Der Steinzeitschwindel

National Geographic

Der Steinzeitschwindel

von IAN TAYLOR

Autor von "In the Minds of Men"

Die europäische Presse entlarvte kürzlich die neueste einer Reihe von Betrügereien hinsichtlich der Evolution des Menschen. Dieser Artikel berichtet von Details, die in der öffentlichen Presse normalerweise nicht genannt werden, und zeigt, daß das Muster für diese Art von Betrug das ganze letzte Jahrhundert hindurch beständig geblieben ist.

Das Abenteuer begann 1971, als ein Jäger namens Dafal von der Entdeckung eines steinzeitlichen Stammes von Männern, Frauen und Kindern im dichten Regenwald Mindanaos berichtete, einer Insel der Philippinen in Südostasien. Dafal hatte Manuel Elizalde informiert, welcher unter dem damaligen Marcosregime der Assistent des Präsidenten für Nationale Minderheiten war. “Manda” Elizalde seinerseits hatte die Zeitschrift “National Geographic” in Washington verständigt und bot die Exklusivrechte für die Jahrhundertstory an, wo sich eine Abordnung aus dieser Zeit mit Menschen träfe, die noch in der Steinzeit leben würden.

Die Aussichten wurden als bedeutend genug betrachtet, um sich der Aufmerksamkeit des Fernsehsenders NBC zu versichern, durch den das Ereignis den US-Fernsehzuschauern dargeboten werden könnte, anstatt sich nur auf den Leserstamm des National Geographic zu beschränken. Als sein Anteil an dem Geschäft wurde Elizalde eine führende Position in diesem historischen Abenteuer zugesagt, und er erwartete zuversichtlich, daß das Ansehen ihn über einen ziemlich unbedeutenden Regierungsposten emporheben würde. Auf jeden Fall gab es die 50.000 Dollar, die ihm NBC für die Exklusivrechte gezahlt hatte.

So kam es, daß im Dezember 1971 die nordamerikanischen Fernsehzuschauer zu einem einzigartigen Treffen zwischen dem Präsidentengehilfen und einigen nackten Bewohnern der Steinzeit eingeladen wurden. Das National Geographic Sonderprogramm“Die letzten Stämme von Mindanao” wird in der Erinnerung von Millionen von Zuschauern bleiben. Die Sendung brauchte jedoch eine Fortsetzung, da bis zu jenem Zeitpunkt das Treffen nur im Dschungel stattgefunden hatte und niemand wirklich wußte, wo oder wie diese Tasaday-Menschen lebten.

Es wurde Dafal überlassen, das Vertrauen des Stammeshäuptlings namens Balayem zu erringen, der dann schließlich seinen neugewonnenen Freund zur Höhle des Stammes tief im Dschungel führte. Aber die heikle Frage war: Wie bringt man die Teams von National Geographic und vom NBC zur Höhle? Der dichte Dschungel und unebenes Gelände machten es absolut unmöglich, eine Landeschneise für ein Flugzeug oder selbst einen Helikopter zu schlagen. Außerdem mußte das gesamte Gelände vor Holzfällern geschützt werden, so erklärte Elizalde, die kommen und den Wald ausbeuten würden, wenn erst einmal ein Stützpunkt vorhande wäre.

Man entschied, eine kleine Schar unter Dafals Führung zu schicken, die auf der Spitze eines hohen Baumes in der Nähe der Tasaday-Höhle einen provisorischen Landeplatz bauen würden. An der Krone eines gestutzten Baumes wurde sehr bald eine Plattform aus Stöcken und Rotang auf waghalsige Weise angebracht. Fünfundsiebzig Fuß (ca. 23 m) darunter lag der Dschungelboden, der so stark geneigt war, daß er nur ausgewachsene Bäume tragen konnte.

Der Hubschrauber vom Typ Alouette 3 kreiste in der Luft, während seine Passagiere zunächst auf die Plattform und dann den Baum hinunterkletterten. Das war die seltsame Zeitpforte, durch die die Abenteurer aus dem Raumfahrtzeitalter hinaus und in die Steinzeit hinein gingen, um die Leute zu treffen, die die “Evolution” angeblich vergessen hatte. Sie wurden von Balayem begrüßt, der sie zur Höhle führte. Hier verbrachten sie zwei Tage damit, das Leben in der Steinzeit zu filmen.

