Bist du unzufrieden als Christ?

Als ich in Australien war, erzählte ein Geistlicher Geschichten über eine verkrüppelte Frau, die ich niemals glaubte. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, daß so etwas wahr sein konnte.

Eines Tages besuchte ich sie, um ihr meinen Trost anzubieten. Doch noch bevor ich zehn Minuten in ihrem Zimmer war, wurde mir bewußt, daß ich derjenige war, der eine Belehrung erhielt, wobei meine Selbstüberschätzung zerstört wurde und ich in eine Flut von Gefühlserregung geriet.

Mit 18 Jahren wurde sie von einer schrecklichen Krankheit befallen, und der Arzt sagte, um ihr Leben retten zu können, müsse er ihr den Fuß amputieren. Beide Füße wurden abgenommen. Die Ärzte verfolgten die Krankheit weiter und mußten ihr bald die Beine bis zu den Knien und schließlich bis hin zum Rumpf abnehmen. Dann brach die Krankheit auch in den Händen aus. Der erste Arm wurde bis zur Schulter abgenommen, auch bald der zweite, und als ich diese Frau sah, Miss Higgins, war alles, was von ihr noch übriggeblieben war, weiter nichts als der Rumpf.

Seit 15 Jahren lag sie hier bereits in diesem Zustand. Die Wände ihres Zimmers waren bedeckt mit Schriften, die strahlenförmig auseinandergingen und von Freude, Friede und Kraft sprachen. Sie lag im Bett und fragte sich eines Tages, was sie tun könnte, eine zerstückelte Frau, ohne ein Glied am Körper. Dann erhielt sie eine Eingebung und bat einen Freund, der Zimmermann war, zu kommen. Er paßte ihr an die Schultern einen Schreibblock mit einem Füllfederhalter an, mit dem sie anfing, Briefe zu schreiben.

Erinnere dich, wenn Du etwas schreiben willst, benutzt Du dazu den Arm. Sie hatte zu schreiben; da war aber kein Arm und keine Hand, und so schrieb sie mit dem ganzen Körper. Es mag bestimmt gute Schönschreibkünstler geben, aber ich wage zu behaupten, daß es keine Frau gibt, die vom Standpunkt des Schönschreibens aus einen nur halb so schönen Brief schreiben könnte, wie es diese Frau in meiner Gegenwart getan hatte, fast wie gestochen.

Sie bekam 1500 oder 1600 Briefe von Menschen, die durch die Briefe, welche sie auf diese Art von ihrem Zimmer aus geschrieben hatte, zu Christus geführt wurden.

Ich sagte zu ihr: "Wie bringst Du dies fertig?" Sie lächelte und entgegnete: "Nun, Du weißt, Jesus sagte: ”Wer an mich glaubt, von dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen”, und ich glaube an IHN, und das ist alles."

Quelle: Redemption Tidings