Ein Überrest von Juda in Deutschland

(Teil Eins)

Um den Schauplatz zu bestimmen, beginnen wir zunächst mit zwei wohl¬bekannten Versen aus dem Buch AMOS Kapitel 9, Verse 8-9:

„Siehe, die Augen Gottes des Herrn HERRN sehen auf das sündige Königreich, daß ich’s vom Erd¬boden vertilge; wiewohl ich das Haus Jakob nicht ganz und gar vertilgen will, spricht der HERR. Denn siehe, ich will befehlen und das Haus Israel unter allen Heiden sichten lassen, gleichwie man mit einem Sieb sichtet, und kein Körnlein soll auf die Erde fallen.“

In Bezug auf das Königreich ist dieses Thema in unseren Kreisen eher ungewöhnlich und ich habe diese Botschaft „Ein Überrest von Juda offenbart in Deutschland“ genannt. Vor ein paar Wochen schrieb ich über die Vereinigung der beiden Kronen (England und Schottland; Anm. d. Übers.) und zeigte, wie Jakob VI. von Schottland zu Jakob I. von England wurde. Dies, zusammen mit meinem kürzlichen Besuch in Hannover, brachte mich auf ein Thema, das mich schon seit jeher interessiert hatte, gleichwohl es in Britisch-Israel-Kreisen als sehr umstritten gilt. Es handelt sich um die Frage, ob ein Überrest von Juda in Deutschland zu finden ist.

Erinnern wir uns daran, was die Bibel sagt: Gott sagte, Er würde das Haus Israel wie Korn in einem Sieb sichten, ohne jedoch etwas davon verloren gehen zu lassen. Wir wissen, daß der Großteil des Korns an seinen Bestimmungsort gebracht wurde. Doch wissen wir auch, daß auf Israels Wandering durch Europa hier und da einige Körner liegen geblieben sind – eine Tatache, die wir nicht ignorieren dürfen.

Zum Beginn muß ich jedoch einiges klarstellen. Ich lehre ganz bestimmt nicht, daß alle Deutschen von Juda abstammen. Auch möchte ich in keinster Weise den Eindruck erwecken, daß Deutschland eine israelitische Nation, im Sinne von Großbritannien, Norwegen, Dänemark oder Holland, ist. Dennoch hoffe ich, euch zeigen zu können, daß eine beträchtliche Anzahl aus dem Stamm Juda, auf ihrem Weg zu den Inseln, nördlich und westlich von Palästina, durch Deutschland zog.

Vor den ehemaligen Maultierställen in Hannover mit Pastor Alan CampbellVor den ehemaligen Maultierställen in Hannover mit Pastor Alan Campbell Wir haben immer gelehrt, daß man nur eine Landkarte von Europa zu nehmen und alle Gebiete, welche die Reformation und den protestantischen Glauben angenommen haben, farbig zu markieren braucht, um sehen zu können, wo die überwiegend israelitischen Teile in Europa zu finden sind.

Nach sorgfältigem Einfärben würden vor allem die Britischen Inseln, Holland, Island, Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark und die Schweiz hervorgehoben sein. Allerdings sind hier noch drei problematische Regionen zu berücksichtigen, denn, wie ich zeigen werde, gibt es auch in Deutschland verstreut Israeliten. Ebenso gab es zu einer bestimmten Zeit auch eine beträchtliche Anzahl in Frankreich Damit sind vor allem die Hugenotten gemeint, die den reformierten Glauben angenommen hatten. Von daher können wir heute einen Überrest von Ruben im modernen Frankreich identifizieren. Und schließlich sind da auch noch die Waldenser, welche die Wahrheit der Reformation in Norditalien vertraten und tatsächlich als die vorreformatorischen Zeugen und Israeliten der Alpen bekannt waren. Der Glaube an die Idee, daß Israeliten in Deutschland gefunden werden können, ist nicht neu. Wir lehrten solches bereits in unserer Bewegung vor dem Ersten Weltkrieg. In meiner Bibliothek habe ich Bücher aus dieser Zeit, die von Rev. Douglas, einem Britisch-Israel-Pastor, geschrieben sind. In ihnen wird ein Überrest Judas identifiziert, der durch Deutschland gezogen war.

Doch wissen wir natürlich auch, was passierte, als der Erste und Zweite Weltkrieg ausbrach. Jedes Mal ist die Wahrheit das erste Opfer des Krieges, und es dauerte nicht lange, bis aus den Deutschen die ‚Hunnen‘ wurden. Darüber hinaus führte die Welle der anti-deutschen Stimmung im Jahre 1917 dazu, daß unsere eigene britische königliche Familie ihren Namen ins Haus Windsor ändern mußte. Es ist eine historische Tatsache, daß König Georg V. eine ganze Liste von Namen durchging, bevor der Name Windsor durch einen seiner Ratgeber aufgebracht wurde. Alle Hinweise auf das Haus von Hannover, das Haus von Sachsen-Coburg-Gotha und auch auf den alten deutschen Namen der Welfen (Guelph) wurden vermieden. Alle diese Namen wurden zugunsten des Hauses Windsor fallengelassen. Die Battenberger, ein weiterer Zweig der königlichen Familie, änderten ihren Namen in Mountbatten, eine anglisierte Form des Namens.

Die Lehre, daß das moderne Deutschland Assyrien sei, rückte immer mehr in den Vordergrund und gewann nicht nur während des Zweiten Weltkrieges an Bedeutung, sondern wurde in den Britisch-Israel-Kreisen völlig übernommen. Alle unsere Prediger predigten, daß Deutschland Assyrien sei und kein geringerer als unser Prediger A.I. Ferris schrieb mindestens zwei Bücher, in denen diese Ansicht unterstrichen wurde: „Germany's Doom Foretold“ („Die Vorhersage des deutschen Untergangs“) und „When Russia Bombs Germany“ („Wenn Rußland Deutschland bombardiert“). Die Lehre, daß Deutschland Assyrien ist, wurde bis auf den heutigen Tag von den verschiedenen Zweigen, Spaltungen und Splittergruppen der einstigen ‚Armstrong World Wide Church of God‘ erhalten.

In dieser Studie untersuchen wir einen Teil von Deutschland, Juda und die Verbindungen zum Königshaus. Wir werden uns die Wappen anschauen und – wichtiger noch – die geistigen Verbindungen, die Wanderungen Judas nach Westen sowie das Gift, das Deutschland letztendlich zerstörte und ruinierte.

Bis 1871 war Deutschland niemals eine vereinte Nation gewesen. Dazu kam es erst, als Wilhelm I. von Preußen innerhalb von nur 5 Jahren Dänemark, Österreich und Frankreich eroberte. In den königlichen Gemächern des Schlosses von Versailles in Paris proklamierte er das erste Deutsche Reich. Die Deutschen nennen sich selbst nicht Germanen, wie wir es tun. Der Name Germanen kommt daher, daß die Römer die Völker und umherziehenden Stämme, die sich zur Zeit des Römischen Reiches in Mitteleuropa befanden, Germani nannten. („Germani“ bedeutet „echt“. Es bezieht sich auf die Tatsache, daß sie echte Kelten waren und nicht zu den asiatischen Stämmen, von denen sie nach Westen gedrängt wurden, gehörten.)

Es handelte sich um Jahrhunderte des Aufruhrs. Stämme zogen umher und wanderten die ganze Zeit. Ein Stamm zog durch Mitteleuropa und Deutschland und wollte sich gerade niederlassen, als ein anderer Stamm durch Barbaren aus dem Osten herangetrieben wurde. Sie wanderten, kamen und gingen und zogen durch die Region, die wir heute Mitteleuropa nennen. Wir wissen, daß die verstreuten Israeliten (gemäß Offenbarung 7) „von Gott zum Schutz versiegelt waren“. Die wandernden Stämme zogen durch das Donautal nach Deutschand, nach Holland, nach Skandinavien und letztendlich auf die Britischen Inseln. Mit den Israeliten kamen andere Völker, welche die Israelien begleiteten oder manchmal sogar verfolgten, aus dem Nahen Osten. Nicht alle Deutschen sind gleich. Sie haben nur das gemeinsame Band der Sprache. Ein Bayer hat nur wenig gemeinsam mit einem Preußen, ein Österreicher nicht viel gemeinsam mit einem Hannoveraner, ein Sudete nur wenig Gemeinsamkeit mit anderen usw. Sie sind sehr unterschiedliche Völker, doch sprechen sie alle eine gemeinsame Sprache.

