweltverbände wie z. B. Greenpeace oder Friends of the Earth Informationen ϋber genentisch veränderte Lebensmittel auf ihren Webseiten

Es wäre vielleicht eine Überlegung wert, lokale Lebensmittel zu kaufen, d. h. Produkte von der Land- und Milchwirtschaft und Fleischware, deren Ursprung leichter verfolgt werden kann. Insbesondere mit Bio-Lebensmitteln kann man davon ausgehen, dass sie GVO-frei sind. Sie sind vielleicht ein wenig teurer als herkömmliche Produkte, doch wenn man sich all die anderen Sicherheitsangelegenheiten ansieht die Lebensmittel betreffen, wie z. B. Pflanzenschutzmittel, Hormone, Rinderwahnsinn, usw., macht man mit diesen definitiv den besseren Kauf. Oft ist die Qualität dieser Produkte auch viel höher, als die der herkömmlichen Ware (wie z. B. im Falle von Freilandeiern gegenϋber Eiern, die von Hennen in der Legebatterie kommen).

Ohne hierbei zu weit zu gehen, ist es pauschal gesagt weise, GV-Produkte in unserer Nahrung weitgehend zu vermeiden. Obwohl es zur Zeit noch nicht erwiesen ist, kann es sein, dass in den kommenden Jahren Wissenschaftler herausfinden werden, dass GV-Lebensmittel tatsächlich Krankheiten verursachen und dass Gott Grϋnde hatte, weshalb Er verboten hat, „Saatgut miteinander zu vermischen“.

Literaturhinweise

Michael Pollan, "Playing God in the Garden", The New York Times Sunday Magazine, October 25, 1998

Kenneth Klee, “Frankenstein Foods”, Newsweek, Sept. 13, 1999

Martha Herbert, "Genetically Altered Foods: We Are Being Exposed to One of the Largest Uncontrolled Experiments in History" , Chicago Tribune, September 3, 2000

Jaan Suurküla et al, “The Safety of Genetically Engineered Foods”, 1999, www.psrast.org, (Physicians and Scientists for Responsible Applica­tion of Science and Technology)

1   BioDemocracy and Organic Consumers Associa­tion, 6114 Hwy 61, Little Marais, MN 55614 (www.purefood.org)

2   Ibid.

3      Jill Davies, 1999, “So why all the fuss over GE Foods?”, in: BioDemocracy and Organic Consum­ers Association, 6114 Hwy 61, Little Marais, MN 55614 (www.purefood.org)

4   Mark Lappe, Journal of Medicinal Food, 1999

5    Samuel Epstein. Unlabeled Milk from Cows Treated with Biosynthetic Growth Hormones: A Case of Regulatory Abdication. International Journal of Health Services, Vol. 26, No. 1, 1996

6    Mark Kastel, "Down on the Farm: The Real BGH Story," Montpelier, VT: Rural Vermont, 1995; D.S. Kronfeld, "Health Management of Dairy Herds Treated with Bovine Somatotropin, Journal of the American Veterinary Medical Association, Vol. 204, No. 1, 1994

7    Wuthrich B., 1999, Schweiz Rundsch. Med. Prax. 88 (609-614) “Food additives and genetically modified food – a risk for allergic patients”

8   Mayeno and Gleich GJ, 1994, Trends in Biotech­nology, 12 (346-52)

9      Bergelson et al, 1998 Nature Sep 3; 395 (25)

10    Ewen SW and Pusztai A, 1999, Lancet 354 (1353-54) “Effect of diets containing genetically modified potatoes expressing Galanthus nivalis lectin on rat small intestine”

11  Jane Rissler and Margaret Mellon "Perils Amidst the Promise: Ecological Risks of Transgenic Crops in a Global Market." Washington, D.C.: Union of Concerned Scientists, 1993

     James Kling, "Could Transgenic Supercrops One Day Breed Superweeds?" Science Vol. 274, Octo­ber 1996

12  "Quaker Betrays Public Trust with Gene-Altered Corn", Greenpeace Press Release, October 7, 1999

13  "Modified Foods Put US Companies in a Quandary", New York Times article by DAVID BARBOZA, June 3, 2000

* * *

 

ANHANG – Ein Vergleich verschiedener Methoden, Kartoffeln zu züchten

 

„Konventionelle“ Landwirtschaft

Normalerweise muss folgendes bei einem Kartoffelfeld angewandt werden:

  • Eine Bodenfumigation am Anfang des Frühlings um die Nematoden zu bekämpfen. Viele Kartoffelbauern bespritzen ihre Felder mit so viel chemischen Giftstoffen, dass am Ende kein mikrobiologisches Leben im Boden mehr zu finden ist.
  • Bei der Anpflanzung wird ein Insektenbekämpfungsmittel im Erdboden angewandt. Dies wird von den Jungpflanzen aufgenommen und über mehrere Wochen hinweg wird dieses Mittel jedes Insekt töten, das deren Blätter ißt.
  • Nach der Anpflanzung wird ein Herbizid eingesetzt um das Feld von jeglichem Unkraut zu „reinigen”.   
  • Wenn die Kartoffelpflanze ungefähr 15 cm hoch ist, kann es sein, dass man ein weiteres Mal ein Herbizid spritzt, um das Unkraut zu bekämpfen.
  • Es kann sein, dass die Kartoffeln während der Wachstumsphase bis zu 10 Anwendungen von Mineraldünger bekommen.
  • Kurz bevor die Pflanzen dichter wachsen und die Blätter des einen Streifens die des anderen berühren, wird, wie man sich das fast denken kann, ein Pilzvernichtungsmittel gespritzt, um die Kraut- und Braunfäule zu bekämpfen. Dies stellt eine der größten Bedrohungen für die Kartoffelernte dar (Braunfäule verursachte die große Hungersnot in Irland und ist ein Luftpilz, der gelagerte Kartoffeln verfaulen lässt).
  • Zweimal jeden Sommer wird ein Sprühflugzeug angeheuert, um gegen Aphide zu spritzen. Im Grunde sind Aphide harmlos, doch übertragen sie den Blattrol-Virus. Dieser verursacht in den Russet-Burbank-Kartoffeln Nekrose, eine braune Fleckenbildung, die einen industriellen Abnehmer dazu veranlasst, den gesamten Ernteertrag abzulehnen. Diese braunen Flecken sind harmlos, aber nicht schön anzuschauen. Daher müssen die Bauern ihre Felder mit den giftigsten Chemikalien spritzen, die es gibt.

