Gebetskraft

1904 wurde eine Gruppe von Missionaren tief darüber besorgt, daß die Kirche in ihrem Land nicht in der Art und Weise errichtet wurde, wie sie wußten, daß Gott sich danach sehnte. Korea war als das "Einsiedler-Königreich" bekannt, das buchstäblich seine Berge um sich herum auffaltete und jegliche Infiltration westlicher Ideen und Religionen abwehrte. Nur auf subtile Art, wie durch Medizin oder Schulen, konnte das Evangelium gepredigt werden. Daher begannen dort Mittagsgebetsversammlungen. Missionare jeder Station in Korea knieten eine Stunde lang einmütig nieder, um für Sieg in diesem Land zu beten.

Ein paar Monate später sagte ein Missionar auf einer der Stationen, was er dachte. Nennen wir ihn einen Wirksamkeitsexperten ... und wir haben viele davon. Er sagte: "Wir haben eine lange Zeit gebetet, aber wir haben nichts Grundlegendes gesehen, das passiert wäre. Ich würde vorschlagen, daß wir, um Zeit zu sparen, auf diese Mittagsversammlungen verzichten und privat bei unserer eigenen Andacht für Erweckung in Korea beten."

Aber ein anderer Missionar gab eine schnelle Antwort. "Ich glaube, daß Gott unsere Gebete nicht beantwortet hat, weil wir nicht genug beten. Ich empfehle, daß wir mit diesen Mittagsversammlungen fortfahren und am Abend auch eine Stunde verbringen." Der Plan wurde einmütig angenommen. Die Nachricht verbreitete sich zu den anderen Missionsstationen, und bald verbrachte jede Missionsgruppe in Korea zwei Stunden pro Tag im Gebet für Erweckung in diesem Land. Innerhalb von Wochen schlug ein Blitzstrahl der Erweckung ein und rollte wie ein Präriefeuer über die ganze Länge und Breite Koreas.

Über 50.000 Bekehrte wurden zu der koreanischen Gemeinde hinzugetan. Statistiken zeigen, daß in den 25 Jahren, die auf die koreanische Erweckung folgten, die Nation um etwa 250 % an Bevölkerung gewachsen ist, daß aber die Kirche Jesu Christi um 2600 % gewachsen ist - ein Zehnfaches des Wachstums der Nation.

Das Glühen dieser Erweckung erleuchtete den Horizont dermaßen, daß Jonathan Goforth von Nordchina kam, um zu sehen, was los war. Nach seiner Heimkehr begann die große Erweckung Nordchinas. Das kann mit jedem Land der Welt passieren, vorausgesetzt, die Bedingungen werden erfüllt.

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