Als Hitler von seinem Dritten Reich sprach, welches alle Deutschen beinhalten würde, benutzte er Rassenbegriffe, doch waren diese völlig inkorrekt. Als er Österreich übernahm, war das einzige, was dieses Volk mit anderen Teilen Deutschlands, z.B. Berlin, Hamburg oder Frankfurt, verband, die deutsche Sprache.

Sprache war das gemeinsame Band, und nicht Rasse oder Volkszugehörigkeit. Ganz sicher existiert ein starkes assyrisches Element im heutigen Deutschland. Ein antikes Manuskript mit dem Titel „Die Österreichische Chronik“, weist darauf hin, daß sich bereits 703 v.Chr. Assyrer in Mitteleuropa befanden und fliehende Israeliten entlang des Donautales verfolgten.

Die Römer behaupteten, daß sie die antike deutsche Stadt Trier gegründet hätten. Doch existiert eine deutsche Überlieferung, die sehr viel glaubwürdiger ist. Ein Gebäude in dieser Stadt wird das Rote Haus genannt. An diesem Haus findet sich eine lateinische Inschrift, die besagt, daß Trier oder Treves mindestens 1300 Jahre vor dem alten Rom gegründet worden war, und dies durch Trebada, einen Sohn der Semiramis, der Mutter/Frau des bösen Nimrod. Sie ist verantwortlich für die Entstehung der babylonischen Mysterienreligion.

Wir haben nicht genug Platz, um das jetzt weiterzuverfolgen. Wenn ihr jedoch 1. MOSE 10:22 aufschlagt, werdet ihr unter den Nachkommen Sems einen Mann namens Assur finden. Assur war der Gründer Assyriens und des alten Ninive, der assyrischen Hauptstadt. Die Westassyrer, welche in der Region lebten, die in biblischen Tagen Kleinasien genannt wurde und die wir heute als die moderne Türkei kennen, waren in der antiken Geschichte als Chatti oder Hatti bekannt. Wenn man einen Blick in die Encyclopaedia Britannica wirft, wird man herausfinden, daß unter den frühesten Einwohnern Deutschlands ein Volk zu finden war, das Chatti oder Hatti genannt wurde, was den assyrischen Anteil ausmacht. Des weiteren nannten sich die antiken assyrischen Könige selbst die Chattizars, die Kaiser der Hatti oder die Könige der Hatti. Es gibt einige linguistische Verbindungen zwischen dem Assyrischen und dem alten Hochdeutsch. Daher sagen wir nicht, daß hier kein assyrischer Einfluß vorliegt. Wir können weder so dogmatisch sein zu sagen, daß ganz Deutschland assyrisch ist, noch daß ganz Deutschland israelitisch ist. Innerhalb der deutschen Bevölkerung existieren verschiedene Elemente.

Es liegen auch gomerische Elemente vor. In HESEKIEL 38 lesen wir von Gomer und all seinen Scharen. Sicherlich gibt es auch Anteile von Gomer in Deutschland, vor allem in den Regionen, wo teutonische Ritter nach Osten zogen und danach trachteten, Länder östlich von Deutschland zu erobern.

Was hat es nun auf sich mit unserer Lehre, daß es deutsche Israeliten gibt? Die ganze Region um Norddeutschland mitsamt dem heutigen Holland und Dänemark war ein „Saatfeld der Rassen“, aus dem Zehntausende von Angeln, Sachsen und Jüten hervorgingen. Diese zogen nach Britannien, als die Römer es verließen. Sie überquerten die Nordsee, besiedelten die Britischen Inseln und verdrängten die ursprünglich britische oder keltische Bevölkerung nach Westen.

Waren diese Menschen Assyrer, die sich in den Booten, mit denen sie die Nordsee überquerten, plötzlich zu Israeliten verwandelten? Nein! Norddeutschland war wie ein großer Kessel voller verstreuter israelitischer Saat. Von dort aus zogen sie nach Britannien, ihrem Bestimmungsort nach der Prophezeiung.

Sogar die Namen Jüten und Jütland sind von Juda abgeleitet. Man kann nicht einfach sagen, daß ganz Deutschland Assyrien oder ganz Deutschland Gomer ist. Was wir heute Deutschland nennen, formierte sich in der Geschichte des Mittelalters bis ins 18. und 19. Jahrhundert hinein. Wenn ihr auf eine historische Landkarte blickt, werdet ihr sehen, daß es ein riesiger Flickenteppich von Fürsten- und Herzogtümern, Grafschaften und kleinen Stadtstaaten war. Einige dieser Stadtstaaten schlossen sich zu dem zusammen, was man die Hanse nannte. Der größte Teil dieses Territoriums lag innerhalb der Grenzen des Heiligen Römischen Reiches, welches von den deutschsprachigen Österreichern vom Haus Habsburg kontrolliert und dominiert wurde.

Doch die Reformation um die Tage Martin Luthers bis 1648, als der Westfälische Friede den Dreißigjährigen Krieg beendete, brachte den Umsturz und zog eine Linie durch ganz Deutschland. Das gesamte Gebiet war völlig verheert. Der Horror, den wir heute im Irak oder in Äthiopien mit Krieg, Blutvergießen, Hungersnöten und Krankheiten erleben, ist nicht schlimmer als der, den man in Deutschland während des Dreißigjährigen Krieges sah. Deutschland war durch seinen religiösen Konflikt zerrissen und das Schlachtfeld der Armeen Europas geworden. Österreicher, Spanier, Schweden, jeder war dreißig Jahre lang in ihn verwickelt. Sie bekriegten sich durch Deutschland hindurch in ganz Mitteleuropa. Das Gebiet war zerstört. Hunderttausende verloren in diesem Konflikt ihr Leben. Die Größe, Stärke und Anzahl des protestantisch reformierten Elements von Israel und Juda wurden in einigen Teilen des Landes radikal verringert.

Außerdem kam es dazu, daß viele Israeliten aus Deutschland vertrieben wurden. Ihre Spur führt westwärts und nach Nordamerika.

Wir werden Deutschland für einen Moment verlassen und uns Juda anschauen. Juda ist der königliche Stamm. Erinnert euch, wie Gott in 1. MOSE 17 zu Abraham sagte: „…Könige werden aus dir kommen.“ Die Verheißung wurde in 1. MOSE 49 vertieft. Aus der Segnung der Stämme lernen wir, daß Juda der königliche oder fürstliche Stamm ist. Wir können die Abstammung unserer eigenen königlichen Familie anhand unserer Wappenembleme des Löwen und anderer heraldischer Symbole über König David bis zu Juda und Abraham zurückverfolgen.

Wir wissen, daß Juda mit Thamar zwei Söhne hatte, Serach und Perez. Die Geschichte, wie Serachs Hand zuerst herauskam und mit einem roten Band umbunden wurde, wird euch bekannt sein. Die rote Hand von Serach/Juda ist die rote Hand von Ulster. Die Serach/Juda-Leute blieben nicht in Palästina. Ein Teil von ihnen wanderte aus. Es werden in Amerika bald neue Bücher herauskommen, die vom Zug dieser Serach/Juda-Leute westwärts direkt ins Mittelmeergebiet und über Sardinien nach Spanien handeln. Sie gaben dem Fluß Ebro zur Ehre von Eber seinen Namen. Sie benannten auch die Stadt Saragossa nach ihrem Vater Serach. Sie kamen von Spanien nach Irland und nannten dieses Land Hibernia. Zudem wissen wir, daß sie später nach Schottland weiterzogen und Robert the Bruce in der Schottischen Unabhängigkeitserklärung vermerkte, wie die Schotten von Juda abstammen.

