Christus in Dir (Teil 2)

Das Lesen der Bibel

Wir wissen, daß wir wiedergeborene Söhne und Töchter Gottes sind, weil der Geist Gottes, der in unserem Herzen ist, uns dies sagt.

GALATER 4:6 „Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, der schreit: Abba, lieber Vater!“

Der Geist wurde in unsere Herzen gesandt, um uns die ERKENNTNIS GOTTES zu geben.

2. KORINTHER 4:6 „Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.“

1. KORINTHER 2:12 „Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist.“

Er tut das zuerst dadurch, daß Er Zeugnis in unser Herz legt. Dies fühlen wir mehr, als daß wir darüber nachdenken – wir wissen es ganz einfach tief in uns.

RÖMER 8:16 „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind.“

1. JOHANNES 5:6 „... Und der Geist ist's, der da Zeugnis gibt, denn der Geist ist DIE WAHRHEIT.“

1. JOHANNES 5:10 „Wer da glaubt an den Sohn Gottes, DER HAT SOLCHES ZEUGNIS IN IHM ...“

Aber dieses ist keineswegs alles hierüber. Gott ist vorsichtig genug, um uns zu sagen, daß unsere Gefühle – das, was unser Herz uns sagt – uns in die Irre führen können.

JEREMIA 17:9 „Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen?“

Wir haben schon festgestellt, daß wir unserem Verstand nicht trauen können: Nun gehen wir noch einen Schritt weiter. Manchmal fühlen wir anders, selbst wenn wir wissen, was die Bibel sagt: Zum Beispiel mögen wir uns unwürdig oder sündig fühlen, obwohl wir wissen, daß Gott uns alle unsere Sünden vergeben und uns SEINE GERECHTIGKEIT (2. KORINTHER 5:21) gegeben hat. Die Bibel lehrt uns, was wir tun sollen, wenn dies geschieht:

1. JOHANNES 3:20 „... daß, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.“

Gott weiß mehr als unser Herz! Wenn unser Herz uns also sagt, daß etwas, was Gott sagt, falsch ist, dann glauben wir Gott und ignorieren unser Herz. Aber in welcher Weise sagt uns Gott, daß es falsch ist? Offensichtlich nicht durch das Zeugnis des Geistes in unserem Herzen! Die Antwort sollte bereits bekannt sein, aber hier ist noch ein Bibelvers (!):

2. PETRUS 1:18-21 (Petrus beschreibt eine Stimme, die er vom Himmel kommen hörte: siehe MATTHÄUS 17:1-6) „Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Und wir haben DESTO FESTER das prophetische Wort (die Voraussage), und IHR TUT WOHL, DASS IHR DARAUF ACHTET als auf ein Licht, das da scheint an einem dunkeln Ort ... Und das sollt ihr vor allem wissen, daß keine Weissagung in der SCHRIFT eine Sache eigener Auslegung ist. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern von dem heiligen Geist getrieben haben Menschen im Namen Gottes geredet.“

Was immer du denkst, fühlst oder hörst – selbst Stimmen vom Himmel! – das Allerwichtigste ist immer, daß es etwas gibt, was SICHERER und ZUVERLÄSSIGER ist: GOTTES WORT. Während wir Gottes Wort kennenlernen und uns darauf verlassen, verschwinden die Gedanken und die Gefühle völlig, und wir leben nur nach Seinem Wort. Dies ist genau, was Gott will: Er hat uns aus diesem Grund Sein Wort gegeben.

PSALM 119:105 „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“

MATTHÄUS 4:4 „Und er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: 'Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem JEGLICHEN WORT, das durch den Mund Gottes geht'.“

Wir können uns gar nicht eng genug an das Wort halten oder es stark genug hervorheben, weil Gott es höher als irgend etwas sonst in Seiner Schöpfung gestellt und es Ihm selber ebenbürtig gemacht hat!

PSALM 138:2 „Ich will anbeten vor deinem heiligen Tempel und deinen Namen preisen für deine Güte und TREUE; denn du hast deinen Namen und dein Wort herrlich gemacht über alles.“

JOHANNES 1:1 „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und GOTT WAR DAS WORT.“

Alles andere – die Erde, die himmlischen Mächte, unsere Körper – werden vergehen: GOTTES WORT ABER WIRD BLEIBEN.

MATTHÄUS 24:35 (Jesus spricht:) „Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“

1. PETRUS 1:24-25 „Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen; aber DES HERRN WORT BLEIBT IN EWIGKEIT'. Das ist aber das Wort, welches unter euch verkündigt ist.“

Aus diesen Versen ergibt sich deutlich, daß Gott Sein Wort hochachtet, und es ist verständlich, daß Er keine Änderungen daran zuläßt: Was ER gesagt hat, besteht für immer, aber das, was wir hinzuzufügen versuchen, wird beseitigt werden. Wir können weder seinem Wort etwas HINZUFÜGEN noch etwas WEGNEHMEN: Jedes Wort ist wichtig, und nichts kann es ersetzen. Die ganze Bibel ist voll von Warnungen an uns hierüber.

5. MOSE 4:2 „Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun (etwas wegnehmen), auf daß ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.“

5. MOSE 13:1 „Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davontun.“

SPRÜCHE 30:5-6 „ALLE WORTE GOTTES SIND DURCHLÄUTERT; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen. Tu nichts zu seinen Worten hinzu, daß er dich nicht zur Rechenschaft ziehe und du als Lügner dastehst.“

PREDIGER 3:14 „Ich merkte, daß alles, was Gott tut (und was Er sagt!), das besteht FÜR EWIG; MAN KANN NICHTS DAZUTUN NOCH WEGTUN: Das alles tut Gott, daß man sich vor ihm fürchten soll.“

OFFENBARUNG 22:18-19 „Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand etwas dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und wenn jemand etwas davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun seinen Anteil vom Baum des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben steht.“

Weil all diese Bibelverse so deutlich und endgültig sind, benutzen Leute, die ihre eigenen Ideen vorbringen wollen, oft den Vorwand der Auslegung. Das bedeutet, daß sie einen Vers von Gottes Wort nehmen und sagen, daß dieser 'wirklich etwas anderes bedeutet', was ganz einfach eine ihrer eigenen Theorien beinhaltet. Sie nennen dies 'Auslegung' der Bibel. In 2. PETRUS 1:20 haben wir Gottes Warnung hiervor gelesen, die besagt, daß kein Bibeltext durch irgend jemand ausgelegt werden kann, weil die Heilige Schrift nicht irgend eines Menschen Idee ist, die der Auslegung bedarf, sondern weil sie geschrieben wurde durch Menschen, die „von dem Heiligen Geist getrieben“ wurden. Und derselbe Heilige Geist, Der das Schreiben der Bibel verursachte, ist uns in großzügiger Weise gegeben worden, um in uns das zu offenbaren, was Gott gesagt hat.

1. KORINTHER 2:12-13 „Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß WIR WISSEN KÖNNEN, was uns von Gott geschenkt ist. Und davon reden wir auch nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die DER GEIST LEHRT, und deuten geistliche Sachen für geistliche Menschen.“

Nichts könnte deutlicher sein: Gott hat uns den Heiligen Geist gegeben, so daß wir die Dinge verstehen können, die Ihn betreffen, ganz besonders die Bibel. Wir können die Bibel nicht ohne den Geist verstehen, weil sie für unseren natürlichen Verstand nicht verständlich ist und nicht verständlich sein kann: Aus diesem Grunde beschäftigen sich manche Menschen mit der 'Auslegung', was bedeutet, daß sie versuchen, die Bibel mit dem Verstand zu erfassen. Gott sagt, daß dies nicht möglich ist:

1. KORINTHER 2:14 „Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich verstanden sein.“

Der Heilige Geist wurde im Alten Testament oft in Zusammenhang mit der Salbung gebracht, das bedeutet, daß Öl auf das Haupt eines Menschen geträufelt wurde (siehe z.B. 1. SAMUEL 16:13). Wir haben dasselbe empfangen (in anderer Weise) mit einem wunderbareren Resultat:

1. JOHANNES 2:27 „Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und IHR BEDÜRFET NICHT, DASS EUCH JEMAND LEHRE; sondern wie euch die Salbung ALLES lehrt, so ist's WAHR (siehe 1. JOHANNES 5:6) und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibet in ihm.“

Natürlich spricht er von dem Geist, den Gott in unsere Herzen gesandt hat. Mit diesem Geist, demselben Geist, Der das Schreiben der Bibel verursachte, verstehen wir alles, was Gott betrifft. Während du in dieser Bibelkunde neue Verse kennenlernst, lies sie sehr sorgfältig durch und lasse den Geist in unserem Herzen arbeiten. Versuche niemals, diese selber auszulegen oder 'den Sinn auszuarbeiten', weil dein Geist hierzu nicht in der Lage ist. Wir müssen ganz einfach warten, bis etwas in uns 'funkt' und wir plötzlich in unseren Herzen wissen, was Gott zu uns sagt, selbst wenn wir es manchmal nicht mit Worten ausdrücken können. Das bedeutet, daß du oft einen Bibeltext beiseite legen mußt, um einige Zeit darüber zu beten und Gott zu bitten, ihn deinem Herzen zu offenbaren. (Wir sprechen manchmal davon, daß ein Vers jemandem 'eingesalbt' wurde: das heißt, daß die betreffende Person über den Vers eine 'Erleuchtung' gehabt hat. Mit anderen Worten: Gott hat demjenigen etwas durch den Heiligen Geist offenbart, und dies ist ein völlig normales Geschehnis.) Und das ist die einzige Möglichkeit, die Bibel zu verstehen, und wir sehen hiermit, daß wir alle immer wieder dafür beten müssen, daß Weisheit und Erkenntnis durch den Heiligen Geist in uns kommen. Was Er wirklich in uns bewirkt, ist, daß Er sich jeden einzelnen Vers vornimmt und tote Worte in etwas verwandelt, was LEBT, also in etwas, was ein eigenes Leben hat und seinerseits selbst Leben hervorbringt.