Die Menschen vom Tasaday-Stamm, nackt außer einem schmalen Lendenschurz für die Männer und einem Grasrock für die Frauen, lebten vom Dschungel. Sie wußten nichts von Landwirtschaft. Sie hatten Steinäxte, wie die ältesten Werkzeuge der europäischen Altsteinzeit, und sie hatten gelernt, den Feuerbohrer zu benutzen, ein prähistorisches Gerät. Durch das Reiben eines Holzstocks zwischen den Handflächen eines Mannes konnte mit getrockneten Pflanzenfasern ein Funke zur Flamme entfacht werden.

Prophezeiung

Mithilfe zweier Übersetzer konnten Bruchstücke von Informationen ermittelt werden. Der Stamm bestand aus 24 Leuten; alle hatten Namen; die Hälfte der Männer hatten Frauen, aber es gab nicht genug Frauen für die anderen; sie teilten sich die Frauen nicht. Sie hatten in der Höhle gelebt, solange sie denken konnten, und ihre Vorfahren hatten dort vor ihnen gelebt. Seltsamerweise erinnerten sie sich an eine Prophezeiung ihrer Vorfahren, welche von einem Außenstehenden erzählte, der kommen und sie lieben und beschützen und aus der Dunkelheit führen würde. Dieser Retter wurde in der Person von “Manda” Elizalde erkannt.

Stamm der Tasadays Obwohl es keine professionellen Anthropologen im Reporterteam gab, waren sich alle darin einig, daß dieses Tasaday-Volk sehr im Gegensatz zu einigen Lehrmeinungen nicht so blutrünstig von Geburt an war, wie es unsere hominiden Vorfahren vermutlich waren. Sie waren freundlich und herzlich. Abgesehen von dieser einen Tatsache jedoch wurde jede andere Erwartung davon, wie ein Steinzeitmensch zu sein hat, anscheinend wunderbar erfüllt. Natürlich mußte der Stamm geschützt werden, wenn sie lernen sollten, mit einer dominanten, westlichen, christlichen Kultur umzugehen. Demzufolge erklärte Präsident Marcos später das gesamte Gebiet zum Reservat, Zutritt für Unbefugte war verboten.

Die Geschichte wurde dann auch in der Augustausgabe 1972 der Zeitschrift “National Geographic” (142:218) veröffentlicht und lieferte damit eine spektakuläre optische Bestätigung für die Lehrbuchbeschreibungen über die Steinzeit - alles auf herrlichem Kodachrome. Darwins Aufstieg des Menschen wurde wieder einmal bewiesen, und vom Stamm der Tasadays hörte man nie wieder ein Wort - bis zum April 1986.

Mit dem Sturz der Marcos-Regierung Anfang 1986 begann die Wahrheit über den Steinzeitstamm durchzusickern. Der Schweizer Journalist Oswald Iten untersuchte die Angelegenheit und berichtete darüber in der Neuen Zürcher Zeitung (84:77). Die drei Seiten lange Geschichte erschien in der Wochenendausgabe 12./13. April unter der Schlagzeile “Steinzeitschwindel”. Es war in der Tat ein Schwindel, sowohl National Geographic als auch der Fernsehsender NBC waren den “liebenswürdigen Tasadays” auf den Leim gegangen.

Es stellte sich heraus, daß die führenden Köpfe Elizalde und Dafal der “Jäger” waren; der erstere mit dem Motiv der Selbsterhöhung, und letzterer sah die Gelegenheit, leichtes Geld zu machen. Dafal und die anderen vom Stamm der Manubo Blit - Tasaday war ein erfundener Name - lebten im Dorf auf der anderen Seite des Berges, in dem die Höhle war. Sie waren Brandrodungsbauern, die ein freies und einfaches Leben führten und mehr zum Spaß als aus Notwendigkeit ab und zu auf die Jagd gingen. Natürlich trugen sie Kleidung wie jeder andere, und die Zeitungsfotos von Oswald Iten zeigten einige der Frauen, die ziemlich modische Levishemden trugen.