Mit ziemlicher Sicherheit können wir sagen, daß die Menschen in Nordirland und Schottland hauptsächlich von Serach/Juda abstammen und auch ein Anteil von Dan vorgefunden werden kann. Wir wissen, daß Jeremia die Prinzessin, Zedekias Tochter, nach Ulster brachte, als er aus den brennenden Ruinen Jerusalems über Tachpanches in Ägypten flüchtete. Sie kamen mit einem milesischen Schiff nach Carrickfergus und von dort nach Tara, wo die Prinzessin die Ehe mit Eochaidh, dem Heremon oder hohen König, einging. Unsere königliche Familie entstammt dieser Linie.

Aber was wurde aus den Perez/Judaiten, die in Palästina zurückgeblieben waren und von denen die Linie Davids abstammt? Die Bibel sagt, daß sie zunächst mit den zehn Stämmen Israels in die Verbannung gingen. Es war überhaupt nur ein Überrest, der nach Babylon ging. In 2. KÖNIGE 18:13 heißt es:

„Im vierzehnten Jahr aber des Königs Hiskia (das war der König der David-Linie in Jerusalem von Juda) zog herauf Sanherib, der König von Assyrien, wider alle festen Städte Judas und nahm sie ein.“

Was tatsächlich passierte, war, daß die Assyrer die Einwohner von 46 befestigten Städten in Juda (200000 Judaiten) deportierten, nachdem sie die zehn Stämme Israels besiegt und sie nach Halah und Habor, Städte der Meder an den Flüssen von Gosan, gebracht hatten. Der biblische Bericht wird auch auf dem schwarzen Obelisken von Salamanasser wiedergegeben, der im Britischen Museum in den Assyrischen Galerien zu sehen ist. Man kann feststellen, daß durch dieses assyrische Zeugnis bekräftigt wird, daß außer unseren Vorfahren aus dem zehnstämmigen Israel auch 200000 Judaiten mitkamen.

Diese Menschen wanderten durch die Krim. Sie kamen durch das Land von Arsareth (das heutige Rumänien) die Donau herauf und gelangten durch Deutschland und über Skandinavien nach Großbritannien. Es waren nicht nur das zehnstämmige Israel, sondern auch die Nachkommen von 200000 Judaiten dabei. Deswegen war und ist auch heute noch ein Überrest von Juda in Deutschland vorhanden, nämlich diejenigen, die nicht weiter nach Westen zogen. Nicht jeder Sachse und nicht jeder Jüte verließ Deutschland, um auf die Inseln zu kommen.

Vielleicht ist solches revolutionär in einigen Königreich-Kreisen, aber vergeßt nicht, daß Gott durch Amos sprach, und Er sagte: „Ich will Israel sichten lassen, und nicht das kleinste Körnlein soll auf die Erde fallen.“ Sie werden früher oder später alle gefunden werden.

Königliche Verbindungen

Laßt uns nun die königlichen Verbindungen betrachten: „Könige sollen aus deinen Lenden kommen“. Juda war der königliche Stamm. Als ich Braunschweig besuchte, sah ich eine Anzahl historischer Gebäude und Statuen, die mit einem deutschen König, Heinrich dem Löwen, zu tun hatten, welcher der Herzog von Sachsen gewesen war. Sein Familienname war „Welfe“, und er regierte um 1139 n.Chr. Er nahm Prinzessin Mathilde von England zur Frau, welche die Tochter von König Heinrich II. war. Sie war in der Geschichte letztlich als Kaiserin Maud bekannt.

Die Linie der Nachkommen von Heinrich dem Löwen und der Kaiserin Maud führt uns zu Ernst August von Hannover, dem Vater unseres Königs Georg I. Georg I. hatte nicht nur durch seine Abstammung vom Hause Stuart einen Erbanspruch auf den Thron Davids, sondern er konnte auch geradewegs zurück auf die normannische Linie schauen und seine Abstammung bis zu den Plantagenet-Königen und normannischen Königen zurückverfolgen.

König Jakob I. und VI. kam aus Schottland, um die Krone Englands zu beanspruchen. Er hatte eine Tochter Elizabeth, Prinzessin von England. Sie heiratete einen jungen deutschen Prinzen, den Kurfürsten von der Pfalz, Friedrich V. Er wurde von den Protestanten zum König von Böhmen gewählt. Böhmen war ein Teil des heutigen Tschechiens. Sobald er gekrönt wurde, entschieden die Römische Kirche und das Heilige Römische Reich, daß ein protestantischer Prinz nicht allzu lange auf dem Thron sitzen sollte. Im Jahre 1618 begann dort einer der bösesten Religionskriege der europäischen Geschichte, nämlich der Dreißigjährige Krieg zwischen den protestantischen und katholischen Parteien in Europa. Die erste Runde ging an die Römischen Katholiken, die den jungen König vollkommen in die Flucht schlugen. Als er 1618 in der Schlacht am Weißen Berge besiegt wurde, floh er in sein Heimatland und nahm seine Braut mit sich, die in der Geschichte als die Winterkönigin bekannt wurde.

Sie verbrachte ihre späteren Jahre im Exil in Holland. Das war der Beginn des Dreißigjährigen Krieges gewesen.

Ernst August, Kurfürst von Hannover (1629–1698)Ernst August, Kurfürst von Hannover (1629–1698) Das junge Paar hatte eine Tochter namens Sophia. Sie heiratete Ernst August, Prinz oder Kurfürst von Hannover. Wilhelm von Oranien entfernte die Stuarts vom britischen Thron. Er und seine Frau Maria, die Tochter von Jakob II., starben kinderlos. Sie wurden von Marias Schwester Anne beerbt, die eine Vielzahl von Kindern hatte, von denen allerdings keines das Erwachsenenalter erreichte. Deshalb stand Britannien vor der Wahl – würden die katholischen Stuarts auf den Thron zurückkehren, oder würde jemand einen Protestanten mit Anspruch auf den Thron finden? Die Tochter und der Enkel der Winterkönigin, Sophia und ihr Sohn Georg, der Kurfürst von Hannover, waren die protestantischen Erben.

Durch die ‚Bill of Rights‘ (englische Freiheitsurkunde) und das Revolutionsabkommen wurde die protestantische Erbfolge gesichert. Sie mußte von Anne auf das Haus Hannover übergehen, es sei denn, die Stuarts kehrten zum reformierten Glauben zurück.

Ich weiß nicht, wo man die ‚Bill of Rights‘ finden würde, wenn man sie in Großbritannien suchte. Es brauchte allerdings nicht lange, bis ich sie in Deutschland fand. An einem Samstagmorgen wurde ich in ein großes Museum im Zentrum von Hannover geführt. Dort fand ich neben vielen anderen Objekten, die das Interesse von Königreichs-Gläubigen wie uns erregen würden, unter einer Glasabdeckung die ‚Bill of Rights‘, genauso, wie sie von Britannien nach Hannover gebracht worden war. Sie war da zum Zweck, den Hannoveranern zu zeigen, daß die Krone ihnen gehörte, wenn sie den reformierten Glauben aufrechterhielten. Es ist schwer zu glauben, daß diese ganzen Leute Assyrer gewesen sein sollten. Wir wissen natürlich, daß sie es nicht waren, sondern ein Überrest von Juda, welcher in Deutschland offenbar worden war.

Sophia starb ein paar Monate vor Anne, und ihr Sohn Georg übernahm den Thron als Georg I. Er war als der „Deutsche Georg“ bekannt, weil er kein Wort englisch sprechen konnte und er bemühte sich auch nie darum, es zu erlernen. Während er von 1714 bis 1727 regierte, sprach er weiterhin deutsch und reiste häufig nach Hannover. Sein einziger Anspruch auf den Thron war, daß er tatsächlich der einzige Protestant in der Abstammungslinie war.