JOHANNES 6:63 „DER GEIST ist's, der da lebendig macht (das heißt zum LEBEN ERWECKT); das Fleisch (deine Gedanken und deine Gefühle) ist nichts nütze. Die Worte, die ich (Jesus) zu euch geredet habe, die sind GEIST und sind LEBEN.“

Nur der Geist kann uns die Worte offenbaren: Unser eigener Verstand kann noch nicht einmal annähernd den Sinn erfassen (1. KORINTHER 2:14). Wir müssen von Anfang an begreifen, daß unsere ganze Erkenntnis von Gott kommen muß.

JOHANNES 3:27 „Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel.“

Auf der anderen Seite will Gott, daß wir diese Offenbarung von Ihm empfangen – Er will, daß wir tief in unseren Herzen verstehen, was Christus für uns getan hat.

KOLOSSER 1:27 „Ihnen (uns) WOLLTE GOTT KUNDTUN, was da sei der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden, welches ist CHRISTUS IN EUCH, DIE HOFFNUNG DER HERRLICHKEIT.“

Von Anfang an arbeitet der Geist in unseren Herzen und gibt uns die wahrhafte Versicherung, daß das, was wir hören, wirklich Gottes Wort ist, also das 'Evangelium' oder gute Neuigkeiten über Gottes Macht in unserem Leben.

1. THESSALONICHER 1:5 „Denn unsere Predigt des Evangeliums kam zu euch nicht allein im Wort, sondern auch in der KRAFT und in dem HEILIGEN GEIST und in GROSSER GEWISSHEIT. Ihr wisset ja, wie wir uns unter euch gehalten haben um euretwillen.“

Während wir im Geist beten, geben wir diesem die Möglichkeit, von unserem Herzen aus zu wirken und uns das Wort zu offenbaren. In dieser Weise beten wir häufig für Weisheit und Offenbarung und zwar nicht nur für uns selber, sondern auch für einander.

KOLOSSER 1:9 „Darum auch wir von dem Tage an, da wir's gehört haben, lassen wir nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht.“

Wenn wir im Geist beten, lernen wir Jesus in uns kennen, und durch Ihn lernen wir Gott kennen. Wir verstehen die Dinge, die mit unserer Erlösung zu tun haben, obwohl unser Verstand sie nicht verstehen kann. Gott hat unsere Augen für diese Wahrheit geöffnet, nicht unsere wirklichen Augen, sondern Augen, die wir 'die Augen unserer Herzen' nennen können. Wir fühlen uns SICHER aufgrunddessen, was Er in Seinem Wort gesagt hat, und wir WISSEN, daß Gott mit all Seiner Macht in unserem Leben arbeitet.

EPHESER 1:16-20 (Paulus sagt, Ich ...) „höre ... nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, daß der Gott unsers Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, IHN ZU ERKENNEN. Er ERLEUCHTE die Augen eures Herzens, daß ihr ERKENNEN möget, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, und welchen Reichtum an Herrlichkeit er den Heiligen beschieden hat, und was da sei die ÜBERSCHWENGLICHE GRÖSSE SEINER KRAFT AN UNS, (uns gegenüber) DIE WIR GLAUBEN; weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, die er in Christus wirken ließ. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel.“

Die Art und Weise des Lernens sollte nun klar sein. Gott hat uns das Wort gegeben, welches in sich selbst DIE GANZE WAHRHEIT (JOHANNES 17:17) ist. Somit kann alles, was wir wissen müssen, in der Bibel gefunden werden. Ebenso ist alles, was wir in der Bibel finden, wahr. Um noch mehr über Gott zu erfahren, lesen wir einfach regelmäßig die Bibel. Später, insbesondere wenn wir bezüglich der Verse, die wir gelesen haben, beten, beginnt der Geist in uns zu arbeiten und macht sie in unseren Herzen lebendig, so daß wir verstehen, was Gott zu uns gesagt hat. Wenn wir Gottes Wort nicht lesen, können wir Seinen Willen nicht erfahren, und wir werden bald in die Irre geleitet: Wir sahen auf der ersten Seite dieser Bibelkunde, daß unsere Gefühle ganz einfach nicht zuverlässig sind – NUR das Wort kann uns unfehlbar leiten. Es ist deshalb WICHTIG, die Bibel regelmäßig zu lesen – genauso wichtig wie das Beten im Geist. Je mehr wir über die Bibeltexte wissen, desto weniger Fehler werden wir machen, und Gott wird wahrhaftig in unserem Leben verherrlicht – daher sei jeder ermahnt, fleißig zu lesen!

2. TIMOTHEUS 2:15 „Befleißige dich, vor Gott dich zu erzeigen als einen rechtschaffenen und unsträflichen Arbeiter, der da recht austeilt das Wort der Wahrheit.“

Dies ist um so wichtiger, weil wir MEHR ÜBER JESUS erfahren, während wir das Wort lesen:

JOHANNES 5:39 „IHR SUCHET IN DER SCHRIFT; denn ihr meinet, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist es, die von mir zeuget.“

Wenn JESUS dies zu Menschen sagte, die nicht erlöst waren und die sich weigerten, Ihm zu glauben, wieviel mehr sollten wir die Bibel mit Fleiß durchforschen, da wir wissen, daß sie Zeugnis ablegt von Jesus, Der UNSER LEBEN IST (KOLOSSER 3:4). Eben diese Worte sind für uns Leben (JOHANNES 6:63; MATTHÄUS 4:4), und wir müssen sie als die wahrhaftigen Worte Gottes respektieren, Der in uns wirkt und uns Leben gibt.

1. THESSALONICHER 2:13 „Darum danken wir auch Gott ohne Unterlaß, daß ihr das Wort göttlicher Predigt, als ihr es von uns empfinget, nicht aufnahmet als Menschenwort, sondern, wie es das in Wahrheit ist, als Gottes Wort, welches auch wirkt in euch, die ihr glaubet.“

Gottes Wort 'wirkt' in uns, weil Er es tatsächlich in unsere Herzen gelegt hat:

JEREMIA 31:33 „Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.“

5. MOSE 30:11-14 „Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht zu hoch und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel, daß du sagen müßtest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, daß wir's hören und tun? Es ist auch nicht jenseits des Meeres, daß du sagen müßtest: Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen, daß wir's hören und tun? Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in diesem Munde und in deinem Herzen, DASS DU ES TUST.“

Dies zeigt uns eine andere wundervolle Tatsache: Gottes Wort lebt in uns.

KOLOSSER 3:16 „Lasset das Wort Christi reichlich wohnen in euch ... in aller Weisheit ...“

2. JOHANNES 2 „Um der WAHRHEIT willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit.“

Der letzte Vers sagt dasselbe, was – wie wir zuvor sahen – Jesus sagt: „DEIN WORT IST DIE WAHRHEIT“ (JOHANNES 17:17).

Wir kommen nun der wundervollsten Tatsache näher, die es über Gottes Wort gibt. Erinnere dich daran, daß Jesus sagt „Ich bin die Wahrheit“ (JOHANNES 14:6) und daß Sein Dasein in uns unsere Hoffnung auf das ewige Leben ist (KOLOSSER 1:27). Dies zeigt uns bereits eine starke Verbindung zwischen dem Wort und Jesus selber. Der nächste Schritt ist, daß wir sehen, daß es das Wort ist, das uns rettet!