An der Eskapade waren nur zwei oder drei Familien beteiligt, die - zunächst etwas widerstrebend - überredet wurden, ihre Kleidung abzulegen, sich wie Steinzeitmenschen zu benehmen und zugunsten der amerikanischen Besucher ein paar Tage in der Höhle zu leben. Sie mußten vorher ein wenig mit Steinäxten und dem Feuerbohrer proben, und der schwierigste Teil war, den Blick ins Leere des Steinzeitmenschen anzunehmen, “als sich der menschliche Verstand gerade begann zu entwickeln”. Wie die Fotos in National Geographic zeigen, bewältigten sie diesen Teil des Schauspiels recht geschickt. Die Sache mit dem Hubschrauber und der Landeplattform war genial und ermöglichte es, daß die Besucher zur Höhle gebracht werden konnten, ohne daß sie die Wege und das Dorf auf der anderen Seite entdeckten. Natürlich waren die Übersetzer auch an dem Schwindel beteiligt, während die “Prophezeiung” eine hübsche Note sein sollte, um der Sache einen attraktiven Anschein von Mystik zu geben.

Der Überrest eines erst vor kurzem gestorbenen Geschöpfes, im Jahre 1977 von japanischen Fischerleuten vor der neuseeländischen Küste gefangen. Die meisten japanischen Wissenschaftler glaubten, es sei ein Plesiosaurier, von dem Evolutionisten glauben, er sei seit 100 Millionen Jahren ausgestorben.

Mit der üblichen Tüchtigkeit meldete der Nachrichtendienst Reuter am 13. April die Neuigkeit über den Streich an alle größeren Zeitungen weiter, und zwar am Tag, als diese Geschichte in der Schweizer Zeitung mitgeteilt wurde. Der folgende Tag war ein Tag “ohne besondere Neuigkeiten”, aber am 15. April zog die Bombardierung Libyens durch die Vereinigten Staaten die Aufmerksamkeit der Nachrichtenmedien auf sich. Soweit der Verfasser ermitteln konnte, verfolgte keine nordamerikanische Zeitung diesen gepfefferten Zeitungsknüller am 14. April oder danach, mit dem Resultat, daß die Öffentlichkeit im Glauben an diese Lüge gelassen wurde.*

Bekenntnis?

Es muß sicherlich ein peinlicher Moment für National Geographic gewesen sein, und man könnte eigentlich annehmen, daß sie vor ihren Lesern ein volles Bekenntnis ablegen würden - aber diese Erwartung bleibt nur ein frommer Wunsch. Die europäischen Medien, die sich vielleicht weniger Sorgen um das Zartgefühl von National Geographic machen, haben diese Story fast schon schadenfroh gebracht.

Wie kam es nun dazu, daß National Geographic trotz ihrer hochqualifizierten - vielleicht überqualifizierten - Redakteure und einiger der weltbesten Fotografen mit diesem Streich hereingelegt werden konnten? Die Antwort ist, kurz gesagt, aufgrund einer vorgefertigten Meinung. National Geographic ist so völlig der Evolutionstheorie und insbesondere der Entstehung des Menschen ergeben, daß die Tasaday-Geschichte, die anscheinend die Theorie unterstützte, aufgenommen und kritiklos berichtet wurde.

Überrest eines erst vor kurzem gestorbenen GeschöpfesDer Überrest eines erst vor kurzem gestorbenen Geschöpfes, im Jahre 1977 von japanischen Fischerleuten vor der neuseeländischen Küste gefangen. Die meisten japanischen Wissenschaftler glaubten, es sei ein Plesiosaurier, von dem Evolutionisten glauben, er sei seit 100 Millionen Jahren ausgestorben.

Es kann gut möglich sein, daß sich Elizalde dieser Leicht-gläubigkeit voll bewußt war und sie zu seinem Vorteil ausnutzte. Schließlich sind die europäische und die japanische Presse gleichermaßen gewillt, für die Rechte an einer guten Story auch gut zu zahlen, aber die Deutschen sind zu gewissenhaft, und die Japaner sind der Evolution nicht so völlig ergeben wie die Amerikaner. Die Japaner waren es, die im April 1977 einen vollständigen Bericht über den spektakulären Fang eines vor kurzem noch lebenden Plesiosauriers brachten, der angeblich seit 100 Millionen Jahren ausgestorben sein soll. Die westliche Presse einschließlich National Geographic hatte zwar alle Details, berichtete der Öffentlichkeit aber nicht von diesem für die Evolution schädigenden Gegenbeweis. Für die Japaner jedoch bedeutete das Jahr 1977 100 Jahre japanische wissenschaftliche Entdeckungen. Sie waren von ihrem Beweis, den sie hatten, dermaßen überzeugt, daß sie den Plesiosaurus zur Entdeckung des Jahres wählten und ihn sogar als ihr nationales Jubiläumsemblem benutzten und eine Sonderbriefmarke herausgaben, auf der das Tier abgebildet war.