So hatte Britannien eine hannoveranische Monarchie. Auf Georg I. folgte sein Sohn Georg II. Dieser war der letzte englische König, welcher seine Armeen selbst in die Schlacht führte. Er schlug alle seine Schlachten in den 40er Jahren des 18. Jahrhunderts auf dem europäischen Kontinent. Die Königin Georgs II. war eine Deutsche, nämlich Caroline von Ansbach. Ein Enkel, der Georg II. als Georg III. nachfolgte, hatte ebenfalls eine deutsche Königin, Charlotte von Mecklenburg-Strelitz.

Wappen des Königreichs Hannover (1814)Wappen des Königreichs Hannover (1814) Während der Zeit des amerikanischen Revolutionskrieges oder Unabhängigkeitskrieges kämpften nicht nur König Georgs Rotjacken, seine britischen Soldaten, gegen die rebellierenden Amerikaner, sondern auch seine hannoverschen und hessischen Soldaten, Deutsche, die nach Amerika hinübergingen, um dort zu kämpften. Weiterhin kämpften in den Napoleonischen Kriegen die hannoveranischen und hessischen deutschen Soldaten des britischen Monarchen mit Wellington in der Schlacht von Waterloo. Es gibt eine große Säule, ähnlich der Nelsonsäule, welche die Bombardements in Hannover überstand. Sie ist ein Kriegsdenkmal, welches aller deutschen Soldaten gedenkt, die für die britische Krone in der Schlacht von Waterloo gegen die Franzosen kämpften und starben.

Georg IV., vorher Prinzregent, bestieg den Thron von England. Seine Königin war Karoline von Braunschweig. Er besuchte Hannover, und dort im Museum steht die goldene Kutsche, die er auf seinem Besuch benutzte, ähnlich derjenigen, die unsere Königin zur Eröffnung des Parlaments benutzt.

Als Georg IV. starb, wurde sein Nachfolger sein Bruder Wilhelm IV., bekannt als der „Seglerkönig“. Er hatte eine deutsche Braut, Adelheid von Sachsen-Meiningen. Die große Stadt Adelaide in Australien wurde zu ihrer Ehre so genannt. Als Wilhelm IV. starb, folgte ihm Königin Viktoria. Der vor Wilhelm IV. verstorbene Vater von Königin Viktoria war Wilhelms IV. Bruder Edward, Herzog von Kent. Dieser war mit Louisa Viktoria von Sachsen-Coburg, einer weiteren Deutschen, verheiratet. Der einzige Grund, weshalb Königin Viktoria nicht auch über Hannover herrschte, war ein Gesetz, demzufolge keine Frau die Krone dort erben durfte. So erhielt ihr Onkel Ernst, der Herzog von Cumberland, das Königreich oder den Titel König von Hannover. Aber bis zu Königin Viktoria waren Hannover und Britannien vereinigt. Das war von 1714 bis 1837. Vereinigt durch eine Monarchie, herrschte derselbe König über beide Königshäuser. Königin Viktoria hatte Prinz Albert zum Ehemann, einen Deutschen von Sachsen-Coburg-Gotha.

Wird von uns erwartet zu glauben, daß alle diese Könige deutscher Abstammung und alle Königin-Gemahlen sowie Prinz Albert Assyrer waren? Dem ist sicher nicht so.

Die Erblinie war nicht unterbrochen. Sie stammten alle vom königlichen Juda ab. Die königliche Linie zeigt uns deutlich einen Überrest von Juda in Deutschland. Königin Viktorias eigene große Familie heiratete in die Königshäuser von Deutschland und Europa ein, so daß sie als die Großmutter von Europa bekannt wurde. Ihre Tochter Viktoria, königliche Prinzessin von England, wurde die Mutter des deutschen Kaisers. Die Enkelin von Königin Viktoria, Prinzessin Alexandra von Hessen, heiratete den russischen Herrscher und war die letzte Zarin. Sie wurde von den Bolschewiken im Jahre 1917 ermordet. Königin Marie von Rumänien und Königin Maud von Norwegen waren alle Enkelinnen von Königin Viktoria.

Die königliche Familie Griechenlands ist eigentlich überhaupt nicht griechisch. Sie kommen aus Dänemark. Der erste König von Griechenland, Georg I., war ein Bruder von Königin Alexandra, der Frau unseres Edward VII. Prinz Philip, der Ehemann unserer eigenen Königin, ist von deutscher/dänischer Herkunft. Die geliebte Königin Mary von König Georg V. war die Prinzessin Maria von Teck, die Enkelin von Georg III. Sie starb 1953. Sie hatte ihr ganzes Leben hier gelebt und sprach immer noch mit deutschem Akzent, weil ihr Vater ein niederer deutscher Prinz gewesen war. Alle diese königlichen Persönlichkeiten offenbaren uns einen Überrest von Juda, den man in Deutschland finden kann.

(Teil Zwei)

Im ersten Teil dieser zweiteiligen Studie behandelten wir die Geschichte Deutschlands und die des Volkes von Juda, dazu die verschiedenen Gruppen von Juda, als sie über Spanien nach Irland und Schottland auswanderten. Andere kamen herüber nach Norddeutschland. Wir schauten uns die königliche Linie an und erkannten, daß die britische Monarchie tatsächlich von Juda abstammt, auch wenn viele Leute sagen, sie sei deutsch. Wir verfolgten die königliche Abstammungslinie. Wir sahen die Verbindung zwischen dem deutschen und britischen Volk.

Zur Wiederholung: Amos Kapitel 9: „Denn siehe, ich will befehlen und das Haus Israel unter allen Heiden sichten lassen, gleichwie man mit einem Sieb sichtet, und nicht das kleinste Körnlein soll auf die Erde fallen“ (AMOS 9:9).

Wir behaupten nicht, daß Deutschland eine israelitische Nation ist, noch daß ganz Deutschland Juda entspricht. Wir sagen, daß ein judaitischer Teil in Deutschland vorhanden ist. Wir stellten fest, daß es außerdem einen assyrischen Teil gibt, der seine Abstammung auf Assur zurückführt. Weiterhin gibt es eine gomerische Gruppe. Alle drei Anteile sind in Deutschland vorhanden.

Wir glauben, daß einer der Beweise für ihre Identität in der Heraldik gefunden werden kann. Die Wappen der Nationen identifizieren sie entweder als israelitisch oder zeigen, daß sie von anderer Herkunft sind. Wenn wir uns die Wappen der Gebiete in Deutschland ansehen, von denen wir annehmen, daß Israel sie durchquert, eine Weile in ihnen gesiedelt und einen starken Einfluß auf sie hinterlassen hatte, finden wir, daß die königlichen Wappen dieselben wie unsere oder ihnen ähnlich sind, und daß vorwiegend die königlichen Wappen Judas vorkommen.

Königlicher Standard des Coat-of-Arms von HanoverKöniglicher Standard des Coat-of-Arms von Hanover Im Königswappen von Hannover finden wir dieselbe Heraldik wie in unserem königlich-britischen Wappen, nämlich den roten schottischen aufrechtgehenden Löwen auf goldenem Grund mit den drei goldenen schreitenden Löwen von England auf rotem Grund sowie die Harfe von Irland auf blauem Grund.

In der Mitte befindet sich ein blauer Löwe, zwei weitere schreitende Löwen, ein weißes Pferd und eine Krone. Wenn man nicht wüßte, daß es sich hierbei um das Wappen Hannovers handelt, könnte man vielleicht annehmen, es stammte aus Großbritannien, Südafrika, Kanada oder Australien.

