Einige Brosamen aus den Bibelstunden

Der wiedergeborene Christ soll keine Leidenschaft mehr haben, besonders nicht Zorn und Neid, die Christus ans Kreuz brachten.

Wer das Widersprechen von den Sündern nicht ertragen, die Feinde nicht lieben und nicht für sie beten kann, hat den wahren Frieden noch nicht.

Ein versiegeltes Kind Gottes ist an zwei Stücken zu erkennen: Daß es auch durch die allerschlimmste Lüge nicht beleidigt wird und daß es auch für seine Feinde betet, wie Mose für das Volk flehte.

Auch ein bewährter Christ, wie ja selbst ein Apostel Paulus, bedarf der Fürbitte; denn solange wir in diesem Leibe leben, sind wir in Gefahr vor dem geistlichen Hochmut.

Der Scherzgeist vertreibt den Heiligen Geist.

Gottes Willen in allen Teilen gehorsam sein und alle Seine Führungen als Liebe betrachten ist die Hauptsache.

Den Kindern Gottes kann nichts geschehen, was ihnen nicht recht ist. Es ist ihnen alles recht, weil sie nicht mehr ihren eigenen Willen brechen müssen.

Werdet nicht nur Kinder, die mit dem Herren reden, sondern werdet auch solche, mit denen der Herr redet.

Ich mache keine schonenden Krankenbesuche und erfülle den Kranken nicht ihre Wünsche und Launen aus Furcht, sie aufzuregen. Nein, werden sie aufgeregt, so sieht man doch, wo es ihnen fehlt, und dann kenne ich einen, der Sturm und Wellen zur Ruhe brachte, der auch so ein tobendes Menschenherz besänftigen kann.

Ohne Jesus, ohne daß wir Sein blutiges Verdienst für uns im Glauben ergreifen, gibt es für uns keine Rettung, und ewiges Verderben ist unser Teil.

Ich verlange nicht Glück der Welt, nicht Gutes und Bequemlichkeit zieht mich an: Das Liebste ist mir ein Haus voller armer Sünder, die nach Befreiung und Erlösung schmachten. Das ist für mich die beste Erholung.

Haben wir ein neues Herz, so ist alles Eigene verschwunden. Wir schauen dann nicht mehr darauf, ob andere uns immer mit Liebe behandeln, unsanft mit uns reden, lieblos an uns vorübergehen; das sind noch Zeichen einer alten Natur.

Solange wir uns noch selbst und unseren Lüsten dienen, kann Gott nicht in uns sein, denn Er wohnt sicher in keinem Tiergarten. Ein neues Herz aber, das durch Gottes Gnade umgeschaffen ist, ist ein Lustgarten.

Die rechte Stille besteht nicht darin, daß man nichts oder wenig redet, sondern darin, daß man, wenn alle Wetter der Trübsal über einen gehen, nichts Böses erzählt, nichts Unnützes redet.

An den Familientagen sollte man nicht davon reden, was die Schaben und der Rost fressen oder was jedem gefehlt hat, sondern man sollte erzählen können, wie da eins statt einer Bocksnatur eine Lammesnatur bekommen und wie da Gott durchgeholfen hat; das wären rechte Familientage.

Das ist eine saubere Ruhe, die ich durch Ungerechtigkeit, die mir geschieht, verlieren kann. Wenn der Friede verlorengeht, ist's kein Schade drum; der ist doch keinen Batzen nutz.

Wem sich der Heiland wahrhaft geoffenbart hat, der wird gewiß nicht überspannt und der hat keinen Schwindelgeist.

Ich finde in der Bibel kein einziges Wort, das Verdammnis predigt für die, die sich wollen retten lassen.

Nicht die Menge und Größe unserer Sünden machen unser Elend, sondern das, daß wir den Sündentilger nicht annehmen zum Tilgen der Sünden, damit er dann unser Herz bewohnen kann.

Stille sein heißt zufrieden sein mit allem, was Er uns schickt.

Wir müssen uns prüfen, ob wir mit allen Menschen ausgesöhnt sind, ob wir Feinde und Freunde lieben. Wenn wir alsdann rufen, wird Er hören.

Solange wir noch an einer Lust hängen, haben wir den Herrn nicht.

Nachfolger sollen wir sein, keine Nachschwätzer.