JAKOBUS 1:21 „Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit (Schlechtigkeit) und nehmet DAS WORT an mit Sanftmut, DAS IN EUCH GEPFLANZT IST, WELCHES KANN EURE SEELEN SELIG MACHEN.“

Wie wichtig ist nun eigentlich dieses Wort? Unsere Erlösung hängt davon ab. Gott hat es über Seinen Namen erhoben (PSALM 138:2) und es in jeden von uns eingeimpft. Es wird ein Teil von uns. Wir haben teil an ihm. Die ersten Verse von Johannes zeigen uns das Wunder dieses Wortes, das nun in unserem Herzen ist:

JOHANNES 1:1-2 „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott.“

Gleich am Anfang, als Gott Himmel und Erde schuf (1. MOSE 1:1), war das Wort mit Ihm. Obgleich es fast zweitausend Jahre her ist, daß die letzten Worte niedergeschrieben wurden, war das Wort vollständig und von Gott schon zu einer Zeit vor Beginn der Schöpfung bestimmt! Dieses Wort ist nun in uns!

JOHANNES 1:3 „Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“

Ja, eben dasselbe Wort hatte Anteil an allen Werken Seiner Schöpfung. 2. Petrus 3:5 sagt das gleiche. Es ist also kein Wunder, daß Gottes Wort ewig bleibt, während Himmel und Erde vergehen!

JOHANNES 1:4 „IN IHM WAR DAS LEBEN, und das Leben war das Licht der Menschen.“

Sieh noch einmal, daß unser Leben in dem Wort ist! Und doch wissen wir, daß CHRISTUS UNSER LEBEN ist (KOLOSSER 3:4). Jesus sagt, daß Er das Licht der Welt ist (JOHANNES 8:12). Es war Jesus, der alle Dinge schuf (KOLOSSER 1:16). Was geschieht hier? Gibt es einen Widerspruch insofern, daß ein Bibelvers sagt, Jesus ist dies und tut das, und ein anderer sagt dasselbe vom Wort? Die Antwort steht in der ganzen Fülle in Johannes:

JOHANNES 1:14 „Und DAS WORT WARD FLEISCH UND WOHNTE UNTER UNS, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des EINGEBORNEN SOHNES VOM VATER, voller Gnade und Wahrheit.“

Das bedeutet einfach, daß das Wort Gottes, das alle Dinge schuf und das von Anfang an gleich dem Vater war, ein menschliches Wesen wurde und mit Menschen lebte und das gleichzeitig deutlich machte, daß Er der 'eingeborene' Sohn Gottes war. Dieser Mensch war niemand anderes als Jesus selbst, wie es von Petrus und anderen bezeugt wurde:

MATTHÄUS 17:5 „Da er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies (Jesus) ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; DEN SOLLT IHR HÖREN!“

Denke daran, daß Petrus sagte, daß das geschriebene Wort sicherer ist als eine Stimme vom Himmel! Aber die Tatsache ist, daß dasselbe Wort Jesus ist. In einfachen Worten bedeutet es, daß wir, wenn wir Jesus folgen wollen, tun müssen, was das Wort sagt. Und wenn wir mehr über das Wort erfahren wollen, müssen wir dafür zu Jesus aufblicken. Und wir wissen, daß Jesus in uns ist – die Hoffnung auf Herrlichkeit. Sein Wort erzählt uns alles, was wir zu wissen brauchen über das ewige Leben, UND DIESES WORT IST IN UNSEREM HERZEN.

1. JOHANNES 5:9-13 „Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer; denn das ist Gottes Zeugnis, daß er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn. WER DA GLAUBT AN DEN SOHN GOTTES, DER HAT SOLCHES ZEUGNIS IN IHM. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn. Und das ist das Zeugnis, daß uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und solches Leben ist IN SEINEM SOHN. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Solches habe ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes, auf daß ihr wisset, daß ihr das ewige Leben habt.“

Der Zeuge ist in unserem Herzen: Jesus selber. Wenn wir das Wort lesen und darüber beten, begreifen wir, daß Jesus selbst zu uns in den Worten spricht, die wir lesen, und daß Sein Geist diese in uns 'einsalbt', indem Er sie in unserem Herzen lebendig macht. Das folgende ist von großer Wichtigkeit: Wenn wir etwas lesen, und es 'funkt' nicht, dann haben wir es nicht richtig verstanden: Bring es vor Gott und bete darüber. Andererseits kannst du dich irren, wenn du an etwas denkst oder etwas fühlst, ohne einen Bibelvers zu kennen, der die Gedanken oder Gefühle untermauert: Wenn du den Vers, den du nötig hast, nicht finden kannst, frage jemand von den Ältesten.

Du lebst nun mit Gott in Christus. Das ist ein wundervolles Leben, und es bewegt sich um eine Sache: Gottes Wort. Es ist ein Leben der Gebete, des Lesens und des Erzählens von Jesus. Gewöhne dich daran, von nun an häufig zu lesen, und du wirst auf einer sicheren Grundlage bauen.

Welche Bibel?

Heutzutage gibt es eine verwirrende Vielzahl von Bibeln. In vielen Sprachen gibt es mindestens eine 'katholische' und eine 'protestantische' Ausgabe und wahrscheinlich mehrere Ausgaben in 'moderner Sprache'. Es gibt nicht einmal zwei Ausgaben, die gleich sind. Es erhebt sich also die Frage: Woher wissen wir, welches die richtige 'Ausgabe' von Gottes Wort ist?

Gott macht über Sein Wort eine Reihe von sehr wichtigen Bemerkungen, und zwar in Seinem Wort selbst:

PSALM 119:89 „HERR, dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Himmel ist.“

PSALM 12:7-8 „Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal. Du, HERR, wollest sie bewahren und uns behüten vor diesem Geschlecht ewiglich!“

Wie wir gesehen haben, können wir weder etwas an Gottes Wort hinzufügen noch von ihm etwas wegnehmen. Gott sagt, daß es für alle Zeiten niedergelegt ist. Außerdem wurde uns die Garantie gegeben, daß Gott es unabhängig von den Menschen bewahren will. Das will besagen, daß Sein Wort selbst dann rein und vollkommen erhalten bliebe, wenn alle Menschen auf Erden gegen ihn wären. Das bedeutet insbesondere, daß auch zu dieser Zeit kein Teil der Heiligen Schrift fehlt, denn sonst hätte Gott versagt. Man braucht also nicht zu befürchten, daß 'richtige' Bücher ausgelassen sein könnten.

Andererseits gibt es immer noch Versuche, falsche Bücher in die Bibel zu 'schmuggeln'. Einige Ausgaben schließen im Alten Testament eine Anzahl von Extrabüchern ein, und fügen auch Extrastücke den vorhandenen Büchern an. Das gleiche Extramaterial ist in einigen anderen Büchern in einem separaten Teil, der 'Apokryphen' genannt wird, einbeschlossen. Von Anfang an haben Menschen erfolglos versucht, diesen Büchern als wirklichem Teil der Bibel Anerkennung zu verschaffen. Jedoch können sie schon aus dem Grunde nicht dazugehören, weil sie anderen echten Bibeltexten in vielen Stellen widersprechen. Sie wurden weder im Alten noch im Neuen Testament jemals erwähnt. Gott hat sie aus Seinem Wort herausgehalten, und wir brauchen uns mit ihnen nicht weiter abzugeben.

Da wir nun die richtigen Bücher der Bibel kennen, ergibt sich als nächste Frage, welches denn nun die korrekten Worte innerhalb dieser Bücher sind? Die Originalausgaben der Bücher haben aufgrund der Vergänglichkeit des Pergaments und des Papiers nicht überlebt, und die ältesten, uns überlieferten Ausgaben stammen aus einer 300 Jahre späteren Zeit. Es ist jedoch überhaupt ein Wunder, daß die Texte nicht ganz verlorengingen, da zu jener Zeit eine intensive Christenverfolgung stattfand. Gott hat aber Sein Wort gehalten und die Schriften bewahrt, weshalb wir Ihm vertrauen können, daß kein Wort vergessen wurde. Leider haben sich aber Extraworte hineingeschlichen: Augenscheinlich haben Menschen der Bibel ganz einfach Texte angehängt, wenn sie nicht ganz sicher waren, ob sie dahingehörten oder nicht! Die Folge ist, daß es viele kleine und einige große Unterschiede gibt, wenn wir alle Manuskripte von jenem Zeitalter sammeln.