Der Löwe und das Einhorn umrahmen das Wappen von Hannover wie bei unserer eigenen königlichen Standarte. Die Heraldik ist unverkennbar. Der britische Wappenschild, die Krone Davids, die Harfe von Irland, der rote Löwe Schottlands, die goldenen Löwen Englands und das weiße Pferd von Hannover sind allesamt wichtig.

In W.H. Bennets Buch „The Symbols of Our Celto-Saxon Heritage“ („Die Symbole unseres keltisch-sächsischen Erbes”) lesen wir, daß das Pferd ein sekundäres Emblem des Stammes Dan ist. Das Pferd taucht in der Heraldik Hannovers auf und war auch das Zeichen von Brutus und den Trojanern. Wir wissen, daß die Trojaner von israelitischer Herkunft waren. Eine Ausgabe von „The Covenant Voice“ von vor ein paar Monaten beschreibt die Herkunft der Trojaner und auch, daß das weiße Pferd ihr Zeichen war.

Auch wurde im ersten Teil erwähnt, daß die beiden ersten sächsischen Stammesfürsten Embleme mitführten, die Hengist und Horsa bezeichnet wurden (beide Namen bedeuten „Pferd“), als die Sachsen Deutschland verließen, auf die britischen Inseln kamen und diese besiedelten. Ihr Wappen war das weiße Pferd. Das weiße Pferd findet sich auch auf dem Wappen von Kent.

Wir lesen im Buch der OFFENBARUNG 19:11-13: „Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß Treu und Wahrhaftig, und er richtet und streitet mit Gerechtigkeit. Seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen; und er hatte einen Namen geschrieben, den niemand wußte denn er selbst. Und er war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heißt: Das Wort Gottes".

Das weiße Pferd wird in Verbindung gebracht mit unserem kommenden Herrn und Retter Jesus Christus. Gekrönt mit vielen Kronen wird dieser bald auf die Erde zurückkehren, um Sein versprochenes Königreich zu errichten.

In 1. MOSE 49:8-9 heißt es in den Segnungen über Juda: „Juda, du bist's; dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen. Juda ist ein junger Löwe. Du bist hoch gekommen, mein Sohn, durch große Siege. Er ist niedergekniet und hat sich gelagert wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer will sich wider ihn auflehnen?“

Der Löwe ist das Symbol Judas. Das weiße Pferd wird mit dem Stamm Dan und symbolisch auch mit dem Kommen Christi in Verbindung gebracht. Es findet sich auf vielen Wappen von Sachsen und Hannover. Hier haben wir die Wappenembleme, die den Überrest Judas, offenbart in Deutschland, darstellen.

Diese Wappensymbole können überall in Hannover gefunden werden, obwohl die Stadt im Zweiten Weltkrieg schwer bombardiert und zerstört worden war. Als ich dort war, wurde ich zu einem historischen Rundgang mitgenommen. Überall in der Stadt ist auf Toren, Torbögen und Gebäuden das Wappen mit Löwe, Einhorn und den anderen Elementen unseres königlichen Wappens zu sehen. Sogar Hitler hatte sie nie entfernt. Auch heute noch ziert in Hannover das königliche Wappen das Parlamentsgebäude der Landesregierung von Niedersachsen.

Wenn Juda in der Heraldik mit dem Löwen symbolisiert wird, warum haben die Deutschen dann den doppelköpfigen Adler als Symbol? Dieser befand sich auf dem Kaiserbanner und stand für das Haus Hohenzollern. Er wurde auch mit dem Dritten Reich in Verbindung gebracht.

So wie das Symbol Judas der Löwe ist, ist das Symbol Assyriens der doppelköpfige Adler. Er symbolisiert die Teilung Deutschlands. Doppelköpfige Adler werden mit Völkern assyrischer Herkunft assoziiert. Und trotzdem sind dort auch die Löwen, die den judaitischen Bevölkerungsanteil symbolisieren.

Das Wappen von Baden-Württemberg Das Wappen von Baden-Württemberg In Baden-Württemberg zeigt das Wappen als Hauptemblem drei schwarze Löwen auf goldenem Grund sowie sechs kleinere Schilder für die sechs Bundeslandbezirke. Württemberg selbst hat einen weiteren, aufrechtgehenden goldenen Löwen auf schwarzem Grund für das Haus von Juda.

Das heutige Wappen von Bayern (das kein vorwiegend israelitischer Teil Deutschlands ist) enthält die beiden goldenen Löwen der Pfalz. Bayern schließt das Gebiet, das einst Pfalz ge-nannt wurde, mit ein. Das Gebiet der Pfalz gehörte dem Gemahl der „Winterkönigin“, Elizabeth Stuart, von der wir im ersten Teil gelesen haben.

Das Stadtwappen von Bremen zeigt zwei goldene Löwen. Das Landeswappen von Bremen hat einen Löwen mit einem Helm, der einen Schlüssel in seiner Hand hält. Könnte dieser, wie in der Offenbarung erwähnt, der Schlüssel von David in der Philadelphia-Kirche sein?

Das große, alte Fürstentum Hessen hat das Symbol eines blauen Löwen. Er ist gekrönt und trägt oder zieht ein Schwert. Was kommt aus dem Munde des Löwen von Juda, des siegenden König Jesus hervor? Ein zweischneidiges Schwert, das Wort Gottes. Die Heraldik zeigt alles.

In Hamburg zeigt das Wappen zwei goldene Löwen, die eine Burg auf einem weißen Schild halten. In Westfalen ist das Emblem ein weißes Pferd und in Mecklenburg ein Bullenkopf. Der Bulle ist das Symbol der Angeln, so wie das weiße Pferd das der Sachsen ist.

Die Wappen all dieser Völker beweisen deren israelitische Identität. Obwohl der israelitisch-judaitische Anteil in Deutschland ausgedünnt ist und sehr stark abgenommen hat, gibt es immer noch einen Überrest in der heutigen Bevölkerung.

Geistige Zusammenhänge

Wir werden uns nun ein paar geistige Zusammenhänge ansehen. Eine Frage, die viele Königreichs-Anhänger versuchen zu vermeiden, weil sie strittig ist, ist die, ob alle Deutschen Assyrer sind.

Wer könnte die Anwesenheit Judas in Deutschland überhaupt verneinen mit dem Wissen, daß Deutschland das Land der protestantischen Reformation war? Wer unter unseren Israeliten – Prediger oder Schreiber – ist so kühn, aufzustehen und zu behaupten, Martin Luther, Melanchthon oder irgendein anderer der großen Reformatoren aus Deutschland wäre ein Assyrer? Diese Lutheraner zerbrachen die Ketten Roms. – Wer würde es wagen zu behaupten, daß sie Assyrer wären? Gott offenbart Israel Seine Wahrheit. Diese Menschen waren von echter israelitischer Herkunft.

Wir kennen unseren John Wycliff. Wir wissen, daß er die Bibel ins Englische übersetzte und die Macht Roms gegen Ende des 14. Jahrhunderts erschütterte. Deswegen wurde er schon vor der eigentlichen Zeit der Morgenstern der Reformation genannt. Wir wissen wohl von den Zeugen der Vor-Reformation – den Waldensern, den Alpen-Israeliten in Italien, und auch Jan Hus und Hieronymus von Prag.

