Das Weltall ist Jung

Die Ringe des Saturn leben nicht lange Die Ringe des Saturn leben nicht lange Man nimmt offiziell für das Alter des Weltalls Milliarden von Jahren an. Obwohl es sich dabei nicht um gesicherte Werte handelt, werden die Zahlenangaben im allgemeinen akzeptiert. Diese Zeitangaben sind dann auch ein wesentlicher Bundesgenosse der Evolutionslehre, die bekanntlich auf lange Zeiträume angewiesen ist. Nun werden diese Zeiträume im Buch eines amerikanischen Wissenschaftlers radikal in Frage gestellt. Sein Fazit: Die Schöpfung ist recht jung.

Professor Harold Slusher studierte Mathematik und Physik an der Universität von Tennessee und Physik und Astronomie an der Universität von Oklahoma. Er ist jetzt Professor für Physik an der Universität von Texas in El Paso und dient als Forschungspartner in Geologie und Astronomie im Institut für Schöpfungsforschung in San Diego. Er schreibt in seinem Buch "Age of the cosmos" über einige erstaunliche Tatsachen, die bisher nicht allgemein bekannt waren:

Schwerkraft und Galaxien

Die Galaxien (Milchstraßen) sind nicht gleichmäßig im Weltall verteilt, sondern bilden Gruppen. Diese Gruppen könnten durch die Schwerkraft zusammengehalten werden. Die einzelnen Galaxien bewegen sich aber mit mehreren hundert Kilometern in der Sekunde voneinander weg. Also lösen sich die Gruppen auf. Mit Hilfe verschiedener Methoden kann die Masse der Gruppen berechnet werden. Wenn die Schwerkraft die Gruppe zusammenhalten soll, so muß dazu eine Mindestmasse vorhanden sein. So findet man aber beispielsweise in der Coma-Gruppe nur ein Siebtel der Masse, die nötig wäre, um die Gruppe zusammenzuhalten. Die Virgo-Gruppe hat sogar nur den fünfzigsten Teil der notwendigen Masse. Daraus folgt, daß sich die Gruppen in wenigen Millionen Jahren auflösen müßten. Da sie aber immer noch bestehen, können sie höchstens ein bis zwei Millionen Jahre alt sein. Das ist etwa 3000mal weniger, als man bisher angenommen hat.

Die Spiralarme der Galaxien

Die inneren Sterne in den Spiralarmen einer Galaxie rotieren schneller als die äußeren Teile. Je näher ein Stern dem Kern ist, um so schneller rotiert er um diesen herum. Nach spätestens einer Rotation der äußeren Sterne haben sich deshalb die Arme aufgelöst und bilden eine gleichmäßige Scheibe. Auf Grund der Rotationsgeschwindigkeit, die man gemessen hat, müßten nach 200 bis 1000 Millionen Jahren die Spiralarme aufgelöst sein. Sie bestehen aber immer noch. Also sind sie jüngeren Datums.

Gekrümmter oder gerader Weltraum

IBei der Betrachtung der ungeheuren Distanzen des Weltalls können Fragen nach der Gültigkeit unserer Meßmethoden auftauchen. Es ist nicht einmal sicher, ob die bei uns gültigen physikalischen und geometrischen Gesetze dort draußen bei den entfernten Sternen noch gelten. Besonders die äußersten Grenzen des Weltalls stellen uns vor solche Fragen. Dort gibt es nämlich Galaxien, die sich mit zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit von uns wegbewegen. Rechnet man aus, wie groß die Distanz zu ihnen ist, so kommt man auf 12 Milliarden Lichtjahre. Das Licht brauchte also 12 Milliarden Jahre, bis es uns erreichte. Das stimmt aber nur, wenn wir im Euklidschen (geradlinigen) System rechnen. Wird hingegen angenommen, wie dies auch Einstein tat, daß das Weltall gekrümmt ist, so kann man im Riemannschen System rechnen. Dann braucht nämlich das Licht trotz der großen Distanz nur 15,7 Jahre, bis es uns erreicht. Das gilt sogar für unendlich weit entfernte Galaxien.

