Der Umgang mit Fehlern

Es ist uns befohlen, unsere Brüder nicht zu "verlästern" (JAKOBUS 4:11). Dies bezieht sich sowohl auf das geistige als auch auf das allgemeine Leben. Falls jedoch jemand fehlt, haben wir in der Schrift Anweisung, wie wir handeln sollen.

Sündigt jemand, d.h. übertritt er das Wort Gottes, stehen uns im Neuen Testament zwei Möglichkeiten zur Verfügung, um die Angelegenheit in Ordnung zu bringen.

1. "Liebe Brüder, wenn ein Mensch etwa von einem Fehl übereilt würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmütigen Geist ..." (GALATER 6:1).

oder

2. "Wenn jemand sieht seinen Bruder sündigen eine Sünde nicht zum Tode, der mag bitten; so wird er das Leben geben denen, die da sündigen nicht zum Tode. Es gibt eine Sünde zum Tode; für die sage ich nicht, daß jemand bitte" (1. JOHANNES 5:16).

Im Verantwortungsbewußtsein gegenüber unserem Bruder - nicht, um ihn nur niederzudrücken - müssen wir vom Herrn geleitet werden, welche der beiden Möglichkeiten wir in einem Fall anwenden.

Wenn jemand gegen uns persönlich sündigt, müssen wir gemäß MATTHÄUS 18:15 erst persönlich mit ihm sprechen, und falls dies nicht zum Erfolg führt, nach den Versen 16 und 17 handeln. Wenn du ein Jünger von Jesus Christus bist, wirst du dementsprechend verfahren. Viel Übles wurde von denjenigen verursacht, die über Mißstände reden, um dadurch ein williges Ohr zu finden.

Eine geistgeleitete Person, die von solchen Umständen betroffen ist, sollte wissen, daß der Angreifende das Wort Gottes übertreten hat. Sie muß sich bemühen, diesen zu einer geistlichen Erneuerung zu führen, auch wenn sie in diesem Fall übervorteilt worden ist. (Unser Verhalten bei einer Übervorteilung ist einer der Bereiche, der unsere geistliche Qualität bestätigen wird.)

Zusammenfassung

Erbaut euch untereinander: Je stärker jedes einzelne Mitglied ist, desto stärker wird die Gemeinde sein! Fähig, dem Prinzen der Welt zu widerstehen, seinen Einfluß zu binden und Menschen aus seinen Klauen zu befreien.

DIE STÄRKUNG DEINES BRUDERS IST DIE STÄRKUNG DEINER GEMEINDE!

Damit eine Gemeinde Erfolg hat, muß sie in sich Glauben als ein Wirken Gottes haben.

Alles Reden über das Versagen anderer (ob tatsächliches oder nur angenommenes) lenkt die Aufmerksamkeit von unserer geistlichen Kraft weg und auf die Schwäche des menschlichen Fleisches hin. Dadurch werden unser Glaube und der Fortschritt der Arbeit gehindert.

Sei nicht einer von Satans Tagesschriftstellern! Verstehe 2. KORINTHER 4:7: "Wir haben aber einen solchen Schatz in irdenen Gefäßen, auf daß die überschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns."

Sei entschlossen, deine Aufmerksamkeit und die der anderen nicht auf die irdenen Gefäße zu lenken, sondern auf den mächtigen Schatz des Heiligen Geistes.

"Darum kennen wir von nun an niemand mehr nach fleischlicher Weise" (2. KORINTHER 5:16).

Autor und Quelle unbekannt