Als die Zeugen der biblischen Prophezeiung 1517 in der Person Martin Luthers aufstanden und er die Thesen an die Kirchentür in Wittenberg nagelte, wo geschah das? Es passierte in Deutschland. Warum passierte es in Deutschland? Wie starben diese Zeugen und standen wieder auf? Lies in OFFENBARUNG 11:7-11:

„Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt [und wir wissen, daß dies das Papsttum ist], mit ihnen Krieg führen und sie über-winden und sie töten. Und ihre Leichname werden auf der Gasse der großen Stadt liegen, welche im geistlichen Sinne Sodom und Ägypten heißt, wo auch ihr Herr gekreuzigt war. Und viele von den Völkern und Stämmen und Zungen und Nationen werden ihre Leichname sehen drei Tage lang und einen halben und werden ihre Leichname nicht in ein Grab legen lassen. Und die auf Erden wohnen [das ist die römische Erde oder Europa], werden sich über sie freuen und frohlocken und werden einander Geschenke schicken, weil diese zwei Propheten die Bewohner der Erde gepeinigt hatten. Und nach den drei Tagen und einem halben kam der Geist des Lebens aus Gott in sie, und sie traten auf ihre Füße, und eine große Furcht überfiel die, welche sie sahen.“

Die Zeugen waren natürlich Gottes wahres Israel und Gottes wahre Kirche. Im Mai 1514 verschickte der römische Papst einen Brief überall hin nach Rom, Europa und was sie die Christenheit nannten. Er sagte, daß wenn irgendjemand eine Meinungsverschiedenheit mit Rom hätte oder nicht mit dem übereinstimmte, was die römisch-katholische Kirche lehrte, er zur Lateranbasilika nach Rom kommen sollte, um dort vorzusprechen.

Sie wußten, daß niemand kommen würde, weil der Papst vorher Hieronymus von Prag und anderen freies Geleit versprochen, sie dann aber verbrannt hatte. Also ging niemand, weder Hussiten noch Waldenser noch Albigenser – niemand erschien. Und der Papst in Rom hatte eine große Feier. Man sagte: Die Zeugen sind tot! Niemand widerspricht mehr. Damit ist offiziell, daß uns niemand mehr widersteht. Für dreieinhalb Jahre (das sind in der Prophezeiung dreieinhalb Tage) hatte Rom die Oberherrschaft.

Dann auf den Tag genau dreieinhalb Jahre später in Wittenberg in Deutschland nagelte ein kleiner sächsischer Mönch namens Martin Luther am 31. Oktober, dem Reformationstag, ein Pergament an die Kirchentür, und die protestantische Reformation war im Gange!

Sogar der Papst sagte, daß die alten Zeugen Hus und Hieronymus in der Person des Martin Luther wieder lebendig geworden waren. Wo hatte die Arbeit der Reformation begonnen? Sie begann in Deutschland. Wie können wir alle diese Leute als Assyrer bezeichnen? Gott hätte die Assyrer nur in den Vorhof gelassen. Aber nein! Gott begann das Erwachen hier.

Einmal fragte mich jemand: „Warum begann Er es in Deutschland?“ Ich werde euch sagen warum. In Sacharjas Prophezeiung (SACHARJA 12:7) heißt es: „Und der HERR wird zuerst die Hütten Judas erretten“ [oder ihnen Erlösung bringen]. Und es war Martin Luther im deutschen Sachsen, der die große Wahrheit der Gerechtigkeit durch den Glauben zuerst ausrief. Die beiden grundlegenden Glaubenssätze der Reformation sind die Lehre der Rechtfertigung durch den Glauben und die prophetische Identifizierung des Papstes von Rom mit dem Antichristen. Deutschland war der erste Platz, an dem die päpstliche Bulle, der Brief der Exkommunikation, öffentlich verbrannt wurde – durch Luther.

In Worms in Deutschland erklärte Luther: „Mein Gewissen ist an das Wort Gottes gebunden. Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ Auf der Wartburg schrieb er seine deutsche Bibelübersetzung. Tyndale, unser eigener großer Reformator, der uns die englische Bibel gab, das kleine Buch der Prophezeiung von Offenbarung Kapitel 10, floh von England nach Deutschland, verfolgt von der römischen Kirche. Er mußte in Deutschland Zuflucht suchen, um sein kleines Buch drucken zu lassen. Von Deutschland aus wurden die Bibeln in Stoffballen zurück nach England geschmuggelt. Die römische Kirche wurde zum Spott, weil sie für eine ganze Ladung Bibeln eine riesige Summe Geld zahlte, nur um sie zu verbrennen. Mit dem erhalte-nen Geld druckten die Reformatoren noch mehr Bibeln von besserer Qualität – all das geschah in Deutschland!

1529 wurde auf dem Reichstag zu Speyer in Deutschland der Begriff Protestant ins Leben gerufen und das berühmte Augsburger Bekenntnis der Lutheranischen Kirche verfaßt und niedergeschrieben. Wie können wir es also wagen, die Existenz eines Überrestes von Juda in Deutschland zu verleugnen?

Neben den Lutheranern blühten auch die calvinistischen Gruppen auf. Einige von euch werden von einer Gruppierung gehört haben, die man die mährische Brüdergemeinde nannte. Diese mährische Kirche befand sich im alten Böhmen, der heutigen Tschechei, an der deutschen Grenze. Sie wurden auf das Äußerste verfolgt im Dreißigjährigen Krieg, der im ersten Teil besprochen wurde. Sie flohen und fanden in Deutschland im Jahre 1628 sichere Zuflucht. Dann gelangte die mährische Kirche unter den Schutz und die Inspiration des großen deutschen Christen Graf Ludwig von Zinzendorf, der sie weiterentwickelte. Die Brüder wanderten dann von Deutschland aus. (In Belfast gibt es tatsächlich zwei mährische Kirchen.) Sie gingen nach Amerika, als Missionare auf die westindischen Inseln und hauptsächlich nach Georgia. Es geschah in Georgia, daß John Wesley, der immer noch auf der Suche nach einem Beweis für die Errettung war, unter den Einfluß der mährischen Brüder kam, was dann dazu führte, daß er schließlich Glaubenssicherheit fand. Die mährischen Brüder zogen in Amerika weiter, um 1740 dann eine große Siedlung mit dem Namen Bethlehem in Pennsylvania zu gründen. So hatte die mährische Kirche ihren Ursprung im Überrest Judas, der sich in Deutschland befand.

Graf Ludwig von ZinzendorfGraf Ludwig von Zinzendorf Dann gab es da noch die pietistischen Bewegungen, deren Vertreter z.B. Philip Jakob Spener und August Francke waren. Diese Männer waren auch für die Gründung der großen Universität von Halle verantwortlich.

Die Christen und Protestanten in Deutschland erlebten große Verfolgung. In OFFENBARUNG 12:13-17 lesen wir: „Und als der Drache sah, daß er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben (das war Israel) geboren hatte. Und es wurden der Frau (Israel) die zwei Flügel gegeben des großen Adlers, damit sie in die Wüste flöge an ihren Ort, wo sie ernährt würde eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit fern von dem Angesicht der Schlange. Und die Schlange schoß der Frau aus ihrem Maul Wasser nach wie einen Strom, um sie zu ersäufen. Aber die Erde half der Frau, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Maul schoß. Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen von ihrer Nachkommenschaft, die Gottes Gebote halten und das Zeugnis Jesu Christi haben.“

Es gibt viele Bezugsmöglichkeiten für diesen Text. Hier haben wir jedoch ein Bild von dem, was sich während der schrecklichen Religionskriege ereignete. Deutschland wurde von den Reformationstagen an mit Blut getränkt bis 1648, als der Westfälische Friede den Dreißigjährigen Krieg beendete. Zehntausende von Gottes geliebtem Volk wurden durch die wütenden römisch-katholischen Armeen Europas hingeschlachtet.

Der Drache war zornig über die Frau Israel und den Überrest von Israels Saat in Deutschland. Ebenso richtete sich sein Zorn gegen das Überbleibsel in Frank¬reich, die Hugenotten, die in den Religionskriegen durch die mächtigen Verfolger Roms schrecklich zu leiden hatten. Was folgte daraus? Der Frau (Israel) wurden die Flügel eines Adlers gegeben, um an einen sicheren Ort fliehen zu können. Die französischen Hugenotten, ein Überrest von Ruben, flohen nach Südafrika, wo es auch ein Denkmal für sie gibt. Der Überrest von Juda in Deutschland begann ab dem 17. Jahrhundert in Richtung Westen zu ziehen und die Vereinigten Staaten von Amerika zu besiedeln. So viele von ihnen wanderten dorthin aus, daß es heute ebenso viele Amerikaner deutscher Abstam¬mung wie Amerikaner englischer Abstammung gibt. Sie waren keine Assyrer!