Kosmischer Staub

Zu wenig Staub auf der MondoberflächeZu wenig Staub auf der Mondoberfläche Aus dem Weltall sinkt ständig kosmischer Staub auf die Erde und den Mond. Durch Satellitenmessungen wurde festgestellt, daß sich in tausend Jahren eine Schicht von drei Tausendstelmillimeter Staub niederschlägt. Als die Astronauten auf dem Mond landeten, stellten sie fest, daß eine etwa drei Millimeter dicke Staubschicht auf dem Mondboden lag. Das ist aber etwa 5000mal weniger als vorhanden sein müßte. Also ist der Mond viel jünger, als man angenommen hatte.

Kometen

Kometen sind die seltsamsten und rätselhaftesten Erscheinungen am Himmel. Alle Kometen bewegen sich um die Sonne. Man beobachtete solche, die für eine Umkreisung um die Sonne nur drei Jahre brauchten, aber es gibt andere, die dazu bis zu einer Million Jahre benötigen. Kometen sind verglichen mit der Erde außerordentlich kleine Himmelskörper (bis zu 50 Kilometer Durchmesser). Da sie bei jedem Wegflug von der Sonne Material verlieren, ist ihre Lebensdauer begrenzt. Man hat schon solche beobachtet, die sich vollständig auflösten. Kometen, die in etwa sieben Jahren die Sonne umkreisen, leben nur zwischen 4000 und 10.000 Jahren. Da sie zusammen mit den Planeten entstanden sind, würde das heißen, daß diese auch bestenfalls 10.000 Jahre alt sein können. Slusher weist auch nach, daß kein sphärischer Ring mit Milliarden von Kometen existieren kann, aus dem die von uns beobachteten Kometen stammen könnten.

Meteorschwärme und der Poynting-Robertson-Effekt

Kometen verlieren ihr MaterialKometen verlieren ihr Material Poynting und Robertson haben berechnet, daß ein Meteorkörnchen, das um die Sonne kreist, sich immer mehr der Sonne nähert, bis es schließlich auf der Sonnenoberfläche verdampft. Je kleiner das Korn ist, um so rascher strebt es der Sonne zu. In einem Meteorschwarm befinden sich nun ganz verschieden große Körner. Auf Grund des Poynting-Robertson-Effektes werden sich die kleinen Körner rascher der Sonne nähern als die größeren. Dadurch entsteht mit der Zeit ein Aussortieren nach Größe. Mit einem Radar kann das Ausmaß der Separation gemessen werden. Aus der Größe der Separation berechnet man dann das Alter des Schwarmes. Beim Gemini-Schwarm hat man ein Alter von 10.000 Jahren gefunden. Bei den übrigen Schwärmen konnte keine Separation gemessen werden, da sie offenbar zu jung sind.

Sporadische Meteore

Wahrscheinlich stammen die sporadischen Meteore aus der Zeit der Erschaffung des Sonnensystems. Der Planet Jupiter ist sehr groß und trifft daher nach einer gewissen Zeit vor allem die größeren Meteore. Oepik berechnete, daß innerhalb des angenommenen Alters des Sonnensystems alle Meteore, die größer als zwei Millimeter sind, von Jupiter aufgenommen wurden. Das würde heißen, daß - nach den offiziell angenommenen Zeitangaben - kein Meteor im Sonnensystem mehr existieren dürfte, der von Auge oder mit dem Teleskop sichtbar ist. Da aber noch immer etwa 100 Millionen davon pro Tag auf die Erde treffen, muß das Sonnensystem viel jünger sein.

Saturn und seine Ringe

Der Ring des Saturns ist zusammengesetzt aus Tausenden von schmalen Ringen. Während der letzten 300 Jahre wurde beobachtet, daß die inneren Ringe immer näher an die Saturnoberfläche geraten. Das erlaubt eine Abschätzung der Lebensdauer der Ringe. Man findet, daß diese höchstens 500.000 Jahre betragen kann, wahrscheinlich aber viel weniger. Da auch der Saturn und die Erde dasselbe Alter besitzen, müssen auch sie bedeutend jünger sein, als bis jetzt angenommen worden ist.

Schlußfolgerung

Slusher kommt zum Schluß, daß die Interpretation unserer Messungen und Berechnungen im Weltall dazu führen, einen sehr jungen Kosmos festzustellen. Es sei durchaus möglich, daß er in der Zeit von 6000 bis 10.000 Jahren vor unserer Gegenwart geschaffen wurde.

by H. Stutz

Quelle:   Age of the cosmos, by Harold S. Slusher, Institute for Creation Research, 2716 Madison Avenue, San Diego, CA 92116 USA.