Hier sind einige Beispiele:

  1. Einige Ausgaben weisen die letzten zwölf Verse von MARKUS (d.h. MARKUS 16:9-20) nicht auf. Es springt deutlich ins Auge, daß dem Vers 8 noch etwas folgen sollte. Es ist heute modern zu erklären, daß der 'ursprüngliche' Schluß verlorenging und daß das, was heute vorliegt, von jemand anderem geschrieben wurde, um die Leere auszufüllen. Aber wenn dies wirklich so gewesen wäre, dann würde PSALM 12:8 falsch sein. Der 'ursprüngliche' Schluß (also der Schluß, der im Sinne des Heiligen Geistes war) muß überlebt haben. Von den drei vorhandenen Möglichkeiten ist diejenige, die in unseren Bibeln steht, die wahrscheinlichste. Wir können also ziemlich sicher sein, daß MARKUS 16:9-20 zu Recht in unsere Bibel gehört.
  2. In 1. JOHANNES 5 wird in manchen Versionen der Vers 7 ausgelassen. Er ist ein guter Nachweis der Dreieinigkeitslehre und lautet: „Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, und die drei sind eins.“ Stattdessen wird Vers 8 in unvollständigen Versionen in zwei Teile geteilt, und der Vers 7 lautet dann: „Denn drei sind, die da Zeugnis geben: der Geist und das Wasser und das Blut.“

Andere Beispiele finden sich in dem Buch „Let's Weigh the Evidence“ von Barry Burton (Kat. B).

Das oben Ausgeführte erklärt die krassesten Unterschiede zwischen den Bibeln. Der dritte und einfachste Grund, warum es Unterschiede gibt, ergibt sich aus den Übersetzungen. Das Alte Testament wurde überwiegend in Hebräisch geschrieben, das Neue Testament in einer Art Griechisch. Damit die Bibel von den meisten Menschen auch gelesen werden konnte, mußte sie übersetzt werden. Leider ist es niemals möglich, völlig genau von einer Sprache in die andere zu übersetzen. Dies liegt in der Natur einer Sprache, so daß eine Übersetzung nicht immer genau wiedergibt, was eigentlich ursprünglich gemeint war.

Ein gutes Beispiel ist das griechische Wort für ‘Glauben haben’. Es wird gewöhnlich mit ‘glauben’ übersetzt, bedeutet aber viel mehr als nur das: ‘Glauben haben’ bedeutet, dein ganzes Leben durch Gott zu leben, Ihm in allem, was du tust, vollkommen zu vertrauen, und Ihm in allem, was Er will, zu gehorchen. Es gibt freilich kein deutsches Wort, das all dies bedeutet, deshalb müssen wir wohl oder übel ‘glauben’ verwenden und die anderen Dinge im Hinterkopf behalten: an Ihm HÄNGEN, Ihm VERTRAUEN, uns auf Ihn VERLASSEN. Aus diesem Grunde war es manchmal nötig, Extraworte in Klammern zu setzen, wenn wir einen Bibelvers zitieren.

Sobald wir begriffen haben, daß alle verschiedenen Bibelausgaben von Menschen geschaffen wurden und daher nicht perfekt sind, gibt es eigentlich nur eine kleine Auswahl. Wir benutzen die Lutherbibel (wenn möglich die Übersetzung von 1956/64), weil sie die gebräuchlichste und zuverlässigste Bibel ist. Einige modernere Ausgaben verwenden vielleicht manchmal ein besser verständliches Deutsch, aber sie verlassen sich oft zu sehr auf menschliche Weisheit und nehmen sich die Freiheit, ganze Wendungen und Sätze durch andere zu ersetzen, die angeblich ‘das selbe bedeuten’, weil sie natürlicher klingen. Diese Vorgehensweise ist total gefährlich.

Viele Leute finden anfangs die Lutherbibel zu ‘altmodisch’. Das Problem ist, daß Gottes Wort sich nicht ändern kann, um mit der Zeit mitzugehen! Es gibt einfach kein Wort in der Alltagssprache für Ausdrücke wie ‘Gerechtigkeit’, ‘Sühnopfer’, ‘Gnade’, ‘Heiligkeit’ usw. Die Lösung ist nicht, zu einer ‘zeitgemäßen’ Übersetzung zu rennen, die den Sinn verwässert, bis jeder denkt, daß er sie in seinem Kopf verstehen kann! Stattdessen müssen wir häufig dafür beten, die Schriften zu verstehen, und sie oft lesen, so daß die Wörter und Vorstellungen uns vertraut werden. In diesen Studienblättern werden die meisten schwierigen Wörter bei ihrem Vorkommen erklärt, und wenn du andere findest, kannst du immer deine Pastoren oder Ältesten fragen.

Wenn du eine Bibel kaufst, so halte gut Umschau nach den verschiedenen verfügbaren Ausgaben. Und frage deinen Pastor! Es ist ganz offensichtlich von Vorteil für alle Versammelten, die gleiche Bibelausgabe zu benutzen. Dein Pastor und die Ältesten können dich sehr gut über all dieses beraten.

Einige Dinge, nach denen du schauen kannst, wenn du eine Bibel kaufst, sind die folgenden:

  1. Karten: Manche finden diese hilfreich, und viele Bibeln haben hinten eine kleine Auswahl. Illustrierte Bibeln haben auch viele Bilder, aber diese sind selten von Nutzen und lenken oft nur ab.
  2. Kursivschrift: Das ist die Schrift mit nach rechts geneigten Buchstaben. Sie wird in vielen Bibeln verwendet, um Wörter zu kennzeichnen, die dem Deutschen hinzugefügt wurden und dadurch den Sinn des Hebräischen oder Griechischen vervollständigen. Die meisten dieser Wörter sind notwendig, und es steht nicht zur Diskussion, welche Wörter ergänzt werden sollten.
  3. Randnoten: Fast alle Bibeln haben jeweils unter der Schrift oder ganz unten auf der Seite Hinweise zum Text. Gewöhnlich gibt es drei Arten davon: die eine gibt alternative Übersetzungen zum Luthertext an. Die zweite Art Hinweise besteht aus einer oder mehreren Schriften, die mit dem Vers, auf den sie sich beziehen, etwas gemeinsam haben. Einige dieser Vergleichsschriften sind nützlich (z.B. wenn ein Vers aus dem Alten Testament (AT) im Neuen Testament (NT) zitiert wird, wird man gewöhnlich eine Hinweis „zitiert von ...“ im NT finden, während im AT die Bemerkung „zitiert in ...“ eingefügt ist, so daß man einfach sehen kann, wie der Zusammenhang ist), andere sind weniger nützlich (manchmal werden alle Vergleichsschriften genannt, in denen eine bestimmte Pflanze oder Tier erwähnt wird oder ein bestimmte grammatikalische Konstruktion benutzt wird). Es gibt auch Noten, die Erklärungen z.B. über den Gegenwert von Gewichten und Maßeinheiten oder Münzen geben: diese sind selten wichtig, um zu verstehen, was geschieht.
  4. Kommentare: Manchmal haben Bibeln am Ende oder unten auf der Seite Notizen, die ‘helfen’ sollen, die Bibel zu verstehen. Es ist weiser, diese nicht zu benutzen, sondern dein GANZES Verständnis von der Schrift selbst zu bekommen, durch Lesen und Beten: 1. JOHANNES 2:27.
  5. Andere ‘Hilfen’: Einige Bibeln haben jede Art von Extrazusätzen: kurze Geschichten, Zeittafeln, Gewichtstabellen, Festlisten, ‘Tips, wie man die Bibel lesen soll’ – fast alles, was man sich nur vorstellen kann. Wiederum ist es weiser, diese Dinge zu ignorieren. Zwei Arten von Extrazusätzen kommen oft vor:
  • ‘Bibelenzyklopädien’ oder Bibellexika listen verschiedene Wörter auf und geben Erklärungen ihrer Bedeutung. Das ist gefährlich, weil sie alle von Menschen geschrieben sind, von denen wir nicht wissen, ob sie gerettet waren. Grundsätzlich sollte keine ‘Hilfe’ benutzt werden, falls sie dich nicht dazu bringt, die Schrift selbst wieder zu lesen; wenn sie ein Ersatz wird, darf sie nicht benutzt werden.
  • Eine ‘Konkordanz’ ist eine Liste von Wörtern, die in der Schrift benutzt werden, wobei für jedes Wort eine Liste der Stellen angegeben ist, wo es in der Bibel vorkommt. Das ist natürlich eine große Hilfe, wenn man einen bestimmten Vers sucht. Einige Bibeln haben hinten eine kurze Konkordanz. Aber wenn du eine komplette Konkordanz willst, die jede Schrift auflistet, mußt du sie separat kaufen, weil sie mindestens so groß ist wie die Bibel selbst.
  • Wenn du eine (Luther-)Bibel kaufst, schau vor allem, ob sie einen breiten Rand hat, so daß du deine eigenen Notizen hineinschreiben kannst. Die anderen Dinge bedeuten nicht so viel, und du kannst ein Buch mit Karten oder eine Konkordanz separat kaufen, wenn du sie haben willst. Eine Bibel, die billig gebunden ist, spart vielleicht jetzt Geld, aber denk dran, daß du sie oft brauchst, und dann brauchst du bald eine neue Bibel.

