Der Ursprung des Menschen

Warum es darauf ankommt

Macht es etwas aus, was wir über die Ursprünge der Menschheit glauben? Beeinflußt das, was wir glauben unser alltägliches Leben? Wenn ja, wie? Ist die Debatte um Schöpfung und Evolution wichtig? Beeinflußt uns das?

Wir sollten nicht denken, daß alle Evolutionisten Atheisten sind. Einige Evolutionsanhänger haben einen intellektuellen Glauben an die Existenz Gottes, obwohl sie Ihn nicht als ihren Herrn und Erlöser kennen. Andere Evolutionisten kennen Gott als ihren Herrn und Erlöser und obwohl sie vielleicht nicht die Darstellung der Schöpfung und die Anfangsgeschichte der Erde in der Genesis anerkennen, betrachten sie Gott als den Schöpfer, aber sie glauben, daß er über evolutionäre Prozesse erschaffen hat.

Einige atheistische Evolutionsanhänger jedoch haben evolutionistische Erklärungen vorgebracht um des Menschen Glauben an Gott zu erklären. Der (kürzlich) verstorbene Sir Julian Huxley z. B. hat behauptet, daß Gott eine Schöpfung des Menschen sei1. Er begründet es damit, daß, so wie affenähnliche Tiere sich zu Menschen entwickelt haben, ihr Verstand ein Bewußtsein entwickelt hat, das im Laufe der Zeit eine Religion zusammen mit einer assoziierten Gottheit oder Gottheiten entwickelt hat. Daher ist Gott für Sir Julian Huxley das Ergebnis der Evolution. Jaques Monod andererseits erachtet2 die Vorstellung eines Gottes als das Produkt einer zufälligen Veränderung im menschlichen genetischen Códes, die den Glauben an Mythen festlegt. Mit anderen Worten, existiert Gott für solche atheistischen Evolutionisten nicht - Er ist nicht mehr als das Ergebnis menschlichen Vorstellungsvermögens.

Wegen solcher Ideen, wie die von Huxley und Monod, kommt es, daß einige der Gefahren, die in der Evolutionstheorie innewohnen, offenbar werden. Die Evolutionstheorie kann dann benutzt werden, um den allmächtigen Herrn und Gott von seiner ehrenhaften Stellung als Schöpfer alle Dinge zu entthronen. Tatsächlich ist nachgewiesen, daß Sir Julian Huxley sagte3 , er sei ein Atheist und Darwins echte Errungenschaft sei so gewesen, die ganze Vorstellung von Gott als Schöpfer von Lebewesen aus dem Bereich rationaler Diskussionen zu entformen. Mit anderen Worten, dachte Sir Julian Huxley, daß, wenn es um die Frage des Ursprungs ginge, man sich keine Gedanken über den Urheber machen sollte, denn er glaubte, daß der Schöpfer nicht mehr als reine Erfindung oder Vorstellung sei.

Darwin und seine Evolutionstheorie haben jetzt die Stelle Gottes eingenommen. Alles (sogar Gott) kann im Sinne der Evolution erklärt werden - sogar das Beweismaterial, das nicht in die Theorie paßt4. Um zu zeigen, daß Darwin und seine Theorie in solcher Hochachtung von so vielen Evolutionisten gehalten werden, erlaubt sie nur Dr. Colin Patterson vom Britischen Museum (Naturgeschichte) zu zitieren5 :

"Genauso wie die Vor-Darwinsche Biologie von Leuten hinausgetragen wurde, die an den Schöpfer und seinen Plan glaubten, so wird die Nach-Darwinsche-Biologie von Leuten hinausgetragen, die fast schon an die Gottheit Darwins glauben.

Nun ist es dieser gegen Gott gerichtete Bestandteil der Evolutionstheorie, der uns betreffen sollte. Laß mich noch einmal betonen, ich weiß, daß nicht alle Vertreter der Evolutionslehre Atheisten sind, aber logisch geschlußfolgert, benötigt die Evolution keinen Schöpfer, weil laut Evolution alles das Ergebnis eines zufälligen, natürlichen Prozesses ist. Wozu braucht man dann noch einen Gott, wenn Evolution wahr ist? Sicherlich würde die Erklärung der atheistischen Evolutionisten über Gott, daß er nur in der Vorstellung von Menschen existiert, an Glaubhaftigkeit gewinnen, wenn die Evolution wahr wäre. Der Eine, der behauptet, alle Dinge geschaffen zu haben, würde einfach nicht existieren. Kein Wunder, daß der vor kurzem verstorbene Sir Cecil Wakerley, der letzte Präsident des Royal College von Surgeons, gesagt hat6.: "Die Evolutionstheorie ist das Evangelium der Atheisten und bahnt den Weg zur völligen Ablehnung der Bibel."

Ich glaube, daß wir jetzt die Folgen davon ernten, dieses Evangeliums des Atheismus in unserer heutigen Gesellschaft gelehrt zu haben. Der Glaube an Gott wird abgewiesen. Biblische Standpunkte werden abgewiesen. Das menschliche Leben wird nicht mehr als heilig betrachtet - Tausende von Babys werden jedes Jahr legal ermordet (man nennt es Abtreibung). Die sexuelle Moral baut nicht mehr auf biblische Lehre, vorehelicher Sex, außerehelicher Sex, Homosexualität und Ehescheidungen im Überfluß; in der Tat wird solches Verhalten als die "Norm" akzeptiert. "Mach, was du willst, solange niemand dabei verletzt wird", scheint das Basisprinzip für die Moral zu sein. Überdies ist es schwer, wenn nicht unmöglich, zu erwarten, daß Leute uneigennützig sind (d.h. leben und handeln im Interesse anderer wie es beim "Guten Samariter" als Beispiel gegeben wurde), wenn sie über ihre selbstsüchtigen Gene und das Überleben des Stärksten gelehrt worden sind.

Die Debatte um Schöpfung und Evolution ist wichtig,denn letztlich betrifft es uns alle und die Art der Gesellschaft, in der wir leben. So wie die Menschheit die Schöpfung Gottes ist, sollten Männer und Frauen überall das nicht nur wissen, sondern auch die Anweisungen des Schöpfers, die für alle auf den Seiten der Heiligen Schrift - der Bibel - zu finden sind, lesen und praktizieren.

Dr. A. J. Monty White

Quelle: Creation News, Issue 42, Februar 1982

  • 1. Zitiert aus "Julian Sorell Huxley" von J.R. Baker FRS in Biographical Memoirs of Fellows of the Royal Society veröffentlicht durch die Royal Society im November 1976.
  • 2. Richard Spilsbury "Providence Lost - A. Critique of Darwinism" (Oxford University Press, 1974) p. 120.
  • 3. "At Random" eine TV-Vorschau vom 21. November 1959 in Tax Band 3, S. 41-65 (1960).
  • 4. Betrachten Sie z. B. D.B. Kitts "Patäontology and Evolutionary Theory" Evolution Band 28, S. 466 (1974).
  • 5. Zitiert aus "Are the Reports of Darwin's Death esaggeratet?" Von Brian Leith in The Listener, Band 106, Nr. 2730 (8. Oktober 1981).
  • 6. "A Surgeon Looks at Evolution" zitiert in der EPM Broschüre Nr. 223 (Januar 1980)