Es ist ein Unterschied, ob Christus in uns wirkt oder ob Er in uns wohnt.

Ein neues Lied können wir nicht singen mit alter Zunge.

Wir ehren den Herrn dadurch am meisten, daß wir Seinem Wort glauben.

Einen Widder opfern heißt den Eigenwillen ablegen.

Das Licht, das in uns ist, muß leuchten und weiter anzünden.

Man kann im unbekehrten Zustand bei seiner Arbeit mit seinen Gedanken in der ganzen Welt herumschweifen. Sollte man also im bekehrten Zustand nicht mitten in Berufsgeschäften mit dem Herrn umgehen können? - Das wäre doch sonderbar.

Der Brand der heißen Jesusliebe muß alles in uns verzehren.

Wir müssen zuerst Lammesnaturen werden, um unter die Wölfe geschickt werden zu können.

Derselbe Geist, der mir etwas als nicht recht aufdeckt, gibt mir auch die Kraft, zu überwinden.

Ist's ein Wunder, wenn die Herrlichkeit Gottes sich nicht zu unserm Unglauben herablassen kann?

Die, die vor der Erweckung in Sünden herumgeschwärmt haben, schwärmen auch nachher noch gern in geistigen Dingen umher. Wer aber den Geist Gottes hat, ist still.

Viele beten zwar viel, aber sie lassen sich nicht zerstoßen zu Nullen und zu nichts.

In je größerem Glauben wir uns an den Herrn wenden, desto mehr tut Er an uns.

Klagen - heißt Jesus verleugnen.

Wo tote Nazarener sind, kann Gott kein Wunder tun, wohl aber, wo gläubige Christen sind.

Es gibt Gefühlschristen, Wetter- oder Barometerchristen, Maulchristen, Namenchristen, Phantasiechristen, Launenchristen, Modechristen, Maschinenchristen und halbe Christen. Wir sollten aber Glaubenschristen, Bibelchristen, apostolische, nüchterne, echte, ganze Christen sein.

Wenn wir auch in Finsternis sitzen, - wenn nur die Finsternis nicht in uns sitzt.

Die Welt ist ein Vorzimmer zum Kleiderwechseln.

Der reiche Jüngling ist traurig geworden, weil er verlieren sollte. Andere werden froh, wenn sie verloren haben.

Was ist dir lieber, die Seele des Diebes oder das, was er dir gestohlen hat?

Was tut dir weher, der Schlag auf den Backen oder der Verlust der Seele dessen, der dich schlug?

Viele halten Erweckung für Bekehrung, besonders solche, die ihren Leib durch Unreinigkeit zugrunde gerichtet und ihr Gehirn zerrüttet haben.

Die Versiegelung mit dem Heiligen Geist ist etwas Plötzliches. Sie ist die zweite Geburt ohne Schmerzen.

Nicht das Leiden blicket an, sondern den Herrn, den Überwinder.

Es ist eine Schande, wie man alle Tage von Gnade schwatzt und doch immer in denselben Sünden bleibt.

Alles muß bekehrt sein: Auge, Ohr, Nase, Füße, Zunge usw.

Es ist traurig, dem Herrn Seelen zuführen zu wollen, wenn man selbst keine gerettete Seele hat.

Die Überwinder stehen vor Gottes Thron - nicht die Überwundenen.

Warum ist ein so totes, lahmes Wesen in der Christenheit? Weil es keine Versammlungen der Heiligen gibt, sondern nur die Leute zusammensitzen und von geistlichen Dingen reden, aber sich selbst mitbringen und noch in ihrem eigenen Wesen sind.

Wenn wir nur dann glücklich sind, wenn wir von anderen geliebt und geachtet werden, wenn wir noch nicht so stehen, daß es uns am wohlsten ist, wenn wir von anderen nicht beachtet werden, - dann stehen wir noch nicht recht.

Wer noch Bedenklichkeiten hat, was andere von ihm halten, von ihm reden, der sage nur nicht, daß er ein Nachfolger Jesu sei.

Das ist der rechte Anstand, die rechte Freiheit, wenn wir nichts tun, wobei wir nicht unsern Heiland zum Zeugen haben dürften.

Für einen Beter, der nach dem Gebet wieder Unnützes schwatzt oder scherzt, wollte ich nicht die Hand umdrehen.