UND LIES FLEISSIG DEINE BIBEL!

Über das Fasten

Das Fleisch

Schon in der allerersten Bibelkunde haben wir gesehen, daß wir selber tot sind und daß unser ganzes Leben nun in Christus ist.

KOLOSSER 3:3 „Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.“

Wir sind jetzt VÖLLIG NEUE WESEN, und es ist nur zu natürlich, daß wir ein ganz neues Leben leben werden.

RÖMER 6:3-4 „Oder wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also SOLLEN AUCH WIR IN EINEM NEUEN LEBEN WANDELN.“

Wir haben genau wie Jesus, Der drei Tage nach seinem Tod ein neues Leben begann, auch ein anderes Leben begonnen. Die Veränderung ist genauso vollkommen, weil alles „durch die Herrlichkeit des Vaters“ zustande gebracht wurde. Eines nur hält uns am Leben: JESUS IN UNS.

KOLOSSER 1:27 „Ihnen wollte Gott kundtun, was da sei der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden, welches ist CHRISTUS IN EUCH, DIE HOFFNUNG DER HERRLICHKEIT.“

Weil Er in uns ist und wir in Ihm sind, HAT SICH ALLES GEÄNDERT: Wir bewegen uns in einem NEUEN LEBEN.

2. KORINTHER 5:17 „Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!“

Wir dürfen niemals vergessen: Alles ist neu geworden – so sagt Gott! Wir sehen es mit den Augen unseres Verstandes. Andererseits werden wir Dinge sehen, die sich anscheinend nicht geändert haben, wenn wir mit unseren normalen Augen herumschauen: Das Wichtigste ist, daß wir anscheinend mit demselben Körper herumlaufen und dasselbe Fleisch und Blut haben. Wir MÜSSEN sehen – und verstehen – daß dies eine Illusion ist: WIR SIND TOT, und CHRISTUS LEBT IN UNS.

GALATER 2:19-20 „Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe; doch nun NICHT ICH, sondern CHRISTUS LEBT IN MIR. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben.“

Ein neues Wesen in Christus zu sein, ist die wundervolle Wirklichkeit: ER HAT KONTROLLE ÜBER UNS GEWONNEN, ER LEBT IN UNS – WIR LEBEN NICHT. UNSER KÖRPER IST NUN SEIN KÖRPER.

1. KORINTHER 3:16 „Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“

Der gleiche Körper starb, als wir getauft wurden, indem wir den Tod als Sold der Sünde empfingen (RÖMER 6:23). Dann kam Jesus, und Sein Geist brachte ein neues Leben durch Jesu Gerechtigkeit. Nun ist unser Körper nicht mehr sein eigener Herr: Jesus ist sein Herr und nicht unser 'Fleisch'. Dieses bedeutet, daß unser 'Fleisch' noch tot ist und daß der Geist unseren Körpern ein neues Leben gegeben hat.

RÖMER 8:10-11 „Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der GEIST ABER IST LEBEN um der Gerechtigkeit willen. Wenn nun der Geist des, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.“

In anderen Worten: Das Leben, das wir nun im Fleisch leben, leben wir nur durch Jesus in uns – genau wie es in GALATER 2:20 heißt.

Dieses 'Fleisch', in dem wir leben, ist machtvoller, als wir vielleicht wahrhaben wollen. Denn mit ihm sind all die alten Dinge des vergangenen Lebens gedanklich verknüpft, all die Angewohnheiten und Gedanken. Aber weil all diese Dinge erneuert wurden, wandeln wir wahrhaftig in einem neuen Leben. Die alten Dinge sind einfach vergessen! Der 'alte Mensch', der sündigte, ist völlig vernichtet, und zwar in einer Weise, daß die alten sündigen Gepflogenheiten uns nichts mehr anhaben können.

RÖMER 6:6 „Weil wir ja wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde aufhöre (zerstört werde), daß wir hinfort der Sünde nicht dienen.“

Dies ist Grund genug zu großer Freude, weil das Fleisch NUTZLOS ist und war! Alles, was wir wirklich brauchen, ist Jesu Wort und das Leben, das der Geist gibt:

JOHANNES 6:63 „Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch IST NICHTS NÜTZE. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.“

Bevor wir erlöst wurden, lebten wir 'fleischlich', das heißt nicht nur in unserem Körper, sondern wir waren ihm und seinen Gewohnheiten ausgeliefert. Seit wir erneuert wurden, sind wir nicht länger 'fleischlich', sondern 'geistlich'.

RÖMER 8:9 „Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.“

Da das Fleisch tot und der Geist lebendig ist, gibt es einfach kein Problem: Wir folgen nur der Führung des Geistes und ignorieren das Fleisch. Es kann nur dann Schwierigkeiten geben, wenn wir das nicht völlig begreifen und so weitermachen, als ob das Fleisch noch lebt. Das würde praktisch bedeuten, daß wir weiter den alten Gepflogenheiten nachgehen und Zugeständnisse an sie machen: Dies nennt man nach dem Fleisch oder gemäß dem Fleisch leben. Das ist offensichtlich vergebliche Liebesmühe, da das Fleisch bereits tot ist. WENN WIR UNS MIT TOTEN DINGEN ABGEBEN, WERDEN WIR SCHLIESSLICH SELBER STERBEN.

RÖMER 8:13 „Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet, so werdet ihr leben.“

'Töten' bedeutet 'abtöten'. In anderen Worten, GIB deine alten Gepflogenheiten AUF, indem du diesen beweist, daß sie bereits tot sind, und lebe nur durch Jesus – Er ist UNSER LEBEN (KOLOSSER 3:4). Uns wurde aufgetragen, das Abtöten durch den Geist zu tun – wir können es nicht selber tun, weil alles, was wir ohne Gott tun, vom Fleisch ist! Der Geist wurde uns gegeben, um uns bei der Arbeit des Abtötens zu helfen, während wir uns Ihm ausliefern, um von Ihm geführt zu werden: Er tut dies liebend gern, weil unser Fleisch Sein wahrhaftiger Feind ist!

GALATER 5:17 „Denn das Fleisch streitet wider den Geist (das bedeutet, daß es ein starkes Verlangen hat, sich gegen Ihn aufzulehnen), und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt.“

Es gibt einen richtigen Kampf in unserem Körper! Wir haben bereits gesehen, wie dies in einem Teil unseres Körpers geschieht, und zwar im VERSTAND: Unser Verstand lehnt es ab, etwas zu glauben, was Gott sagt. Wir machen die gleiche Erfahrung mit anderen Teilen unseres Körpers: Wir 'fühlen' uns manchmal zu müde, um zu beten. Dies passierte einmal Jesu Jüngern, und Jesus riet ihnen zu folgendem: BETET DARÜBER! Das erscheint unserem Verstand lächerlich, aber auch dieser ist Fleisch, und deshalb müssen wir ihn ignorieren und tun, was Jesus sagt:

MATTHÄUS 26:41 „Wachet und BETET, daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“

Es geschieht tatsächlich, daß unser Fleisch versucht, unsere Augen von Gott abzuwenden und auf etwas anderes, oft auf sich selbst, zu richten. Wenn wir 'fleischlich sind', gemäß unserer alten Lebensweise leben, ist unser Verstand nur auf das Fleisch ausgerichtet; wir können nur wirklich Gottes Wege verstehen, wenn wir 'geistlich' leben – das setzt voraus, daß wir unseren natürlichen oder fleischlichen Verstand abtöten und den Verstand von Christus benutzen (1. KORINTHER 2:14-16).

RÖMER 8:5-8 „Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt (gemeint ist hier 'verstehen'); die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Aber fleischlich gesinnt sein (einen fleischlichen Verstand haben) ist DER TOD, und geistlich gesinnt sein (einen Verstand des Geistes haben) ist LEBEN und FRIEDE. Denn fleischlich gesinnt sein ist FEINDSCHAFT WIDER GOTT, weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht. Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen.“

Es liegt in der Natur unseres Fleisches, aufzubegehren und eine Feindschaft gegen Gott und Sein Gesetz zu zeigen. Diese Regungen sind so fundamental, daß nicht einmal Gott unser Fleisch erneuern kann: Er gibt uns statt dessen ein NEUES LEBEN.

JOHANNES 3:6-7 „Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch (und kann nicht geändert werden); und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden.“

Niemand kann erlöst werden, der nicht wiedergeboren wurde, weil die nicht Erlösten immer noch im Fleisch sind, und Gott kann dem Fleisch keinen Zutritt in Sein himmlisches Reich gewähren:

1. KORINTHER 15:50 „Das sage ich aber, liebe Brüder, daß Fleisch und Blut nicht können das Reich Gottes ererben; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit.“

Durch die Gnade Gottes ist unser Fleisch gestorben, so daß wir nur für Ihn leben und in einem neuen Leben wandeln (RÖMER 6:4). Das besagt nicht nur, daß wir 'im Geist' leben, was wir alle tun, sondern daß wir im Geist WANDELN.