Die Tasaday-Affäre ist nicht der erste Fall, wo der Westen vom Osten hereingelegt wurde. Die Geschichte von Margaret Mead ist ein klassischer Fall einer jungen Forscherin mit einer vorgefaßten Idee, die auszog, um nach Beweisen zu suchen. Natürlich fand sie sie auch. Sie hatte die vorgefertigte Meinung, daß die jüdisch-christliche Ethik, die den Heranwachsenden bei der Entdeckung der Sexualität auferlegt wird, im Widerspruch zu einer natürlichen biologischen Notwendigkeit stehen würde. Sie ging zu einer Kultur, die im wesentlichen vom jüdisch-christlichen Einfluß frei war und befragte eine Anzahl jugendlicher Mädchen aus Samoa, die schnell begriffen, was die amerikanische Besucherin hören wollte.

Sie erzählten der 23-jährigen Mead an den Haaren herbeigezogene Geschichten von einer glücklichen Gemeinschaft mit “freier Liebe unter den Palmen”. Keine davon stimmte. Diese “Forschung” war ein sofortiger Erfolg bei den Leuten, die eine wissenschaftliche Lizenz für Unmoral haben wollten, und der moralische Standard des nordamerikanischen Lebens war seither ständig am Sinken.

Mead veröffentlichte ihre Arbeit im Jahre 1926. Die Wahrheit wurde erst 50 Jahre später enthüllt, aber diesmal war es zu spät - vorehelicher Geschlechtsverkehr ist die Norm, Ehen auf Probe sind alltäglich, und Scheidungen grassieren. 

"100 Jahre wissenschaftliche Entdeckungen"

Die Anthropologie und besonders das Studium des Ursprungs der Menschen ist eine Übung, durch die man Beweise finden will, um eine vorgefaßte Meinung zu untermauern, aber bei jeder Gelegenheit gibt es ein einheitliches Schema des Betrugs. Die “Beweise” wie z.B. das Tasaday-Volk oder Meads Entdeckungen in Samoa werden mit großem Tamtam an die Öffentlichkeit gebracht. Jahre später sickert dann die Wahrheit durch. Der “Beweis” stellt sich als Fehlinterpretation oder sogar als ausgemachter Betrug heraus, aber sehr selten werden diese Neuigkeiten bekannt, und die Öffentlichkeit wird im Glauben an die Lüge gelassen. Wenn man es genau untersucht, ist das ganze Evolutionsbauwerk auf dieser Art von eingebildeten Beweisen aufgebaut, welche kraftvoll in die Denkweise der Öffentlichkeit gepflanzt wurden.
 

Ein paar Beispiele außer den wohlbekannten Betrügereien mit dem Neanderthaler, dem Piltdown- und dem Nebraskamensch werden diesen Punkt veranschaulichen.

Krao Farini: Das fehlende Bindeglied

Dies ist eines der heute vergessenen “Beweisstücke”, aber das Betrugsschema paßte exakt zu den bereits beschriebenen. Dieser merkwürdige Fall handelte von einem seltenen Zustand, wo ein junges Mädchen am ganzen Körper einen unnatürlichen Haarwuchs hatte. Dieses Mädchen, Krao Farini, wurde in Burma geboren. Im Alter von ungefähr sechs Jahren wurde sie 1882 im Königlichen Aquarium in London ausgestellt. Die Zeitungen brachten die Meinung zum Ausdruck, daß es sich um einen Fall von Atavismus oder Umkehr zu einem niedrigen, affenähnlichen Vorfahren handelte. Die populäre Zeitschrift Scientific American von 1883 (48:247) förderte diese Ansicht, indem sie einen deutschen Korrespondenten zitierte, aber die weitverbreitete Zeitschrift English Mechanic - die später im Jahre 1894 (60:429) darüber berichtete - war direkter und nannte ihren Artikel “Krao Farini: Das fehlende Bindeglied”.