Bekehrung und Phantasie-Umkehrung sind zweierlei.

Es gibt so viele Hausfrauen, die tränken ihre Blumen und vertändeln alle Tage einige Stunden damit. Es wäre wahrlich besser, sie würden die Seelen ihrer Kinder und Dienstboten tränken; aber die lassen sie verdursten.

Nichts kommt mir lächerlicher vor, als wenn Gläubige sich nicht schelten lassen wollen, es nicht leiden können, daß man sie schwarz macht.

Wer einen Widerspruchsgeist hat, der hat gewiß Gottes Geist nicht.

In die Versammlung laufen - und den alten Menschen behalten, das gibt die erbärmlichsten Leute.

Auf der Himmelsstraße gilt nur das Kommando "Vorwärts!"

Beim Kollektieren kommt's oft viel darauf an, daß der erste viel verschreibt, dann müssen die andern ehrenhalber nach.

Solange das Gift der Empfindlichkeit in uns ist, kann der Treiber immer wieder in uns kommen und uns zu Boden werfen. Nur in einem Herzen, das von allem Eigenen entleert ist, kann er nicht mehr wohnen; denn Christus und Belial wohnen nicht beieinander.

Tote, entschlafene Leute sind wir, wenn uns das Heil der Seelen nicht Tag und Nacht auf dem Herzen liegt.

Wer empfindlich ist, der ist krank; denn wenn man ein krankes Glied hat, so ist man empfindlich daran.

Wann haben die Tage unseres Leidens ein Ende? An dem Tage, wo wir keinen eigenen Willen mehr haben.

Die Frömmigkeit, wo man die Bösen haßt, anstatt nur das Böse an ihnen, gefällt dem Teufel besser als Theaterspiel.

Wenn ich viele Worte rede, die nicht Geist und Leben sind, so diene ich dem Teufel.

Ist's denn ein Wunder, daß man keinen Frieden bekommt, wenn man nicht überwinden lernt?

Beten wir, der Herr möge uns vom Ehrgeiz befreien, so sendet Er uns gewiß eine Demütigung. Gefällt uns aber die nicht, so halten wir Ihn ab, uns vom Ehrgeiz zu befreien, und unser Gebet war nur ein heuchlerisches.

Wer noch Gegenliebe will, selbst für die edelste Tat, der hat keinen bleibenden Frieden; denn er ist nie sicher, daß der Feind Seelen erweckt, die ihm seine Liebe mit Undank vergelten, und dann ist sein Friede weg.

Solange wir noch hinter den Stockzähnen lachen, wenn man uns rühmt, so ist kein Funke Gutes im Herzen.

Prüfet euch, ob ihr einem, der euch zuwider ist, die allerniedrigsten Dienste tun könnt.

Glaube niemand, daß er demütig sei, wenn er noch beleidigt wird.

Das sind Teufelsgaben, wo du ein Zehnrappenstück so gibst, daß andere meinen, es sei ein Zehnfrankenstück. Wenn du eine Gabe nicht dem Heiland gibst, so laß es lieber bleiben.

Wer den Wolf und Bären im Herzen überwunden hat, der hat nicht Tage in der Woche, wo er mürrisch ist.

Kein Gesicht ist dunkel, das aus dem Fels des Lebens trinkt.

Solange wir den Schaden anblicken, wird dieser immer größer.

Es gibt Leute, die es gern hören, wenn man von ihnen sagt, sie seien listig. Allein es heißt, die Schlange sei listig gewesen, das ist der Satansgeist.

Beim Schmelzen des Goldes ist die Arbeit am Ende, wenn das Gold so rein ist, daß der Schmelzer sein Bild ganz deutlich erkennt. So kann der Heiland die Schmelzarbeit erst dann einstellen, wenn er Sein Bild in der Seele sieht.

Viele unserer Gläubigen sind gern Gnadenschwätzer; aber Heilige wollen sie nicht sein, weil sie dann alle ihre Liebesneigungen hergeben müßten.

Wenn man wüßte, wie selig es ist zu überwinden, so würde niemand diesem entfliehen wollen.

Wenn der Heiland einkehren kann in einem Herzen, so werden die schwachen Nerven wohl stark. Daß die Nerven oft aufgeregt werden, kommt meistens vom alten Menschen her.