GALATER 5:16 „Ich sage aber: WANDELT im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.“

Mit Gott 'wandeln' ist eine einfache Sache: Er hat uns einen Weg gewiesen, der zu ewigem Leben führt. Wir haben nichts weiter zu tun, als darauf zu wandeln und unseren Preis zu fordern. Tatsächlich haben wir diesen Preis schon empfangen dadurch, daß wir durch den Glauben an Jesus bereits gestorben und zum Himmel aufgefahren sind:

JOHANNES 5:24 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubet dem, der mich gesandt hat, DER HAT DAS EWIGE LEBEN und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“

EPHESER 2:6 „Und HAT uns samt ihm auferweckt und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christus Jesus.“

Aber der Pfad, auf dem wir nach Gottes Weisung gehen, ist eng, und das Fleisch wird seiner Natur gemäß versuchen, uns von diesem Pfade wegzudrängen. Die einzige Möglichkeit, dies zu verhindern, ist, im Geist zu wandeln.

MATTHÄUS 7:13-14 „Gehet ein durch die enge (schmale) Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind ihrer, die ihn finden.“

Paulus schrieb hierüber, und er sagte, daß er aus diesem Grunde seinen Körper wie ein Athlet unter Kontrolle halte, damit er nichts versäume:

1. KORINTHER 9:27 „Sondern ich züchtige meinen Leib und zähme ihn (halte ihn unter Kontrolle), daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde.“

Es gibt nur eine Lösung, um ewiges Leben zu erhalten: Wir lassen Gott unser Fleisch vernichten und bringen es unter Seine Kontrolle.

KOLOSSER 3:5-6 „So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinigkeit, schändliche Lust, böse Begierde und die Habsucht, welche ist Götzendienst, um deretwillen der Zorn Gottes kommt.“

Die Zeit ist nun gekommen, um festzustellen, was Gott vernichtet sehen möchte:

  • UNZUCHT bedeutet jegliche sexuelle Betätigung außerhalb der Ehe.
  • UNREINIGKEIT (UNREINHEIT) bedeutet, was es ausdrückt (Unsauberkeit). Das schließt Gedanken, Worte, Handlungen, also alles Schmutzige ein.
  • SCHÄNDLICHE LUST (ZÜGELLOSE GEFÜHLSÄUSSERUNG) bedeutet unkontrollierbare Gemütsbewegung oder Leidenschaft.
  • BÖSE BEGIERDE (SÜNDHAFTE LÜSTERNHEIT) bedeutet schlechtes, übermäßiges Verlangen.
  • HABSUCHT bedeutet nach etwas trachten, was nicht dir gehört. Gott sagt, daß dies
  • GÖTZENDIENST (VERGÖTTERUNG) entspricht, was bedeutet, daß man etwas so hoch wie Gott stellt.

Und hier ist noch eine Liste:

GALATER 5:19-21 „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch vorausgesagt habe und sage noch einmal voraus, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.“

  • UNZUCHT (EHEBRUCH) ist der Geschlechtsverkehr mit eines anderen Mannes Frau (Beide begehen dann EHEBRUCH.)
  • AUSSCHWEIFUNG (GEILHEIT) ist einfach Übermaß in jeder Form.
  • ZAUBEREI schließt jeden Gebrauch von Zauberformeln, Zaubermitteln oder Aberglauben ein. Alles dies ist vom Fleisch und hat keinen Platz in Gottes Werk.
  • FEINDSCHAFT (HASS) kommt auch vom Fleisch und muß überwunden werden.
  • HADER (UNEINIGKEIT) bedeutet Wortwechsel oder Streitigkeiten und Auseinandersetzungen über persönliche Meinungen.
  • EIFERSUCHT (NACHEIFERUNG) ist ein fleischlicher Eifer – in anderen Worten unangebrachter Enthusiasmus.
  • ZORN ist rein fleischlicher Natur und muß zerstört werden: JAKOBUS 1:20.
  • ZANK (HADER) ist persönlicher Streit: In Gottes Kirche kann Hader nicht geduldet werden – denn wir alle sind erlöst.
  • ZWIETRACHT (AUFRUHR): Wenn Menschen 'abseits stehen' und sich weigern, sich Gott in einigen Punkten zu fügen.
  • SPALTUNGEN (IRRLEHREN) sind einfach persönliche Meinungen; diese werden vergehen, sobald Christus in uns ist.
  • NEID ist dasselbe wie Habsucht, also wenn man nach dem Eigentum anderer trachtet.
  • MORDE haben ganz offensichtlich keinen Platz in Gottes Kirche!
  • SAUFEN (TRUNKENHEIT) meint einfach das TRINKEN VON ALKOHOL. (Hierüber wird noch in einer anderen Bibelkunde gesprochen werden).
  • FRESSEN (SCHWELGEREI) bedeutet Ausschweifungen oder liederlicher Lebenswandel.

Einige dieser Dinge erscheinen unserem alten Verstand harmlos und sind tatsächlich allen Menschen sehr vertraut, aber Gott sagt, daß sie Werke des Fleisches sind und überwunden werden MÜSSEN: Wenn wir diese Dinge weiterhin betreiben, werden wir das ewige Leben nicht erlangen.

Und hier ist noch eine Liste mit den gleichen schrecklichen Warnungen:

1. KORINTHER 6:9-10 „Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten werden das Reich Gottes nicht ererben? Lasset euch nicht irreführen! Weder die Unzüchtigen, noch die Götzendiener, noch die Ehebrecher, noch die Weichlinge, noch die Knabenschänder, noch die Diebe, noch die Geizigen, noch die Trunkenbolde, noch die Lästerer, noch die Räuber werden das Reich Gottes ererben.“

  • WEICHLINGE (WEIBISCHES VERHALTEN von Männern), gemeint sind Männer, die sich wie eine Frau gebärden oder unmännlich benehmen.
  • KNABENSCHÄNDER (PERSONEN, DIE IHR EIGENES GESCHLECHT MISSBRAUCHEN) sind Homosexuelle. Gott verlangt, daß sie zu Ihm kommen, um sich umformen zu lassen (dasselbe gilt für Lesbierinnen.)
  • DIEBE haben ebenfalls keinen Platz in Gottes Kirche, es sei denn, daß sie Buße tun.
  • LÄSTERER (PERSONEN, die SCHIMPFWORTE gegenüber anderen benutzen).
  • RÄUBER (ERPRESSER) bemächtigen sich des Eigentums anderer durch Gewalt oder Einschüchterung.

Wir haben diese Dinge genauer erörtert, um ganz sicher zu sein, wo wir stehen. ALLE haben Fleisch, das abgetötet werden MUSS. Zur gleichen Zeit müssen wir dankbar anerkennen, daß Jesu Blut uns bereits von all diesen Sünden gereinigt hat.

1. KORINTHER 6:11 „Und solche sind euer etliche gewesen. Aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt (für Gott auserwählt), ihr seid gerecht (ohne Sünden) geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“

Wir wissen, daß wir nicht für etwas, was in unserem Fleisch vor sich geht, verdammt werden können, weil Jesus in uns ist und uns Seine Gerechtigkeit gibt. GOTT SIEHT NUR CHRISTUS IN UNS.

RÖMER 8:1 „So gibt es nun KEINE VERDAMMNIS für die, die IN CHRISTUS JESUS sind, die nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln.“

Aber aufgrund DERSELBEN GERECHTIGKEIT hat Jesus die MACHT, unser Fleisch zu vernichten und abzutöten. So weit es Ihn betrifft, ist dies SCHON GESCHEHEN (RÖMER 6:6).

2. KORINTHER 2:14 „Aber Gott sei gedankt, der UNS ALLEZEIT SIEG GIBT IN CHRISTUS und offenbart durch uns den Wohlgeruch seiner Erkenntnis an allen Orten!“

MATTHÄUS 28:18 „Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: MIR IST GEGEBEN ALLE GEWALT im Himmel und auf Erden.“

JOHANNES 17:2 „Wie du ihm (Jesus) MACHT gegeben hast ÜBER ALLES FLEISCH, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.“

Wir wissen, daß wir gerechtfertigt sind ohne alles, was wir tun (unsere Taten), wir uns also in einem Zustand der Freiheit befinden, wo nichts gegen ein Gesetz verstößt. Das bedeutet jedoch nicht, daß wir tun können, was wir wollen, und daß wir dennoch Gott gefallen. Er erwartet von uns und wünscht, daß wir mit Ihm und nach Seinem Willen wandeln im Einklang mit Seinem Wort.

