Die Herkunft des Menschen

Anthropologen

Lassen Sie sich nicht durch sogenannte "Menschenaffen"-Rekonstruktionen zum Narren halten. Lassen Sie mich zitieren, was G. K. Chesterton über den Pithecanthropus erectus (den Jawamenschen) schrieb, der derzeit als Homo erectus klassifiziert wird:

"Populäre Geschichten verbreiteten von ihm Porträts, wie man ein Portrait von Charles I. oder von George IV. dargestellt hätte. Es wurde eine detaillierte Zeichnung erstellt, wobei sorgsam auf alle Schattierungen geachtet wurde, um zu zeigen, daß jedes einzelne Haar auf seinem Kopf gezählt war. Niemand, der nicht davon wußte, würde sich beim Anblick des sorgfältig gezeichneten Gesichtes nur einen Augenblick vorstellen können, daß dieses Porträt aufgrund eines Oberschenkelknochens, ein paar Zähnen und eines Schädelbruchstücks erstellt wurde."

Lassen Sie mich wiederholen: Lassen Sie sich nicht durch sogenannte "Menschenaffen"-Rekonstruktionen zum Narren halten, denn sie sind nichts weiter als Erfindungen aus der Phantasie von Künstlern. Überdies haben solche Rekonstruktionen oft keine weitere Grundlage als ein paar Bruchstücke von Knochen.

Wenn ein Künstler das äußere Erscheinungsbild eines Fossilienfundes zeichnet - sei es ein Affe, ein Mensch oder irgendein anderes Lebewesen - ist die Zeichnung das Produkt der Einbildungskraft des Künstlers und reflektiert oft die vorgefaßte Meinung des Künstlers. Das können wir durch die Betrachtung der fünf verschiedenen künstlerischen Eindrücke des Zinjanthropus boisei (siehe Abbildungen) veranschaulichen.

Die Künstler, die die Kreatur eher affenähnlich haben wollten, malten ihn so, während diejenigen, die ihn menschenähnlich aussehen lassen wollten, ihn so konstruierten. Interessanterweise fertigte Maurice Wilson ihn für Dr. Oakley mit einem affenähnlichen und für das britische Museum mit einem menschenähnlichen Aussehen an! Zinjanthropus boisei wird derzeit als Australopithecus boisei klassifiziert und, wie wir in Creation News Nr. 40 lasen, werden die Australopithecenen im Augenblick weder als Affen noch als Menschen noch als Menschenaffen angesehen. Soviel zu den Eindrücken von Künstlern!

Unten haben wir den Eindruck eines Künstlers zum Nebraska-Mann abgedruckt, der in The Illustrated London News vom 24. Juni 1922 veröffentlicht wurde. Der wissenschaftliche Name, der diesem Geschöpf gegeben wurde, war Hesperopithecus. Er wurde als Zwischenstufe zwischen Affe und Mensch proklamiert. Folglich wurde ihm weitverbreitete Aufmerksamkeit zuteil. Er und seine Frau und die Szene, wie sie unten dargestellt wird, wurde aus EINEM EINZIGEN ZAHN konstruiert, und es stellte sich später heraus, daß dieser Zahn zu einem ausgestorbenen Schwein gehört!

Glauben sie nicht, daß die Leute, die mit dieser Angelegenheit zu tun hatten, Amateure wären - sie waren keine! Professor H. F. Osborn, Direktor des amerikanischen Museums für Naturgeschichte, erhielt den Zahn von einem Mr. Cook, der ihn in Pliocän-Ablagerungen in Nebraska gefunden hatte. Osborn war der Auffassung, daß der Zahn Merkmale von Menschen, Schimpansen und Menschenaffen aufwies (erinnern Sie sich, es war der Zahn eines Schweins!) und allein aufgrund dieser Aussage wurde er zu einem Bindeglied zwischen Mensch und Affe erklärt. Sir Grafton Elliot Smith FRS, Professor der Anatomie an der Universität von Manchester, unterstützte vollkommen Osborns Folgerungen.

by Dr. A. J. Monty White

Der "Nebraska Mann" - konstruiert aus einem einzigen Zahn.

Quelle: 'Creation News', Issue 41, August 1981