Während der „konventionelle” Landwirt Jahr für Jahr eine Mono-Kultur anbaut, wird sein Feld von identischen Pflanzen  kaum vor Insekten-, Unkraut- und Krankheitsbefall geschützt sein. Um dies zu verhindern, müssen große Mengen von Herbiziden, usw. angewandt werden. Diese sind sehr teuer und macht den Landwirt abhängig von den großen Pestizidherstellungsfirmen. Mono-Kultur ist das Fundament für geradezu jedes Problem, das den modernen Landwirt belastet.

 

GV-Landwirtschaft

Bei der GV-Landwirtschaft kann man einige Sprϋhungen auslassen. Die neuen GV-Anbaupflanzen werden wahrscheinlich wie angeworben, eine Ertragsersteigerung hervorbringen.  

Aber: Schädlinge, wie Unkraut und Ungeziefer werden frϋher oder später resistent werden.

Und GV-Kartoffeln sind nicht gerade billig. Der Landwirt muss fϋr jede 4000 m² eine zusätzliche „Technologie-Gebϋhr von US$20 zu US$30 bezahlen. Neues Saatgut muss jedes Jahr wieder neu eingekauft werden, da die Landwirte nicht die Genehmigung haben, die Saat ihrer eigenen Ernte wiederzubenutzen. Dies macht die Landwirte von den großen Firmen noch mehr abhängig.  

Wird durch die GV-Landwirtschaft die Anwendung von chemischen Sprϋhungen reduziert? Nein! Die amerikanischen Landwirte, die GV-Pflanzen anbauen, benutzen genausoviel giftige Pestizide und Herbizide wie konventionelle Landwirte, manchmal sogar mehr. Die sogenannten „Vorteile” dieser Herbizid-beständigen Ernten ist, dass Landwirte ihre Anbaupflanzen mit so viel Herbiziden besprϋhen können, wie sie möchten. Das Unkraut wird getötet, ohne dass der Ernte geschadet wird. Was sonst könnte man von einem Unternehmen erwarten, das GV-Saatgut UND Herbizide verkauft?

Biotechnologie ist die neue Wunderlösung, die die Monokultur retten wird. Zur gleichen Zeit wird sie den Prozess beschleunigen, wo sich die Landwirtschaft mehr und mehr in die Hände einer immer kleiner werdenden Anzahl von Konzernen begibt.

Chemie-, Pharma- und Biotech-Unternehmen wie z. B. DuPont, Upjohn, Bayer, Dow, Mon­santo, Ciba-Geigy und Rhone-Poulenc versuchen systematisch, möglichst viele Patente fϋr das Erbgut von Pflanzen-, Tier- und Menschen zu erhalten, um so die Lebensmittelindustrie, Agrar- und Tierwirtschaft komplett zu ϋbernehmen. Einige dieser Firmen hatten uns einst ein sorgenfreies Leben durch Pestizide und Kunststoffe versprochen. Wϋrdest du ihnen den genetischen Bauplan anvertrauen?

 

Biologische Landwirtschaft

Die ökologische Landwirtschaft ist auf langen und aufwändigen Fruchtwechsel angewiesen, um zu verhindern, dass sich bestimmte Pflanzenschädlinge nicht anhäufen. Zum Beispiel, wenn man Weizen anbaut nachdem man Kartoffeln angebaut hatte, „verwirrt” das die Kartoffelkäfer.

Im Kartoffelfeld werden Streifen von Feldfrϋchten - normalerweise Erbsen und Alfalfa – angebaut, um nϋtzliche Insekten anzulocken, welche Käferlarven und Aphide fressen. Wenn es nicht genϋgend Nϋtzlinge gibt um diese Arbeit zu tun, wird der Bauer Marienkäfer einsetzen.

Es werden nicht nur eine, sondern mehrere Sorten von Kartoffeln angepflanzt, da man davon ausgeht, dass Biodiversität in einem Feld in der freien Natur die beste Abwehr gegen jegliche Ungleichheit im System ist. Ein schlechtes Jahr mit einer Sorte wird durch ein gutes Jahr mit einer anderen Sorte ausgeglichen.

Diese Komplexität der Felder – die völlige Diversität der Arten, in Raum und Zeit, macht sie produktiv von Jahr zu Jahr ohne viel Zusatz.

Zur jährlichen Ausbringung gehören organische Dϋnger (Kompost und Fischmehl), Marienkäfer und Kupferspritzmittel (gegen Braunfäule) – einige hundert Dollar pro Ackerfläche.

Der Nachteil ist der zusätzliche Arbeitsaufwand (viele kleinere Anbauten bedeuten mehr Arbeit; biologische Felder mϋssen auch von Unkraut befreit werden) und Zeit –  im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft, bei der man Kartoffeln alle 3 Jahre anbaut, ist es beim typischen organischen Wechsel notwendig, dass man fϋnf Jahre wartet.

Aber der Ertrag der „konventionellen“ und GV-Bauern ist derselbe: zwischen 300 und 400 Beutel per Ackerland.