Geistliche Scheuklappen

John Wesley schrieb einmal: „Wovor ich am meisten Angst hatte und was ich auf jeden Fall verhindern wollte, war ein gruppengeprägtes Verhalten, eine innerliche Versteifung, mit anderen Worten, geistlich eingeengt zu sein. Diese elende Blindgläubigkeit! Sie führt dazu, daß viele glauben, Gott wirke nur unter uns. Ich habe gedacht, ein Mittel dagegen wäre es, denen, die zuhören wollten, von Zeit zu Zeit von den Werken Gottes auf der Erde zu erzählen. Werke, die Er nicht nur in unseren eigenen, sondern auch in anderen Ländern vollbracht hat; nicht nur bei uns allein, sondern auch bei Menschen anderer Ansichten und Bekenntnisse. Dafür setzte ich einen Abend pro Monat fest und finde keinen Grund, meine Arbeit zu bereuen. Gewöhnlich geben diese Stunden denen einen starken Trost, die Gott und die ganze Menschheit um Seines Willens lieben. Genauso ist es eine Zeit, in der die Wände der Trennung niedergerissen werden, die zuvor entweder durch Satans Schlauheit oder durch die Dummheit der Menschen aufgebaut wurden. Außerdem ist es eine Zeit, in der jedes Kind Gottes zu dem Ausspruch ermutigt wird:

„Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter” (MATTHÄUS 12:50).

Laßt uns immer an die Worte unseres Herrn denken, die Er sprach, als die Jünger es jemandem nicht erlaubten, Gutes zu tun, weil er sich ihnen nicht anschloß:

„(...) Ihr sollt's ihm nicht verbieten ... Wer nicht wider uns ist, der ist für uns” (MARKUS 9:38-40).”
 

Quelle: unbekannt