Es gibt Leute, die jammern und klagen, sie seien verdammt, - sind aber ganz still, wenn man ihnen alles nach dem Willen tut. Sie poltern nur, wenn man ihnen etwas gegen den Willen tut. Das sind eigensinnige Köpfe.

Die Welt ist nicht schuld, daß sie nicht bekehrt ist, sondern die sogenannten Gläubigen, die keinen Glauben haben, der die Welt überwindet.

Die frommen, stolzen Heiligen sind die elendesten Möbel, die taugen zu gar nichts.

Die gewöhnlichste Ursache der Schwermut ist die, daß man sich nicht völlig von der Sünde losmacht, immer betet, aber die Sünde nicht ganz ablegt, sich nicht vernichten läßt und doch fromm scheint.

Warum wollen wir doch immer anerkannt sein, während der Heiland so furchtbar verkannt wurde?

Wer Verheißungen will, der muß auch den Weg der Verleugnung gehen.

Die Herzen sollen nicht nur Visitenstuben sein, wo der Herr bisweilen hinkommt; sie müssen Wohnstuben sein, darinnen Er stets wohnt.

Viele beten, der Herr möge sie doch zu Pfeilern machen oder zu Werkzeugen. Betet doch zuerst, daß ihr eine Null werdet.

Die Pfingstkinder werden von Gott getrieben, die anderen treiben sich selbst.

Nur der Glaube ist lebendig, der der Kraft des Blutes Jesu alles zutraut.

In frommen Visiten trifft man sehr viel Müßiggang.

Im Alten Bund glänzte Moses Angesicht vom Umgang mit Gott. Sollen wir im Neuen Bund denn noch finstere Gesichter machen? Nein! Wir sollen herrlich werden. Auf unseren Angesichtern soll man sehen, daß wir einen lebendigen Heiland haben.

Die Macht des Gebets ist die wahre Kunst der Kindererziehung.

Das sind die rechten Christen, die nicht nur die Wassertaufe, sondern auch die Feuertaufe des Geistes empfangen haben.

Mit einer neuen Zunge verleumdet man niemand; man klagt auch nicht, weder über Menschen noch über Schmerzen.

Die Sündenberge im Herzen sollen abgetragen und in ein Demutstal umgewandelt werden.

Eine Münze trägt das Bild dessen, der sie schlagen läßt und dem sie angehört. Gehören wir Jesus an, so müssen wir Sein Bild tragen, sonst sind wir Falschmünzer.

Das sind ungeschickte Bettler, die am Samstagabend mit leeren Taschen heimgehen. Habt ihr am Ende der Woche recht viel erbettelt vom Gnadenthron?

Die Leiden Jesu machen herrlich, die Leiden der Sünde machen Schmerzen.

Tränen, wegen Unrecht, Ungerechtigkeit oder Verfolgung geweint, sind Teufelstränen; sie machen Kopfweh und blöde (trübe) Augen. Die Tränen um Seelen sind Liebestränen; sie machen helle Augen.

Wenn wir rechte Lammesnaturen sind, können uns die Wölfe nichts anhaben; Der in uns ist, ist stärker als der Starke.

Die ohne Christus sind, gleichen den Trunkenen.

Es ist viel schlimmer, wenn die Frommen von unnützen Dingen reden und von den Fehlern anderer, als wenn Weltleute ins Theater gehen.

Wenn die Frommen zusammenkommen, sollten sie nur von dem reden, was Gott an ihnen getan hat, und miteinander einstehen für die Seelen.

Wenn wir nicht nach der Bibel leben, haben die Ungläubigen recht, wenn sie sagen, in der Bibel seien Märchen; denn an uns sollen sie sehen, daß die Schrift Wahrheit ist, daß Gott der gleiche Gott ist, der sich auch an uns bezeugt wie an den alten Vätern.

Die Menschen sind so erfinderisch, daß sie in allem überwinden um zeitliche Güter. Warum denn nicht um das ewige, höchste Gut?

Viele falsche Fromme haben mehr Götzen als die Heiden.

Wir müssen leere Gefäße sein, daß Gott uns füllen kann mit Ihm selber.

Die Gnaden-Aussteuer des Heiligen Geistes ist die beste. Der Schmuck allein soll uns zieren, daß der Herr allezeit aus unseren Augen leuchtet.

