Gebrochene Gemeinschaft

1.) Es gibt drei Wege, eine Gemeinde zu verlassen bzw. die Gemeinschaft zu beenden:

a) Im Herrn zu sterben oder zu entschlafen oder in eine andere Gemeinde zu wechseln.
b) Nicht mehr zu den Versammlungen zu kommen und sich von den Geschwistern abzusondern.
c) Vom Aufseher aufgefordert zu werden, die Gemeinde zu verlassen.

2.) Diejenigen, die von sich aus die Gemeinde verlassen, können in zwei Kategorien eingeteilt werden:

a) Solche, die in persönlichen Schwierigkeiten oder Sünden gefangen sind bzw. von ihnen geplagt werden (MATTHÄUS 13:18-22). Einigen von ihnen kann durch weisen Rat geholfen werden.

b) Solche, die Verdruß gegenüber der Gemeinde oder einem Mitglied fühlen oder mit ihr in Uneinigkeit sind. Tatsächlich ist dies aber nie ein Grund zu gehen (siehe Blatt "Biblisches Christentum").

3.) Diejenigen, die aufgefordert werden zu gehen (MATTHÄUS 18:17-18), lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

a) Sie sind in Unmoralisches verwickelt, ohne zu bereuen (1. KORINTHER 5:1-5; 2. THESSALONICHER 3:6).
b) Sie fördern Irrlehren oder falsche Praktiken (1. TIMOTHEUS 6:3-5; TITUS 1:9-11).
c) Sie verursachen Uneinigkeit oder Ärgernisse zwischen ihnen und ihren Geschwistern oder dem Aufseher, oft durch Klatsch oder unbegründete Anklagen, wie z.B. "nicht genügend Liebe", "wer bekommt das Geld", "andere sollten Leiter werden" usw. (RÖMER 16:17-18; 1. TIMOTHEUS 5:11-18; SPRÜCHE 22:10).

4.) Da sie andere mit ihren Handlungen in Schwierigkeiten bringen, muß der Aufseher handeln, um eine Ausbreitung zu verhindern (2. TIMOTHEUS 2:16-18; HEBRÄER 13:9,17; HEBRÄER 12:15)

5.) Das Verhalten der Gemeindemitglieder gegenüber denen, die unter Punkt 2b oder Punkt 3 fallen, ist fast gleich (Aus einem 2a wird auch oft ein 2b). Sie müssen "gemieden" werden (RÖMER 16:17), und die Gemeinde "zieht sich von ihnen zurück" (1. TIMOTHEUS 6:3-5; 2. THESSALONICHER 3:6,14-15).

6.) Wir sollten sie grüßen und ihnen auf freundliche Art und Weise begegnen, aber wir sollten es ablehnen, über ihre Probleme zu diskutieren oder die Gemeinschaft mit ihnen aufrechtzuerhalten (1. KORINTHER 5:11; 2. JOHANNES 10-11). Wenn sie in die Gemeinschaft zurückkehren wollen, muß der Aufseher darüber unterrichtet werden. Wir müssen uns ihnen wie einem Schaf gegenüber verhalten, das eine ansteckende Krankheit hat. Keine Feindschaft, viel Interesse, aber auf Distanz.

7.) Die Schrift und die Erfahrung zeigen, daß es diejenigen, die die Gemeinde verlassen, schwer haben zurückzukommen. Paß auf, daß du nicht zuviel Zeit für ein Problem verschwendest, von dem der HERR dir rät, Abstand zu halten (MATTHÄUS 18:15-18; 1. KORINTHER 5:3-8,13; 2. PETRUS 2:1-3,19-22; HEBRÄER 10:25-31, 1. JOHANNES 2:19).

8.) Diejenigen, die die Gemeinde verlassen, klagen häufig den Aufseher an oder kritisieren ihn. Der Pastor wird sie allerdings nicht öffentlich anklagen (es sei denn, es handelt sich um einen Ältesten; 1. TIMOTHEUS 5:19-20), um ihnen die Rückkehr zu erleichtern. Wenn ihr ihnen zuhört, werdet ihr nur eine Seite der Geschichte hören. Deshalb die Warnung, solche Leute zu meiden. Wenn ihr Probleme habt, trefft euch privat mit dem Pastor. Diskutiert solche Anklagen nicht mit Freunden (1. TIMOTHEUS 5:19). Das würde nur "die bittere Wurzel" verbreiten (HEBRÄER 12:15).

9.) Geisterfüllte Menschen aus anderen Gemeinden gehören in der Regel der Kategorie 3b an. Es lassen sich die gleichen Regeln anwenden. All diese Probleme (siehe unter 3) sind eine Bedrohung für das gute Gedeihen der gesamten Gemeinde, viel mehr als private Verfehlungen von Mitgliedern. Deshalb, wenn euer Pastor handeln muß, unterstützt ihn völlig, indem ihr die biblische Trennung einhaltet.

 Quelle: Voice of Revival