1. KORINTHER 6:12 „Mir ist alles erlaubt, es frommt aber nicht alles. Mir ist alles erlaubt, es soll mich aber nichts gefangen nehmen.“

Anfangs unterliegt unser Fleisch noch manchmal gewissen Anfechtungen, aber diese dürfen nicht ermutigt werden und niemals die Oberhand gewinnen. Wir müssen vielmehr unser Fleisch kasteien, damit wir Gott und auch den Mitmenschen dienen können.

GALATER 5:13 „Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein sehet zu, daß ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum (oder Antrieb) gebet, sondern durch die Liebe diene einer dem andern.“

Wenn wir den Anfechtungen nachgeben, kann unser Fleisch uns treiben und die völlige Kontrolle über uns gewinnen: Wo bleibt dann aber Gott? Um dies zu vermeiden, müssen wir uns Ihm ganz hingeben und Ihn unser Fleisch abtöten lassen.

RÖMER 6:11-13 „Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde GESTORBEN seid und LEBET GOTT in Christus Jesus. So lasset nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, Gehorsam zu leisten seinen Gelüsten. Auch ergebet nicht der Sünde eure Glieder (die Teile unseres Körpers) zu Waffen der Ungerechtigkeit, sondern ergebet euch selbst Gott, als die da aus den Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit.“

Tatsächlich ist Gott hierbei sehr streng: Wir dürfen unserem Fleisch und seinen Wünschen IN KEINER WEISE NACHGEBEN. Jesus allein ist wichtig, und Er ist UNSER LEBEN.

RÖMER 13:14 „Sondern ziehet an den Herrn Jesus Christus und wartet des Leibes nicht so, daß ihr seinen Begierden verfallet.“

Gott will, daß wir unser Fleisch völlig ignorieren und seine alten Gepflogenheiten aufgeben und es völlig Gott unterordnen. Da Christus in uns ist, benötigen wir nichts mehr. Das Blut Jesu hat uns schon von allen unseren Sünden gereinigt.

Wenn also unser Fleisch einmal schwach wird, vertraue dich Gott an und führe dein Leben fort. Gott hat versprochen, daß Sünden vergeben und reingewaschen werden.

1. JOHANNES 1:9 „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend.“

Während wir im Geist wandeln, stirbt unser Fleisch, und wir leben nur mit Gott. Aber wenn wir einen Fehler machen, ist es wichtig zu wissen, daß es immer noch keine Verdammung gibt (RÖMER 8:1), weil sich Jesus bei dem Vater für uns einsetzt.

1. JOHANNES 2:1 „Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf daß ihr nicht sündigt. Und ob jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher (einen Helfer) bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.“

Tatsächlich ist der gleiche Jesus Christus, der Gerechte, in uns, und wir sind in Ihm, so daß wir überhaupt nicht sündigen – 1. JOHANNES 3:9. Nur unser Fleisch sündigt. Grund genug, um es abzutöten!

EPHESER 5:18 „Und saufet euch nicht voll Wein, daraus ein unordentlich Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes.“

Während wir im Geist wandeln, ist unser Körper wirklich tot, und unser ganzes Leben ist in Jesus. Anstelle der Werke des Fleisches (GALATER 5:19-21) beginnen wir dann, etwas ganz anderes hervorzubringen: Die FRUCHT des GEISTES.

GALATER 5:22-23 „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht.“

Alle diese Dinge werden als Frucht bezeichnet, weil sie in uns wachsen. Du wachst nicht eines Morgens plötzlich auf und stellst fest, daß du 'Liebe' gewonnen hast oder eine der anderen Gaben! Wir können nur Gott dafür danken, daß Sein Geist in uns ist und geduldig darauf warten und dafür beten, daß alle diese Früchte in unserem Leben reif werden, wenn das Fleisch abgetötet ist. Tatsächlich ist die ganze Arbeit schon vollbracht, weil das Fleisch schon tot ist und wir nur noch darauf warten müssen, daß das Fleisch selber es begreift!

GALATER 5:24-25 „Welche aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lüsten und Begierden (d.h. Leidenschaften und Gelüste). Wenn wir im Geist leben (wie wir schon tun), SO LASSET UNS AUCH IM GEIST WANDELN.“

Denke daran, daß Jesus dich besitzt, du gehörst dir nicht selber (1. KORINTHER 6:19). Es ist somit nicht mehr als recht und billig, daß wir wandeln, wie Jesus wandelte: durch die Macht des Geistes.

1. JOHANNES 2:6 „Wer da sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch wandeln, gleichwie er gewandelt ist.“

Wir wandeln, wie Jesus wandelte, indem wir das Fleisch abtöten und indem wir Seinen Tod teilen: Denn wenn das Fleisch tot ist, kann Jesus in uns allen anderen voranleuchten.

2. KORINTHER 4:10 (Wir) tragen allezeit das Sterben Jesu an unserem Leibe, auf daß auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.“

Wie alles andere, so ist das Abtöten unseres Fleisches schon in Jesus geschehen: Wir haben Gott nur noch dafür zu danken, daß Er uns zum Sieger gemacht hat über die 'Probleme' unseres Fleisches: Der Herr hat den Kampf geführt!

1. KORINTHER 15:57 „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!“

Über das Fasten

Das Fasten ist ein ausgezeichnetes Mittel, das Fleisch abzutöten. Fasten bedeutet ganz einfach, nichts zu essen oder sich vom Essen sehr zurückzuhalten. Die sofortige Folge ist, daß unser Körper nicht bekommt, was er will, und daß er lernt, daß Gott nun sein Herr ist, und das ist gut und richtig so. Wenn du fastest, ißt du gewöhnlich gar nichts, und du trinkst nur Wasser. Ärzte erzählen uns, daß es unklug ist, länger als vierundzwanzig Stunden ohne Wasser zu leben, obwohl die Königin Esther mit Gottes Hilfe einmal drei Tage lang fastete, ohne Wasser zu trinken (ESTHER 4:15-16). Sie tat dies unter den dramatischsten Umständen: Ihr ganzes Volk sollte vernichtet werden. Im Alten Testament wurde das Fasten gewöhnlich in Notzeiten oder aus besonderen Gründen angewandt. Als das ganze Volk zweimal in einem Kampf geschlagen worden war, fasteten alle zusammen (RICHTER 20:26). Als sie von den Philistern geschlagen wurden, büßten sie und fasteten ebenfalls (1. SAMUEL 7:6). Nach König Sauls Tod fastete das Volk sieben Tage lang (1. SAMUEL 31:13). König David fastete für ein sterbendes Kind (2. SAMUEL 12:16). König Ahab fastete, nachdem der Herr ihm gedroht hatte, seinen Besitz zu zerstören (1. KÖNIGE 21:27). König Josaphat betete und fastete, nachdem er erfahren hatte, daß sich eine ganze feindliche Armee näherte (2. CHRONIK 20:3). Als Esra vor einer langen und gefährlichen Reise stand, fastete und betete er zum Herrn, damit Er ihn schütze (ESRA 8:21). Andere fasteten in Zeiten der Not oder wenn Hilfe erforderlich war (NEHEMIA 1:4 und 9:1; PSALM 35:13, DANIEL 6:18 und 9:3). Im Neuen Testament fastete die Prophetin Hanna, als sie sehr alt, wahrscheinlich älter als hundert Jahre war (LUKAS 2:36-37). Vor allem aber fastete Jesus (MATTHÄUS 4:1-2).

Sollen wir fasten? Jesus sagt folgendes:

MATTHÄUS 9:14-15 „Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisäer, und deine Jünger fasten nicht? Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, daß der Bräutigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten.“

Manche kritisierten die Jünger Jesu dafür, daß sie nicht fasteten: Jesus erwiderte, daß es für die Jünger nicht angemessen war, zu fasten, während Er bei ihnen war. Jesus ist natürlich immer noch unter uns, aber nicht mehr in Seinem eigenen Körper, und es ist NUN Zeit zu fasten. Er sagt nicht 'dann mögen sie fasten' oder 'dann können sie fasten' oder 'ich will, daß sie fasten', sondern Er sagt 'alsdann WERDEN sie fasten'. Diese Worte verpflichten uns, Gottes Willen auszuführen. In MARKUS 2:18-20 und LUKAS 5:33-35 ist dasselbe wiederholt. Wir sehen, daß Jesus nun aufgrund dessen sagt, was in der Apostelgeschichte steht:

APOSTELGESCHICHTE 13:2-3 „Da sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe. Da fasteten sie und beteten und legten die Hände auf sie und ließen sie ziehen.“

APOSTELGESCHICHTE 14:23 „Und sie ordneten ihnen hin und her Älteste in jeder Gemeinde, beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn, an den sie gläubig geworden waren.“

Der Apostel Paulus fastete ebenfalls häufig und erwies sich damit als Diener Gottes:

2. KORINTHER 6:5 „In Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhren, in Mühen, in Wachen, in Fasten ...“

2. KORINTHER 11:27 „In Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße ...“

Paulus fordert uns auf, seinem Beispiel zu folgen: 1. KORINTHER 4:16.