Während die judaitisch-israelitische Bevölkerung von Deutschland wegzog, blieben die assyrisch-gomerischen Einwohner dort zurück. Sie wurden über die Jahrhunderte in Deutschland das vorherrschende Element, während die Israeliten zu einer Minderheit oder einem Überrest schrumpften. Als die Vereinigten Staaten gegründet wurden, entschied man im Kontinentalen Kongreß mit der knappen Mehrheit von nur einer Stimme, daß Englisch anstelle von Deutsch die amerikanische National¬sprache werden sollte. Diese Tatsache ist nicht sehr bekannt.

Es gab einen stetigen Strom von Einwanderern in die Vereinigten Staaten. Die Baptisten-Brüdergemeinde floh infolge der Verfolgung zuerst aus Westfalen nach Holland. Dann wanderten sie weiter aus und ließen sich im Gebiet um Germantown in Pennsylvania nieder. Eine Gruppe von Lutheranern zog nach Georgia. Unter der Führung eines Geistlichen mit Namen Walther gingen sie 1839 hinauf nach Missouri. Verfolgte Lutheraner, die als die Salzberger bekannt waren, wurden nach Preußen vertrieben. Von Preußen flohen sie dann nach Amerika.

Eine große Anzahl verließ per Schiff das Land Sachsen und kam 1839 in New Orleans an. Sie fuhren den Mississippi hinauf bis nach St. Louis, wo Walther die Dreieinigkeits¬kirche errichtete und die erste lutherische Zeitung herausgab. Eine andere Gruppe zog nach Michigan. Sie vereinten sich schließlich zu dem, was heute die Missouri-Synode der Lutherischen Kirche genannt wird. Bis zu diesem Tag halten sie noch immer am Bekenntnis fest, daß der Papst in Rom der Antichrist der Prophezeiung ist.

Niemand kann mir erzählen, daß diese Menschen Assyrer wären. – Sie müssen der Überrest Israels gewesen sein.

Die kontinuierliche Auswanderung aus Deutschland nach Amerika und der Zug nach Westen verringerten den israelitischen Genpool in Deutschland immer mehr und ließen das assyrisch-gomerische Element immer stärker hervortreten.

Nicht nur wird der Drache genannt, wie er buchstäblich Krieg gegen die Israeliten in Deutschland führt, sondern im Symbol der Schlange läßt er auch eine schmutzige Flut von Wasser aus seinem Maul schießen. Wir können diese Wasserflut als rassische Ausdünnung der israelitischen Völker zu dieser Zeit ansehen, doch ist das hier sicher nicht in erster Linie gemeint. Es gibt zwei Bedeutungen. Wenn das Wort Gottes für das reine Wasser des Lebens steht, dann ist das schmutzige Wasser aus dem Schlangenmaul die Falschlehre.

Jesuiten infiltrierten die Universitäten und theologischen Hochschulen in Deutschland und speiten schmutziges Wasser aus. Sie leugneten die Unfehlbarkeit der Schrift und verstümmelten das Wort Gottes. Aus Deutschland kamen die hochgebildeten sogenannten Theologen, die Pioniere der höheren Kritik. Diese Flut schmutzigen Wassers aus dem Maul der Schlange ist der bibelverleugnende Modernismus, der als Inbegriff der Gelehrsamkeit gilt. Leider ahmten die Geistlichen der gesamten eng¬lischsprechenden Welt dies nach und übernahmen ihre falschen Lehren. Darüberhinaus nahm zur gleichen Zeit in Bayern der gebürtige Jude Adam Weißhaupt den Katholizismus an und wurde jesuitischer Theologieprofessor. Er ist der Mann, der 1776 die „Eine-Weltordnung“, genannt Illuminati, gründete.

Das ist der ständige Strom schmutzigen Wassers, der aus dem Maul der Schlange kommt.

Und was sagt die Bibel? Sie sagt, daß die Erde den Strom schmutzigen Wassers aufsog. Was bedeutet das? Es bedeutet, daß die europäischen Nationen (der größte Teil davon) sich selbst dem Unglauben, dem Modernismus, der höheren Kritik, dem Atheismus, dem Gnostizismus usw. hingaben. Daher finden wir in Frankreich, Holland und Deutschland heute eine so weltliche Gottlosigkeit vor. Die römisch-europäische Erde sog den Strom schmutzigen Wassers auf, der aus dem Maul der Schlange kam und die Frau Israel vernichten sollte.

Wir wissen, daß Gott sich zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts mit großer Macht bewegte, um den Pfingstsegen wiederherzustellen. Wir kennen das Topeka Bible College in Amerika und wissen über Irland, Monaghan, George Jeffries, Kilsyth in Schottland, die Apostolische Kirche in Wales sowie über Schweden und Norwegen mit Lewi Pethrus, Pastor Barrat und anderen. Wir wissen, daß Gott den Spätregen Seines Geistes, das wiederhergestellte apostolische Evangelium unseres Erlösers, Heilers, Täufers und Königs ausgegossen hat. Das war auch in Deutschland geschehen. 

Dort gab es allerdings eine andere Reaktion. Das ist sehr wichtig. Die etablierten konfessionellen Kirchen, die Lutheraner, Calvinisten usw. in Deutschland unter ihren religiösen Führern, die lutherische Kirche unter dem Kaiser, ja die ganze Nation wiesen die pfingstliche Ausgießung ab und sagten, daß sie vom Teufel wäre. Durch die Berliner Erklärung von 1909 wurden Pfingstler gehetzt und verfolgt wegen ihres Glaubens.

Ich glaube, daß dieser schreckliche Fehler den Weg für Deutschlands Niederlage und grausame Erniedrigung im Ersten Weltkrieg und im darauf folgenden Versailler Vertrag ebnete. Das zusammen mit der Flut schmutzigen Wassers aus dem Maul der Schlange schuf die Grundlage für den Nazismus und die Zerstörung und Verwüstung, die mit dem Zweiten Weltkrieg über Deutschland kamen.

Eine Nation oder ein Volk, das Gottes Offenbarung zurückweist, wird seinem eigenen Weg übergeben. Und solches geschah mit Deutschland.

Auch heute gibt es in Deutschland Leute, die an die Wahrheit glauben. Doch sind sie eine sehr kleine Minderheit

Johann Sebastian BachJohann Sebastian Bach Die Tatsache, daß der Name Juda „Lobpreis“ bedeutet, ist sehr interessant. Juda war ein preisendes Volk. Daher ist es nicht überraschend zu sehen, wie Israels Überrest in Deutschland auch ein musikalisches Volk ist. Durch die Reformation und aus der Arbeit Martin Luthers kamen nicht nur das Wort Gottes, sondern auch viele wunderbare Hymnen. Uns allen sollte die großartige Reformationshymne „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“, die Luther auf der Grundlage von PSALM 46 schrieb, bekannt sein. Falls irgend jemand unter euch der Musik zugetan ist, vor allem wenn ihr klassische Musik mögt, denkt an den Deutschen Johann Sebastian Bach oder an Beethoven, der ein in Bonn geborener Deutscher war. Brahms wurde in Hamburg geboren. Händel (Händels „Messias“!) kam wie Schumann aus Sachsen. Komponist um Komponist entsprang aus Deutschland, größtenteils während des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts. Juda bedeutet „Lobpreis“. Daher sind sie ein preisendes, musikalisches Volk.