Der allgemeinen Öffentlichkeit blieb keine andere Wahl als zu glauben, daß im Dschungel von Burma irgendein lebendes “fehlendes Bindeglied” entdeckt worden war. Die Wahrheit über diese Angelegenheit wurde auf den unbedeutenderen Seiten des “British Medical Journal” von 1883 (1:28), berichtet, wo darauf hingewiesen wurde, daß es sich einfach nur um einen Fall von Hypertrichosis universalis handelte. Weit von einem wilden Leben im Dschungel entfernt, war Kraos Mutter eigentlich am Hofe des Königs von Laos angestellt, während Krao selbst ein sehr intelligentes Kind war, das später fließend Englisch, Französisch und Deutsch sprechen konnte.

Kinder, die mit einem "Schwanz" geboren werden

Dies ist ein beliebtes “Beweisstück”, welches anscheinend alle 10 Jahre oder so in der öffentlichen Presse angeführt wird. Das letzte Mal wurde darüber im Mai 1982 in den nordamerikanischen Zeitungen unter dem Titel “Kind mit einem Schwanz geboren” berichtet, aber die Fakten wurden sachlicher im “New England Journal of Medicine” (306:1212) geschildert. Obwohl die Ärzteschaft mit Vorsicht darauf hindeutet, daß das Phänomen kein Schwanz ist und keine Knochen enthält, sondern stattdessen ein als kaudales Anhängsel bekanntes Fettgewebe ist, hinterläßt die öffentliche Presse lieber den Eindruck, daß eine evolutionäre Rückbildung stattgefunden hat.

Diese wenigen Beispiele beziehen sich auf den Ursprung des Menschen, aber es gibt noch viele aus anderen Gebieten, wo die öffentliche Presse die Aussage der Wissenschaftler kritiklos akzeptiert und die Öffentlichkeit betrogen hat. Man muß gleich dazusagen, daß sich nicht alle Wissenschaftler täuschen lassen. Normalerweise sind es nur eine Handvoll - und zwar jene, die sich für eine vorgefaßte Idee besonders engagieren. Diese werden zuerst betrogen, bevor sie andere betrügen, was eine weitaus bessere Weise ist, andere zu überzeugen, als durch absichtliche Täuschung. Obwohl jeder Fall von Betrug als irrelevant abgetan werden kann, wird jemand mit einem kritischen Verstand erkennen, daß der Gesamteffekt höchst bedeutsam war. Bei jedem dieser Fälle wurde die Lüge im Bewußtsein der Öffentlichkeit so lange wie möglich aufrechterhalten, so daß sich jede überschneiden und die nächste verstärken wird.

Der Gesamteffekt - oder dürfen wir sagen das Motiv? - war, Darwins Aufstieg des Menschen aus tierischen Anfängen zu unterstützen und zu bestätigen. Ohne es offen aussprechen zu müssen, sind die Konsequenzen davon, wenn man zum Glauben an diese Vorstellung gebracht wird, daß der biblische Bericht vom Fall des Menschen von edlen Anfängen aus verleugnet wird. Darwin und die Bibel können nicht beide wahr sein. Viele, die behaupten, Christen zu sein, haben vom Fernsehen und aus bekannten Zeitschriften kritiklos die Lügen akzeptiert, auf die sich Darwins Aufstieg der Menschheit stützt.

Die Hoffnung bleibt, daß die Arbeit von schöpfungswissenschaftlichen Gruppen ihnen hilft zu erkennen, daß sie durch das Verleugnen des biblischen Sündenfalls des Menschen die Notwendigkeit der Erlösung und das Werks des Erlösers verleugnen. Mögen wir uns an die Worte Jesu erinnern: “Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.”(MATTHÄUS 10:33)

* Seit dem Verfassen dieses Artikels sendete das amerikanische Fernsehprogramm “60 Minuten” eine 20minütige Enthüllung des ganzen Schwindels (etwa Mitte August 1986). Einige Zeitungen könnten mittlerweile die Geschichte aufgegriffen haben.

Quelle: CREATION EX NIHILO, Vol. 9 Nr. 1