Aus all dem schließen wir, daß wir als Christen fasten sollen. Die Heilige Schrift erzählt uns nicht viel mehr darüber. Es gibt jedoch einen Absatz, in dem Jesus uns sagt, wie wir vorgehen sollen:

MATTHÄUS 6:16-18 „Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, auf daß sie vor den Leuten etwas scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, auf daß du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, welcher im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.“

Wir lernen zunächst daraus, daß wir uns darüber freuen sollen, daß das Fleisch abgetötet ist, und nicht Trübsal blasen und murren, wie es das Fleisch gern möchte.

SACHARJA 8:19 „So spricht der HERR Zebaoth: Die Fasten des vierten, fünften, siebenten und zehnten Monats sollen dem Hause Juda zur FREUDE und WONNE und zu FRÖHLICHEN Festzeiten werden. Doch liebet Wahrheit und Frieden!“

Wichtig ist hervorzuheben, daß das Fasten eine Sache ist, die zwischen dem einzelnen und Gott und für IHN geschieht, und zwar mit dem Ziel, daß unser Fleisch abgetötet wird, Sein Sohn die Kontrolle übernimmt und ER verherrlicht werde.

SACHARJA 7:5 „Sage allem Volk im Lande und den Priestern und sprich: Als ihr fastetet und Leid trugt im fünften und siebenten Monat diese siebzig Jahre lang, habt ihr da für mich gefastet?“

Es gibt eine Menge anderer Gründe des Fastens: Manchmal fasten Menschen aus Gesundheitsgründen (und mit guten Erfolgen); andere fasten, um etwas zu erzwingen oder um ihrem Standpunkt Nachdruck zu verleihen (deshalb treten Menschen in 'Hungerstreik'). In vielen Religionen fasten Menschen in dem Versuch, für ihre Sünden zu büßen! Wir wissen, daß wir nichts tun können, um dies zu bewirken; nur das Blut Jesu kann das bei Gott für uns tun. Wenn wir also aus den genannten Gründen fasten, können wir bei Gott nichts erreichen.

JESAJA 58:3-5 „Warum fasten wir, und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib, und du willst's nicht wissen? (Sie fasteten, aber Gott ignorierte sie offensichtlich. Er antwortet:) Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter. Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll. Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit, wenn ein Mensch seinen Kopf hängen läßt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat?“

Sie fasteten aus persönlichem Vergnügen, um ihren eigenen Standpunkt vorzubringen oder um über jemanden die Oberhand zu gewinnen. Kein Wunder, daß Gott nicht geantwortet hat! Statt dessen gibt Er uns die richtigen Gründe für das Fasten an:

JESAJA 58:6 „Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Laß los, die du mit Unrecht gebunden hast, laß ledig, auf die du das Joch gelegt hast!“

Auf den einfachsten Nenner gebracht, fasten wir, damit Gottes Werk ausgeführt wird. Das will besagen, daß Er verherrlicht wird.

Wir können über die physische Wirkung des Fastens nichts Genaues sagen, weil das Fleisch betroffen ist, und das ist sogar noch schwieriger einzuschätzen als zuvor. Die Umstände aller Menschen sind verschieden, und selbst die Wirkung des Fastens auf eine Person schwankt von Mal zu Mal. Die erste normale Wirkung ist das Gefühl des Hungers. Das kommt daher, daß dein Körper gewöhnlich viel mehr bekommt, als er nötig hat, und wenn das Angebot aufhört, beschwert er sich. Früher oder später (ungefähr nach einem Tag oder sogar früher), nachdem du mit dem Fasten begonnen hast, hört das Hungergefühl auf, aber du fühlst eine Schwäche. Manchmal wird dieses Gefühl in ein oder zwei Tagen verschwinden, manchmal aber auch nicht, und du wirst dich mehr und mehr Gott zuwenden, während du weiter fastest. Es ist sehr wichtig, viel Wasser zu trinken, weil dein Körper sonst anfängt auszutrocknen. Das erste Symptom hierfür sind starke Kopfschmerzen, weil das Gehirn sich zusammenzieht. Wenn Kopfschmerzen beginnen, dann trinke noch mehr Wasser. Deine Knie werden wahrscheinlich schwach werden, wenn du mehr als ein oder zwei Tage fastest, und du wirst bestimmt an Gewicht verlieren (PSALM 109:24), aber für manche Menschen ist das wahrscheinlich sehr wünschenswert! Du mußt mit Gott ausmachen, wie lange du fasten willst: Es kann einen Tag dauern (oder sogar nur einen Teil des Tages) oder aber auch einen Monat lang! Dein Pastor und die Ältesten werden dich stets gern beraten. Nach Beendigung des Fastens überiß dich NIEMALS – du hättest sonst genausogut überhaupt nicht fasten brauchen. Wenn du mehr als einen oder zwei Tage gefastet hast, wäre es unklug, gleich feste Nahrung zu dir zu nehmen: Du solltest mit Fruchtsäften beginnen und dann zu Suppen u.ä. übergehen. Dein Körper hat von seinen Reserven gelebt und 'vergessen', wie solide Nahrungsmittel zu verdauen sind. Also sei vorsichtig – du kannst dich leicht sehr krank machen und gleichzeitig Gott mißfallen. Abgesehen vom Gewichtsverlust wird sich dein Körper nach dem Fasten wahrscheinlich besonders wohl fühlen, weil er gründlich gereinigt ist. Wenn du normal ißt, verdaut dein Körper nicht alles, und es bildet sich ziemlich viel Unrat, was sehr ungesund sein kann; während du fastest, lebt der Körper von den Reserven und braucht sie auf. Falls irgend etwas Unerwartetes während des Fastens auftritt, befrage deinen Pastor darüber, da es wahrscheinlich ist, daß das Problem mehr seelischen als physischen Ursprungs ist.

Bei allem, was wir tun können – Lesen, Beten und Fasten – ist es tatsächlich nur Gott, der unser Fleisch abtötet. Wir können nichts tun, als ihm uns nur völlig hingeben.

RÖMER 12:1 „Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber gebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“

Wenn wir uns Ihm ganz ausgeliefert haben, kann Er, wie ein Töpfer, der Ton formt, uns in jede gewünschte Form verwandeln.

JEREMIA 18:6 „Kann ich nicht ebenso mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer? spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.“

Wir sagen hierzu nur einfach 'Amen' und 'Ja, Herr': JESAJA 64:8. Wir wollen, daß Er uns formt und unser Fleisch vernichtet, obwohl wir wissen, daß dies manchmal schmerzt. Aber wir wissen auch, daß alles für Seine Herrlichkeit geschieht und daß das ewige Leben unser Lohn sein wird. Während Gott sich mit uns befaßt, ist das Fleisch in Mitleidenschaft gezogen, aber der Geist gibt uns inneren Frieden (GALATER 5:22). Anstatt daß wir uns abmühen, es selbst zu tun, liefern wir uns Ihm aus.

MATTHÄUS 11:28-30 „Kommet her zu mir (Jesus) alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

Wir können Jesus vertrauen und Ihm glauben. Wenn unser Fleisch leidet, zum Beispiel, wenn wir fasten, können wir sicher sein, daß es für unser Heil geschieht (RÖMER 8:28). Nach einer Weile lernen wir, unser Fleisch nicht mehr zu beachten, sondern einfach auf Jesus zu blicken. Dies führt dazu, daß die 'Trübsal', die unser Fleisch beschwert, leicht und nur augenblicklich ist. Wir hören auf, uns zu sorgen, und freuen uns statt dessen an Jesus, weil wir wissen, daß uns Besseres bevorsteht. Während unser Fleisch vernichtet wird, wächst etwas, das nur allein wichtig ist, zu immer Größerem: CHRISTUS IN UNS.

2. KORINTHER 4:16-18 „Darum werden wir nicht müde; sondern ob auch unser äußerlicher Mensch (Fleisch) verfällt, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert. Denn unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit in uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“

HEBRÄER 12:1-2 „Darum auch wir, weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und LASSET UNS LAUFEN MIT GEDULD in dem Kampf, der uns verordnet ist, UND AUFSEHEN AUF JESUS ...“

Zusammengestellt vom Pentecost Revival Centre, Ballarat, Australien, ungef. 1968–1972.