Wenn die Bibel die Weltherrlichkeit enthielte, könntet ihr sie alle auswendig; da wüßten sie zehnjährige Kinder schon.

Ganz glücklich ist man nur, wenn man von allem ganz los ist, wenn man an gar nichts mehr hängt.

Seele, wenn die Liebe nicht in dir wohnt, die dich antreibt, anderen Seelen zu helfen, daß sie auch aus dem Sumpf der Sünde herausgerissen werden, so taugt dein Christentum nichts. Wenn du etwas siehst an deinem Nebenmenschen, was nicht recht ist, so gehe damit zum Herrn und sag's Ihm, wie wenn du es selber getan hättest. Das wäre viel besser, als zu andern zu gehen und es vorher auszuklatschen. Bis du darüber geklatscht hast, hättest du schon darum den Herrn gebeten.

Die beste Bergluft ist die, die vom Kreuze auf dem Hügel Golgatha herweht.

Die Welt müssen wir nicht anders anschauen als eine Erziehungsschule für den Himmel.

Es hilft einem Dieb ganz und gar nichts, wenn er zwanzig Jahre jammert und klagt, daß er gestohlen hat. "Nicht mehr stehlen", das ist die Buße, die ihm hilft. Einem Unreinen nützt es auch nicht, wenn er klagt, sondern wenn er einen Ekel bekommt und sich nicht mehr verunreinigt. Die Sünde erkennen, bekennen und lassen, das ist die wahre Buße.

Nebst dem Geist der Liebe muß man noch ausgerüstet sein mit der Lammesnatur, die sich durch keine Ungerechtigkeiten aufregen läßt. Wir sollten uns schämen, Jesu Brüder und Schwestern zu heißen, wenn wir uns nicht vergessen können für die andern.

Erst muß man eine Null werden, dann kann der Herr uns brauchen.

Zu unserer Erziehung ist notwendig, daß andere uns vorgezogen werden.

Ich habe schon fromme Haushaltungen gesehen, die nur dann den Frieden halten können, wenn keins dem anderen die Wahrheit sagt. Wenn eins in seinen Nerven erschüttert wird, so müssen andere schuld sein, während doch der alte Mensch schuld ist.

Werdet Staub, - und Staub wird nicht verletzt.

Der göttliche Adel ist Knecht aller Knechte; der stellt sich unter den Judas, braucht keine Dienerschaft.

Der Spott um des Heilands willen sollte die größte Freude für uns sein, denn Christus liebte seine Hasser unendlich. Die rechte Feindesliebe ist das einzige, was die Seele ganz beglücken kann. Wo die Feindesliebe ist, da kann es dem Feind nicht gelingen, uns den Frieden zu stören.

Eine Zärtlichkeit mit sich selbst stimmt nicht mit der wahren Nachfolge überein.

Nichts ist in meinen Augen schändlicher, als wenn ein Weib den Mann regiert und meistert. Ist das Weib gescheiter als der Mann, so muß sie sich so verhalten, daß es niemand merkt.

Wer noch nicht so weit ist, daß er über jedes unnütze Wort gezüchtigt wird, der ist noch nicht auf dem rechten Weg.

Wer noch an eine einzige Sünde gebunden ist, der ist noch in der Gefangenschaft. Die Frommen unserer Tage reden dagegen nur von Schwachheit, und die soll ihnen zur Demütigung gesandt sein.

Wer es für seine Pflicht hält zu beten, der ist ein armer Tropf. Wen aber die Liebe Christi zum Beten treibt, der weiß, was beten heißt.

Wenn wir sagen, wir seien verdammungswürdige Sünder, sind aber dann, wenn Gott uns schlägt, unzufrieden, so sind wir Heuchler.

Alle wahren Kinder Gottes werden durch jede Not nur noch mehr mit dem Heiland verbunden, sie werden nicht zu Boden gedrückt.

Glauben und nicht schauen

ist hier unser Los,
ganz dem Worte trauen,
das macht kindlich groß.
Wenn Gott nur dein Vater,
Christus Bruder ist,
kannst du ruhig werden,
wenn's auch finster ist.
Blick auf Gottes Auge,
hin auf Gottes Lamm,
das für dich gebüßet
hat am Kreuzesstamm.

Dorothea Trudell