Was ist heute mit Deutschland? Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Deutschland durch die Friedensverträge aufgeteilt. Von 1945 bis 1989 war Deutschland in Westdeutschland, welches Teil der freien Welt war, und Ostdeutschland, das zum sowjetischen Marionettenstaat wurde, gespalten. Als Mikrokosmos der Nation wurde die Stadt Berlin in Regionen oder Sektoren aufgeteilt. Ost-Berlin wurde von den Kommunisten kontrolliert, und der Westen fand sich der Rechtssprechung von Amerika, Großbritannien und Frankreich unterstellt. Wir alle kennen den Horror der Berliner Mauer und was mit den Menschen geschah, die versuchten, über sie zu flüchten. Dann sahen wir eines Nachts im Fernsehen, wie das Volk die Mauer niederriß, Ziegel um Ziegel, Stein um Stein. Nicht viel später zogen sich die Russen zurück. Das kommunistische Regime zerfiel. Und das war der Anfang. Wie eine Reihe Dominosteine entzogen sich die Staaten des Warschauer Paktes der sowjetischen Kontrolle. Das alte System war vergangen. Das Wort Gottes hatte uns gesagt, daß dies geschehen würde! Wir sahen, wie sich Prophezeiungen vor unseren Augen erfüllten, wie in HESEKIEL 38:2-4 beschrieben ist:

„Du Menschenkind, wende dich gegen Gog (das bedeutet riesig und gigantisch), der im Lande Magog (Rußland) ist und der oberste Fürst in Mesech (alter Name für Moskau) und Tubal (Tubolsk), und weissage von ihm (Rußland) und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, Gog! der du der oberste Fürst bist in Mesech und Tubal. Siehe, ich will dich herumlenken.“

Wann lenkte Er sie herum? Nun, Er lenkte sie herum, als 1989 die Berliner Mauer fiel. Prophezeiung erfüllte sich vor unseren Augen!

Heute ist in Deutschland ein mächtiger römisch-katholischer Einfluß zu spüren. Dieser Einfluß war auch beim Kaiser am Werk. Er war auch sehr stark beim Nazismus zu sehen. Hitler wuchs in der römisch-katholischen Kirche auf, wie auch viele seiner engen Vertrauten. Tatsächlich heißt es, daß er das Hakenkreuz-Symbol angenommen hatte, weil es über dem Kloster hing, in dem er zur Kirche und zur Schule ging.

Wir wissen, daß es nur der Stimme der katholischen Zentrumspartei zu verdanken war, daß Hitler 1933 an die Macht kam. Da wurde ihm Notstandsgewalt gegeben. Die römische Kirche setzte ihn ein. Einige von euch haben vielleicht das Buch „Hitlers Papst“ gelesen, wo zu lesen ist, daß Hitler ein Konkordat mit dem Vatikan hatte. Der Vatikan arbeitete Hand in Hand mit ihm, weil sie glaubten, daß er den Kommunismus vernichten und die lügenhaften Visionen von Fatima erfüllen würde.

Als Hitler besiegt wurde, wechselte Rom natürlich schnell die Seiten (wie Rom es immer zu tun pflegte). In kürzester Zeit hatten sie eine neue Partei ins Spiel gebracht, die Christlich Demokratische Unionspartei. Dr. Adenauer wurde der Kanzler von Westdeutschland und war einer der Architekten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, heute bekannt als die Europäische Union. Aus diesem Grund wird Rom ihn heilig sprechen, nicht weil er ein Kirchenanhänger gewesen wäre, sondern weil er ein Politiker war, der Roms Ziele für ein vereintes Europa verfolgte.

Deutschland wurde im Laufe der Zeit das Rückgrat der Europäischen Union. Es ist die treibende Kraft dahinter. Gemeinsam mit dem Vatikan erkannte Deutschland Anfang 1990 das unabhängige Kroatien an. Sie waren somit die Mittler für die Auflösung Jugoslawiens. Es war das erste Mal seit dem Krieg, daß deutsche Truppen außerhalb Deutschlands operierten. Dank der Europäischen Union hat Deutschland seinen mächtigen Einfluß auf den Balkan wiedergewonnen. Es baut seine militärische Macht wieder auf. Erst kürzlich sahen wir in Bezug auf die Irak-Frage die Feindschaft gegenüber Großbritannien und Amerika.

Nun ist das natürlich nicht überraschend, wenn man bedenkt, daß die Türkei und andere Staaten der moslemischen Welt im Ersten Weltkrieg auf der Seite des Kaisers und der Mittelmächte standen. Auch im Zweiten Weltkrieg sympathisierten wieder viele Araber und Moslems mit Deutschland – wie der Großmufti von Jerusalem zum Beispiel, der nach Berlin reiste. Selbst im Irak gab es ebenso wie im Iran zu jener Zeit eine pro-deutsche Regierung. Es hatte immer diese Verbindung gegeben. Das hat sich auch jetzt in letzter Zeit wieder bestätigt. Sie stehen in enger Verbindung mit dem Vatikan. Sie haben ihre eigenen Ziele und Pläne hinsichtlich des Nahen Ostens. Diese sogenannte „Europäische Einsatztruppe“ ist die erste Stufe zur Bildung einer vereinten europäischen Armee und der erste Schritt zur Abschaffung der NATO. Hier wird versucht, die Vereinigten Staaten von Europa als Gegenmacht zu den Vereinigten Staaten von Amerika aufzubauen.

Das ist die heutige Position bei der prophetischen Betrachtung Deutschlands. Trotz alledem, und obgleich Deutschland in all den Jahren wegen seines assyrischen Bevölkerungsanteils als Mittler von Krieg und Zerstörung benutzt wurde, hat sich Gott dennoch ein Volk in Deutschland aufbewahrt.

Heutzutage wird in Deutschland ein bestimmter Betrag von deinen Steuern genommen. Du mußt dich registrieren lassen, ob du Lutheraner, Calvinist oder Katholik bist. Ein Steueranteil wird aus deiner Lohntüte genommen, um diese Hauptkirchen zu subventionieren. Diejenigen, die nicht in Gottesdienste gehen oder keine Mitglieder dieser Kirchen sind, sogar Gruppen wie die Baptisten, größere Pfingstgruppen oder etablierte Pfingstgemeinden, werden in Deutschland bis heute mit großer Mißbilligung und mit Argwohn betrachtet. Sie laufen deshalb Gefahr, als Kult abgestempelt zu werden. Sie werden als etwas nicht gerade sehr Deutsches angesehen, etwas außerhalb der religiösen Hauptströmung.

Gott blieb nicht ohne Zeugen. Nicht nur gibt es einen Überrest des Volkes von Israel/Juda in Deutschland, sondern sogar inmitten dieses Überrestes hat Gott sich jetzt einen Teil ausgesondert und eine Auswahl getroffen. Es gibt welche, die an dieselbe Botschaft glauben wie wir, die Wahrheit über Israels Identität und die Botschaft von APOSTELGESCHICHTE 2:38 über die völlige Erlösung.

Gott hat Seine Israeliten in Deutschland wie auch in Holland, wo Sebulon ist. Es gibt einen Überrest von Ruben in Frankreich. Die ganzen skandinavischen Nationen sind Isaschar – die Schweden und die Finnen. Benjamin findet man in Island und so weiter.

Die größte Gruppierung Israels existiert in Großbritannien und Amerika (Ephraim und Manasse). Doch gibt es eben auch Bevölkerungsanteile in diesen anderen Nationen, und wir sollten Gemeinschaft mit ihnen haben. Wir müssen uns mit ihnen beschäftigen, weil wir alle in Gottes Rassenfamilie miteinander verbunden sind – noch wichtiger jedoch in der geistigen Familie. Israeliten durch Rasse und Israeliten durch Gnade. Doppelte Israeliten!

So ist es nun offenbar. Der Überrest von Juda ist in Deutschland zu finden. Ich hoffe, ihr denkt darüber nach und seid bereit zu akzeptieren, was ihr gelesen habt. Es wird euch helfen, mehr zu verstehen, wenn ihr studiert und seht, was in der Welt geschieht.
von Pastor Alan Campbell

Open-Bible Ministries
www.1335.com

 Quelle: ‘THE ENSIGN MESSAGE' (July-Sep 2004)